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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#11  BeitragVerfasst: Mi 3. Mai 2017, 22:22 
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Der (Probe)Spaziergang war angenehm. Sie war leinenführig. Irgendwelche Kommandos waren ihr völlig fremd. Sie lief flott. Ein Golden Retriever wurde schon aus 30 m Entfernung heftig angemacht. Naja, "sie mag keine golden Retriever". Ins Auto ein- und aussteigen war ein ziemlicher Geduldsakt gewesen. Aber man weiß ja nicht, was sie schon erlebt hat.
Was wussten wir jetzt über den Hund?
Eigentlich fast nichts.
Wir hatten das langhaarige Fell übersehen. Das war noch länger, als das von Rusty gewesen war. Bei ihm hatten wir es auch erst zu hause bemerkt. Und sie hatte keinen von uns in den anderthalb Stunden ein einziges mal angesehen.
Wir nehmen sie, teilten wir dem Tierheim mit. Natürlich mit den üblichen Vorbehalten beiderseits.
Und dann fuhren wir nach hause. Den Hund würde man uns nach hause bringen. Das war uns recht.

ed. Verständlichkeit verbessert.

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Es ist ein aufwändiger Prozess, von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
Georg Christoph Lichtenberg


Zuletzt geändert von Renegat am So 7. Mai 2017, 14:35, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#12  BeitragVerfasst: So 7. Mai 2017, 15:05 
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Am nächsten Tag, nachdem sie noch einmal vom Tierarzt untersucht worden war, wurde uns die Hündin am Nachmittat gebracht. Sie betrat das Haus, durchquerte Flur, Ess- und Wohnzimmer und begab sich direkt in den Garten. "Sie hat noch nie in einem Haus gewohnt." teilte man uns freudestrahlend mit. Die Auffangstation in Rumänien und das Tierheim in Bayern waren wohl die einzigen Gebäude, die sie von innen kennen gelernt hatte. Mit gutem Futter gelang es, sie ins Innere zurück zu locken. Aber sie war dem gegenüber sehr skeptisch. Und das sollte erst einmal so bleiben. Wenn jemand mit Futter lockte, war ihr das suspekt. Wenn sie jemand herbei zu rufen versuchte, entfernt sie sich eher. Und jedes Ziehen beantwortete sie mit heftiger Gegenwehr. Sollte sie zum Spaziergang in den Flur gehen, musste man die Türen und den Bereich davor weitläufig frei geben. Ging man auf sie zu, um das Geschirr umzulegen, verschwandt sie sofort im nächsten Zimmer.
Ein Halsband legten wir ihr nur am Anfang wegen der diversen Marken daran um. Die platzierten wir dann am Geschirr. Die Hündin hatte in ihrer Fellstruktur einen gut sichtbaren Ring um den Hals. Darunter verbarg sich eine fingertiefe Narbe. Dort war ein Halsband oder eine Kette eingewachsen gewesen, die man operativ entfernt hatte. Das erklärt einiges.
Über unsere ersten Ausgänge werde ich im weiteren berichten. Eines hat sich dabei nicht geändert. Waren nach der Rückkehr die Pfoten und das Fell gereinigt und getrocknet, tappste sie auf direktem Weg durch den Wohnbereich auf die Terrasse und legte sich dort nieder. Dort blieb sie bei Kälte, Schnee, Regen und auch Sonnenschein an einem ihrer Liegeplätze, die je nach Witterung gewählt wurden.
Erst mittags zum Futter war sie bereit, wieder herein zu kommen.

