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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#31  BeitragVerfasst: Mi 31. Mai 2017, 10:48 
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Grüß Dich Bea,

da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgerückt:
BeaSin hat geschrieben:
Zitat:
Renegat: Ich sagt "Danny Leine". Das hatte ich schon bei Rusty ausgesprochen bewährt gehabt.
Die Erfahrung, dass Hund A und die Kommandos von Hund B nicht versteht musste ich leider machen.
Klar geht es bei vielen Dingen nicht um verbale Äußerungen, sondern um Körpersprache. Aber auch da haben Hunde eben andere Sichtweisen…
Auch hier geht meine Erfahrung auf meine ersten Tage mit Viktor zurück. (Video), der ein Phobie vor dem Umlegen des Halsbandes hatte. Das habe ich bei anderen Tierheimhunden wiederholt und bei unserem Rusty vom ersten Ausgang an beibehalten:
An der Tür, vor dem Losgehen, heißt es "Leine". Die Motivation ist hoch, jede Zeitverzögerung unwillkommen. Wir erreichen also klassisch konditioniertes Verhalten auf das Anleinen zu warten. Draußen wird das gleiche Wort vor dem Ableinen verwendet. Die Motivation ist hoch, ohne Reaktion geht es nicht zum Schnüffeln, zum anderen Hund und was sonst noch interessiert. Also kommt er zu mir und wartet ruhig, bis er abgeleint ist.
Aber das steht ja alles schon in dem dicken Buch. ;)

#b_ye2# R.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#32  BeitragVerfasst: Mi 31. Mai 2017, 20:02 
Hallo allerseits,

ich bin mir nicht sicher, ob ich nun überhaupt antworten soll oder nicht. Einerseits scheint es, wie Renegat ja auch sagte, es soll nur berichtet werden. Ggf ein lockerer Erfahrungsaustausch gleichgesinnter "Wiederholungstäter" (nicht gleich wieder die Wand hochgehen, das ist eine durchaus nett gemeinte Formulierung).

andreas mit dem kleinen "a" hatte das ja vor vielen Jahren hier schon mal gemacht. Wer sich noch erinnert. "Rambo? Rondo?" Hab den Namen leider nicht mehr im Kopf, es war jedenfalls ein Ridgeback. Sogar mit täglichen Updates und Videos. Das ist dann das, was man heute einen "Blog" nennen würde. Da ich selber auch blogge weiss ich, wie nervig das ist, wenn dann von aussen ungefragt irgendwelche "Einwände" kommen. andreas hatte damals auch jegliche Diskussion abgeblockt. Bis die Sache dann irgendwann eingeschlafen ist oder woanders weiter geführt wurde, wo ich's nicht mehr mitbekommen habe.

Andererseits wurde ja vieles von dem, was ich schrieb aufgegriffen und sogar gedanklich weiter geführt, so dass man damit schon ne Diskussion beginnen (bzw fortführen) könnte.

Wie auch immer... da mich derzeit ohnehin mein Rücken plagt und meine Screen Time begrenzt ist, denke ich, das Interesse an einer lebhaften Diskussion hält sich eher im Rahmen. Wobei mir Renegats "Lorenz - soziale Sodomie" Geschichte schon wieder reizen würde, das fänd ich ein sehr interessantes Thema!

Ebenso, wieso der "Neue" praktisch ohne wenn und aber ein "Tierschutzfall" (Rumänien steht da ganz hoch im Kurs in Tierschutzkreisen) ist, wo doch recht gut bekannt sein sollte, das nicht zuletzt dieser "Tierschutz" mehr als fragwürdig ist.

Ja und auch "wann brennt ein Hund für seinen Halter"... wär ne interessante Diskussionsgrundlage.

