Hundefreunde Community Yorkie-RG

Herzlich willkommen in der Hundecommunity von Yorkie-rg.net
Aktuelle Zeit: Fr 14. Dez 2018, 07:03


Alle Zeiten sind UTC [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
 Betreff: Schmerzen beim Hund
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Di 27. Nov 2018, 19:46 
Offline
Moderatorin
Moderator|Moderator|Moderatorin
Benutzeravatar

Registriert: Do 25. Nov 2004, 00:33
Beiträge: 4390
Themen: 588
Bilder: 33
Wohnort: Hessen
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: Westerwälder Mix + Australien Shepherd
Schmerzen
Schmerz ist eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung verbunden mit tatsächlicher oder potentieller Schädigung eines Gewebes oder die derart von betroffenen Personen beschrieben wird. (International Association for the Study of Pain)
Das Tierschutzgesetz schreibt in §1 vor, dass niemand ohne vernünftigen Grund einem Tier Schmerz, Leid oder Schäden zufügen darf.
Schmerzen bedeuten also einen Handlungsbedarf für den Hundehalter.
Schmerzen sind subjektiv. Ein Hund kann bereits bei einer Klette im Fell leiden oder erst bei einer klaffenden Wunde. Man geht davon aus, dass es beim Schmerzempfinden auch rassespezifische Unterschiede gibt.
Der Mensch kann lediglich Vergleiche aus eigenen Erfahrungen ziehen – ob er damit jedoch das Empfinden des Hundes erfasst, kann er nicht beurteilen.
Schmerzen beim Hund zu erkennen ist nicht immer ganz einfach. Als Wolfserbe ist der Hund meist bemüht, sich Schmerzen nicht anmerken zu lassen, insbesondere bei chronischen Schmerzen. Die Schmerztoleranz wird zudem höher als beim Menschen eingeschätzt.
Zitat:
„Hunde vergessen ihren Schmerz, wenn sie abgelenkt werden, sie lassen sich dennoch zum Spielen und Laufen oder zur Arbeit motivieren.“

Quelle: Tierklinik Hannover
Zeigt der Hund Schmerzen, sind diese meist schon sehr stark und häufig haben sich diese Schmerzen bereits längere Zeit unerkannt entwickelt. Lediglich bei einem akut auftretenden Schmerz (der Hund tritt sich einen Dorn in die Pfote) ist es relativ leicht, anhand der Reaktion des Hundes den Schmerz eindeutig zu erkennen und zu lokalisieren.
Schmerzen können sich aber durch viele – und z.T. widersprüchliche Anzeichen - äußern. Durch eine genaue Beobachtung des Hundes können auch subtile Veränderungen erkannt und Schmerzen teilweise schon früh wahrgenommen werden.

Akuter Schmerz
Es wird zwischen akutem und chronischem Schmerz unterschieden.
Akuter Schmerz hat eine Warnfunktion und tritt in Folge eines akuten Ereignisses auf. Bei einem Dorn in der Pfote leiten die Nervenfasern den Schmerz an das Gehirn unmittelbar weiter und es erfolgt eine entsprechende Reaktion (z. B. Zurückschrecken und Schonhaltung).
Anzeichen für akuten Schmerz sind z. B.
• aufjaulen, winseln, jammern
• hecheln
• zittern
• Schonhaltung

Chronischer Schmerz
Ist der akute Schmerz langandauernd (z. B. der Dorn wird nicht entfernt) oder sehr stark (z. B. größere Verletzung), verändert sich die Schmerzweiterleitung durch Veränderung der Ionenbeteiligungen in den weiterleitenden Nervenbahnen. Dies hat langanhaltende und weitreichende Folgen. Aus einer Nerven-„Landstrasse“ wird eine Autobahn. In Folge nimmt z. B. die Schmerztoleranz in dem betreffenden Körperteil ab – selbst kleinste Reize können zu überproportionalem Schmerzempfinden führen (Schmerzgedächtnis).
Chronischer Schmerz ist daher im Prinzip sinnloser Schmerz, da er keine „echte“ Warnfunktion mehr haben kann. Der Schmerz wird Teil des Krankheitsbildes (daher wird er teilweise auch als pathologischer Schmerz bezeichnet).
Von chronischem Schmerz spricht man, wenn Schmerzen länger als 3 Monate anhalten.
Chronische Schmerzen treten zum Beispiel bei fortschreitenden Gelenkserkrankungen auf. Die Erkrankung und die Veränderungen in Folge des Schmerzes nehmen beide sukzessive und schleichend zu. Chronischer Schmerz ist daher teilweise durch den Hundehalter relativ schwierig zu erkennen und bleibt oft unbemerkt. Teilweise werden die Schmerzanzeichen anders interpretiert, zum Beispiel dahingehend, dass der Hund eben älter und ruhiger wird.
Ebenso wie akuter Schmerz reduziert chronischer Schmerz die Lebensqualität des Hundes.
Die Lokalisation von chronischem Schmerz kann sehr schwierig sein. Der Hund reagiert nicht mehr (nur) am Ursprungsort des Schmerzes spontan auf Berührung. Der Tierarzt muss also Bewegungen der Gelenke verstärkt und wiederholt durchführen oder durch Abtasten den Schmerzpunkt gezielt finden.
Bei Schmerzen wird eine Schonhaltung angenommen (der Hund belastet z. B. eine Pfote nicht mehr ganz so stark). Hierdurch ergeben sich bei chronischem Schmerz Muskelverspannungen, die ebenfalls schmerzhaft sein können und die genaue Lokalisation des ursprünglichen Schmerzes erschweren.
Aufjaulen bei bestimmten Bewegungen kann ein Anzeichen eines längeren Krankheitsgeschehens sein.

