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 Betreff: Therapeutische Wirkung von Tieren?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Fr 4. Feb 2011, 19:09 
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Hi
In der neuen Geo (02/2011) ist ein Essay zum Thema Einfluss von Tier auf die Gesundheit von Mensch von Hal Herzog.

Grundaussage ist:
Zahlreiche Untersuchungen bestätigen scheinbar den positiven Einfluss von Tieren auf die Gesundheit der Menschen. Diese Aussage ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da
diese Studien bei genauem hinsehen teilweise methodisch unsauber sind (z.B. fast jede Studie, die dem Schwimmen mit Delfinen einen therapeutische Wirksamkeit zuspricht).
die Fragestellungen in den Studien falsch sind (z.B. Vergleich von Haustierhaltern mit Nicht-Haustierhaltern – wobei die „Charaktereigenschaft Tierhaltung“ an sich ja schon entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben kann).
Studien, die einen neutralen oder gar negativen Einfluss ergeben, publizistisch nicht interessant sind
emotional ein positiver Einfluss gewünscht / erwartet wird

Epidemiologen in Finnland fand z.B. heraus, dass bei Haustierhaltern Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Gelenkentzündungen und Fettleibigkeit häufiger auftraten, als bei Nichttierhaltern (logisch: die Tierhalter müssen ja bei Wind und Wetter raus ;) )
Forscher der Australien National University in Canberra berichteten, dass Senioren, die mit Tieren zusammenlebten, mit größerer Wahrscheinlichkeit depressiv würden (vermutlich wenn das Tier stirbt??), Schmerzmittel nähmen (weil das Tier eben ununterbrochen versorgt werden muss?) und generell in einem schlechteren Zustand seien, als ihre tierlosen Altersgenossen.
Wiederum eine Studie aus Australien belegt, dass Hundehalter zwar mehr Spaziergänge unternehmen, sich aber dennoch nicht häufiger als zuvor bewegen, sondern nur anders. (Naja, ich verzichte im Alltag auch auf Treppenlaufen, weil ich mit den Hunden schon genug rumlaufe…).

Herzog kommt zum dem Schluss, dass Tiere zwar ein gesundheitsfördernder Freizeitspaß sein können, aber nicht „heilsam“.
In diesem Zusammenhang wird auf die Anthrozoologie verwiesen, die die Mensch-Tier-Beziehung als Forschungsziel hat. Dieser Studiengang wird zum Beispiel in Österreich angeboten.

Im Studiengang Anthropologie in Wien findet man eine Diplomarbeit Die gesundheitsbezogene Lebensqualität älterer Menschen / Unterscheiden sich Tierbesitzer von Nicht-Tierbesitzern in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität?.

Die Ergebnisse der Studie:
Zitat:
Der Vergleich zwischen Untersuchungsgruppe und Kontrollgruppe zeigte keine signifikanten Unterschiede auf. Demnach ist es in dieser Studie nicht möglich, den positiven Effekt der Mensch-Tier-Beziehung anhand einer besseren gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu messen. Ein Unterschied zwischen Hundesbesitzern und anderen Tierbesitzern konnte hingegen in Bezug auf die Lebensqualität (SF 12) festgestellt werden.“
…..
Menschen mit Haustieren weisen somit keine bessere gesundheitsbezogene Lebensqualität auf. Die positive Wirkung von Tieren konnte nicht anhand dieser gemessen werden.
……
Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dieser Stichprobe die Studienteilnehmer eine relative hohe gesundheitsbezogen Lebensqualität aufweisen, jedoch die positive Wirkung von Tieren nicht über diese gemessen werden konnte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Effekte nicht existieren, was viele andere Studien bereits zeigen konnten. Es bedeutet auch nicht, dass es generell nicht möglich ist, diese über die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu quantifizieren. Für zukünftige Studien muss die Stichprobengröße erweitert als auch die Methode verfeinert werden.


Tja – anscheinend nichts mit „Hundehalter sind gesünder“ 8-|

Aber ein kleiner Lichtblick:
Zitat:
In der Untersuchungsgruppe zeigte sich, dass die Mehrheit, 67,9 %, durch Ihr Haustier zu keinen zusätzlichen Aktivitäten angeregt werden. 32,1 % unternehmen hingegen mehr als üblich, wobei zu erwähnen ist, dass dieser großteils aus Hundebesitzern besteht.


und

Zitat:
Was Hundebesitzer angeht, so existiert kein signifikanter Unterschied bezüglich der einzelnen Domänen bzw. des Globalwertes der WHO. Hingegen konnte im Bezug zum SF 12 in beiden Summenskalen ein signifikanter Unterschied, zwischen Hundebesitzern und anderen Tierbesitzern dargestellt werden.


Gruß Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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