Themen gäbe es mehr als genug. Alleine mir fehlt der Glaube, dass es eine gute, konstruktive Diskussion werden würde. Ergo mache ich eine Kosten-Nutzen-Rechnung und melde mich evtl später wieder. Ich werd ohnehin noch gut eine halbe Stunde brauchen um diese Sicherheits-Captchas zur Zufriedenheit zu beantworten...

lg Perkeo


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#33  BeitragVerfasst: Mi 31. Mai 2017, 21:46 
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Hallo,

bei uns ist sowas auch Standard. "Online" immer bevor es etwas tolles gibt. Es geht raus, sie darf aus dem Auto springen und stöbern an der Leine, usw. Und bei dem 9kg Hund habe ich "Hochheben" eingeführt und es ist eines der am besten funktionierenden Signale. Unter anderem im Dauerregen genutzt, um den Hund, der Wasser überhaupt nicht mag, ins Auto zu tragen oder ihn über eine Pfütze zu tragen. Doppelte Belohnung durch trockene Hundefüsse und runterlassen als zweite Belohnung. Ergebnis: Ein Hund, der mir in die Arme springt, obwohl er Berührungen eigentlich gar nicht mag. :-)

Unbezahlbare Signale für kritische Situationen wie bei R's Elebnis mit Danny.

Edit: Premack in Reinkultur :D

Liebe Grüße
Claudia

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Man muss das Unmögliche anschauen, bis es ein Leichtes ist. Das Wunder ist eine Frage des Trainings (Carl Einstein)


Zuletzt geändert von claudia+spike am Mi 31. Mai 2017, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#34  BeitragVerfasst: Sa 3. Jun 2017, 16:13 
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Hallo Perkeo,

eine Diskussion habe ich noch nie abgewürgt. Ich hatte nur einen neuen Hund, völlig neue Erfahrungen mit ihm und einen Erzählfaden im Kopf. Da passte das "Brennen" wie Faust auf Auge. Ich werde da auch nicht viel weiter erzählen, sondern im Sinne des Themas nach einem halben Jahr, also bald, die Erfahrungen zusammen fassen.

Das Thema Tierschutzhunde ist sehr interessant. Ich persönlich halte nach wie vor nichts von den Tierschutzimporten aus Rumänien oder Spanien. Noch gehört das Aufhängen der Galgos nach der Jagdsaison in Spanien nicht zu den immateriellen Kultererben der Menschheit. In der EU sollte es auch einen Tierschutzstandard geben, sollte man meinen.
Andererseits habe ich bei Begegnungen mit solchen Hunden im Grunde sehr gute Erfahrungen gemacht. Soziales Hundeverhalten ist ihnen geläufig.
Unsere Danny saß aber nun schon zwei Jahre in Deutschland im Tierheim. Sie wurde ausgeführt und durfte vor allem an Besuchstagen im Büro sitzen. Sie galt als Streichelmagnet. (ist sie für die Schulkinder auch schon wieder.) Sie hätte dort bleiben können. Dann hätten wir weiterhin die Tierheime der näheren und weiteren Umgebung abgefahren. Wem hätte das jetzt genützt?
Außerdem hatte sie schon in Rumänien einen Gesundheitscheck duchlaufen. Das ist ein durchaus wichtiger Punkt.

Das Thema Tierheimhund und/oder alter Hund ist auch eine Frage der eigenen Anpassungfähigkeit und Lebenseinstellung.
Zuvor habe ich nicht nur drei Hunde aus dem Tierheim bei uns aufgenommen (8 Jahre, 16 Wochen, 7 Monate alt bei der Aufnahme), sondern auch noch einige Hunde im Tierheim von nicht berührbar bis zu einem angenehmen Umgang geführt. Letztere habe ich dann auch noch aktiv vermittelt. Ich bin also nicht mehr so leicht zu erschrecken. Andererseites waren auch verängstigte Hunde dabei. Bei denen habe ich nur eine kurze Zeit helfen müssen, dann konnten das andere sehr gut übernehmen.