Nach diesem Erstkontakt im Haus, begann ich zu ahnen, dass der Weg noch lang werden würde. Futter zählt nicht. Spiel ist affig. Menschen sind verdächtig. Kommandos sind Hintergrundgeräusch. Das einzige, was zu diesem Zeitpunkt für sie zählte, war ausreichend Abstand von ihr. Zu Lydia riskierte sie manchmal einen kurzen Blick. Mich sah sie auch nach vierzehn Tage noch nicht an.
Was war ihre Motivation für das jeweilige Verhalten?
Ich würde wieder einmal ganz von vorne anfangen müssen in Sachen Hund.
Lydia begeisterte zu dieser Zeit alle Leute am Telefon mit dem Satz: "Meine Tierschutzfreundin hat zu mir gesagt: Sie wollten diesen Hund, jetzt haben Sie diesen Hund!"
So war es.

ed. Rechtschreibung

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Zuletzt geändert von Renegat am Do 11. Mai 2017, 13:42, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#13  BeitragVerfasst: Mo 8. Mai 2017, 19:54 
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Hallo R.,

klingt so, als hättest Ihr eine Aufgabe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. So ein Kangal ist vielleicht wirklich mi der Aussicht von der Terrasse und einem gelegentlichen Störenfried zufrieden.

Besten Gruß,
Marco

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I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#14  BeitragVerfasst: Di 9. Mai 2017, 13:41 
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Grüß Dich Marco,

Marco hat geschrieben:
... klingt so, als hättest Ihr eine Aufgabe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. So ein Kangal ist vielleicht wirklich mi der Aussicht von der Terrasse und einem gelegentlichen Störenfried zufrieden. ...
Damit hast du natürlich völlig recht. Aber ein Hauch von Vernunft hat uns dann schon noch umfächelt. Die Kangalhündin hatten wir dank unserer Anfangskriterien bald ausgeschlossen. Danny, mit der wir den Probespaziergang machten, ist, wenn man sie einer Rasse zuordnen will, ein schwedischer oder norwegischer grauer Elchund. In Klartext, ein Jadghund, dem man alles ansieht nur nicht seine Jagdpassion. Aber dazu komme ich noch später. Als wir sie bekamen, hielten wir sie für einen universellen rumänischen Mix. Eine Zeit lang war sie vielleicht Kettenhund, danach wahrscheinlich Streuner. Das macht das Zueinanderfinden nicht unbedingt einfacher.
Andererseits gab es auch positive Überraschungen. Unser erster Besuch beim Tierarzt, den wir gleich in den ersten Tagen absolvierten, war sehr angenehm. Sie war stark gestresst, und begab sich in völlige Passivität. So konnte man sie sehr gut händeln. Streicheleinheiten und Lob und Leckerle waren ihr sicher.
Wenn ich da noch an Viktor in der gleichen Praxis denke! Vorher zielgenau sedieren und dann die drei Minuten des Tiefs ausnutzen, bevor er sich alle Zumutungen nachdrücklich verbat, nett formuliert.
Lydia jedenfalls war sehr froh. Eine Blamage bei Tierarzt hätte sie sehr getroffen.
Also warten wir einfach ab, wie sich das Zusammenleben weiter entwickelt.

tschüß R. #b_ye2#

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Zuletzt geändert von Renegat am Do 11. Mai 2017, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#15  BeitragVerfasst: Mi 10. Mai 2017, 18:35 
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Hallo R.,
Renegat hat geschrieben:
Andererseits gab es auch positive Überraschungen. Unser erster Besuch beim Tierarzt, den wir gleich in den ersten Tagen absolvierten, war sehr angenehm.

Bei der potentiell beliebig großen Anzahl von Baustellen, die sich bei einem Hund zeigen können, ist es auch gut, wenn ein paar Dinge einfach funktionieren.

Besten Gruß,
Marco

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#16  BeitragVerfasst: So 21. Mai 2017, 20:57 
Hallo zusammen,

die Frage für mich lautet.... wie schafft man es, seine "Hundeansprüche" soweit zurück zu schrauben, dass die zwangsläufige Antwort lauten würde "nein, lass es oder probier's mal mit nem Hamster".

De facto sind wir hier ein altes Rentnergrüppchen und schwärmen von vergangenen Tagen. Man kann das furchtbar blumig ausdrücken oder auch überschätzen. Im Hundesport braucht es nicht nur einen sportlichen Hund sondern auch einen sportlichen Halter. Dass es da nach 10-20 Jahren etwas harzt, mag nicht nur am Hund liegen.

