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Einzige Hündin im Wurf
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Autor:  Ilvy [ Do 3. Aug 2017, 14:59 ]
Betreff:  Einzige Hündin im Wurf

Hallo,

Ich suche einen Artikel hier im Forum und finde ihn nicht mehr. Vlt weiß jemand was dazu...

Wir wollen uns nach vielen Jahren Rüdenhaltung nun mal eine Hündin anschauen. Es ist die einzige Hündin in diesem Wurf und sechs Rüden, ist der Ärger schon vorprogrammiert ? Ich mein ich habe bei Bea mal was gelesen, finde aber nichts handfestes mehr. Gibt es wissenschaftliche Arbeiten , wisst ihr da was? Oder vlt auch Erfahrungswerte?
Ich habe mich durchs Forum geschaut, nicht gefunden, hoffe nun nicht, dass mein Aliegen ein doppelpost ist.

Ich wäre dankbar, auch über Erfahrungen.

Viele Grüsse

Autor:  BeaSin [ Do 3. Aug 2017, 20:57 ]
Betreff:  Re: Einzige Hündin im Wurf

Hi Ilvy
den thread den du suchst ist im Info-Bereich Gesundheit od SDU. "Organische Ursachen von Verhaltensproblemen" oder so. Notfalls Suchfkt. bemühen.
Die Studie wird meines Wissens bei O'Heare zitiert. Ich schau mal am WE.
LG Bea

Autor:  Ilvy [ Do 3. Aug 2017, 21:39 ]
Betreff:  Re: Einzige Hündin im Wurf

Hallo,

Danke danke... Ich habe nur einen Thema zu diesem Thema gefunden. Auch im WWW stehen ab und an Theorien dazu. Weiß aber nicht wer da von wem abschreibt , quellenangaben stehen da nicht :(
Hab's versprochen etwas mit "Hand und Fuß " zu liefern und nicht nur irgendein Geblubber das ich von von irgendeiner Hundeschule o.ä. Geklaut habe.

Grüße

Autor:  BeaSin [ So 6. Aug 2017, 14:21 ]
Betreff:  Re: Einzige Hündin im Wurf

Hallo Ilvy

Ich hab jetzt mal recherchiert.
In Gansloßer „Verhaltensbiologie für Hundehalter“ ist zu lesen:
„Die sexuelle Differenzierung in der Embryonalentwicklung beginnt etwa im letzten Trächtigkeitsdrittel und dauert bis ca. 10 – 15 Tage nach der Geburt an. Bemerkenswert ist, dass einerseits Hündinnen, die vor- oder nach geburtlich Testosteron verabreicht bekamen, später männliches Verhalten zeigten, andererseits auch als Welpen kastrierte Rüden dies taten (Nelson (1995)).“
Unter Testosteron gesteuertem „männlichen“ Verhalten wird selbstbewusstes und dominantes aber auch aggressives Verhalten und Muskelaufbau aufgeführt (verschiedene Quellen).
Bei aggressiven Hündinnen führt die Kastration z.T. zur Verschlimmerung der Probleme – besonders bei Dominanz- und Besitzaggression. Nach der Kastration fehlt der ausgleichende Anteil der weiblichen Hormone und die männlichen Hormone können überwiegen. „Die Kastration führt dann zu einer Maskulinisierung der kastrierten Hündin im Verhalten.“ [Dr. med. vet. E. Heidenberger: Der unverstandene Hund“)
Den Artikel über das Seminar bei Fr. Quandt (Wergowski) findest du hier: Seminar: Organische Ursachen von Verhaltensproblemen. Dort steht allerdings nichts über Hündinnen aus Rüdenwürfen.

In meiner Seminarmitschrift habe ich gefunden, dass Hündinnen, die aus einem Wurf mit vielen Rüden stammen, manchmal durch vorgeburtliche Prägung (zuviel Testosteron) aggressiver sein können: heißt: Streit mit anderen Hunden, bevorzugt Rüden, starkes Imponierverhalten.
Eine Kastration führt dann zu verstärkter Aggression (siehe auch oben).

Details könntest du in Kappler: "Entwicklung und Kontrolle des Verhaltens", Springer-Verlag finden (vermutlich Kap. 11) finden. Zumindest deutet der Miniauszug, den google mir zeigt, darauf hin.

Soweit zur Theorie.
In der Praxis ist aber sicher nicht jeder Rüdenbesitzer überfordert. Wieso sollte also eine „männliche“ Hündin einen Halter überfordern?

LG Bea

Autor:  Ilvy [ So 6. Aug 2017, 15:17 ]
Betreff:  Re: Einzige Hündin im Wurf

Hallo Bea,

Danke erstmal, mir ging's tatsächlich um den Punkt kastration bzw das Verhalten danach.


Natürlich muss das nicht gleich von vorn herein in die Hosen gehen. Zum einen steht der hormonelle Einfluss, auch das Verhalten in der Welpengruppe mag anders aussehen unter lauter Rüden.

Vielen Dank, werde da noch dran bleiben

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