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 Betreff: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 00:47 
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Hallo zusammen,

obige Frage stelle ich mir seit ein paar Monaten.

Grund: Wir haben in den letzten Monaten auf allen Gassiwegen aggressive und nicht kontrollierte Hunde getroffen, viele zugezogen, andere inzwischen erwachsen geworden (die meisten sind Schäferhündinnen). Ich traue mich nirgends mehr hin. Jeder Spaziergang auf unseren seit 10 Jahren begangenen geliebten Waldwegen endete bei mir mit einem Adrenalinschub, Schweißausbrüchen und "fliegenden Händen". Ich habe Angst, oder vielleicht besser: Panik. Mit meinen Hunden kam es nicht zu blutigen Auseinandersetzungen, bei anderen Hunden schon (war ich leider Augenzeuge aus der Ferne).

Leo ist bei Hundebegegnungen recht souverän, aber diese Hunde beißen einfach drauflos. Lara kommt mit Hündinnen nicht aus und hatte vor zwei Jahren zwei epilepsieartige Anfälle, weshalb ich ohnehin versuche, Stress zu vermeiden.

Ich habe mir also 4 kreuzlangweilige Gassirunden im Ortsbereich herausgesucht, wo man diese Hunde nicht trifft. Leo ist es schnurz, er findet die Runden eher cool, weil man überall Fressbares findet... Lara jedoch hat mir in den letzten Wochen überhaupt nicht gefallen (Thread zur Gewichtsabnahme). Sie ließ bei den Gassigängen Rute und Ohren hängen, schlappte neben mir her oder ließ sich zurückfallen. (Falls es wirklich organische Ursachen hat, lässt sich das Verhalten auch dadurch erklären. Aber ich denke nach wie vor eher an psychische Probleme - CT steht noch aus).

Wie dem auch sei, die Frage ist auch grundsätzlich gemeint, denn Lara liebt Waldspaziergänge und generell viel Abwechslung bei der Auswahl der Spazierwege.

Wenn ich mein persönliches Empfinden außen vor lasse (vier mal raus = ca. zwei Stunden Panik pro Tag):

Würdet ihr mit zwei älteren Hunden, die 10 Jahre lang zufrieden durch die Wälder spaziert sind, aus Schutz vor deren Leben (leider ernst gemeint) weiterhin die Wege gehen und eine potentiell lebensgefährliche Beißerei in Kauf nehmen oder euch dafür entscheiden, sichere Wege zu gehen und zu versuchen, eure Hunde anderweitig zu bespaßen (Doch wodurch sollte man den Wald ersetzen können?).

Ich komme hier nicht weiter.

_________________
Liebe Grüße,

Anja


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 Betreff: RE: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 01:44 
Hi,

Wenn es wirklich so ist, wie Du beschreibst, sollte sich doch das Problem bald von selbst erledigen, wenn sich die Schäferhündinnen gegenseitig totgebissen haben? (War jetzt Ironie) Du schreibst ja auch, dass Du schon Augenzeuge warst, wie andere Hunde angegriffen wurden. Wohnst du nicht auch in Bayern? Ich kann mir nicht vorstellen, dass derart auffällige Hunde lange umbemerkt bleiben.