Fallstricke
Die Feststellung von Schmerzen liegt in erster Linie in der Verantwortung des Halters. Hierbei ist neben dessen Beobachtungsgabe auch relevant, was dieser sehen „möchte“. So wurde in verschiedenen Studien festgestellt, dass häufig Verbesserungen bei Behandlungen mit Placebos seitens der Halter festgestellt wurden, die mit objektiven Kriterien nicht nachvollziehbar waren.
Verschiebt ein Halter einen Arztbesuch nach dem Motto „Erst mal sehen, ob es besser wird“, läuft er daher auch Gefahr, dass er Verbesserungen sieht, die de facto nicht vorhanden sind. Zudem können akute Schmerzen in ein chronisches Stadium übergehen. Die Feststellung und Lokalisation der Schmerzen werden hierdurch erschwert.
Einige der nachfolgend aufgeführten Schmerzanzeichen werden auch als Symptome einer beginnenden SDU gewertet. Durch die schmerzerzeugende Krankheit und / oder Stress können zudem die SD-Werte erniedrigt sein. Durch den Schmerzstress und das Ansteigen analyserelevanter Proteine können auch TAK oder TH-AK (messtechnisch) ansteigen. Dies kann dazu führen, dass fälschlicherweise zunächst auf eine SDU hin behandelt wird. Hierdurch kann die zugrundeliegende Krankheit verschlimmert werden, im günstigsten Fall findet lediglich keine Besserung statt. Daher ist vor einer Substitution immer eine sehr gründliche Anamnese wichtig.
Auch unter Substitution sollte man sich hüten, bestimmte Anzeichen nur als Signale einer falschen Dosierung zu interpretieren. Nicht selten handelt es sich nicht um Fehldosierungen, sondern um Schmerzanzeichen.

