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 Betreff: RE: "gröhl-wie-doof-waren-die-denn?! - war: Heute im Wald
Posting Nummer:#11  BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 22:06 
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Zitat:
Original geschrieben von Nicola mit Sally

Zitat:
Original geschrieben von Tina&Luna

"Kunn all so moi wesen"

In diesem Sinne

LG
Tina


Hallo Tina,

kannst Du das übersetzen?

Neugierige Grüße

Nicola


Hallo Nicola,

sorry...ich vergess das manchmal im Eifer des Gefechts das nicht alle der plattdeutschen Sprache mächtig sind.

Könnte alles so schön sein

Das wird hier gern umgangssprachlich so gebraucht wenn an einem Tag alles schiefläuft was auch nur schieflaufen kann...;o)

LG
Tina

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Wenn de Oog nee sehn will, so helpt weder Lücht noch Brill


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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#12  BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 22:24 
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ich finde es ja richtig spannend, was hier passiert.

Wenn diese Geschichte, die uns da am Dienstag passiert ist, nicht auch so eine komische Ader gehabt hätte, hatt ich sie gar nicht niedergeschrieben, denn eigentlich ist sie viel zu banal und alltäglich.

Die Diskussion, die sich hier entbrennt finde ich sehr spannend, obwohl ich nicht so ganz verstehen kann, woran sie sich eigentlich entzündet.
Vielleicht kann mich da mal einer aufklären. Was ist rücksichtsvoll an einem Hündinnenbesitzer, der sich mit zwei läufigen Hündinnen vor einen hinstellt und sich darüber amüsiert, wie der Rüde langsam abdreht? "dabbich" mit verlaub ist das nicht mehr. Ich komme aus Hessen und weiss, was der Begriff bedeutet.

Rücksichtsvolles Vorgehen auf beiden Seiten wär für mich schon gewesen, das wir uns zügig getrennt hätten, nachdem der Status geklärt war.
Und wenn ich weiss, das mein Hund rüpelt, dann führe ich ihn so, das er anderen Hunden nicht ans Leder kann.

Wir hatten beide unsere Hunde an die Leine genommen, als wir sahen, das andere Hundebesitzer in unsere Nähe kommen, die Hunde an der Leine haben. Wir sind zur Seite gegangen, damit sie uns passieren können und haben unsere Hunde so gesetzt, das das auch problemlos möglich ist. Wir konnten auch nicht weiter ausweichen, weil wir am Rand eines steilen Abhangs standen.
Was hätten wir denn Eurer Ansicht nach noch machen sollen?


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Grüßle, Monika


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 Betreff: RE: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#13  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 10:36 
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Hallo Monika,

Zitat:
Monika schrieb

ich finde es ja richtig spannend, was hier passiert.
Sonst wär es hier doch auch totlangweilig.

Zitat:
Wenn diese Geschichte, die uns da am Dienstag passiert ist, nicht auch so eine komische Ader gehabt hätte, hatt ich sie gar nicht niedergeschrieben, denn eigentlich ist sie viel zu banal und alltäglich.
Die kleinen Abweichungen vom allzu Banalen sind immer wieder unterhaltsam, vor allem wenn sie entsprechend fabuliert erzählt werden. Das mache ich auch ganz gern.

Zitat:
Die Diskussion, die sich hier entbrennt finde ich sehr spannend, obwohl ich nicht so ganz verstehen kann, woran sie sich eigentlich entzündet.
Das will ich dir gern erläutern. Schließlich hat das Forum ja eine Geschichte. Und da fällt dann bei den Schilderungen auf, dass die Erzählenden immer alles richtig und mustergültig machen und die anderen alles falsch.

Natürlich kann man sich aufregen. Das tut man verbal, dampft ab und ist wieder normal. Dann muss man aber nicht permanent (wie hier im Forum schon geschehen) von "Tölen, Kötern, Beißern" und was weiß ich noch herumreden. Es sind Hunde. Wenn es der eigene ist, hat er eine schwere Jugend hinter sich und man erwartet Verständnis.

