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 Betreff: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 15:25 
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Hallo,

jetzt wende ich mich doch mal mit meiner Situation an euch, vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
Am besten fange ich mal ganz von vorne an....auch wenn ich dann etwas weit aushole.

Vor fünf Jahren zog Caruso, ein Beauceron Welpe bei mir ein. Er kam aus einer gut ausgewählten Zucht, in der er auch gut geprägt und sozialisiert wurde (was mir sehr wichtig war). Habe mit ihm viel gemacht, ihn an die Stadt, Geräusche und Menschen gewöhnt, das verlief auch alles problemlos.
Allerdings war er schon immer irgendwie anders. Er wollte kaum kuscheln oder körperliche Nähe (außer beim Spielen), auch Blickkontakt draußen kam kaum vor, er ging fast nie, sondern trabte oder rannte immer (wie Forrest Gump :D ), war meist relativ weit vorne usw. Er fraß gemächlich, war aber immer zu dünn und nahm nur schwer zu.
Ich hab schon mit vielen Hunden auch aus dem Tierheim gearbeitet, aber alle hatten in meinen Augen mehr Bindung, als mein eigener Junghund in einigen Situationen. Den Augenkontakt draußen musste ich schließlich clickern und auch die Nähe bzw. mal nebeneinander liegen oder kuscheln, mussten wir lernen.
Mit anderen Hunden war er völlig problemlos. Caruso hat viel von meinem älteren Rüden Marvin gelernt und hatte auch vielen "guten" Hundekontakt.
Caruso war immer ein sehr netter Rüde, der Konfrontationen aus dem Weg ging und sich eher unterwarf.

Mit ca. sieben Monaten hat sich dann alles geändert. Er hatte plötzlich vor sehr vielen Dingen Angst und teilweise Panik, ohne etwas Schlechtes erlebt zu haben. Z.B. unter einer Brücke unter der wir alle paar Tage hergingen, wollte er nicht mehr drunter her. Er hatte Angst, zitterte am ganzen Körper, zog sehr an der Leine, große Pupillen und war überhaupt nicht mehr ansprechbar. Auch bei Freunden wo wir seit seiner Welpenzeit waren, hatte er Angst, wollte den Raum nicht mehr betreten und hatte vor den Menschen Angst. Er hatte Angst vor Bällen, Kindern, Koffern, lauten Geräuschen und was sonst noch alles. Selbst in meiner Wohnung hatte er Angst, wenn er von draußen durch das offene Fenster laute Gespräche mitbekam.
Ich habe ihn auf SDU testen lassen ( hab die Werte aber nicht bekommen) , wäre aber angeblich im normalen Bereich.
Durch die Ängste kam ich in bestimmten Situationen kaum an ihn ran, konnte da auch nicht mit ihm arbeiten,da er dann unansprechbar war und desensibilisieren hat auch nicht geklappt. Ein Trainer meinte, es wäre eine normale schizophrene Phase, das lege sich wieder. Ich solle Caruso ruhig laufen lassen (wo es ging), damit er sich selbst in Sicherheit bringt. Das würde sich schon legen. - Hat es aber leider nicht, außer dass mein Hund gelernt hat, das Weglaufen die Überlebensstrategie ist. Das ging natürlich total nach hinten los.
Insgesamt war es so, dass er im Wald wie ein normaler Hund wirkte, der vor Joggern, Radfahrern usw. auswich und in der Stadt an der Leine ziemlichen Stress hatte. (Später hat er dann noch gelernt, dass wenn man bellt sich die Gefahr vom Leibe hält, was bei einem großen, schwarzen Hund sehr unangenehm ist....aber mittlerweile haben wir das durch Training wieder im Griff).
Da ich irgendwann nicht mehr weiter wusste, habe mir dann Hilfe bei Thomas Baumann gesucht. Anhand meiner Beschreibungen konnte mir Baumann genau sagen, wann das ganze begann und dass es genetisch (hormonell) bei einigen Hunden sei. Hat mir auch nochmal zu einer SDU Untersuchung geraten.
Das Seminar selbst hat mir sehr geholfen und ich wusste nun, wie ich mit Caruso in den Situationen umgehen konnte, wir haben LaKoKo gemacht, habe ihn per Halti geführt (36 kg die vor Angst plötzlich in die Leine springen waren nicht einfach zu bändigen) und es wurde etwas besser.