Zitat:
Würdet ihr mit zwei älteren Hunden, die 10 Jahre lang zufrieden durch die Wälder spaziert sind, aus Schutz vor deren Leben (leider ernst gemeint) weiterhin die Wege gehen und eine potentiell lebensgefährliche Beißerei in Kauf nehmen oder euch dafür entscheiden, sichere Wege zu gehen und zu versuchen, eure Hunde anderweitig zu bespaßen (Doch wodurch sollte man den Wald ersetzen können?).
Natürlich nicht. Wenn ich weiß, dort gehen gefährliche Hunde lang, geh ich woanders, ist doch klar, ich liefere meine doch nicht an's Messer.
Wobei ich auch immer dachte, die Hunde lieben ihren gewohnten Trott. Ajax ist jetzt 13 und seit ich den Camino habe, gehen wir öfter mal wieder neue Wege, das gefällt ihm auch sehr gut. Auch alte Hunde sind noch recht flexibel, hab ich festgestellt und blühen dann plötzlich nochmal auf, wenn neue Aufgaben warten. Also ein neuer Spazierweg sollte nicht das Problem sein, dass Lara deswegen Gewicht verliert, glaub ich eher nicht.
Was natürlich nichts daran ändert, dass da bei euch ein paar gefährliche Hunde unterwegs sind. Gut, dass muss man den Behörden überlassen. Wenn sich da die Vorfälle häufen, geht das dann seinen Gang. Aber grad hier in Bayern wird da nicht lang gefackelt. Es sollte mich schon sehr wundern, wenn da bei Dir Hunde, die für andere eine Gefahr darstellen, lange unbemerkt bleiben. Was dann ggf. auch wieder dem ein oder anderen Hund ein ganz übles Omen sein kann, möglicherweise ist er gar nicht "böse", käme aber durch so eine Anzeige in dieses Stigma.

Aber das wisst ihr ja selbst.

Ich würd jetzt erstmal meine Hunde einpacken und dort Gassi gehen, wo wir unbefangen rumluren können. Muss ja nicht der einsame Wald sein, würd andere Hundebesitzer fragen, wie sie das denn so handhaben, die haben bestimmt das gleiche Problem.

lg Klaus


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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 09:57 
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Hallo Anja,

sehr unschöne Situation. Ist mir auch nicht unbekannt sowas.

Ich würde meine Wege wahrscheinlich nicht so schnell aufgeben, zumindest nicht, wenn ich dadurch total eingeschränkt würde. Als erstes stünde ein Gespräch mit den jeweiligen Haltern an, in dem ich meine Ängste und Wünsche mitteile. Hunde, die schon andere Hunde ernstlich verletzt haben, benötigen ein besonderes Verantwortungsbewusstsein der Halter. Man kann darauf bestehen, dass diese Hunde angeleint sind oder sofort angeleint werden, wenn fremde Hunde auftauchen. Ist der Gehorsam der Hunde dafür zu schlecht, müssen diese Hunde generell gesichert werden. Es ist nicht hinnehmbar, Verletzungen anderer Hunde in Kauf zu nehmen.

Und ich würde mich auch mit anderen Hundehaltern beratschlagen. Vorzugsweise mit denen, die schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Und ganz klar machen, dass es genau zwei Möglichkeiten gibt. Entweder regelt man das einvernehmlich und die betreffenden Hunde behalten zumindest einen Teil ihrer Freiheiten. Oder aber man muss über das Ordnungsamt erwirken, diese Hunde entsprechend zu sichern. Von Letzterem bin ich kein Freund, da ich schon viel zu viel Ämtergedöns in Sachen Hund erlebe, aber manchmal geht´s nicht anders. Und bei einer erwiesenen Gefahr für andere Hunde ist das so ein Fall.

Ich verstehe solche Leute auch nicht. Wenn ich wüsste mein Hund ist ein Beschädigungsbeißer, würde ich doch selber nicht wollen, dass er überhaupt die Möglichkeit dazu bekommt.
Sich den Hundebegegnungen zu stellen und entsprechend einzugreifen ist eh immer risikoreich, aber mit deiner Panik ist das schon ein unmögliches Unterfangen. Ich für meinen Teil habe Hunde, bei denen ich wusste, die kommen nicht nur zum Hallo sagen über die Wiese gedonnert auch schon abgefangen und mehr als deutlich weggeschickt. Kann natürlich auch nach hinten losgehen. Und sonderlich fein finde ich die Situation mich mit einem 40kg Ridgeback anzulegen auch nicht mehr. Aber manche Halter sind einfach nur rücksichtslos und beschränkt. Hund kann eigentlich nix dafür, kriegt von mir trotzdem die Hucke voll, wenn er sich nicht benehmen kann.