Letze Woche trafen wir einen Opa wie mich, der eine ältere Hündin, etwas kleiner als Danny, an der Flexi führte. Wir kannten uns, unser alter Rusty war ja von sich aus mit allen Hunden gut ausgekommen, war sogar Psychotherapeut für kleine Angsthunde gewesen. Also kamen uns Opa und Hund vertrauensvoll entgegen. Ich beobachtete Dannys Verhalten genau. Sie wollte die Hündin kontrollieren. Das hatten wir mit anderen schon einige Male erfolgreich erlebt. Die Kleinere war davon nicht angetan und bevor ich Details bemerkt hatte, gurgelte Danny schon gegen sie. Die bleckte zurück und schon war Danny über ihr. Es war heftiges Gekeife und Geblecke. Ich hatte Danny aber sofort am Geschirr und damit war die Sache formal bereinigt.
Der Halter zog nun aber gegen mich los. Vergessen war die jahrelange Freundlichkeit. Wieso der Hund sowas macht? Das muss man doch erziehen.... Kurz und gut .... Auf die Bemerkung dass ich einen acht bis zehn Jahre alten Hund nicht in wenigen Wochen perfekt erziehen kann, kam die schöne Antwort: "So einen Hund tut man sich auch nicht her!"
Und da bin ich dann geplatzt.
"Wenn jemand alt ist, zu nichts mehr nutze außer Altersheim, schiebt man ihn schwupps ab. Weg ist er."
Da war er schlagartig ruhig. Ich hatte den Bezug zum Menschen absichtlich gewählt, damit die emotionale Seite angesprochen wird. Er träumt sicher auch schon von den Freuden des Altersheims.

Das Fazit unseres ersten halben Jahres werde ich dann mitte Juli berichten.

#b_ye2# R.

ed. Rechtschreibung, Sinn

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Zuletzt geändert von Renegat am Sa 3. Jun 2017, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#35  BeitragVerfasst: Sa 17. Jun 2017, 23:20 
Hallo R.,

Zitat:
eine Diskussion habe ich noch nie abgewürgt
.
und du tust es natürlich im nächsten Satz:
Zitat:
Ich werde da auch nicht viel weiter erzählen, sondern im Sinne des Themas nach einem halben Jahr, also bald, die Erfahrungen zusammen fassen.


Ob es mich jetzt besonders anspornt zu antworten, wenn der Threadersteller ohnehin durchblicken lässt, dass eine Diskussion sich dann zäh dahin schleppt oder schlicht und einfach gar nicht stattfindet, nuja.... es ist Sommer, herrliches Wetter und wir sind nicht mehr die Jüngsten. So wichtig ist das Internet nicht. Ich sehe das genauso.

Ich bin denoch so frei und antworte auf den Rest deines Postings:

Zitat:
Das Thema Tierschutzhunde ist sehr interessant. Ich persönlich halte nach wie vor nichts von den Tierschutzimporten aus Rumänien oder Spanien. Noch gehört das Aufhängen der Galgos nach der Jagdsaison in Spanien nicht zu den immateriellen Kultererben der Menschheit. In der EU sollte es auch einen Tierschutzstandard geben, sollte man meinen.


Wirklich interessant finde ich das Thema "Tierschutz" solange nicht, so lang es halbseiden behandelt wird. Tierschutzimporte sind meiner Meinung nach (ich hatte das ja in der vorigen Antwort schon durchklingen lassen) vor allem eine monetäre Reaktion auf die Bedürfnissbefriedigung unserer Halter. Er (oder Sie) will "Gutes" tun, eine "Fellnase" aus schlechten Verhältnissen heraus holen. Mit diesem frisch erworbenen Fellkind wird dann an der Schleppleine der erste Hundespaziergang durchgeführt. Vorbei an Kälberboxen, die gerade mal so gross sind, dass das todgeweihte Kälbchen aufrecht stehen kann. Vorbei am Pferdestall, wo die aufgekauften Schlachtpferde dummen Reitanfängern als "Schulungsmaterial" dienen müssen und zum Abschluss des Tages gibt es BARF vom lebendig, da zu kurzfristig betäubtem ausgebluteten Schlachtrind. Dazu ein paar Möhrchen und Gemüse. Hach was sind wir nett zu Tieren!