Wenn man genügend lange Hunde hält, sollte man eine gewisse Gelassenheit entwickelt haben. Vielleicht wird das ja noch.

Zitat:
Monika:
Irgendwann hörten wir es hinter uns asthmatisch keuchen. Ein Ehepaar mit der typischen Armhaltung: Leicht angewinkelte Unterarme in überhöhter Stellung mit zwei Flexileinen pro Person ließen sich von vier Hunden durch den Wald ziehen. Die Hunde gaben so Stoff, dass sie nur noch röchelten und zischten.
Das ist doch nett erzählt. Ich bin auch regelmäßig einem Ehepaar im Wald begegnet, das ausgediente Schlittenmalamutes ausführte. Wir haben uns dann halt angepflaumt, wann die Armlänge den Erdboden erreicht oder so.

Und dann kommt die Läufigkeit ins Spiel, ein sehr beliebtes Thema. Aber bevor es das ist, muss man erst einmal wissen, welche Geschlechts der andere Hund ist. Deswegen frage ich routinemäßig, sofern es nicht offensichtlich ist, ob ich einen Rüden oder eine Hündin vor mir habe und wie alt sie eventuell sind. Nun, diese Frage wurde hier im Forum auch schon als absolut albern abgetan. Der Hund hat sich in jedem Fall zu benehmen. Und da ist doch eine Formulierung wie...

Zitat:
Da schaut mich die Frau abschätzend von oben bis unten an und meint:"Na, das sollte man aber schon im Griff haben!".
... noch ausgesprochen moderat. Da ich dauernd mit meinem auf Läufigkeitspuren trabe und wir die Damen auch finden, weiß ich durchaus, was da wie geht. Nicht nur der Rüde findet die Hündin attraktiv sondern zur rechten Zeit diese den richtigen Rüden ebenfalls.

Zitat:
Rücksichtsvolles Vorgehen auf beiden Seiten wär für mich schon gewesen, das wir uns zügig getrennt hätten, nachdem der Status geklärt war.
Du sagst es: wir. Ich beherrsche auch die Technik, meinen absitzen zu lassen und die anderen vorbei zu komplimentieren. Ist beim passenden Hund sehr einfach. Aus der Bewegung ein Hinkurven zu vermeiden, kann ungleich schwerer sein. Die Frau hätte sich ja auch aufregen können. "Muss die Tussi da herumstehen und ich muss mich mit meinen vorbeiwürgen, statt dass sie auch läuft und so die Begegnung schneller vorüber ist!" (Nur mal so als Denkmodell.)

Zitat:
Was hätten wir denn Eurer Ansicht nach noch machen sollen?
Das lässt sich natürlich aus der Entfernung ohne Lokalansicht nicht wirklich sagen. Aber immer gleich unkritisch Beifall zollen, geht auch nicht.

Zitat:
Tina schrieb:
Dieser Hund kam uns hinterher und ich saß drin in dem Dilemma; während ich versuchte die Hunde auseinanderzuhalten kam das Herrchen auch mal irgendwann angetrottet und ich rief ihm zu "Rufen Sie BITTE ihren Hund zurück"
Als ich dann daraufhin die Antwort bekam "Kann ich doch nix dafür wenn ihrer sich nicht wehren kann" sind mit mir auch die Pferde durchgegangen.
Es ist nicht alles auf dieser Welt voraussehbar. Und manchmal ist es tatsächlich eine unvorhergesehene Eigenschaft oder Handlung eines Hundes, die uns überrascht. Hektik ist dann nicht unbedingt erste Bürgerpflicht, eher Umsicht und Ruhe.

Der Inbegriff dafür ist für mich der schrille Satz: "Mein Hund darf nur mit Hunden spielen, die er kennt!"

Wie bitte, lernt ein solcher Hund neue Hunde kennen?