Beim einem anderen TA wurde eine starke SDU festgestellt (ich hatte es ja schon immer im Gefühl) und wird seit ca. zwei Jahren substituiert. Ehrlich gesagt, habe ich ich da mit dem Thema noch nicht so viel auseinander gesetzt. Ich hatte gehofft, dass durch das Forthyron die Angstzustände sich verbessern evtl. sogar verschwinden würden. Er bekam eine 400 morgens und eine 400 abends.
Allerdings wurde sein Verhalten nicht viel besser, aber immerhin etwas.
Die Züchterin hab ich natürlich über sein Verhalten aufgeklärt und mir bei ihr Rat geholt. Aber sie meinte, er sein eine Ausnahme. Durch Zufall haben aber andere Welpenbesitzer Kontakt zu mir aufgenommen und ihr Hund hatte genau das selbe Verhalten, wie auch einige andere aus dem Wurf. Ich bin mir jetzt aber nicht sicher, ob die auch eine SDU hatten, wenn dann eine leichte die sie nicht behandeln ließen.
Aber es war schön nochmal zu hören, dass man selbst nicht schuld am diesem Verhalten seines Hundes ist. Ich hab ja alles versucht, aber ist ja normal, dass man da doch an sich selbst zweifelt.

Aber auch wenn es durch die Tabletten etwas besser wurde, war es nicht so, wie ich mir das Leben für uns beide wünschte. Ich arbeite gerne mit Hunden, aber bei Caruso gibt es immer Grenzen, da er Kommandos wenn er in eine für ihn bedrohliche Lage kommt, selber aufhebt oder gar nicht erst ansprechbar ist. ABer auch so wirkt er im Freilauf, als wäre er in seiner eigenen kleinen Welt und bekommt dann nicht alles mit. Dadurch kann ich ihm nicht so viel Freiheiten geben, wie ich es gerne würde und von meinen anderen Hunden gewöhnt bin.

Mit zwei Jahren hat er sich auch in Bezug auf andere Hunde geändert. Ab da hat er sich nicht mehr alles gefallen gelassen (muss er ja auch nicht, dafür bin ich ja auch da). Allerdings ist es so, dass er bei bestimmten Hundetypen Probleme hat. Er kommt mit nicht untergeordneten, prolligen, unkastrierten Rüden nicht gut klar. Aber das kann man ja händeln.
Doch ist er manchmal nicht einschätzbar. Wir gehen oft in größeren Hundegruppen spazieren und das gefällt ihm auch sehr gut. Da kommen auch immer mal wieder andere Hunde mit oder begegnen uns im Wald. Dabei kann es passieren, dass Caruso nett aber präsent auf einen anderen Hund zuläuft und ihn beschnuppert oder beschnuppert wird. Aber sobald der andere steif wird oder ihn leise anknurrt, wird Caru unsicher und kippt ganz plötzlich. Er greift den anderen in den Nacken an. Wenn ich schreie, läßt er sofort ab und wirkt auch schockiert. Vor ein paar Monaten ließ aber der andere Rüde nicht ab und hat ihm sein ganzes Gesicht zerbissen.
Oder wir sind bei Freunden beim Grillen. Es kommt ein BEkannter mit seinem Einjährigen Rüden, der ein bischen in dem Alter ist wo er austestet. Die beiden gehen aufeinander zu und Caruso gefällt wohl die Art des "frechen" Rüden nicht und greift direkt an.
Neulich hatte ich dann mit ihm dann eine ganz schlimme Geschichte. Eine FReundin war mit ihrem kleinen Rüden bei mir für ein paar Tage zu besuch. Zu beginn war Caru dem anderen gegenüber unsicher und mied ihn etwas, wendete den Kopf ab usw. Aber nach zwei Stunden und bei mir in der Wohnung war alles normal und unauffälllig. Am vorletzten Tag gingen wir mit ein paar Freunden und zwölf Hunden spazieren.
Doch plötzlich, als meine FReundin anfing triebig mit ihrem anderen Hund zu spielen, Caruso wohl auch dahin wollte und der kleine Rüde neben ihm stand, kam es zu der Auseinandersetzung. Es hat leider keiner gesehen warum, ob der Kleine geknurrt hat oder so (was aber völlig egal ist und so ein VErhalten trotzdem nicht entschuldigt), hat Caruso den Kleinen in den Nacken gepackt und geschüttelt!
Zum Glück ist nichts passiert, aber BEuteschütteln ist ja schon Beschädigungsabsicht und hätte auch das Genick des anderen Hundes brechen können.
Sowas geht gar nicht und ich war sehr fertig. Wie kann ich meinem Hund denn da noch vertrauen? Das hätte ich niemals gedacht!
Danach konnten die beiden wieder unauffällig an der Leine nebeneinander hergehen.

