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 Betreff: Troubles du comportement chez le chien
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mi 3. Okt 2018, 17:26 
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Hi
Auch unsere franz. Freunde haben ein Buch zur SDU: V. Dramard: Troubles du comportement chez le chien - Et si c'était la thyroïde ? (etwa:) Verhaltensprobleme beim Hund - Ist es die Schilddrüse?
Ich kämpfe mich gerade durch - es ist recht interessant und die Autorin wirft einige interessante Fragen auf. Es erscheint mir informativer als das Dodds-Buch.
Es hat rd. 140 Seiten, davon sind rd. 45 Seiten Fallbeispiele.
Der Rest verteilt sich auf SDU beim Hund, der Erläuterung einer Studie, Vgl. SD-Probleme Hund-Mensch, Ursachen SDU und Begriffserklärung.

Weil ich immer nur häppchenweise lese, stelle ich das hier häppchenweise ein.

Die Autorin gibt an, mit diesem Buch das Gespräch über Schilddrüsenunterfunktion und ihre Diagnose anregen zu wollen.

Fallbeispiele
Am Anfang werden 5 Fallbeispiele geschildert.
Die Hunde hatten typische oder untypische Symptome oder Symptome, die auch auf andere Krankheiten hätten hindeuten können. Häufig traten Fellverlust und Durchfälle auf.
Häufig: trinken (insbes. nachts) viel; unruhig / ängstlich besonders nachts.
Die SD-Werte waren unstimmig: T4 lagen häufig im Referenzbereich oder T4 war sehr niedrig, aber TSH normal.
Alle hatten massive Verhaltensprobleme, häufig: bellen, unruhig, Sachen zerstören, Trennungsängste, Aggression aus Angst oder Müdigkeit, mangelnde Impulskontrolle, nicht Stubenrein, hohes Schafbedürfnis, mangelnde Impulskontrolle.
Ein Hund erhielt Psychopharmaka, die nicht wirklich anschlugen. Daraufhin erhielt er zusätzlich T4, um die Wirkung der Psychopharmaka zu verbessern. Da die Besitzer sich später weigerten, eines der Mittel abzusetzen, konnte nicht geklärt werden, ob die Psychopharmaka u/o T4 später hätten abgesetzt werden können.
Aufgrund der Schwäche von Bindegewebe kann es dazu kommen, dass die Tonlage des Hundes tiefer wird u/o er schnarcht.
Häufig sind die Hunde zurückgezogen und schmusen (und spielen) wenig –andere hängen dagegen den Besitzern permanent am Bein.
Die Autorin wirft die Frage auf, ob die nicht schmusenden Hunde durch die SD-Probleme vielleicht Berührungen als unangenehm empfinden oder sogar Schmerzen dabei haben (Hautkribbeln, Muskelschmerzen – beim Menschen nachgewiesen).
In einem Fall verschlechterte sich der anfängliche Erfolg bei zweimaliger Gabe wieder, daher wurde erfolgreich auf einmalige Gabe umgestiegen. Später jedoch wieder auf 2 Mal.
In einem Fall tauschten die (klassischen) klinischen Symptome der Schilddrüsenunterfunktion nach anfänglicher Verhaltensänderung erst bei einer Behandlung mit Fluvolaxine (Serotoninwiederaufnahmehemmer) auf. Die Autorin spekuliert, ob die Symptome durch die Fluvalaxine-Behandlung ausgelöst wurden.
SD wirkt auf Neurotransmitter und die wiederum auf andere: SD-Hormone --> Serotonin --> Noradrenalin --> GABA
Wenn Psychopharmaka nicht oder schlecht wirken, dann evtl. T4 zugeben, um Gleichgewicht wiederherzustellen, wird beim Menschen auch gemacht.

3 Hauptaspekte bei den Fällen
• mager
• unsoziales Verhalten
• aggressiv

Meine Anmerkungen:
Hinweis: das Buch stammt aus 2010 – evtl. hat sich da in F inzwischen auch einiges getan.

Bei Verhaltensproblemen wird scheinbar zunächst mit Psychopharmaka (plus Verhaltenstherapie logischerweise) behandelt.
Die Vorgehensweise (T4-Gabe bei mangelnder Wirkung der Psychopharmaka) ist in Deutschland zumindest umstritten, wenn nicht gar unbekannt. Hierzu habe ich allerdings nicht im Detail recherchiert, sondern lediglich „locker“ nachgefragt.

Zur Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion werden lediglich TT4-Wert (teilweise fT4), TSH und Cholesterin verwendet. AKs werden nicht bestimmt.
Die Referenzbereiche der SD-Werte sind nicht oder selten angegeben.

Erstaunlich ist, dass „Magerkeit“ häufig aufgeführt wird. Wenn ich überlege, wie oft man von TÄ hört „Der kann keine Schilddrüsenunterfunktion haben, der ist mager. Wenn, müsste er dick sein“….

Im folgenden Kapitel wird auf einige Symptome näher eingegangen. Auch hier sind teilweise recht interessante Überlegungen und Feststellungen zu finden.