Geh zumindest nicht kommentarlos nur andere Wege. Lass deine Bedenken da raus, wo sie hingehören. Ob´s auf offene Ohren stößt, steht leider auf einem anderen Blatt.

Ich hoffe für euch, dass sich eine gute Lösung finden lässt!

LG
Yna



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 Betreff: RE: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 12:43 
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Zitat:
Original geschrieben von Anja+Lara+Leo

-Würdet ihr mit zwei älteren Hunden, die 10 Jahre lang zufrieden durch die Wälder spaziert sind, aus Schutz vor deren Leben (leider ernst gemeint) weiterhin die Wege gehen und eine potentiell lebensgefährliche Beißerei in Kauf nehmen oder euch dafür entscheiden, sichere Wege zu gehen und zu versuchen, eure Hunde anderweitig zu bespaßen (Doch wodurch sollte man den Wald ersetzen können?).

Ich komme hier nicht weiter.


Hallo Anja,
bin gerade in NRW, daher kurz geantwortet:

Habe mit dem Herrn Wäller ja genau DAS Problem! Zuletzt war ich mit einigen wirklich netten Hunden aus einem Forum für "Handicap-Hunde" drei Tage nach seinem 12. Geb. verabredet. Alles ging gut. Alle Hunde + Menschen haben sich bestens vertragen, aber dann kam ein wildfremder Labrador auf unsere Gruppe zu und hat sich prompt Kid ausgesucht. Innerhalb von Sekunden hat er ihn auf der rechten Seite von Ohr bis Fuß an 4 Stellen gebissen. Erst nach und nach entdeckte ich die Wunden in seinem dichten Fell... Die ersten 3 konnte ich desinfizieren, war nicht so schlimm. Aber die 4. Wunde am Hals heilte unbemerkt oben zu und unter der Oberfläche brodelte es. Er bekam über Nacht eine Schwellung in Größe eines Hühnereis, wir mussten zum TA und Kid bekam innerhalb von 3 Tagen zwei AB-Spritzen. Körperlich hat er sich wieder einigermaßen erholt, aber seelisch nicht. Wir fangen wieder bei Null an und er bellt bei jeder Hundebegegnung ;D

Nachdem wir am 20.8. wieder umgezogen sind glaubte ich, wir hätten endlich mehr Ruhe und könnten mal vor Ort Gassi gehen, aber auch dort gibt es einen "lieben" Hund, der sich wohl auf alle Rüden stürzt. Zwei Mal konnten wir ihm entwischen (er läuft immer alleine Gassi, sein Frauchen radelt irgendwo ohne Hund, da er ihr wegläuft...)

Außerdem gibt es noch mehr von der Sorte "dertutnix" hier.

Jetzt fahre ich also aus Sicherheitsgründen auch wieder mit Kid in die Wallachei, wo möglichst keiner geht bzw. wo wir anderen schnell ausweichen können. Natürlich ist es dort für den Herrn Wäller "langweilig" und es gibt nur wenige Geruchsspuren *g*, aber bei mir geht die Sicherheit vor!

Natürlich könnte ich darauf bestehen, "meine" Wege weiterhin zu gehen, schließlich wohnen wir nun u.a. am Rande eines Naturschutzgebietes, wo alle (natürlich unangeleint!) mit ihren Hunden laufen....und das auch noch direkt neben unserem Zaun (wir haben ein ebenerdiges Häuschen mit Garten gemietet)...
Aber warum soll ich mir meinen Hund immer wieder verletzen lassen (er selber hat noch nie!!! wirklich echt zugebissen!!!), zumal er sich wegen seiner Lähmung und seines Alters nicht mehr entsprechend wehren kann. Ich fühle mich für seine Sicherheit verantwortlich.

Im übrigen haben wir hier noch einenTermin im Sept. bekommen:

http://www.tierarztpraxis-windeby.de/

Das ist keine "normal" TA-Praxis, sondern speziell für Schmerzpatiienten, wie Kid z.B. Und da unser Herr Wäller wieder angefangen hat, mit dem linken Vorderbein umzuknicken während des Laufens, wollen wir schauen, was man da machen kann, ohne "nur" Schmerzmittel zu geben...