Caruso ist aber kein Raufer. Es hat in seinen fünf Jahren vielleicht sieben Auseinandersetzungen gegeben, wobei er (bis auf einmal unglücklich am Auge erwischt) nie jemanden verletzt hat und wovon die meisten in zwei Sekunden wieder vorbei waren. Er lässt ja normalerweise dann auch ab und ich kann ihn rausrufen (wenn ich ihn vor dem anderen schütze). Aber diese Unberechenbarkeit macht mich fertig!
Mein anderer Rüde ist resozialisiert. Den kann ich auch überall rausrufen. Vor allem wenn ich sehe, die Rüden stehen steif nebeneinander. Aber Caruso bekommt mich dann kaum noch mit, ist unsicher und schafft es einfach nicht aus der Situation rauszukommen. Helfen kann ich ihm dann auch nicht, würde ich eingreifen, würde es erstrecht krachen.
Auf einer großen bestimmten Wiese, wo sehr viele Hunde freilaufen, da geht es. Wenn ich da eine brenzlige Situation sehe, wo Caruso und der andere sich aufbauen, da kann ich ihn rausrufen.....und er kommt dann glücklich und wedelnd zu mir.

Aufgrund des ganzen hab ich mich dann nochmal mit den Verhaltensweisen einer SDU auseinandergesetzt und trotz Forthyron trifft das alles genau auf ihn zu.
- Ängstlichkeit - Geringe Stresstoleranz - Stimmungsschwankungen, Unberechenbarkeit - hohe Reaktivität, Spontanität - Überkonzentration auf bestimmte Sachen und damit verbunden: - Ausblenden der gesamten restlichen Umwelt - Unansprechbarkeit und somit keine Einflussmöglichkeit durch Besitzer - aber auch: hohe Verletzungsgefahr durch Ausblenden aller anderen Sinne

DAs letzte mal wurde Ende 2012 ein Bluttest gemacht:
T4 1,6
T? 2,1 (nicht so angestiegen wir er sollte.....soweit ich das verstanden habe)

Danach wurde er von 400 morgens und abends auf 600 morgens und abends gesetzt.

Ich war zufällig bei einer anderen Ärztin diese Woche und habe sie gefragt, ob ich Caruso nicht noch höher setzen könnte. Beide Ärztinnen haben mir ganz stark davon abgeraten, sie würden keinen Hund über 1,5 setzen und Caru würde ja eh schon so viel Forthyron bekommen.
Zu meiner TA kann ich erst in zwei Wochen wieder. Werde dann auch eine neue Blutuntersuchung machen lassen.

Ich möchte meinem Hund so gerne helfen. Es ist schlimm ihn so voll Angst zu erleben, vor allem wenn das Dinge in seinem Kopf sind, die ich ihm nicht nehmen kann.
Momentan läuft er nur an der (festgehaltenen) Schleppleine, da ich ihm nicht vertrauen kann. Aber ihm fehlt das Rennen und Toben mit meinem andern Rüden, der freie Kontakt mit anderen Hunde, das Radfahren mit mir wo er frei durch den Wald päst usw. So wie es vorher halt auch war.

Einige Freunde raten mir dringend zur chemischen Kastration. Die meisten Auseinandersetzungen hatte er mit unkastrierten Rüden und er lutscht auch sehr viel an Weibchenmakierungen (das ist ihm sehr wichtig).
Aber die Aggressionen sind in meinen Augen nicht sexueller Natur, sie entstehen aus Unsicheit. Wenn ich dann das Testesteron als Gegenspieler vom Cortisol noch wegnehmen, könnte ich seine Angst sehr verschlimmern. Eine SDu ist ja eine hormonelle Dysfunktion, mache ich das durch eine chem. Kastration nicht nur viel schlimmer? Auch wenn es reversibel ist, so würde Caruso über ein halbes Jahr noch viel ängstlicher werden und das wäre eine Katastrophe (für uns beide).

