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 Betreff: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Sa 13. Jan 2018, 07:55 
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Hallo zusammen,
ich benötige dringend Eure Hilfe bezüglich der Substitution mit Forthyron.

Mein Hund bekommt seit Oktober Fortyhron. Seit ca. vier Wochen sind wir bei täglich 1200 Mikrogramm (600 morgens und 600 abends). Seit einer Woche bemerke ich eine Verhaltensverbesserung. Bessere Ansprechbarkeit, eine Sekunde mehr Zeit zum reagieren, geringere Aggression, kommt schneller wieder runter. Trotzdem immer wieder Schaum vorm Mund, besonders wenn wir auf Feldwegen Gassi gehen.

Pacino kommt aus der Tötung und ist angstaggressiv gegen alles was er nicht kennt oder ihm unheimlich ist...Radfahrer, dunkel gekleidetet Menschen, LKWs, Motorräder und natürlich andere Hunde...
Wir haben am 29.12. sechs Stunden nach T4 Gabe Blut abnehmen lassen mit folgenden Werten:

T4 3,4 (1,3 - 4,5)
fT4 14,9 (7,7 - 47,6)
T3 60,3 (20-206)
fT3 3,7 (3,7 -9,2)

Laut TA ist nun alles in Ordnung. Meine Frage: Kann ich noch mit einer Verhaltensverbesserung rechnen, wenn ich Forthyron noch etwas erhöhe oder handelt es sich um eine T3 Umwandlungsstörung und ich sollte zusätzlich T3 substituieren?
Oder ist das schon ausgereitz und ich muss jetzt mit viel Training sein altes Verhaltensmuster löschen?

Ich freue mich auf Eure Antworten!

LG
Evi


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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: So 14. Jan 2018, 12:23 
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Hallo Evi

wieviel wiegt dein Hund?

Prinzipiell ist noch Spielraum nach oben. 6 Std. nach der Tablettengabe darf der T4-Wert sogar knapp über dem oberen Ref.-Bereich liegen. Also vorsichtig weiter nach oben dosieren und auf Überdosierungsanzeichen achten (z.B. Hecheln, Unruhe, Durchfall, Durst).

Bei einem Hund mit mangelnder Sozialisierung und aus schlechten Verhältnissen spielen aber auch das Training und die Stressreduktion eine ziemlich wichtige Rolle.

LG Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 08:20 
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Hallo Bea,

er wiegt knapp 26 kg.

War auch mein Gedanke. Jetzt erstmal noch vorsichtig nach oben dosieren und dann in 4-6 Wochen nochmal Blut abnehmen. Steigen die T3 Werte nicht mit an, handelt es sich wahrscheinlich um eine T3 Umwandlungsstörung, oder?

Wir sorgen bei Pacino immer für ausreichend Ruhe. Auch draussen versuche ich immer wieder Ruhe reinzubringen, aber er ist sehr angespannt und schreit manchmal richtig, wenn er Angst hat.

Ich möchte vorher alles an Training ausreizen, bevor ich zu einem Angstlöser greifen muss.

Vielen Dank für Deine Antwort.

LG
Evi


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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mo 15. Jan 2018, 19:27 
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Hallo Evi
die T3-Werte ziehen meistens erst sehr spät an. Ich denke mal, dass man derzeit aus den T3-Werten keine sinnvollen Schlüsse ziehen kann.
LG Bea

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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Di 16. Jan 2018, 07:09 
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Hallo Bea,

vielen Dank für Deine Antwort.
Dann werde ich mal langsam steigern.
Wann sollte ich die Werte frühestens überprüfen lassen?

LG
Evi


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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 19:50 
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Hallo Evi,

die Diagnose SDU ist hieb und stichfest?

Bei einem Hund mit mangelnder Sozialisation aus schlechten Verhältnissen gibt es ja auch noch viele andere Gründe, wieso die T4-Werte niedrig sein können. Angefangen von allen möglichen Krankheiten (auch die Mittelmeerkrankheiten) bis hin zum Stress.
Wenn ich das richtig lese, ist er seit 8 Monaten bei dir (also ca. April). Seit Oktober wird er substituiert. Bei einem "normalen" Hund (also z.B. einem, der von einer Hand in die andere wechselt) geht man davon aus, dass die SD-Werte frühestens nach einem halben Jahr aussagefähig sind. Bei manchen Rassen noch später.
Bei einem Hund, der sein komplettes Leben geändert hat, dürften die 6 Monate zu früh sein.