Liebe Grüße
von Petra und Kid dem Wäller!


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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 17:36 
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Hallo Anja,

.......... ein schwieriges, leider nur allzu bekanntes Problem.

Allerdings kann die Antwort auf die (vielleicht von Dir etwas überspitzt formulierte Frage in der Überschrift) meines Erachtens nur "nein" lauten.

Man muss ja vielleicht gar nicht unbedingt vom Schlimmsten ausgehen, aber stell Dir mal bloss vor einer Deiner Hunde würde bei einer Beisserei mittelschwer bis schwer verletzt und leidet entsprechend lange darunter.

Falls die Situation tatsächlich so schlimm ist, die anderen Hundebesitzer uneinsichtig und du keinen Ausweg siehst, würde ich mir tatsächlich andere Spazierwege suchen.

Kannst du ein Stück mit dem Auto fahren? Vielleicht nicht jedesmal, aber so könntest du Deinen Hunden eventuell ein wenig Abwechslung zwischen den "langweiligen, sicheren" und den "spannenden" Spaziergängen bieten?

Ich habe sowas eigentlich in der Form noch nicht so drastisch erlebt. Probleme mit einzelnen Hunden gab es fallweise nur in stärker frequentierten Hundeauslaufgebieten - in Wald und Flur haben wir all die Jahre eher selten Hunde getroffen.

Freilaufende Hofhunde, die wenig bis gar nicht sozialisiert sind, haben sich dabei fast nie in unsere "Phalanx" getraut. Wenn so einer auf uns zulief, habe ich die Hunde (bis zu drei Stück) an der Leine ganz dich zu mir geholt, mich wenn möglich vor Sie gestellt und bin dem ankommenden Hund forsch entgegengetreten (mit entsprechender Körpersprache und lauter Stimme).

Ich drück die Daumen, dass weiter nix passiert und wünsche Euch, dass Du eine Gassi-Alternative findest, die für Dich und die Hunde gleichermaßen attraktiv und wieder erholsam ist.

Liebe Grüße

Alex

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"and since we only here for a while - we might as well show some style"

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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 17:40 
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...... noch was:

Die von Anja gestellte Frage hatten wir uns früher immer zum Thema "Freilauf unserer Hofhühner" gestellt. Die Hühner haben immer größere Kreise gezogen, sind teilweise über die wenig, aber doch befahrene Straße und sind dort glücklich über die angrenzenden Felder spaziert.

Hin und wieder wurde eines überfahren, aber da war unsere Meinung immer, dass dieses Restrisiko kein Vergleich zu dem glücklichen Hühnerleben mit Freilauf auf und um ein großes Gelände war.

Liebe Grüße

Alex

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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Do 16. Sep 2010, 18:17 
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Hallo Alex,

für unsere Hühner macht so ein Auslauf keinen Sinn, weil auf der anderen Strassenseite nur Bürgersteig und Mauer sind. Aber bei meinen Katzen hat sich mir die Frage anfangs auch gestellt. Ich habe mich trotzdem für Freigang für die Samtpfoten entschieden.

Wir wohnen allerdings nicht an einer Hauptverkehrsstrasse, sondern in einer 30er Zone und um zwei Ecken rum ist das Dorf zuende und es beginnen die Äcker. Von den vielen Katzen, die in den letzten 23 Jahren mein Leben geteilt haben, wurden nur zwei überfahren.

@Anja: Ich fahre in der Regel auch mit dem Auto weiter raus, um in Ruhe laufen zu können. Ich mag Spike und mir nicht tagtäglich Stress zumuten.

Liebe Grüße
Claudia + Spike + Shakira (Samtpfote)

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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: So 19. Sep 2010, 00:42 
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Hallo und danke für eure Antworten.

Zitat:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass derart auffällige Hunde lange umbemerkt bleiben.