Könnt ihr mir da irgendwie weiterhelfen? Ich weiss, es ist sehr lang geworden, aber das meiste erschien mir wichtig.
Was haltet ihr von einer Kastration?
Sollte ich ihn eigenmächtig höhersetzen (er ist fünf Jahr alt und 36 kg) und wie hoch?
Habt ihr eine Idee, wie er in den beschriebenen Situationen nicht mehr so unsicher sein könnte? Mit ihm wirklich bekannten Hunden, hat er diese Probleme der Unsicherheit nicht. Da sieht es auch nicht aus, als kämpfe er sofort um sein Leben. Da kann er auch weggehen, wenn er von einem Rudelmitglied angemacht wird und kippt nicht.
Ich will ihn ja auch nicht Hunden aussetzen, bei denen er unsicher ist. Aber falls er doch mal im Wald auf einen anderen Rüden der Art trifft, würde ich mir mehr Souveränität wünschen und dass er gehen könnte....und nicht auf kleine Hunde geht, die nichts schlimmes gemacht haben, da würde ein Knurren oder abschnappen doch reichen?!!
Mit "normal" aggressiven Hunden kann ich arbeiten, aber bei ihm ist das halt anders. Irgendwie ist er in vielem einfach anders :)

Die Zusammenarbeit mit ihm ist einfach schwierig und ich möchte ihm doch so gerne helfen......
Würde mich freuen, wenn ihr ein paar Vorschläge oder Ideen hättet,

liebe Grüße,
Ute


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 Betreff: Re: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 21:02 
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Hallo Ute

ich hab deinen Text leider aus Zeitgründen nur überflogen, werde ihn aber sicher noch im Detail lessen (dauert aber).

Gibt es Referenzwerte zu den Laborwerten? Üblicherweise liegt der Referenzbereich für T4 in der Größenordnung zwischen 1,0 - 4,0, ist aber je nach Labor unterschiedlich. Der Blutwerte sollte 6 Std. nach Tablettengabe mindestens über der Mitte des Referenzbereiches liegen.

Ute hat geschrieben:
Sollte ich ihn eigenmächtig höhersetzen (er ist fünf Jahr alt und 36 kg) und wie hoch?

Wenn du noch nicht in der Nähe des oberen Referenzwertes bist, kannst du vorsichtig hochdosieren.

Ute hat geschrieben:
Danach wurde er von 400 morgens und abends auf 600 morgens und abends gesetzt.

Ich war zufällig bei einer anderen Ärztin diese Woche und habe sie gefragt, ob ich Caruso nicht noch höher setzen könnte. Beide Ärztinnen haben mir ganz stark davon abgeraten, sie würden keinen Hund über 1,5 setzen und Caru würde ja eh schon so viel Forthyron bekommen.

....er ist fünf Jahr alt und 36 kg...

??????????????????
Caruso bekommt 1000/36 = rd. 33 µg/kg. Das ist noch Luft nach oben. Ab ca. 40 µ/kg würde ich vorsichtig werden.
Du könntest versuchen, auf 3X täglich umzusteigen bei gleicher Tagesdosis.

Ute hat geschrieben:
Einige Freunde raten mir dringend zur chemischen Kastration. Die meisten Auseinandersetzungen hatte er mit unkastrierten Rüden und er lutscht auch sehr viel an Weibchenmakierungen (das ist ihm sehr wichtig).

Mein Rüde ist wegen sexueller Hyperaktivität kastriert. Prügelt nach wie vor jeden Voll-Rüden (ausserm wir gehen es langsam an und machen die Zusammenkünfte nur kurz etc.) und heiße Hündinnen findet er auch noch Klasse.
Eine chemische Kastra bietet aber immerhin die Möglichkeit, zu sehen, was passiert. Nur würde ich mir davon nicht zuviel versprechen. Kastra ist leider nicht das Allheilmittel, wie manche es sehen.

