Hundefreunde Community Yorkie-RG

Herzlich willkommen in der Hundecommunity von Yorkie-rg.net
Aktuelle Zeit: Di 21. Nov 2017, 17:38


Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Forumsregeln


Die Forumsregeln lesen



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff: Trauer bei Tieren?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Fr 25. Jan 2013, 14:39 
Offline
Moderatorin
Moderator|Moderator|Moderatorin
Benutzeravatar

Registriert: Do 25. Nov 2004, 01:33
Beiträge: 4341
Themen: 569
Bilder: 33
Wohnort: Hessen
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: Westerwälder Mix + Australien Shepherd
Hi

Wie haben sich eure Vierbeiner verhalten, wenn einer der anderen Vierbeiner verstarb?
Haben sie getrauert – oder das gezeigt, was man bei Menschen als Trauer bezeichnen würde?

Als es Sina plötzlich schlecht ging, ist Otis in den Flur gelaufen.
Als Sina dann weg war, hat er erst nicht weiter reagiert.
Drei Tage später war ich dann mit ihm und dem HuSi nochmal bei Sina. Er hat geschnuppert, ist zurück gewichen – hat nochmal geschnuppert. Dann ist die HuSi mit ihm raus.
Als ich später endlich Sinas Matraze (und Aufstiegshilfe auf die Couch) weggeräumt habe, hat er gejault.
Inzwischen liegt er vorwiegend im WoZi. Früher kam er in die Küche, wenn ich anfing zu kochen oder der Kühlschrank aufging. Oder er hat sich vor die Balkontür gelegt, wenn ich auf den Balkon ging. Nun liegt er, und liegt… Mit den Augen verfolgt er mich, aber mehr auch nicht. Allerdings hat er nun auch wieder mehr Bewegung draussen. Dennoch – dass er sich so gar nicht groß rührt. Lediglich wenn ich abends auf die Couch gehe, kommt er zum Kuscheln.
Mit „etwas Fantasie“ könnte man auch behaupten, dass sein sonstiges stets gut gelauntes Wesen ernsthafter ist, keine sprühenden, munteren Augen, keine stets ungetrübte gute Laune, kein „Lächeln“ in Augen und Mundwinkel. Oder ist das nur Reaktion auf meine Stimmung?

Trauert er? Oder ist er nur müde, von der vielen Bewegung? War das Gejaule Ausdruck von Trauer oder Zufall (sonst jammert er nie – und wenn, dann eher aus Ungeduld, aber nicht, wenn ich was wegräume)? Passt er sich nur meiner gedrückten Stimmung an (war bisher nicht seine Art)? Oder muss er nun doch endlich mal erwachsen werden, weil keine Sina ihm zeigt, wo´s lang geht?

Wie sind eure Erfahrungen?

LG Bea + Otis

_________________
Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
Bild


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil Persönliches Album Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff: Re: Trauer bei Tieren?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Sa 26. Jan 2013, 22:08 
Offline
Userin
User|User|Userin
Benutzeravatar

Registriert: Mi 8. Dez 2010, 20:12
Beiträge: 772
Themen: 133
Bilder: 0
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: Working Kelpie
Hallo Bea,

ich konnte bei meiner verbliebenen Hündin keine Veränderung feststellen, als die "1. Hündin" verstorben ist.
Allerdings ist die verbliebende Bonny auch kein Maßstab: die verbrachte Lebenszeit war kurz und sie mußte auch ein Ohrloch hinnehmen, als es um das Fressen ging. Weil sie damals keine Bindung zu Menschen hatte, dachte ich trotzdem, dass ihr das Alleinsein schwer fallen wird.
Es war das Gegenteil: beschwingt und munter!
Was mir wiederum echt gut tat!
Ich denke, du hast recht, dass dein Hund auch deine Gefühle wiederspiegelt. Er ist bestimmt etwas verunsichert, weil du zur Zeit "anders" bist als sonst.
Eine Bemerkung zu Mäusen:
wir hatten einen alten Mäuserich, der von seinen 3 Gebrüdern als letzter übrig blieb. Da man ja keine Mäuse allein halten soll, haben wir einen Mäuserich in seinem Alter, ab 3 Jahre aufwärts gesucht. Gefunden haben wir einen Jüngling, der überhaupt nicht mit Anderen zusammenzubringen war. Das Ergebnis: echt schnelle Freundschaft (nach 1 Woche zusammengesetzt). Als der Alte dann nicht mehr kommen konnte, ist der Jüngere immer zu einem Versteck gelaufen. Irgendwann dachte ich, na, wenn Blacky nicht rauskommt, dann schaue doch da mal nach. Da lag dann der Alte und war schon ganz schwach. Wir sind dann zu TA etc. Aber das fand ich sehr bemerkenswert, ich glaube, die Beiden waren nur 3 Monate zusammen....Danach hat er noch einen gaaanz alten "Einzelmäuserich" den Lebensabend bereichert.