Das tun sie sicherlich nicht, aber offenbar scheinen die Leute, deren Hunde gebissen wurden, nichts zu unternehmen oder haben keinen Erfolg.

Beispiel: Die Hündin, vor der ich am meisten Angst habe (Schäferhündin, inzwischen wohl 3 Jahre alt) hat bereits mehrere Hunde gebissen. Die Halterin (Alkoholikerin) hat bereits drei Schäferhunde "verschlissen". Bis vor 4 Jahren hatte sie noch ein älteres Pärchen - die Hündin war damals auf Lara losgegangen. Nach dem Tod der beiden kam wieder ein junger Rüde und dann besagte Hündin. Der Rüde starb nach wei Jahren, angeblich an inneren Blutungen, was hier keiner glaubt... Es war schon mehrmals das Ordnungsamt bei ihr, erst der Tierschutz, dann der Amtsveterinär, geschehen ist nichts. Der Erziehungsstil ist ekelerregend anzuschauen, nur Starkzwang. Reden mit dieser Frau ist ein völlig sinnloses Unterfangen. Ich kam vor ein paar Monaten gerade um die Ecke, als die Hündin auf einen 12 Jahre alten Chow-Chow-Rüden losging. Die Halterin hatte die Hündin zu dem Rüden gelassen mit der Bemerkung "Die tut nix!". Von weitem war nur der steife Gang zu beobachten und dann einfach drauf. Und diese Frau kennt jede auch noch so abgelegene Gassirunde. Man trifft sie zu den unterschiedlichsten Zeiten überall. Es ist einfach zum K***!

Zitat:
Man kann darauf bestehen, dass diese Hunde angeleint sind oder sofort angeleint werden, wenn fremde Hunde auftauchen. Ist der Gehorsam der Hunde dafür zu schlecht, müssen diese Hunde generell gesichert werden. Es ist nicht hinnehmbar, Verletzungen anderer Hunde in Kauf zu nehmen.


Ich bestehe seit langen darauf. Und stehe und stehe... Meine Horrorbegegnung Nummer zwei: Alter Kanal, wunderschönes Naherholungsgebiet, 5 Minuten mit dem Auto von uns entfernt. Zwei weiße Schäferhündinnen, die bereits viele Jogger, Radfahrer und Hundehalter in Angst und Schrecken versetzt haben, da sie - stets unangeleint, auf alles zubrettern, was sich bewegt. Hinterher schlappt in aller Seelenruhe die meist telefonierende Halterin, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle hat. Wenn die Leute anfangen, erzürnt zu brüllen, nimmt sie die Hündin, die am meisten keift, ans Halsband, läuft ein paar Meter an den wütenden Leuten vorbei und lässt sie dann wieder los, so dass sie auf die nächsten zurasen können. Alle Bitten um das Anleinen, um Rücksichtnahme, Erklärungen (Leos Alter/Behinderung, Laras Angst/Epliepsie) - ist ihr alles egal.
Vor ein paar Wochen lief ich wie so oft mittags diese Runde, da kamen mir statt zwei dann drei weiße Schäferhündinnen entgegengeschossen, alle Richtung Lara, die plötzlich in der Mitte stand. Ich hatte, mit Leo im Rollstuhl, keine Zeit, mich vor meinen Hund zu stellen. An diesem Tag war ich diejenige, die brüllte. Statt ihre Hunde anzuleinen, schnauzte sie mich an, die dritte sei schließlich ein Welpe und die tut schließlich nix (jupp. Welpe. Hmhm. So groß wie ein ausgewachsener Schäferhund. :sarcastic "Klein Welpi" lernte an dem Tag mit Hilfe von Lara, wie man fremde Hunde umkreist... ) Und wie es immer ist an solchen Tagen, macht man dann im falschen Moment einen Schritt rückwärts und bleibt an einer Baumwurzel hängen... Als ich mich im Dornengebüsch auf meinem Hintern wiederfand, verlor ich den letzten Rest an Souveränität und Contenance und man hörte meine Bierkutscherflüche bis in die letzten Baumwipfel des Reichswaldes...
Der Horror an dieser Begegnung ist, dass bisher immer nur ein Fünkchen bis zu einer ernsthaften Keilerei gefehlt hat, und Lara nach jeder Begegnung völlig durch den Wind war.

