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 Betreff: SDU behandeln?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mo 5. Aug 2013, 16:50 
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Mein erstes Thema hier und für mich gleich sehr wichtig.

Finja wird in 13 Tagen zwei Jahre. Sie zeigt seit längerer Zeit Verhaltensauffälligkeiten, die mir erst gar nicht bewusst waren/wurden.
Sie wurde mit 16 Monaten das erste Mal läufig. Ein zweites Mal gab es noch nicht, auch keine Anzeichen dafür.

Was ich bemerkt habe, aber nicht benennen konnte, war, dass sie einfach anders ist. DAchte dann, na ja, sie wird läufig, da kann man ja mal zickig werden. Habe von anderen Haltern gehört, dass manche Hündinnen schon Mal zwei Monate vorher anfangen mit der Zickerei. Geräusche sind ihr unheimlich. Da wird leise geknurrt und sich hinter mich gestellt. Bodenbeläge können sie so verunsichern, dass sie nicht darüber laufen möchte, obwohl sie diese kennt. Lichteinfall etwas anders und sie wird unruhig und traut sich nicht. Gewitterangst ist sowieso da. Dazu kam ihr vermehrtes Ruhebedürfnis drinnen. Sie schläft viel, neuerdings auch lieber im Arbeitszimmer als in meiner Nähe. Beim Trailen hatte ich das Gefühl, sie ist nicht wirklich dabei. Auch Sonntags auf dem Hundeplatz war sie immer nur kurzzeitig dabei. Sie ist schneller erschöpft, legt sich auch draußen öfter mal hin. Wird auch schnell hippelig. Sie möchte schon arbeiten, wenn ich ihr eine Aufgabe gebe, jedoch kann sie nicht konzentriert an die Sache ran, sie arbeitet huddelig.
Gestern hat Finja mal wieder ein Fahrrad angeknurrt und gebellt, das an einem Platz stand, wo normaler Weise nichts steht.

Dann habe ich in einem anderen Hundeforum von einer SDU gelesen und da kam mir dann vieles bekannt vor.

Also bin ich zum Arzt und habe Blut untersuchen lassen. Der "nette" Doc meinte, Finja sieht nicht nach einer SDU aus. Bei der Untersuchung durch ihn, stellte er eine leiche Verlangsamung des Herzschlages fest, meinte aber, das gibt es bei größeren Rassen öfter. Er fand ein Schilddrüsenprofil überflüssig. Aber wenn die Halterin das wünscht.

Ergebnis war dann
T4 0,9 (1,0 - 4,0) und
TSH 0,05 (< 0,5) und
T4 : TSH Quotient 227,1 (was immer mir dieser WErt auch sagen soll???)t

Bei den anderen Blutwerten waren dann ledigleich LYM und PLT leicht erhöht. Alle anderen Werte lagen im Mittelfeld.

Nachdem mir kurz per Telefon die WErte durchgegeben wurden, hieß es alles in Ordnung. Ist nicht behandlungsbedürftig. In einem Jahr sollten wir eine Kontrolle machen.

Nachdem wir Samstag und Sonntag auf einem Seminar waren und dort ihre Hippeligkeit und Unkonzentriertheit wieder deutlich wurde, weiß ich einfach nicht weiter.

Ach ja, aus dem Link, der immer wieder angegeben wird, bei Problemen mit der SDU, habe ich eine Verhaltenstrainerin angeschrieben. Die Antwort von ihr war nicht wirklich befriedigend für mich. Wenn ich etwas über die Laborwerte wissen möchte, solle ich mich an die Uni München wenden und wenn ich verhaltenstechnische Probleme habe, solle ich einen Termin bei ihr ausmachen. Das war's. Und hat mich eher abgeschreckt.

Mein Text ist etws lang geworden. Ich hoffe jedoch, dass er trotzdem gelesen wird. Vielleicht könnt ihr mir raten und mich mental etwas unterstützen, den richtigen Arzt zur Behandlung zu finden.

Moni mit Hund


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mo 5. Aug 2013, 22:12 
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Hallo Moni,

der T4-Wert ist sehr niedrig, was für eine SDU sprechen könnte.

Aus welchem Postleitzahlbereich kommst Du, damit ggf. eine Arztempfehlung möglich ist?