LG Bea

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 Betreff: Re: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 23:49 
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Hallo Bea,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Der Normbereich bei dem Labor ist 1,3- 4,5. Da ist nach oben dann ja noch einiges Platz wenn der mittlere Normwert angestrebt werden soll.
Du schriebst ich solle Caruso am besten drei mal täglich bei gleicher Tagesdosis die Tabletten geben.
Würde das dann 10.00, 17.00 und 24.00 Uhr gut gehen oder ist da nachts eine zu große Pause? Dann setzte ich ihn erstmal nicht hoch?

Das mit der Kastration hab ich auch erstmal verworfen. Bin auch der Meinung, dass dadurch selten Probleme gelöst werden. Nur bei Caruso gingen uns echt die Ideen aus....

Danke für deine Hilfe #g_ood# #s_mile#

Ute


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 Betreff: Re: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: So 10. Nov 2013, 19:07 
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Hallo Ute

Sorry hat lange gedauert. Dafür hab ich aber jetzt auch alles gelesen. Erinnert mich vieles an Sina #s_orry#
Ute hat geschrieben:
Der Normbereich bei dem Labor ist 1,3- 4,5. Da ist nach oben dann ja noch einiges Platz wenn der mittlere Normwert angestrebt werden soll.

Da ist noch massig Platz, weil bei jungen Hunden ein Wert deutlich über der Mitte angestrebt werden soll. Ihr erreicht aber noch nicht mal annähernd die Mitte.

Bei meiner Maus hatte ich das auch mal. In der Zeit war sie fast wie "Kaugummi" für alle Hunde. Jeder Hund hat sich auf sie gestürzt - und entsprechend vorsorglich war sie dann auch. Sprich: Angriff ist die beste Verteidigung. Sowie nur einer schief geschaut hat, ist sie los. Später, als die Werte wieder ok waren und wir eine "Resozialisation" gemacht haben, hat sie sich wieder normal verhalten (soweit man das bei einem Westerwälder überhaupt sagen kann :rolleye1: ).
Auf Caruso übertragen:
dosiere vorsicht hoch,
führe ein Tagebuch, in dem du genau aufschreibst, was sich ändert, wieviel du gibst, wie er reagiert etc. (Mustertagebuch siehe z.B. Mustertagebuch)
behalte Ruhepuls und Ruheatmung im Blick und andere Überdosierungsanzeichen.
Wenn du Glück hast, ändert sich sein "Angriffsverhalten" durch höhere Dosierung und ergänzendem Training.

Ute hat geschrieben:
Würde das dann 10.00, 17.00 und 24.00 Uhr gut gehen oder ist da nachts eine zu große Pause? Dann setzte ich ihn erstmal nicht hoch?

Wenn das eurem Tagesrhythmus entspricht: ja.
Wenn du ihn wecken musst, um die letzte Dosis reinzukriegen: nein.
Ich gehe die letzte Gassirunde gegen 22 Uhr und dann gibt es die letzte Dosis.
Zur Aufteilung (nur Beispielhaft!!!! - musst du selbst testetn): Otis bekommt: 450 + 450 + 100 um ca. 6 Uhr - 12 Uhr - 22 Uhr.
Vorteile des Aufteilens: siehe Montagskatzen --> man hat eine gleichmäßigere Blutspiegel, was bei einigen Hunden enorm wichtig sein kann. Andere Hunde sind da völlig unempfindlich oder kommen mit einer Dosis am Tag besser zurecht.

Ute hat geschrieben:
Dann setzte ich ihn erstmal nicht hoch?

Ob du erst hoch setzt und dann aufteilst oder umgekehrt, bleibt dir überlassen. Aber mach bitte nicht beides gleichzeitig!

Bei der nächsten Blutuntersuchung würde ich dir empfehlen, auch T3 und fT3 mitbestimmen zu lassen.

LG Bea

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 Betreff: Re: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Fr 16. Mai 2014, 11:08 
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Hallo,

ich wollte mal nach der Zeit berichten wie es nun aussieht.
Erstmal hab ich angefangen ein Tagebuch zu führen und die Tablettengabe nicht erhöht, aber auf dreimal täglich umgestellt. Leider hat das nach längerer Zeit auch keine Änderung an seinem Verhalten gezeigt.