Ich wünsche dir mit Otis viele gedankliche Momente an Sina, in denen ihr schwelgen könnt! Ansonsten: genießt euer Zusammensein!!

Trauer oder Nicht? Ich glaube, auf nur sehr wenige Beziehungen zwischen Tieren erfolgt Trauer, außer, SIE haben/konnten sich einander aussuchen!
Gruß, Petra

_________________
Schwarz,
mein Hund,
eine treue Freundin,
eine liebe auf ewig,
SENNY


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil Persönliches Album Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff: Re: Trauer bei Tieren?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2013, 21:20 
Offline
Moderatorin
Moderator|Moderator|Moderatorin
Benutzeravatar

Registriert: Do 25. Nov 2004, 01:33
Beiträge: 4341
Themen: 569
Bilder: 33
Wohnort: Hessen
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: Westerwälder Mix + Australien Shepherd
Hi

grad einen Artikel der Süddeutschen zum Themagefunden:
Süddeutsche hat geschrieben:
Tatsächlich ist es nicht abwegig, bei Tieren Trauer zu unterstellen, wenn man berücksichtigt, wo dieses Gefühl seinen Ursprung hat. Zum einen müssen soziale Strukturen vorhanden sein, die eine Bindung zwischen Individuen ermöglichen - sei es zwischen Eltern und dem Nachwuchs, den Fortpflanzungspartnern oder Familien- und Gruppenmitgliedern.

Dazu kommen Hirnstrukturen, in denen Gefühle verarbeitet werden. Besonders wichtig ist hier das limbische System, und das besitzen nicht nur Säugetiere, sondern alle Wirbeltiere.

Ein weiterer Faktor ist der Hormonhaushalt. Trauer führt bei Menschen zu einem Anstieg der Stresshormone im Blut. Entsprechend reagieren auch Tiere, die durch den Verlust eines vertrauten Artgenossen gestresst sind, wie zum Beispiel die Forschung an Meerschweinchen gezeigt hat.

Trauer ist letztlich offenbar nichts anderes als Stress aufgrund des Verlustes von Sicherheit - der Sicherheit,


In diesem Text finden sich die Anzeichen von Trauer bei Tier und Mensch, die im wesentlichen mit Symptomen von Dauerstress übereinstimmen.

Und hiergibt es Erste-Hilfe-Tipps für den trauernden Hundehalter.
Zumindest so Sachen wie Ruhe- und Entspannung, kleine Freuden gönnen kann man ja auch dem Hund gönnen.

Otis bewegt sich in der Wohnung zumindest mal etwas mehr, kommt mir schonmal hinterher. Aber so wirklich agil ist er noch nicht. Vorwiegend liegt er rum.. #s_ad#
Der arme Kerl muss sich ja nun auch daran gewöhnen, dass er tagsüber alleine ist.

LG Bea

_________________
Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
Bild


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil Persönliches Album Position des Users auf der Mitgliederkarte  
Mit Zitat antworten  
 Betreff: Re: Trauer bei Tieren?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Fr 22. Mär 2013, 20:18 
Offline
Stamm-Userin

Registriert: Sa 12. Mai 2012, 17:51
Beiträge: 119
Themen: 6
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: American Staffordshire Terrier
Mein Tyson hat getrauert als Jazzy starb.
Als wir sie beerdigten schaute er zu und als wir gingen lag er noch einige Zeit an ihrem Grab.
Er schlief tagelang nur und starrte ins Leere.
Das ging über 2 Monate so. Aber da ich in dieser Zeit kaum besser drauf war, denke ich dass ich ihn mit meiner Trauer regelrecht angesteckt habe. Ich wollte eigentlich stark für ihn sein, aber ich konnte es nicht. Heute glaube ich wirklich dass auch er auf seine eigene Art getrauert hat. Auch wenn er sich seine Jazzy nicht aussuchen durfte und die beiden sich Anfangs garnicht mochten. Doch nach fast 7 Jahren des zusammenlebens haben sie sich innig geliebt.
(ich wünschte das wäre auch bei Saphira und Tyson so)


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff: Re: Trauer bei Tieren?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Di 16. Apr 2013, 14:50 
Offline
Ist gerade angekommen

Registriert: Fr 12. Apr 2013, 12:35
Beiträge: 1
Geschlecht: Weiblich
Nationalität: Deutschland
Hunderasse/n: Collie
Als vor zwei Jahren mein erster Hund starb hat unser kleiner Dackel sehr getrauert. Sie lag nur noch in der Ecke und wollte gar nicht mehr raus. Sie hat auch weniger gegessen. Man merkte schon, dass sie sehr unter dem Verlust litt.

Wir haben dann überlegt, ob wir uns gleich wieder einen neuen Hund anschaffen sollten. Haben aber damit noch einige Zeit gewartet. Heute haben wir wieder 2 Hunde und beide verstehen sich gut und sind putzmunter. :)


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
Infos zur Paypal -Forenspende





Geschützt durch Anti-Spam ACP

© 2004 - 2015 by Peter Rück    Impressum

"

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de