Anzeichen von Schmerz
Im Folgenden sind einige Anzeichen von Schmerzen zusammengestellt. Die Anzeichen können je nach Hund und betroffenem Körperteil stark variieren. Die Aufführungen sind Beispiele und nicht vollständig. Ein Hund mit Schmerzen zeigt selten alle aufgeführten Anzeichen.
Je besser man seinen Hund kennt und beobachtet, umso besser fallen subtile Schmerzanzeichen auf.
Die folgende Untergliederung ist nicht immer eindeutig, manche Anzeichen können auf sehr verschiedene Schmerzursachen hindeuten. So können Erkrankungen innerer Organe zu Schmerzen im Bewegungsapparat führen.
Verhalten
Bei Schmerzen verändert sich das Verhalten des Hundes mehr oder wenig deutlich.
Bei sich langsam entwickelnden Gelenkerkrankungen wird der Hund langsam ruhiger und bewegt sich weniger. Der Hund liegt viel und ist nicht mehr „Hans Dampf in allen Gassen“. Dies wird aufgrund der schleichenden Entwicklung seitens des Halters nicht unbedingt registriert.
Auffällig wird es meist erst dann, wenn der Hund offensichtlich schlapp und antriebslos wird. Der Hund schläft mehr, als sonst (oder als ein Hund vergleichbaren Alters). Ist es Zeit zum Spazierengehen, ist er deutlich weniger freudig und motiviert als bisher. Auf dem Spaziergang ist er weniger aktiv, rennt weniger häufig oder gar nicht mehr. Spiele werden vermieden oder bewegungsarm ausgeführt. Dies kann z. B. bedeuten, dass der Hund den Ball nicht mehr wie gewohnt zurückbringt.
Der Hund ermüdet schnell, legt sich bei kurzen Pausen hin oder lehnt sich an eine Wand oder unsere Beine. Teilweise wird eine bestimmte Gangart bevorzugt. Hoppelt der Hund beim Schnelllauf wie ein Hase (beide Hinterbeine gleichzeitig) ist das ein deutliches Zeichen für Schmerzen.
Andererseits kann ein Hund mit Schmerzen auch eine gesteigerte Aktivität zeigen. Er wirkt z. B. ruhelos und nervös. Oder er wirkt sogar hyperaktiv und läuft (und jagt) beim Spaziergang mehr als früher. In diesem Fall bekämpft der Hund die Schmerzen quasi mit der Endorphinausschüttung bei der Bewegung.
Ähnlich sind das intensive Belecken oder Bekauen von eigenen Körperteilen oder Gegenständen oder andere Zwangsstörungen und Stereotypien zu beurteilen. Manchmal werden die bearbeiteten Gegenstände auch aggressiv verteidigt.
Manche Hunde wirken „depressiv“ und freudlos. Häufig ist eine niedrige Stress- und Frustrationstoleranz feststellbar.
Auch häufiges Wälzen kann statt auf „Lebensfreude“ auf Schmerzen hindeuten.
Es können veränderte Schlafgewohnheiten oder Störungen im Schlaf-/Wachrhythmus auftreten. Manchmal werden bestimmte Liege- oder Sitzpositionen bevorzugt. Vorwiegend wird die schmerzende Seite als Liegeseite bevorzugt. Manchmal tritt auch ein häufiger Wechsel der Liegeposition auf. Oder der Hund sitzt beispielsweise nicht mehr gerade, sondern immer leicht schräg. Gegebenenfalls werden bestimmte Liegeplätze ´vermehrt aufgesucht und andere vermieden (z.B. kältere oder wärmere Plätze).
Manche Hunde ziehen sich zurück, andere sind jedoch auch sehr halterbezogen und weichen diesem nicht von der Seite.
Unsicherheit, Angst, Aggression oder auch Schreckhaftigkeit können auf Schmerzen hindeuten.
Häufig vermeiden Hunde mit Schmerzen den Kontakt mit anderen Hunden oder auch dem Halter. Andere Hunde (oder Menschen) werden heftig angebellt oder gar weggeschnappt.
Im direkten Kontakt beschwichtigt der Hund bzw. zeigt Übersprungshandlungen wie züngeln, schmatzen oder gähnen. Schmatzen und gähnen können jedoch auch unabhängig von Konfrontationen gezeigt werden, also z. B. wenn sich der Hund auf seinem Liegeplatz befindet.
Berührungen werden durch Ausweichen oder Aggression vermieden. Hierzu zählen auch Berührungen durch den Halter wie Streicheln, Bürsten, Anziehen von Geschirr / Halsband, Reinigen der Pfoten etc.. Offensichtlich ist es dann, wenn der Hund bei Berührung einer Körperstelle zusammenzuckt oder etwa beim Pfoten abtrocknen das Gleichgewicht nicht mehr halten kann. Weniger offensichtlich ist es, wenn der Hund quasi in Vorwegnahme des Schmerzes „grundlos“ schnappt, bevor man ihn auch nur berührt hat.