Natürlich ist das Aufhängen der Galgos in Spanien nicht schön. Genauso wenig wie das Abstechen der Stiere in deren Arenen. Auch das Schächten von Tieren ist nicht schön. Unsere Bundesregierung findet's okay. Genauso wenig schön ist das Waidwerk unserer heimischen Jäger, die im Winter das Wild anfüttern um im Sommer dann das "Produkt" an heimische Gaststätten zu verkaufen (meist vorbei an der Steuererklärung des eigentlichen landwirtschaftlichen Betriebes...) Die "fehlschüssigen" Tiere, Rehe z.B. denen nur das Gesicht weggeschossen wurde, die aber immer noch flüchten können, werden dann in der Nachsuche zu Tode gejetzt. Dann haben sie Glück. Meist verenden sie aber ohne gefunden zu werden.

Tierschutz? Wäre ein weites Feld....

Zitat:
Andererseits habe ich bei Begegnungen mit solchen Hunden im Grunde sehr gute Erfahrungen gemacht. Soziales Hundeverhalten ist ihnen geläufig.
Unsere Danny saß aber nun schon zwei Jahre in Deutschland im Tierheim. Sie wurde ausgeführt und durfte vor allem an Besuchstagen im Büro sitzen. Sie galt als Streichelmagnet. (ist sie für die Schulkinder auch schon wieder.) Sie hätte dort bleiben können. Dann hätten wir weiterhin die Tierheime der näheren und weiteren Umgebung abgefahren. Wem hätte das jetzt genützt?


Wie oben gesagt. Danny hatte ja bereits ihren schönen Platz. Number One im Tierschutzbüro, Streichelmagnet, Liebling der Kinder. Lottogewinn für diesen Hund! Wem hätte es genützt, diesen Hund NICHT zu nehmen und im Tierheim zu belassen? Den Folgehunden, die dann auf rumäniens Strassen "eingesammel" werden um Dannys Platz wieder zu füllen.

Denoch finde ich es völlig okay, wenn Du und deine Frau, sich für einen Hund wie Danny entscheiden und ich wünsche euch alles gute mit ihr. Auch ich hatte schon einen Tierschutzhund. Er ist ausgebüchst, lief als Testosteronpaket durch die Gegend, keiner wollte ihn mehr haben, keine hat ihn vermisst. Ein kleines Hündchen auf Freiersfüssen. Ob die Kastration nötig gewesen wäre...? Zumindest haben sie ihn von der Bundesstrasse geholt. Tierschutz also in diesem Fall tatsächlich und dafür war ich auch dankbar.

Zitat:
Das Thema Tierheimhund und/oder alter Hund ist auch eine Frage der eigenen Anpassungfähigkeit und Lebenseinstellung.
Zuvor habe ich nicht nur drei Hunde aus dem Tierheim bei uns aufgenommen (8 Jahre, 16 Wochen, 7 Monate alt bei der Aufnahme), sondern auch noch einige Hunde im Tierheim von nicht berührbar bis zu einem angenehmen Umgang geführt. Letztere habe ich dann auch noch aktiv vermittelt. Ich bin also nicht mehr so leicht zu erschrecken. Andererseites waren auch verängstigte Hunde dabei. Bei denen habe ich nur eine kurze Zeit helfen müssen, dann konnten das andere sehr gut übernehmen.


Wissen wir doch alles, wir kennen all deine Fallbeispiele aus deinen Publikationen. Sicher warst du für diese Hunde wertvoll, wie sie für dich auch. Hier wären wir wieder beim Individuum. Denn ist der Hund erst mal da, bleibt ja praktisch keine andere Option, als sich alle Mühe der Welt zu geben. Das hast du, ohne wenn und aber, mit Bravour gemeistert und auch dokumentiert.