Andersrum vielleicht bei Leuten, für die ein Hund im Alter immer wichtiger wird. "Kinderersatz" ist so ein böses Wort, aber auch das ist ein Anspruch, den Hunde niemals erfüllen werden.

Wer mich kennt, weiss dass ich manchmal zu radikalen Standpunkten neige. Der letzte Hund muss der beste sein, den Du je hattest. Dann sei aber auch so dankbar dafür und versuch dem nicht noch ne "Krone" aufzusetzen". In einem Menschenleben hast du maximal 30 Jahre Zeit, Hunden gerecht zu werden. Dann ist das Ding gelaufen. Selbst jeder "Nothund" oder "Tierheimindereckesitzer" hätte es bei anderen Leuten besser.

Wer dann doch nochmal zugegriffen hat.... bewerte es ehrlich. Ehrlich im Sinne des Hundes. Deren Lebenszeit ist sehr viel kürzer und keiner braucht ein ausgebranntes Herrchen/Frauchen, um es "nochmal zu machen". Für einen Hund muss man brennen und der Hund muss für seinen Halter brennen. Ansonsten wird es zur Nutzviehhaltung und die hab ich immer abgelehnt.

Schönen Sonntag abend!
Perkeo alias.... ihr wisst schon


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#17  BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 21:10 
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Hallo Perkeo

Das hört sich so an, als würdest du grundsätzlich die Kombination alter Menschen (wobei man anscheinend mit 50 Jahren schon alt ist, wenn man einem Hund max. 30 Menschenjahre gerecht werden kann) und Hund ablehnen.

Das sehe ich als „alter Mensch nicht so. Erstens ist man mit 50 Plus noch ziemlich gut zu Fuß. Dann gibt es auch so tolle Sachen wie Fahrrad und e-bike.
Ein Hund muss nicht zwangsläufig Hundesport machen. Man kann seinen Hund auch außerhalb des Hundeplatzes auslasten.
Und wenn alle Stricke reißen, kann man auch ein agreement mit einem jüngeren Menschen treffen, der den Hund bespasst.
Natürlich sollte man potentielle Lebenserwartungen berücksichtigen. Als z.B. 80-jähriger einen Welpen zu holen, ist sehr gewagt. Aber in den TH sind ja genug alte Hunde.
Und wenn man sich dann nicht gerade einen 50 kg Hund holt, sollte das durchaus funktionieren.

Ich hab bei der Auswahl meines neuen (alten) Hundes schweren Herzens Konzessionen an mein Alter gemacht. Liebend gerne hätte ich einen Westerwälder gehabt (oder einen anderen Altdeutschen). Aber die sind schon in der Hand eines jungen Menschen mit viel Sport sehr anspruchsvoll. Und das rumwuchten schwerer Hunde (z.B. halb narkotisierte Hunde ins Auto zu bringen) wird im Alter auch anstrengender. Also gab es einen kleinen Hund (Winzding… grummel…).

Kindersatz? Bei jungen Menschen heißt es Hundenarr und bei alten Menschen Kindersatz? Wie doof ist das denn?

LG Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#18  BeitragVerfasst: Mo 22. Mai 2017, 22:02 
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Danke, Bea.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Claudia
mit 30 Jahren Hundeerfahrung und dem 3., deutlich kleineren Hund.
1. Hund: 26 kg, 15,5 Jahre bei mir, mit 17 Jahren gestorben
2. Hund: 30 kg, fast 14 Jahre bei mir, mit 15 Jahren gestorben
3. Hund: 8kg, mittlerweile 3,5 Jahre alt.
Soviel zum Thema 30 Jahre Hundeerfahrung. ;-)

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Man muss das Unmögliche anschauen, bis es ein Leichtes ist. Das Wunder ist eine Frage des Trainings (Carl Einstein)


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#19  BeitragVerfasst: Mi 24. Mai 2017, 13:43 
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Hallo Perkeo,

Du meinst:
Perkeo hat geschrieben:
Perkeo alias.... ihr wisst schon
Da muss ich dich enttäuschen. Wozu auch? Ich lese ja, was du schreibst. Ich erlaube mir allerdings, deine Text ein wenig umzustellen.