Liebe Grüße
Claudia

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Man muss das Unmögliche anschauen, bis es ein Leichtes ist. Das Wunder ist eine Frage des Trainings (Carl Einstein)


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Di 6. Aug 2013, 11:12 
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Guten Morgen,

meine Station ist südlich von Stuttgart. PLZ-Bereich 71063 Sindelfingen.

Ich habe gestern noch sehr intensiv im Buch von Beate gelesen. Vieles, was dort geschrieben steht, passt auf Finja. Irgendwie wird bei mir das Gefühl immer stärker, dass Finja auf die SDU behandelt werden sollte.

Heute Morgen sind wir ca. 45 Minuten unterwegs gewesen, war eine langsame, gemütliche Runde, wie ich sie von Finja so nicht kenne. Waren viel im Schatten. Kurze Zeit hat sie sich von zwei anderen Hunden ablenken lassen und mit diesen gespielt. Danach war sie so was von platt. Sie liegt nun seit 2 1/2 Stunden hier und schläft. Das war vor wenigen Wochen noch nicht so.


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Di 6. Aug 2013, 21:07 
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Hallo Moni,

im PLZ-Bereich 7+8 habe ich leider keine Adressen.
Was aber nicht heisst, dass es dort keinen Tierarzt gibt, der sich auskennt.

Liebe Grüße
Claudia

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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 09:50 
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wie sieht es mit Jod im Futter aus? Eine Bekannte von uns hat ihrem Junghund nun täglich etwas Jodsalz ins Futter gegeben und nach 4 Wochen nochmal kontrolliert und danach waren alle Werte schön im Mittel


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 8. Aug 2013, 18:50 
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Jodiertes Salz bekommt Finja schon immer ins Futter, so dass ohne der Wert wahrscheinlich noch niedriger wäre.

Ich habe jetzt nach intensivem Studium des Buches von Beate und ausführlicher Diskussion mit meiner Freundin (Humanmedizinerin) beschlossen, Finja bekommt Thyroxin. Habe jetzt mit 100 µg morgens und 50 µg abends angefangen. Morgen werde ich abends auch 100 µg geben. Werde nun nach jeweils 10 bis 14 Tagen in 50-µg-Schritten die Dosis anheben. Mal schauen, was passiert. Im September werde ich zu einer TÄin gehen, die mir von einem Hundetrainer empfohlen wurde und dort die Werte nochmals checken lassen.

_________________
Herzliche Grüße
Moni mit Finja


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Fr 9. Aug 2013, 01:19 
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Hallo Moni

du hast dich also entschlossen einen Substitutionsversuch zu machen.
Wichtig dabei ist, dass man sich wirklich objektive Kriterien sucht, an denen man Erfolg bzw. Misserfolg beurteilen kann. Und wenn diese Kriterien dann noch durch Dritte ohne das diese Wissen, was sie bestätigen sollen, bestätigt wird - dann ist das optimal #confused#

Ferner sollte ein SUbstitutionsversuch nur über eine gewisse Zeit gehen (4-8 Wochen) und dann die Hormone wieder ausgeschlichen werden. Auch hier sollte wieder auf die opjektiven Kriterien, die unabhängig von Dritten beurteilt werden können, geachtet werden.

Geht es Finja unter der Substitution besser als vorher oder nachher - dann braucht sie wohl Hormone....

Gehst du mit Finja in eine Hundeschule? Dann wäre eine Maßnahme, den Trainern dort nichts von der Substitution zu erzählen. Und auch sonst möglichst wenigen Personen.
Sollten unter oder nach der Substitution entsprechende Aussagen kommen (Hund ganz anders, tolles Verhalten / Hund wieder unkonzentriert....), dann vergiss nicht zu fragen: "Wie war ich denn???". Du bringst ja auch eine Erwartungshaltung mit und beeinflusst damit Finja nicht unerheblich!! Daher halte ich einen Substitutionsversuch bei einem Hund bei dem sich die SDU fast (Ausnahme ggf. Läufigkeit, s.u.) zeigt, für sehr fehleranfällig.


Moni hat geschrieben:
Finja wird in 13 Tagen zwei Jahre. Sie zeigt seit längerer Zeit Verhaltensauffälligkeiten, die mir erst gar nicht bewusst waren/wurden.
Sie wurde mit 16 Monaten das erste Mal läufig. Ein zweites Mal gab es noch nicht, auch keine Anzeichen dafür.