Zitat:
Letze Woche trafen wir einen Opa wie mich, der eine ältere Hündin, etwas kleiner als Danny, an der Flexi führte. Wir kannten uns, unser alter Rusty war ja von sich aus mit allen Hunden gut ausgekommen, war sogar Psychotherapeut für kleine Angsthunde gewesen. Also kamen uns Opa und Hund vertrauensvoll entgegen. Ich beobachtete Dannys Verhalten genau. Sie wollte die Hündin kontrollieren. Das hatten wir mit anderen schon einige Male erfolgreich erlebt. Die Kleinere war davon nicht angetan und bevor ich Details bemerkt hatte, gurgelte Danny schon gegen sie. Die bleckte zurück und schon war Danny über ihr. Es war heftiges Gekeife und Geblecke. Ich hatte Danny aber sofort am Geschirr und damit war die Sache formal bereinigt.
Der Halter zog nun aber gegen mich los. Vergessen war die jahrelange Freundlichkeit. Wieso der Hund sowas macht? Das muss man doch erziehen.... Kurz und gut .... Auf die Bemerkung dass ich einen acht bis zehn Jahre alten Hund nicht in wenigen Wochen perfekt erziehen kann, kam die schöne Antwort: "So einen Hund tut man sich auch nicht her!"
Und da bin ich dann geplatzt.
"Wenn jemand alt ist, zu nichts mehr nutze außer Altersheim, schiebt man ihn schwupps ab. Weg ist er."
Da war er schlagartig ruhig. Ich hatte den Bezug zum Menschen absichtlich gewählt, damit die emotionale Seite angesprochen wird. Er träumt sicher auch schon von den Freuden des Altersheims.


Ich kann ihn verstehen. Sein Hund war an der Leine, da kamst du daher und hast ihm Angst gemacht. Schade, dass du die Situation nicht anders klären konntest, als dagegen zu pampen. Damit sind die Fronten klar.

Ich habe hier auch so eine "spezielle Freundin", ein kleiner Fiat aus dem so an die 6-10 Hunde springen. Allesamt natürlich ganz arme Tierchen, gerettet und sterbens krank und überhaupt. Sie werden aus dem Auto gelassen um fröhlich Hasen, Rehe, Jogger, Radfahrer oder Leute wie mich im Rollstuhl "nur mal kurz begrüssen" zu dürfen. Die letzte Begrüssung endete in einer kollektiven Hatz ihres Rudels gegen meine beiden. Nachdem die bei mir Schutz gesucht haben, habe ich mit der für solche Fälle mitgeführten Reitgerte auf ihre Hunde eingedroschen.

Die Dame brauchte etwas länger um zu mir zu eilen, so 2-3 Minuten ca, sie hätte aber ihre Hunde eh nicht einfangen können. Sie keuchte mir dann ein "Sie zeig ich an!!!.... " entgegen. War mir egal, ihre Köter hatten Respekt vor meiner Gerte und liessen meine in Ruhe und damit konnt ich unbehelligt weiter fahren.

Eine Anzeige ist nicht gekommen. Wir begegnen uns aber hin und wieder (in der Ferne) und sobald sie mich sieht packt sie jetzt wohl sehr leckere Leckerchen aus und frohlockt in den höchsten Tönen worauf ihre Hunde zumindest partiell gebändigt sind. Ist natürlich auch eine Möglichkeit.

lg Perkeo


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#36  BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 13:07 
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Grüß dich Perkeo,

meine antwort kommt häppchenweise und in kleinschrift. Ich kann derzeit nur mit links schreiben. Das schränkt ein.

Zu meiner hundebegegnung: Beide hunde waren an der leine. Die begegnung erfolgte mit gegenseitigem einverständnis. Der Mann hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ein neuer hund anders reagieren würde als der alte. Und bei seiner bemerkung würde ich ihn auch wieder anpampen, wie du es nennst.