Zitat:
Wer mich kennt, weiss dass ich manchmal zu radikalen Standpunkten neige. Der letzte Hund muss der beste sein, den Du je hattest.
Diese Aussage ist sinnleer. Warum? Es gibt keine Kriterien, was ein guter und was der beste Hund ist. Jeder Hund ist anders. Man kann sich auf seine Stärken einlassen, wenn man selber noch anpassungs- und lernfähig ist. Aber da hast du eine klare Einstellung:
Zitat:
die Frage für mich lautet.... wie schafft man es, seine "Hundeansprüche" soweit zurück zu schrauben, dass die zwangsläufige Antwort lauten würde "nein, lass es oder probier's mal mit nem Hamster".
Hamster hatte ich schon. Tiergerecht ist er viel schwieriger zu halten als ein Hund. Aber wer kümmert sich schon darum?
Meine Ansprüche hatte ich genannt: weniger als 35 kg, mindestens 8 Jahre alt. Damit habe ich einen in seiner Welt erwachsen gewordenen Hund. Da hat zunächst der Hund Ansprüche, nicht ich. Und damit folgt ein Prozess der gegenseitigen Anpassung. Das ist ein langsamer, aber auch ein schöner Prozess, gespickt mit diversen scheinbaren Rückschritten.
Zitat:
De facto sind wir hier ein altes Rentnergrüppchen und schwärmen von vergangenen Tagen. Man kann das furchtbar blumig ausdrücken oder auch überschätzen.
Ich schwärme nicht. Ich habe jeden Tag neue Herausforderungen, sei es mit dem neuen Hund in einer für ihn völlig neuen Umwelt, sei es bei meinem Sport, dem Mountainbiken (Das ich übrigens meinen vorherigen Hunden verdanke. #b2) .

Zitat:
Im Hundesport braucht es nicht nur einen sportlichen Hund sondern auch einen sportlichen Halter. Dass es da nach 10-20 Jahren etwas harzt, mag nicht nur am Hund liegen.
Hundesport ist nicht das hundliche Kernthema. Dazu wird es von Menschen gemacht. Und um es gleich vorweg zu nehmen, die unsportlichsten Hundehalter habe ich beim Schutzhundsport getroffen. Den meisten Sport machen noch Turnierhundesportler. Der Rest macht entweder Nischensport oder Show der verschiedensten Art. Dafür ist mir mein
jetziger Hund zu alt und meine Zeit zu schade. Schon mein voriger Hund hat mir gezeigt, wo unsere gemeinsame Stärke liegt. Im Streunen! Einen leichten Eindruck kann man hier oder auch hier bekommen.

Zitat:
Andersrum vielleicht bei Leuten, für die ein Hund im Alter immer wichtiger wird. "Kinderersatz" ist so ein böses Wort, aber auch das ist ein Anspruch, den Hunde niemals erfüllen werden.
Das ist das übliche Totschlagargument. Vergiss es. Es ist einfach nur dämlich. Unsere Kinder sind seit langem aus dem Haus. Unsere Enkel freuen sich jedesmal auf unseren Hund, den sie dann mit Wonne und Ausdauer streicheln. Und da habe wir das Stichwort schon gefunden. Es geht um emotionale Beziehungen. Sogar wenn Menschen wegen Demenz sich verbal kaum noch verständigen können, funktioniert das emotionale Verstehen noch recht gut. Warum man eine sozial emotionale Beziehung zum Hund immer als Kinderbetreuung sehen muss, entzieht sich meinem Verständnis. Die meisten Hunde sind erwachsene Tiere. Die alten Leute mit Hund, die ich treffe, wissen ihren Hund im allgemeinen sehr gut einzuschätzen. Und Hundebegegnungen bei diesen Haltern sind gottseidank von viel Erfahrung und Verständnis geprägt. Das macht alles einfacher.