Dann hab ich nochmal eine Blutuntersuchung machen lassen. Leider hab weiß ich die Werte gerade nicht aus dem Kopf, aber T4 war 1,9 obwohl er ja insgesamt täglich 1600 mg Forthyron bekam.
Habe ihn dann wieder auf täglich zwei Gaben (ist bei unserem Tagesablauf einfacher) und auf morgens1000 und abends 1000 (also immer zwei einhalb 400er Tabl. Forthyron) umgestellt.

Und ich muss sagen, ich merke einen guten Unterschied! ~haha~
Er verhält sich immer noch nicht normal, aber seine Unsicherheit ist in vielen Situationen gesunken. Gestern ist er zu fremden Menschen gegangen und hat Kontakt aufgenommen, zwar immer durch vor und zurückweichen, aber ohne dieses Gebelle und dass er sooo stark aufgeregt ist.
Auch am Rad durch bestimmt belebte Gebiete hat sich sein Verhalten gebessert. Er hat nicht mehr so schnell Angst und zieht dann nicht mehr so am Rad. Wir können nun meist ganz normal mit lockerer Leine fahren. Natürlich muss ich ihn noch ab und wann korrigieren, aber er hängt sich nicht mehr in Panik in die Leine und zieht wie ein Irrer so dass ich kaum Kontrolle über ihn bekam (bzw. das kommt nur noch ganz selten vor).

Er hat auch etwas zugenommen, zumindest sieht er nicht mehr so dünn hinten aus. Ich weiß nicht ob es an dem Futterwechsel liegt (aber das Futter hat er früher auch schon gefressen), oder daran dass er das Futter nun anders verarbeitet und er frißt auch etwas besser #y_es# .

Zu dem Problem mit anderen Rüden kann ich nicht viel sagen. Bisher ist so eine Situation wo er gekippt ist nicht mehr vorgekommen. Aber ich bin auch sehr vorsichtig und lasse ihn nur zu Hunden wo ich mir sicher bin. Wir hatten mal ein zwei Spaziergänge wo fremde "prollige" Rüden mitkamen, da bekam Caru einen Maulkorb drauf. Es war auch alles gut. Er selbst geht ja auch nicht hin und möchte Ärger. Aber wenn er aus einer Situation nicht gut wegkommt, dann kippt er halt schnell. Da ich in dann nicht kontrollieren kann, versuche ich weiterhin, dass sowas gar nicht vorkommt. Er kann dann leider auch nie lernen wie er von selbst da raus kommt oder mit meiner Hilfe und dadurch sicherer werden. Aber bei anderen Situationen in denen er unsicher war, hat er auch nie Lernerfahrungen gesammelt in dem Sinne, dass ihm nichts passiert ist und sich dann das nächste mal anders verhalten.
SDU Hunde sind halt anders als andere Angsthunde :/

Bis er ein normaler Hund ist, dauert es zwar noch was......und ich weiß nicht ob er das überhaupt jemals wird. Aber von den Zeiten wo er vor Panik nichts mehr mitbekam und kaum führbar war und jetzt, hat sich durch die Einstellung der Tabletten und viel Training sehr viel getan.

Ich möchte mich nochmal für die Hilfe hier bedanken. Ohne euch hätte ich es kaum gewagt ihn noch höher zu setzen. Aber es war der richtige Weg....und hat Caruso sehr geholfen!

(So, jetzt ist das eine Problem vom Tisch, dann kommt das nächste. Haha :(
Der Hund von meinem Freund ist total ängstlich, verhaltensauffällig, beim Training kommt man ab einem Punkt nicht mehr weiter.....und hat auch eine SDU! Sowas hab ich noch nicht erlebt. Aber das ist ein anderes Thema :face:

Liebe Grüße und viel Kraft und Erfolg mit euren Hunden,
Ute


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 Betreff: Re: Caruso, SDU Probleme?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Fr 16. Mai 2014, 23:22 
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Hallo Ute

Super dass es Caruso besser geht :klatsch:

Ute hat geschrieben:
Der Hund von meinem Freund ist total ängstlich, verhaltensauffällig, beim Training kommt man ab einem Punkt nicht mehr weiter.....und hat auch eine SDU! Sowas hab ich noch nicht erlebt.

Was hast du noch nicht erlebt?

LG Bea

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