Man kann zum tierschutz verschieden stehen. Wenn man nur aufzeigt, wie schlimm es ringsumher ist, was soll da der eine hund, dem geht es doch eher gut, dann ermutigt man niemanden, eher das gegenteil. Da ist mir dann das seestern motiv lieber.

Zu deinem fall: Eine hundegruppe ist leicht gefährlich. Ein spinner und der ganze haufen mobbt. Wir sind mit rusty einmal in eine solche situation gekommen. Da helfen nur rigide methoden wie die deine. Die anderen (vor allem menschen) lernen dann erstaunlich dazu, ganz ohne positiv ... Der halter*typ scheint universell zu sein. In meiner derzeitigen situation muss ich mich auch selber schützen. Aber du weißt besser, wie das ist, wenn man nicht fallen sollte.

Übrigens dürfen andere gern mit diskutieren. Ich habe genug mit meinem bericht zu tun, der ja diese tage folgen sollte. Dannys Lernverhalten ist faszinierend. Hardcore clickerer würden sich den daumen wunddrücken ... #b2

tschüß R. #b_ye2#

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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#37  BeitragVerfasst: Do 22. Jun 2017, 19:51 
Hallo,

Zitat:
Übrigens dürfen andere gern mit diskutieren.


Ja, gerne!

Ansonsten gute Genesung, was auch immer Dir widerfahren ist. Ich brauch auch meine Zeit. Vier gebrochene Rippen brauchen 6-8 Wochen. Nein, nicht vom Hundekaspern, ich bin auch nicht vom Quad geflogen. Nur ne Bronchitis mit Husten. Normal, wenn man Fischgräten im Brustkorb hat.

lg


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#38  BeitragVerfasst: So 2. Jul 2017, 13:34 
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Hallo Perkeo

Leide (oder GsD) habe ich weder Rücken noch Probleme mit der Hand. So ist meine Zeit leider begrenzt, auch wenn ich schon seit geraumer Zeit gerne antworten würde.

Auslandshunde
Als ich den thread gestartet habe, habe ich einen Hund gesucht, der ziemliche viele Kriterien erfüllen musste, u.a. aus Deutschland und geeignet für hundeunerfahrene HuSis.

Ich habe etliche TH abgeklappert.
Entweder es gab „dankbare, gut sozialisierte, nette, freundliche und gut erzogene Hunde, die man bedenkenlos jedem in die Hand drücken kann“ aus dem Ausland.
Oder „wilde Bestien, die man keinesfalls einem hundeunerfahrenen HuSi in die Hand drücken kann und die rd. 24 Std. am Tag intensiv erzogen werden müssen“ aus Deutschland.
Ich war schon kurz davor, mich auf ein hundeloses Leben einzurichten, als dann Floh reinschneite…

Ich gehe nicht davon aus, dass die Auslandshunde wirklich so nette Gesellen sind. Klar mag es auch solche geben, aber bei den meisten wird man wohl schnell feststellen, dass sie die ein oder andere Macke haben.
Nur sind das anscheinend liebenswerte Macken – wohingegen das gleiche Verhalten bei deutschen Hunden ein schwerer Mangel ist.

Meine Eltern haben sich im hohen Alter einen einjährigen Hund zugelegt – Ursprungsland Rumänien. Die Hunde, die ich vorgeschlagen hatte, waren ihnen alle zu alt und „außerdem kann man die Hunde ja nicht mehr erziehen“.
Letztes Jahr mussten wir ihn ins TH geben. Dort sitzt er nun seit einem Jahr und wartet darauf, dass sich jemand findet, der ihn nimmt.
Vielleicht wären die Vermittlungschancen besser, wenn das TH irgendwo schreiben würde, dass er aus Rumänien kommt? Am Besten noch mit dem Hinweis (auch wenn es nicht stimmt): aus der Tötungsstation…. Dann kann sich der neue Besitzer auf die Schultern klopfen das er ein gutes Werk getan hat.