Zitat:
Dann sei aber auch so dankbar dafür und versuch dem nicht noch ne "Krone" aufzusetzen". In einem Menschenleben hast du maximal 30 Jahre Zeit, Hunden gerecht zu werden. Dann ist das Ding gelaufen. Selbst jeder "Nothund" oder "Tierheimindereckesitzer" hätte es bei anderen Leuten besser.
Lustig. Das hiesige Tierheim hat früher alten Leuten keinen Hund gegeben, wegen all dieser überzeugenden Argumente. Inzwischen werben sie um alte Hundehalter, die sich mit Zeit, Geduld und Regelmäßigkeit um einen älteren Hund kümmern können. (Lies mal meine Signatur.)
Zitat:
Wer dann doch nochmal zugegriffen hat.... bewerte es ehrlich. Ehrlich im Sinne des Hundes. Deren Lebenszeit ist sehr viel kürzer und keiner braucht ein ausgebranntes Herrchen/Frauchen, um es "nochmal zu machen". Für einen Hund muss man brennen und der Hund muss für seinen Halter brennen. Ansonsten wird es zur Nutzviehhaltung und die hab ich immer abgelehnt.
Ich mach es kurz: Hundesport ist reine Nutztierhaltung, um das ego des Halters je nach eigenen Wertungen aufzupolieren. Das muss für den Hund nicht negativ auslaufen.

Da ich gedenke, meine Berichte weiter zu führen, möchte ich an dieser Stelle vorgreifend eines bemerken: Was die Intelligenz und assoziative Lernfähigkeit dieses Hundes anbetrifft, ist er den hier behütet groß gewordenen Hunden haushoch überlegen. Seine Bewertungen dessen was wichtig ist, unterscheiden sich aber deutlich. Gegen Danni sind die meisten Hunde Kasperle.
Ach ja, ich brenne nicht für diesen Hund. Ich versuche, immer einen kühlen Kopf zu behalten. Das hat sich in 30 Jahren in unserer hundlichen Sozialgemeinschaft sehr bewährt.

ciao R. #b_ye2#

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Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#20  BeitragVerfasst: Mi 24. Mai 2017, 22:12 
Grüß Dich!

Zitat:
Du meinst:
Perkeo hat geschrieben:
Perkeo alias.... ihr wisst schon
Da muss ich dich enttäuschen. Wozu auch? Ich lese ja, was du schreibst. Ich erlaube mir allerdings, deine Text ein wenig umzustellen.


Lassen wir doch bitte die Kindereien. Hier kennt man sich seit Jahrzehnten. Jeder weiß, wer "Renegat" ist, ebenso wie du mich unter "Perkeo" kennst. Sofern tatsächlich doch nicht, frag Peter oder Marco. Sie wissen es.

Ich könnte nun auch deine Antwort von vorne bis hinten umstellen, die Textpassagen "quoten" die mir nicht gefallen und mit süffisanten Zweizeilern dagegen donnern. Inhaltlich bist du mir überhaupt nicht nahe gekommen, genauso wenig wie die anderen, die vor dir geantwortet haben. Du hast die mein Posting nicht verstanden oder in den falschen Hals bekommen.

Ich finde das schade, denn so kommt eine konstuktive Diskussion natürlich nicht in Fahrt. Wir bewegen uns einen halben Meter vor und zwei zurück.
Explizit da ich noch den Hinweis gab, dass das nun ein "radikaler Standpunkt" ist. Warum denkst du, habe ich das so geschrieben?

Damit Du, Beate oder Claudia mir jetzt jeden Satz auseinander nehmen und mit Gegenbeispielen füllen? Dann wären wir am Status Quo und alles dreht sich bis zum St. Nimmerleinstag im selben Muster.

Ich fühle mich schon wieder in der alten Tretmühle und trete eben nochmal mit...