Bei Borreliose können – vorwiegend abends – massive Ängstlichkeit oder Aggression auftreten. Aggressionen können hierbei aber auch aufgrund von Gelenkschmerzen und massiven Kopfschmerzen (siehe unten) in Verbindungen mit Berührungen auftreten.
Drangwandern
Unter Drangwandern versteht man den ruhelosen, mechanisch wirkenden Bewegungszwang des Hundes. Stößt er dabei auf einen Gegenstand oder verirrt sich in eine Raumecke, drückt er gegen den Widerstand oder verharrt längere Zeit vor dem Hindernis. Die Laufbewegungen sind mehr oder weniger deutlich nach einer Seite hin ausgerichtet. Dies kann ein nur leichter Trend in eine Richtung sein, aber auch zum Laufen enger Kreise führen.
Drangwandern ist Anzeichen mehrerer neuronaler Störungen und immer sehr ernst zu nehmen.
Allgemeinbefinden
Zahlreich Symptome im Allgemeinbefinden können auf Schmerzen hindeuten. Alle diese Symptome treten aber nicht nur bei Schmerzen auf, sondern können viele Ursachen haben. Eine genaue Abklärung ist daher wichtig.
• Zittern
• Fell: schuppig, fettig, glanzlos – matt, struppig, in bestimmten Regionen aufgestellte Haare
• Haarausfall, manchmal nur in bestimmten Regionen, den Head-Zonen. Die Head-Zonen stellen Hautabschnitte dar, die eine nervale Verbindung zu bestimmten Organen haben und deren „übertragene Schmerzen“ spiegeln.
• Tachykardie (beschleunigte Herzfrequenz)
• Bluthochdruck
• beschleunigte Atmung
• andauerndes, scheinbar grundloses, hecheln
• Appetitverlust
• unkontrollierter Harn- / Kotabsatz, Verlust der Stubenreinheit
• Husten beim Aufwachen oder bei Erregung
• schwankender Gang
• blaue Zunge bei Anstrengungen
• starkes speicheln
Auch der Geruch des Hundes kann sich ändern. Die apokrinen Drüsen des Hundes sondern bei Stress vermehrt Sekrete ab, welche zu Änderungen des Geruchs führt.
Bei langanhaltenden Schmerzen ist oft Gewichtsverlust feststellbar. Andererseits kann aber auch aufgrund der reduzierten Bewegung bei gleichbleibender Futteraufnahme eine Gewichtszunahme erfolgen.
Aufgrund reduzierter Bewegung nimmt die Muskulatur ab. Aufgrund von Schonhaltung kann die Muskulatur (dennoch) in anderen Bereichen zunehmen.
Kopfschmerzen: häufiges Kopfschütteln oder andrücken des Kopfes an Gegenstände deuten auf Kopfschmerzen hin. Auch Lichtempfindlichkeit und Berührungsempfindlichkeit am Kopf zählen zu den Anzeichen.
Ohrenschmerzen können sich in häufigem Kopfschütteln, Kopfschiefhaltung, unnatürlicher Stellung eines Ohres oder beider Ohren und / oder kratzen an den Ohren zeigen. Aber auch scheinbare Taubheit („Befehlsverweigerung“) kann ein Anzeichen von Ohrenproblemen sein. Bei geschwollenen Ohrmuscheln oder Ausfluss ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Augenprobleme zeigen sich z. B. durch einen hervortretenden Augapfel, zugekniffene Augen, geschwollene Lider, Lid nicht vollständig verschließbar, Ausfluß, gerötete Augen, eingetrübte Augen.
Hinweis: erblindet ein Hund, kann dies teilweise so gut durch den Hund kompensiert werden, dass dies dem Halter nicht auffällt.
Bauchschmerzen äußern sich u.a. durch buckeln, strecken, vermehrtem speicheln, lecken, knabbern. Teilweise wirkt der Bauch hart und / oder hochgezogen. Teilweise weigern sich die Hunde, sich hinzusetzen oder hinzulegen.
Die Gebetshaltung wird zwar auch bei der Spielaufforderung und beim Strecken nach dem Aufstehen gezeigt, ist aber in unangepassten Situationen ein Grund, unverzüglich einen Tierarzt aufzusuchen.
Gebetsstellung beim Hund
Auch ein Strecken nach hinten (anstatt nach vorne wie bei der Gebetshaltung) kann Schmerzen signalisieren.
Schmerzgesicht
Geweitete Pupillen sind ein deutliches Anzeichen für Angst, Schreck aber auch für starke Schmerzen.
Weniger deutlich ist das Schmerzgesicht: das Gesicht wirkt verkrampft, starr, angestrengt – also alles andere als entspannt. Im Stirnbereich sind Falten erkennbar. Manchmal sind auch Vertiefungen unter den Augen erkennbar. Die Ohren hängen herab, bei Rassen mit hängenden Ohren zeigen sich situationsbedingt nur minimale oder keine Veränderungen in der Ohrstellung.
Zahnschmerzen
Zahnschmerzen sind manchmal gar nicht wahrnehmbar. Im günstigsten Fall (hinsichtlich der Wahrnehmung) fällt auf, dass der Hund (bestimmte) Kauartikel oder bestimmtes Futter verweigert und bevorzugt Weichfutter frisst. Manchmal kaut der Hund auch auf vermehrt an (bestimmten) Gegenständen.