Und bei welchem Auslandshund steht schon: „Er braucht auf jedenfall körperliche und geistige Auslastung, spazieren gehen alleine reicht ihm nicht, da er spaß am arbeiten hat und diese auch braucht.“
Die Auslandshunde freuen sich doch schon, wen sie ein nettes Zuhaue finden und sind bis an ihr Lebensende dankbar….


Hundebegegnungen
Früher hatte ich wenig Verständnis dafür, wenn Besitzer kleiner Hunde ihre Hunde bei Hundebegegnungen hoch nahmen.
Inzwischen gehöre ich auch zu den Hundebesitzern, die ihre Hunde ab und an hochnehmen, z.B.
  • wenn sie heiß ist und ein deckwilliger Rüde ohne Begleitung ankommt
  • als sie verletzt war (genähte Wunde) und tobsüchtige Hunderudel ankamen
  • wenn sie aus irgendeinem Grund völlig austickt (sehr selten) – z.B. wenn sie die gassigehenden Herdenschutzhunde anbellt (die haben den ein oder anderen Hund und Besitzer schon heftig zerstückelt).

LG Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#39  BeitragVerfasst: Mo 3. Jul 2017, 10:28 
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Hallo zusammen,

Ich habe auch einen Auslandshund aus Osteuropa adoptiert. Er hatte damals aufjedenfall auch viele psychische Probleme die aber mit der Zeit immer besser wurden.
Weiß jemand ob sowas eine Rolle spielen könnte für eine Hundehaftpflichtversicherung? Da Hunde mit knacks ja vielleicht aus Sicht der Versicherung eher mal einen Unfall verursachen könnten? Hoffe dass die sowas nicht wissen wollen #bi_ggrin#

Ich bin momentan auf der Suche nach einer guten Hundehaftpflichtversicherung und nach ein bisschen Recherche finde ich die hier bisher am besten. Aber eventuell habt ihr ja noch andere Empfehlungen?

Liebe Grüße


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 Betreff: Re: Wie findet man den neuen Hund?
Posting Nummer:#40  BeitragVerfasst: Mo 3. Jul 2017, 15:23 
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Grüß Dich Bea,