Zitat:
Zitat:
Wer mich kennt, weiss dass ich manchmal zu radikalen Standpunkten neige. Der letzte Hund muss der beste sein, den Du je hattest.
Diese Aussage ist sinnleer. Warum? Es gibt keine Kriterien, was ein guter und was der beste Hund ist. Jeder Hund ist anders. Man kann sich auf seine Stärken einlassen, wenn man selber noch anpassungs- und lernfähig ist.


Sinnleer ist für mich eine Plattitüde wie "jeder Hund ist anders".
Natürlich ist jeder Hund anders. Das sind Milchmädchenweißheiten und wenn ich vom "besten Hund" geschrieben habe, meinte ich damit sicherlich nicht den "besten im VPG, den besten im Obedience, den gesündesten, den "liebsten" oder den, der sich am besten mit den Katzen verträgt.

Denoch kennt (zumindest in meinem Bekanntenkreis) jeder den Begriff des "One in a Million - Hundes". Das ist eine emotionale Angelegenheit. An diesen einen kommt keiner mehr ran. Die Hunde kann man ja leider nicht fragen, schon gar nicht wissen sie um ihre Vorgänger und können vergleiche anstellen. Wie fit war mein Herrchen/Frauchen vor mir? Wie ist es auf Hundebedürfnisse eingegagen? Wie "fehlertolerant" war es und wie konsequent in der Erziehung?

Fragen die man fair bewerten muss, auch wenn sie nie gestellt werden.

Du bist jetzt straff mit dem Mountainbike unterwegs und nimmst den neuen Hund mit. Löblich, was die Gesunderhaltung deines eigenen Körpers betrifft. Wobei das Risiko ja auch zunimmt... aber da nur am Rande.

Sei es drum, der Hund ist zunächst einmal bewegt. Das ist gut. HST ist auch umgestiegen auf Carbonwagen, Titanhüfte und E-Bike. Alles machbar.

Zitat:
Meine Ansprüche hatte ich genannt: weniger als 35 kg, mindestens 8 Jahre alt. Damit habe ich einen in seiner Welt erwachsen gewordenen Hund. Da hat zunächst der Hund Ansprüche, nicht ich. Und damit folgt ein Prozess der gegenseitigen Anpassung. Das ist ein langsamer, aber auch ein schöner Prozess, gespickt mit diversen scheinbaren Rückschritten.


Die Gewichtsfrage nötigt mich ja schon fast zu der Frage.... wozu? Um ihn im Zweifelsfall festhalten zu können? Oder tragen zu können? Ein 8 jahre alter Hund ist im besten Alter. Würd ich mal sagen. 8 Jahre als Notfall, Tierschutzhund sind 8 Jahre eingeschliffene Probleme. Was auch ganz klar aus deiner Beschreibung hervor geht. Natürlich ist der Hund bei dir in guten Händen. Auch wenn du mit Angst bisher eher wenig Erfahrung hast, du wirst das so angehen, wie mit den Hunden zuvor. Analysieren und daran arbeiten.


Zitat:
De facto sind wir hier ein altes Rentnergrüppchen und schwärmen von vergangenen Tagen. Man kann das furchtbar blumig ausdrücken oder auch überschätzen.
Ich schwärme nicht. Ich habe jeden Tag neue Herausforderungen, sei es mit dem neuen Hund in einer für ihn völlig neuen Umwelt, sei es bei meinem Sport, dem Mountainbiken (Das ich übrigens meinen vorherigen Hunden verdanke. #b2) .
Zitat:
Hundesport ist nicht das hundliche Kernthema. Dazu wird es von Menschen gemacht. Und um es gleich vorweg zu nehmen, die unsportlichsten Hundehalter habe ich beim Schutzhundsport getroffen. Den meisten Sport machen noch Turnierhundesportler. Der Rest macht entweder Nischensport oder Show der verschiedensten Art.