Zitat:
Sich den Hundebegegnungen zu stellen und entsprechend einzugreifen ist eh immer risikoreich, aber mit deiner Panik ist das schon ein unmögliches Unterfangen.


Inzwischen ist das sicher wahr. Allerdings - auch ohne Panik wüsste ich nicht, wie ich bei einer ernsthaften Keilerei sinnvoll eingreifen sollte, wenn ich nicht mit der Hilfe des anderen Hundehalters rechnen kann. Auf dem Hundeplatz in einer Spielgruppe mit Wasserschläuchen und Holzhaken klappt sowas immer schön, aber im Alltag? Ich habe ein Pfefferspray und überlege bei jedem Spaziergang, was ich damit überhaupt anstellen soll...

Zitat:
Aber manche Halter sind einfach nur rücksichtslos und beschränkt.


Jap und seit ein paar Jahren denke ich, dass die meisten Irren hierher gezogen sind. Ein Beispiel unseres Alltags:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/vom-zug-uberrollt-1.168884

Zitat:
Wir fangen wieder bei Null an und er bellt bei jeder Hundebegegnung


Das ist mit das Ärgerlichtse. (Armer Kid übrigens... :( ) Durch all diese unerfreulichen Begegnungen ist Laras Abneigung bei Hündinnen immer größer geworden. Und wir müssen wochenlang entspannt spazieren gegangen sein, bevor sie Orte, die sie mit Schock-Erlebnissen verknüpft hat, nicht mehr meidet...

Zitat:
Jetzt fahre ich also aus Sicherheitsgründen auch wieder mit Kid in die Wallachei, wo möglichst keiner geht bzw. wo wir anderen schnell ausweichen können. Natürlich ist es dort für den Herrn Wäller "langweilig" und es gibt nur wenige Geruchsspuren *g*, aber bei mir geht die Sicherheit vor!

Zitat:
Kannst du ein Stück mit dem Auto fahren? Vielleicht nicht jedesmal, aber so könntest du Deinen Hunden eventuell ein wenig Abwechslung zwischen den "langweiligen, sicheren" und den "spannenden" Spaziergängen bieten?

Wenn ich in der Wallachei diese Alki-Tante+Hund nicht träfe, wäre Lara sicher glücklich. In den Wald sind wir all die Jahre immer mit dem Auto gefahren.
Doch auf unseren vier langweiligen Runden laufen meine Hunde zur Hälfte auf Asphalt. Leos Rollstuhl muss auch immer mit. Deshalb mache ich mir ja so 'nen Kopf... Wald und Wiesen werden hier rundum von denjenigen genutzt, die wir auf keinen Fall treffen wollen und je abgelegener die Runden, desto öfter trifft man unverträgliche Hunde...

Zitat:
Freilaufende Hofhunde, die wenig bis gar nicht sozialisiert sind, haben sich dabei fast nie in unsere "Phalanx" getraut. Wenn so einer auf uns zulief, habe ich die Hunde (bis zu drei Stück) an der Leine ganz dich zu mir geholt, mich wenn möglich vor Sie gestellt und bin dem ankommenden Hund forsch entgegengetreten (mit entsprechender Körpersprache und lauter Stimme).


Ich denke, wenn Leo fit zu Fuß wäre und ich nicht immer seinen Rollstuhl dabei hätte, könnten wir etwas flexibler sein, aber mit einem gehbehinderten Hund läuft immer ein potentielles Opfer mit. Leo wird immer zuerst "ausgesucht". Und wenn Leo im Rollstuhl sitzt, sehen fremde Hunde von weitem zunächst nur Lara...