Für Menschen, die französisch halbwegs lesen können: so in etwa sind die Fallbeispiele aufgebaut:
http://www.vetup.com/articles-veterinai ... -dobermans
http://www.vetup.com/articles-veterinai ... n-thyroide

LG Bea

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 Betreff: Re: Troubles du comportement chez le chien
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2018, 18:26 
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Leider komme ich nicht soviel zum Lesen, wie ich gerne möchte. Aber egal – Teil 2 nennt sich Schilddrüsenunterfunktion beim Hund und ist unterteilt in
  • Klinische Symptome,
  • Verhaltensprobleme,
  • Biologie (also im Wesentlichen die Grundzüge des Schilddrüsenstoffwechsels),
  • Diagnose und
  • Behandlung.
Ich habe jetzt die klinischen Symptome durch. Die Bilder in diesem Kapitel sind sehenswert.
Es treten zahlreiche Wiederholungen zum vorgehenden Kapitel oder innerhalb des Kapitels auf. So wird zum Beispiel auch hier darauf verweisen, dass der Hund zwar eine Schilddrüsenunterfunktion haben kann, diese sich aber im Blutbild nicht widerspiegelt.
Die klinischen Symptome sind eigentlich weitgehend bekannt, daher gehe ich nur auf den ein oder anderen Gedanke oder verschiedene Feststellungen / Schlussfolgerungen, die die Autorin getroffen hat, ein oder was ich wichtig/Interessant finde. Ich gebe also nicht annähernd das wieder, was dort geschrieben steht.
Es wird darauf verwiesen, dass die Symptome in den Stadien der Krankheit, aber auch individuell stark variieren.
SDU-Hund sind oft müde. Daraus wird ein verminderter Gehorsam des Hundes erklärt. Weil er „Energie sparen“ will, wählt er strategische Liegeplätze. Das wird dann teilweise so interpretiert, dass der Hund dominant oder kontrollierend ist.
Aufgrund der gestörten Thermoregulation liegt der Hund gerne hoch und in Decken gekuschelt. Auch hier schlägt dir Dominanzfraktion gerne zu.
Außerdem können Schlafstörungen in der Nacht auftreten. Hier sind verschiedene Erklärungsmodelle möglich.
Viele SDU-Hunde sind mäkelige Fresser, denen man das Futter quasi am Silbertablett präsentieren muss. Teilweise scheinen sie sich regelrecht vor dem Futter zu ekeln. Die Autorin fragt sich, ob evtl. veränderter Geschmacks- und Geruchssinn mit an dem Fressverhalten beteiligt sind. Aber auch bei normaler Futterzufuhr können SDU-Hunde sehr mager sein. Sie wirken oft sehr schlaksig, wie Junghunde mit unproportionierten Gliedmaßen, staksigen Gelenken.
Zahlreiche SDU-Hunde sind übergewichtig (trotz normaler Futterration). Da SDU-Hunde oft wenig bemuskelt und außerdem stets müde sind, könnte das das Übergewicht erklären (Anmerkung: Plus Wassereinlagerungen).
Myxödeme sind häufig. Den tragischen Gesichtsausdruck kennt jeder. Die Autorin verweist aber auch auf viel subtilere Anzeichen bzw. stellt die in den Bildern dar.
Schwarzfärbung der Haut (ebenfalls nichts Neues) aufgrund geänderter Melaninproduktion.
Relativ häufig sind Durchfälle, bereits bei den geringsten Anlässen.
Der Nasenspiegel kann trocken / rissig sein oder auch Pigmentstörungen aufweisen.
Die Autorin verweist darauf das Haut- und Ohrenentzündungen zwar bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten können – aber auch unabhängig davon und daher eine sehr genaue Anamnese wichtig ist (Anmerkung: gilt auch für viele andere Symptome).
Auch in diesem Kapitel wird noch mal darauf hingewiesen, dass manche Hunde den Körperkontakt zu vermeiden suchen (wenig kuschelig etc.) und / oder Berührungen aktiv vermeiden (Probleme beim Anziehen des Halsbandes / Geschirres und / oder aggressive Vermeidungsstrategie gegenüber Halter / Artgenossen (auch hier wieder in beiden Fällen Verweis auf Verwechslungsmöglichkeit mit Dominanz)).
Hervortretende Augäpfel wird als Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion erwähnt. Das ist bemerkenswert, da in der „übrigen“ Literatur zwar erwähnt ist, dass das bei Menschen auftritt, aber nicht bei Hunden. Ursache dieser „großen“ Augen können Entzündungen des peripheren Gewebes sein. Interessant auch der Hinweis: wenn die Besitzer bei einmal täglicher Dosierung feststellen, dass der Hund abends rote Augen hat, sollten sie evtl. auf 2-malige Dosierung umsteigen.
Aufreiten (nicht nur Rüden) unter Stressbedingungen / bei Erregung wird ebenfalls als Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion aufgeführt.
Manche SDU-Hunde scheinen auch ein übersteigertes Schnüffelbedürfnis zu haben – so als wäre jede Urinstelle von einer heißen Hündin (Anmerkung: im Zusammenhang mit verändertem Geruchssinn: vielleicht können sie schlechter riechen und müssen daher sehr genau „hinriechen“?).
Viele Symptome verschwinden sehr schnell nach Substitution. Treten sie wieder auf, kann man das häufig als Unterdosierungsanzeichen nehmen. Allerdings können einige Symptome auch bei Überdosierung (Anmerkung von mir: oder unabhängig von der Schilddrüsenunterfunktion) auftreten – es ist also immer der Kontext zu betrachten.
Bei den verschiedenen Symptomen wird differenziert, welche sich als Verlaufskontrolle eignen und welche nicht.

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