Auch Mundgeruch deutet auf Zahnprobleme hin.
Bewegungsapparat
Schmerzen im Bewegungsapparat sind relativ häufig. Hierzu führen sowohl akute Verletzungen als auch chronische Erkrankungen von Skelett oder Muskulatur.
Die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke ist eingeschränkt.
Die Schonhaltung ist ein sehr deutliches Schmerzanzeichen. Hierbei wird die betroffene Gliedmaße möglichst wenig belastet – der Hund humpelt oder lahmt. Lahmheit kann dauerhaft oder zeitweise auftreten.
Langfristig führt eine (auch minimale) Schonhaltung zu Muskelverspannungen. Dies führt zu Verhärtungen der Muskulatur. In Folge treten Muskelreduzierungen im geschonten Bereich und Muskelverstärkungen in den mehr belastetet Bereichen auf. Durch weniger Bewegung reduziert sich die Muskelmasse insgesamt.
Bestimmte Bewegungen werden vermieden oder reduziert. Das kann sich z. B. in einer eingeschränkten Schwanzbewegung oder nur unvollständigem „Durchschütteln“ (z. B. wenn der Hund nass ist) zeigen (das Durchschütteln erfolgt i.d.R. komplett vom Kopf bis zur Schwanzspitze). Oder der Hund hebt das Bein nicht mehr beim Markieren oder wankt beim Beinchen heben. Auch wenn der Hund sich nach einer Ruhephase nicht mehr durchstreckt (strecken von Vorder- und Hinterbeinen), deutet dies auf Gelenkprobleme hin.
Treppen. steigen o.ä vermeidet der Hund. Das kann z. B. bedeuten, dass er abends nicht wie gewohnt ins Schlafzimmer in der oberen Etage folgt. Oder dass er zunehmend nicht mehr abends auf die Couch zum Kuscheln kommt. Hat er Schwierigkeiten ins Auto zu springen, kann sich dies etwa dadurch äußern, dass er schon auf dem Weg zum Auto langsamer wird.
Manchmal hat der Hund auch nicht mehr die Kraft/Möglichkeit, Extremitäten adäquat zu bewegen. Die Folge sind Pfoten schleifen und / oder ungleichmäßige Abnutzung der Krallen. Der Gang wirkt steif, staksig oder wankend. Die Hunde wirken teilweise in Haltung und Bewegung verkrampft.
Nach Ruhepausen fällt das Aufstehen schwer oder Positionswechsel sind schmerzhaft. Dies wird z.T. mit Stöhnen oder Schnaufen unterlegt. Der Hund züngelt beim Aufstehen (oder Hinlegen). Nach Ruhe wirkt das Laufen vorsichtig oder es ist deutliches humpeln erkennbar. Nachdem der Hund sich mehr oder weniger lange bewegt hat, verbessert sich jedoch das Laufbild (bis hin zu keinen wahrnehmbaren Veränderungen).
Nach Belastungen sind deutliche Schmerzanzeichen (z. B. Humpeln, Pfoten schleifen, Aggression) erkennbar.
Der Hund sieht schmerzende Stellen an oder schnappt spontan (bei stechenden Schmerzen) danach.
Schmerzhafte Gelenke sind berührungsempfindlich. Zum Teil sind diese Stellen auch erwärmt und / oder der Hund sucht oder meidet Wärme / Kälte. Bewegt man die Gelenke, reagiert der Hund mit Schmerzanzeichen. Die schmerzenden Gelenke werden gerne, sofern erreichbar, intensiv beknabbert oder gekratzt. Gut erreichbar sind vor allem die Pfoten.
Untypische Kopfhaltungen, wie Schiefhaltung oder gesenkter Hals-Kopfbereich deuten auf Rücken-/ Nackenproblem hin. Der Hund hat teilweise einen „hochgezogenen“, angespannten Rücken, er „buckelt“.
Die Rutenhaltung ist nicht normal (sondern schräg) oder die Rutenbewegung ist verändert (ein stets kreiswedelnder Hund wedelt nur noch vertikal).
Bei Problemen der hinteren Extremitäten / Wirbelsäule ist die Hinterhand geschwächt und deren Muskulatur reduziert. Drückt man seitlich gegen den stehenden Hund bietet er kaum Widerstand oder verliert sogar das Gleichgewicht.

Diskussionen als neues Thema im Diskussionsbereich möglich.
Urheber: Beate Zimmermann & http://www.yorkie-rg.net
Stand: 27.11.2018

_________________
Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
Bild


Zuletzt geändert von BeaSin am Di 27. Nov 2018, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil Persönliches Album Position des Users auf der Mitgliederkarte  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron
Infos zur Paypal -Forenspende





Geschützt durch Anti-Spam ACP

© 2004 - 2015 by Peter Rück    Impressum

"

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de