Hunde wegschicken klappt in der Regel ganz gut bei ganz normal sozialisierten Hunden oder unsicheren Kläffern. Dadurch, dass Lara nicht mit Hündinnen kann und Leo bei Rüden erstmal den dicken Larry macht, mussten wir in den letzten 10 Jahren immer und immer wieder Hunde wegschicken. Aber die oben beschriebenen Schäferhündinnen (und zwei weitere nebst einer Boxerhündin) lassen sich nicht wegschicken. Keine Chance. (Und ich habe NICHT das Auftreten eines piepsenden Gänseblümchens...)

Abgesehen davon, dass ich mir wünsche, dass meine alten Hunde ihren Lebensabend in der freien Natur entspannt genießen können, denke ich seit einiger Zeit, dass ich nach meinen beiden nie mehr diese ständige Sorge um das Wohl eines Hundes bei einem stinknormalen Spaziergang erleben möchte. Hundehaltung heißt für mich, mit meinem Hund die Natur zu genießen und viele Stunden am Tag an der frischen Luft zu sein. Dass andere Hundehalter mir meinen Alltag kaputt machen und uns derart einschränken, finde ich traurig und es macht mich wütend! Das, was früher für uns alle die Entspannung vom Alltagsstress bedeutet hat, wurde zu dem, wovon ich mich erholen muss!

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Liebe Grüße,

Anja


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 Betreff: RE: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: So 19. Sep 2010, 18:03 
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Hallo Anja,

deine Lage kann ich, meine ich, gut verstehen.

Zitat:
Original geschrieben von Anja+Lara+Leo

Dass andere Hundehalter mir meinen Alltag kaputt machen und uns derart einschränken, finde ich traurig und es macht mich wütend! Das, was früher für uns alle die Entspannung vom Alltagsstress bedeutet hat, wurde zu dem, wovon ich mich erholen muss!
Hundehaltung wird der reine Stress, sobald man das Haus verlässt.

Es bleibt dir ja nur die Möglichkeit, dass du die Hunde beeinflusst, da die Halter nicht mitspielen.

Hier gab es einmal einen Hundehalter, der einen unverträglichen Schäferhund hatte. Er bekam Maulkorb- und Leinenzwang für seinen Hund.
Nun war er in der umgekehrten Lage. Er musste sich die anderen Hunde, die zu seinem übers Feld gelaufen kamen, vom Leibe bzw. Hund halten. Er hatte sich dazu eine Peitsche zugelegt, etwa so wie diese
Bullenpeitschen

Er konnte so die Hunde schon in der Distanz beeindrucken (Hoch erhobener Arme, schnelle Bewegung auf den Hund zu, Knallen des Peitschenendes, im Zweifelsfall auch Schmerz auf dem Pelz)

Die Hundehalter, die das sahen, gaben sich plötzlich große Mühe, ihre Hunde unter Kontrolle zu bekommen. Einen Treffer wollten sie ihren Begleitern nicht zumuten.

Im wesentlichen hat also die Drohkulisse gewirkt. Die anderen mussten nur wissen, was möglich ist. Die Information kann man ihnen ja zukommen lassen. Es spricht sich auch rum.

Ich will dir das nicht unbedingt empfehlen. Aber ich habe gesehen, wie das alles im Zusammenhang doch gewirkt hat.

Gruß R.







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Es ist ein aufwändiger Prozess, von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff: Re: Lieber ein kurzes glückliches Leben als ein langes und langweiliges?
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: So 19. Sep 2010, 21:37 
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Hallo Anja,

mir ist noch eine Wasser-Pumpgun für Kids eingefallen. Die könntest Du evtl. in Leos Rollgefährt transportieren und im Zweifelsfall auf die Angreifer abfeuern. Manche Hunde lassen sich ja durch Wasser beeindrucken.

z.B. sowas hier Wasser-Pumpgun

Liebe Grüße
Claudia

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Zuletzt geändert von claudia+spike am So 19. Sep 2010, 21:41, insgesamt 2-mal geändert.

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