Du schreibst, dass du seit rd. 1 Woche Verbesserungen bemerkst. Das ist nach 3 Monaten Subsitution reichlich spät .... Andererseits steht Pacina vermutlich auch unter Dauerstress und hat einen hohen T4-Bedarf (unabhängig ob die SD intakt ist oder nicht).
Anfangsverbesserung bei Substitution lassen sich übrigens häufig dadurch erklären, dass dauer-gestresste Hunde (Pacino zähle ich dazu), einen niedrigen T4-Wert haben. Der wird dann erstmal auf einen normalen Level gebracht. Den Rest sollte die SD dann hinkriegen. Voraussetzung ist aber, dass der Stress reduziert wird. Dazu hast du aber - ohne ein gutes Training - kaum eine Chance. Und selbst mit Training wird es schwierig.
Du schreibst:
Zitat:
und schreit manchmal richtig, wenn er Angst hat.
Ich möchte vorher alles an Training ausreizen, bevor ich zu einem Angstlöser greifen muss.

Solche Situationen sind Stress pur für den Hund. Er empfindet sie lebensbedrohlich. Die halten auch (physiol.) lange an und blockieren das Weiterlenen.
Inwiefern hier neben dem Training auch noch andere Mittel sinnvoll sind, kann ich dir nicht sagen. Das sollte ein verhaltenstherap. geschulter TA beurteilen.

Wenn die SDU gesichert ist:
ja, langsam steigern. Ich denke, es fehlt nicht mehr allzuviel.
Wenn du den optimalen Wert erreicht hast, dann nach 6 Wochen Bluttest.

Zu T3-Substitution:
es gibt Spezialisten, die die Meinung vertreten, dass eine T3-Substitution nur dann erforderlich ist, wenn sich nach der T4-Substitution keinerlei Besserungen ergeben (richtige Diagnose vorausgesetzt). Wenn sich "etwas bessert", aber nicht so wahnsinnig viel, ist entweder die Diagnose falsch und / oder es liegt an den Randbedingungen, sprich: Training, Umfeld, mangelnde Stressreduktion, NTI, Mangelversorgung, .....

Sehe ich zwar nicht ganz so (weil sich teilweise nunmal tatsächlich bereits bei T4-Substitution Besserungen zeigen und T3 dann den Durchbruch bringt) - denke aber, dass man die Argumentation immer auch im Hinterkopf behalten sollte.
Ich denke, dass eine T3-Substitution derzeit nicht wirklich mehr bringt.

Einen "Durchbruch" wirst du nie bekommen. Dazu hatte Pacino ein zu ungünstiges Leben. Einen großen Teil (also den größten) musst du übers Training bringen und indem du versuchst, alles, was stresst, möglichst zu reduzieren. Das dürfte sehr schwierig sein, weil du auf die Umwelt nur begrenzt Einfluss hat.

LG Bea

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Zuletzt geändert von BeaSin am Mi 17. Jan 2018, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Do 18. Jan 2018, 06:31 
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Hallo Bea,

bei Pacino handelt es sich um eine subklinische Hypothyreose, die sicher durch den Stress hervorgerufen wurde.
Alle anderen Krankheiten wurden bereits ausgeschlossen.
Wir haben im Oktober mit der Substitution von 400 Mikrogramm täglich begonnen und langsam gesteigert.
Erst seit Ende Dezember bekommt er 1200 Mikrogramm und seitdem geht es vorran.

Dazu muss ich sagen, dass wir einen sehr strukturierten Tagesablauf haben, was dazu geführt hat, dass Pacino die meiste Zeit des Tages schläft.
Hat übrigens mein vorheriger normaler Hund nicht getan, der war ständig hinter mir her.

In den acht Monaten bei uns hat Pacino schon soviele Tricks und Kommandos gelernt, die mein früherer Hund überhaupt nicht konnte.
Deshalb bin ich aber auch unser Hundetrainer der Meinung, dass wir Pacino soweit hinbekommen, dass er ein fast normaler Hund wird.
Evtl. auch mit Unterstützung durch Psychopharmaka. Das wird natürlich dauern. Ich rechne mal mit zwei Jahren.

Und seitdem ich Pacino habe geht mir das Wort "normaler" Hund oft durch den Kopf. Was ist normal? Ich habe bereits Hunde gesehen, die trotz guter Sozialisierung und Welpenspielstunden leinenaggressiv sind.
Die Angst vor dunkel gekleideten Menschen haben,
Die an der Leine ziehen.
Die manche Menschen anbellen.

Es kommt auch immer darauf was man selbst von seinem Hund erwartet. Ich erwarte sicher nicht das von Pacino, was sich die Gesellschaft wünscht. Ich wünsche mir für Pacino, dass er irgendwann stressfrei mit mir Gassi gehen kann und das wird er auch schaffen, weil ich an ihn glaube.

LG Evi


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 Betreff: Re: Mehr Forthyron oder doch T3 Umwandlungsstörung?
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Do 18. Jan 2018, 19:38 
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Hallo Evi
hört sich gut an #y_es#
Ich drücke euch ganz feste die Daumen!!!!

Sollte Pacino irgendwann mal stressfrei sein, kannst du vielleicht sogar wieder mit der Substitution langsam aufhören.

Halt uns auf dem Laufenden!

LG Bea

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