Ich bin kein Experte für läufige Hündinnen #crazy# Aber: welche Rasse ist Finja?
Es gibt ja Rassen, die spät "erwachsen" werden und 16 Monate finde ich für die erste Läufigkeit je nach Rasse nicht extrem spät. Ebenso finde ich es nicht extrem verschoben, wenn sie 2 Monate "überfällig" ist. Meiner völlig unwissenden Meinung nach, könnten da auch so Sachen wie Extremtemperaturen, Anpassung an andere Hündinnen, Regulierung des Zyklus etc. reinspielen.
Letztendlich kann man aber festhalten, dass `Finja in der Pubs ist und Pubertierende ohnehin nicht von dieser Welt sind. Typisch für das pubertierende Hirn sind "Hippeligkeit und Unkonzentriertheit".
Sprich: Finjas Verhalten kann ganz "normale" Ursachen haben - es kann (inkl. einer verspäteten und verzögerten Hitze) auch SDU-bedingt sein. Daher ist eine wirklich objektive Beurteilung der Situation wichtig. (Oder ein Arzt, der sich wirklich gut bzgl. SDU auskennt).

Hast du ein Blutbild oder ein geriatrisches Profil (Organprofil) erstellen lassen?

LG Bea

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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Fr 9. Aug 2013, 09:51 
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Die "verspätete" Läufigkeit ist kein Thema für mich. Ich habe bei Finja halt festgestellt, dass sie etwas zickig wurde, usw.

Ein geriatrisches Profil wurde erstellt. Es zeigte lediglich leicht erhöhte Lymphe- und Thrombozytenwerte.

Und dann eben den niedrigen T4-Wert von 0,9 (1,0 - 4,0) im Schilddrüsenprofil.

Der Grund, warum ich mich nun entschlossen habe, zu handeln war, dass Finja vor einigen Tagen nun Angst vor den Zweigen des Weihrauchs auf dem Balkon bekam. Der hat sich im Wind bewegt und sie ist ins Wohnzimmer geschossen als wäre jemand hinter ihr her.
Sie hat ja auch an manchen Tagen Angst vor dem Fliesenbelag im Flur, den sie kennt seit sie mit neun Wochen zu mir kam. Ich werde nun schauen, wie es mit ihr geht. Ob sich etwas ändert.

Wir haben hier nun den dritten Tag mit sehr angenehmen Temperaturen. Finja, sie ist übrigens ein Golden Retriever, liegt weiterhin schlapp und müde rum. Unsere Gassi-Runde heute Morgen war sehr gemütlich, Finja liegt erschöpft auf ihrer Decke. Bis jetzt ist sie nicht so munter wie sie es z. B. im April noch war.

LG
Moni

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Herzliche Grüße
Moni mit Finja


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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: Fr 9. Aug 2013, 23:04 
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Hi

Zitat:
T4 : TSH Quotient 227,1 (was immer mir dieser WErt auch sagen soll???)t


Der Quotient T4/TSH soll ein neuer Diagnosewert sein, siehe hier. Eigentlich kann zur Berechnung aber nur ein nach einer bestimmten Methode analysierter T4- und TSH-Wert verwendet werden.
Wieso T4/TSH allerdings 214 sein soll, ist mir nicht klar. Nach den Werten die du angegeben hast, ergibt sich 0,9 / 0,05 = 18.
Nach den „Erfinderangaben“ ist alles, was größer 11,6 ist als gesund bzgl. Schilddrüse zu bezeichnen.


Bzgl. Substitution: wenn Finja so eine "Schlaftablette" ist, dürfte es ja nicht schwer fallen, objektive Kriterien zu finden. Teil mal mit, was bei rauskommt.

LG Bea

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Zuletzt geändert von BeaSin am Fr 9. Aug 2013, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: SDU behandeln?
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: Mo 9. Sep 2013, 16:04 
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Hunderasse/n: zurzeit keinen :-(
Hallo Moni,

Du müsstest ja jetzt ca. einen Monat behandeln. Hat sich schon was getan? Wieviel gibst Du jetzt? (Wäre auch wichtig zu wissen für Deine Frage im Erziehungsforum, daher meine Nachfrage #w_ink# )

LG,
Susanne

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