so war es bei uns auch:
BeaSin hat geschrieben:
Ich habe etliche TH abgeklappert.
Entweder es gab „dankbare, gut sozialisierte, nette, freundliche und gut erzogene Hunde, die man bedenkenlos jedem in die Hand drücken kann“ aus dem Ausland.
Oder „wilde Bestien, die man keinesfalls einem hundeunerfahrenen HuSi in die Hand drücken kann und die rd. 24 Std. am Tag intensiv erzogen werden müssen“ aus Deutschland....
Nun sollte man den TH-Beschreibungen nicht blind glauben. Dankbar kann man sofort knicken. Hunde sind Opportunisten. Sie orientieren sich an dem, der ihren Bedürfnissen am meisten nützt. Das sieht dann wie Dankbarkeit aus. Wann sind Menschen dankbar und wie lange? Aber Hunde können hierbei natürlich Loyalität entwickeln, da sie wie wir Sozialgemeinschaften bilden.
Das nächste ist freundlich. Die Frage ist: gegenüber wem? Männer, Frauen, Kinder (wie alt?), Hunden, Katzen, Pferden, Schafen, Hühnern (Ich lebe auf dem Land)? Besser als freundliches ist für mich neutrales Verhalten. Es gibt Menschen, die einen freundlich neugierigen Hund als Gefahr empfinden.
Gut sozialisiert? Ja, könnte ich beipflichten. Aber was heißt das? Fröhliche Schusseligkeit (Hi, ich bin der Labbi ~haha~ ) gegenüber jedem Artgenossen oder ein sensibles Gefühl für Rangordnung und Hundetikette? Letzteres kann schon mal zu verblüffenden Reaktionen führen. Die Hunde leben oft in Gruppen zusammen. Da gibt es schon alpha und omega. Ich habe z.B. beobachtet, dass ein alter Hund vone einem jüngeren stärkeren bei der gemeinsamen Fütterung von seinem Napf weg gedroht wurde. Und er ging ohne Gegenwehr. Und das Rangbewusstsein nehmen die Hunde in ihre neue Umgebung mit.
Zitat:
Ich gehe nicht davon aus, dass die Auslandshunde wirklich so nette Gesellen sind. Klar mag es auch solche geben, aber bei den meisten wird man wohl schnell feststellen, dass sie die ein oder andere Macke haben.
Nur sind das anscheinend liebenswerte Macken – wohingegen das gleiche Verhalten bei deutschen Hunden ein schwerer Mangel ist.
Ich würde jetzt fragen, wie und warum ist der ausländische Hund in ein Tierheim gekommen und desgleichen der deutsche? Dann kann es schon sein, dass letzterer öfters wegen Erziehungsproblemen dort gelandet ist. Und das ist dann für die Vermittlung schon relevant.
Zitat:
Meine Eltern haben sich im hohen Alter einen einjährigen Hund zugelegt – Ursprungsland Rumänien. Die Hunde, die ich vorgeschlagen hatte, waren ihnen alle zu alt und „außerdem kann man die Hunde ja nicht mehr erziehen“.
Letztes Jahr mussten wir ihn ins TH geben....
Ja, traurig für alle Beteiligten. Ich kann nicht müde werden, den Leuten zu erzählen, dass ein junger Hund sehr anspruchsvoll ist. Einjährig, also in der Phase des Gehirnumbaus mit tausend schrägen Idenn, körperlich in der Phase intensivsten Koordinationslernens mit mächtig Energie, sozial und überhaupt neugierig (gottseidank) aber schon mal etwas daneben genauso wie unsere Teens. Wenn man einem alten Hund attestiert, er könne nichts mehr lernen, tut man das unbewusst auch gegenüber sich selber. Man will sein inneres Hundebild nicht ändern. Der Hund soll sich dem anpassen. Wir haben bewusst als Mindestalter acht Jahre gewählt. Natürlich bekommt man dann auch Inhalte von Wundertüten als Zugabe.
Zitat:
Und bei welchem Auslandshund steht schon: „Er braucht auf jedenfall körperliche und geistige Auslastung, spazieren gehen alleine reicht ihm nicht, da er spaß am arbeiten hat und diese auch braucht.“
Die Auslandshunde freuen sich doch schon, wen sie ein nettes Zuhause finden und sind bis an ihr Lebensende dankbar….
Ich sag jetzt mal, junge asiatische Frauen sind doch ewig dankbar und willig, wenn sie ein deutscher Mann mit nach hause nimmt. So müssen sie nicht im Slum enden. Das vergessen sie nie!
Gleiche Logik. Hat mit der Realität nichts zu tun. Aber man kann das im Fall der Hunde nicht dem Tierheim anlasten. Etwas selbstkritisch darf man schon sein. Unsere Danny könnte ich morgens raus lassen. Sie würde abends zurück kommen. Zwischendurch würde sie sich in einer schattigen Hecke verstecken und schlafen. Den Rest der Zeit würde sie Katzen und Eichhörnchen jagen, Bauerhöfe und alle Winkel von Betrieben und Hinterhöfen durchkämmen. Einmal die Woche würde sie Wald und Feld durchstöbern und versuchen zu greifen, was nicht früh genug verschwunden ist. Sie braucht nicht bespielt zu werden. Sie kann sich ganztägig intensiv selber beschäftigen. Ich fürchte aber, dass es im Ort Leute gibt, die dem nichts abgewinnen können.
Wenn ich denke, dass unsere Danny mich die ersten vierzehn Tage keines Blickes gewürdigt hat und von unserem Sohn, der schon mehrfach zu Besuch da war, kein Futter aus der Hand nimmt, dann kann man ahnen, dass das mit der Dankbarkeit ein Weilchen dauern kann.

ciao #b_ye2# R.

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