Den Hundesport hatte ich deshalb angesprochen, weil die Poster vor mir einhellig die Fähigkeiten ihres "neuen" lobten, ihn ihrer bisherigen Sportart schon "ganz ordentlich" zu sein. Obedience oder VPG, Unterordnung oder was auch immer. Da seh ich dann auch mal bei Facebook das ein oder andere Bild vom "Neuen" der dann auch schon "ganz ordentlich" ne Hürde nimmt. Mit dem Hinweis, dass das ja ein armes Tierschutzhascherl ist, sind die "Likes" und "Daumen hoch" fast garantiert.


Zitat:
Zitat:
Andersrum vielleicht bei Leuten, für die ein Hund im Alter immer wichtiger wird. "Kinderersatz" ist so ein böses Wort, aber auch das ist ein Anspruch, den Hunde niemals erfüllen werden.
Das ist das übliche Totschlagargument. Vergiss es. Es ist einfach nur dämlich. Unsere Kinder sind seit langem aus dem Haus. Unsere Enkel freuen sich jedesmal auf unseren Hund, den sie dann mit Wonne und Ausdauer streicheln. Und da habe wir das Stichwort schon gefunden. Es geht um emotionale Beziehungen. Sogar wenn Menschen wegen Demenz sich verbal kaum noch verständigen können, funktioniert das emotionale Verstehen noch recht gut. Warum man eine sozial emotionale Beziehung zum Hund immer als Kinderbetreuung sehen muss, entzieht sich meinem Verständnis. Die meisten Hunde sind erwachsene Tiere. Die alten Leute mit Hund, die ich treffe, wissen ihren Hund im allgemeinen sehr gut einzuschätzen. Und Hundebegegnungen bei diesen Haltern sind gottseidank von viel Erfahrung und Verständnis geprägt. Das macht alles einfacher.


Siehe oben.... radikaler Standpunkt. BTW find ich es etwas frech, das nun als "dämlich" abzutun. Denn ganz so lebens- und hundeunerfahren bin ich nun auch nicht, als dass ich nicht genau wüsste, dass die Hundehaltung eben AUCH dazu benutzt wird um soziale Defizite des jeweiligen Halters/Halterin auszugleichen. Stichwort "Nutzvieh".

Wenn dir das zu "dämlich" ist, sei's drum. Ich denke, ich kenne alle Seiten. Natürlich auch die, der dementen, alten Leute. Das ist aber ne völlig andere Baustelle, wie "unsere" hier. Ich sehe hier täglich einen sehr alten Herrn am Rollator. Er hat ein sehr kleines, ich schätze mittelaltes Hündchen an der Flexieine (Yorkiemix). Er geht immer sehr gefährliche Strecken, auf der Haupstrasse entlang. Ich hab ihn mal angesprochen. Er meinte nur "ist immer gut gegangen, und wir möchten jetzt weiter gehen. Vielen Dank und schönen Tag."

Zitat:
Da ich gedenke, meine Berichte weiter zu führen, möchte ich an dieser Stelle vorgreifend eines bemerken: Was die Intelligenz und assoziative Lernfähigkeit dieses Hundes anbetrifft, ist er den hier behütet groß gewordenen Hunden haushoch überlegen. Seine Bewertungen dessen was wichtig ist, unterscheiden sich aber deutlich. Gegen Danni sind die meisten Hunde Kasperle.


Das glaube ich dir. Insofern lies doch mein Einwand.... Deine Berichte liest eh kaum noch einer. Ausser deinen Fans hier. Geht mir ebenso. Das Netz hat sich verändert und im realen Leben schaut vieles anders aus. Bei unseren Treffen hab ich immer eine Frau getroffen, die ihre zwei Jungs gemanaged hat. Gut zu mir gefahren und gut wieder nach Hause gebracht.

Und das zieht sich eben durch so viele Begegnungen. Der Mensch möchte.... er möchte dies, er möchte das, er möchte.... und sei es nur berichten. Was möchte der Hund? Und was wäre jetzt so radikal daran, zu sagen: Ich probier's jetzt mal ohne Hund? Denn wenn man nicht mehr "brennt" für seinen Hund, wie kommt das bei ihm an? Er merkt es sofort, glaub mir.

Schönen Gruß,
Perkeo


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