Na, zum Abschluss mal eine Geschichte, wo ich so richtig der Blödhammel mit seinem dämlichen Köter war:

Mit besagtem Hund troddelte ich nämlich durch den Ort. Und richtig, zeigte er sich plötzlich hochmotiviert. Nach wenigen Minuten hatten wird die Quelle der Euphorie erreicht, eine läufige Hündin aus der Nachbarschaft. Die lief natürlich frei und ohne Leine. Ach ja, es handelte sich um eine 18-Jährige Hundehalterin. Deswegen wurde ich auch sofort von ihr angemacht, dass ich meinen Rüden gefälligst anzuleinen hätte. Als ich nicht direkt hektisch zu ihm sprang (Ich kannte ja sein Charmeurgehabe), bekam ich den tollen Satz zu hören, ich sei ja wohl nicht mehr ganz dicht, der Penis des Hundes stünde schon ganz groß heraus. Das stimmte natürlich, ist aber kein Grund zur Panik. Und so antwortete ich, dass noch Keine vom Anschauen trächtig (oder sagte ich gar schwanger?) geworden sei.

Die nächsten 20 Jahre war ich nicht mehr existent für die inzwischen nicht mehr so junge Dame.

Wenn es damals schon Internet in der heutigen Form gegeben hätte - nicht auszudenken!

In diesem Sinne weiterhin viel Vergnügen beim öffentlich Beifall heischenden Aufregen.

Gruß R.


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Es ist ein aufwändiger Prozess, von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#14  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 11:09 
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Hallo zusammen !

Ich hoffe, ich schieße nicht am Thema vorbei, denn es geht ja in erster Linie um Hundebegegnungen oder sollte ich sagen "Menschenbegegnungen". Dabei kommt aber immer wieder Rüde - läufige Hündin ins Spiel.

Man mag mich naiv nennen, aber läufige Hündinnen sind für mich ein Tatbestand, der mehrmals im Jahr zutrifft und zum Leben dazu gehört. Auch wenn die Rüdenbesitzer hier, zu dieser Zeit die Mädels am liebsten weg gesperrt sehen würden oder man sie am besten nur nachts ausführt.....

Auf meinen Hundeplatz gibt es KEIN Trainingsverbot für läufige Hündinnen und weil ich ein Schweineerpel bin, habe ich mir abgewöhnt, den Rüdenbesitzern schon am Tor zu sagen: Du, die Amy ist läufig......
Weil sich dann nämlich besagter Halter überhaupt keine Mühe mehr gibt, die Schultern und die Mundwinkel nach unten sacken und man sich vom Hund kreuz und quer durch die Botnik ziehen lässt, weil ja eh nichts geht mit so einem Weib auf dem Platz :D !

Und siehe da, letzte Hundeführerscheinstunde. Anwesend 2 läufige Hündinnen und zwei intakte, sehr interessierte Rüden. Die Halter wundern sich warum die Jungs so aufgedreht sind und ich bitte alle, sich heute noch mehr zu bemühen, die Anforderunge ganz klein zu halten und Sachen abzufragen bzw. aufzufrischen, die leicht sind. Nach 20 Minuten habe ich 4 arbeitenden Teams, die rennen, nach Mäusen suchen, eine kurze Konzentration auf den Halter abfordern und einfach Spaß haben. Die Distanz ist zwar größer als normalerweise, aber hätte ich sofort von Läfuigkeit gesprochen, hätten km dazuwischen liegen können, die Rüdenhalter hätten resigniert.
Für mich bewahrheitet sich immer wieder: Man bekommt, was man erwartet.
Nach der Stunde waren alle besonders stolz auf sich, als ich aufgeklärt haben, was heute anders war. Und sie haben verstanden, dass trotz Läufigkeit etwas geht.

Liebe Grüße
Dagmar & Mädels


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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#15  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 11:29 
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Hallo R, Lydia, Nicole….

Natürlich habt ihr Recht. Köter, Tussi und andere Begrifflichkeiten. Was soll das?
Und natürlich ist es unmöglich, dass nur der eigene Hund und die eigne Vorgehensweise korrekt dargestellt werden und alle anderen böse sind.


Aber mal ehrlich:
Ich lese solche Berichte immer wieder gerne – weil sie zeigen, dass andere auch solche Probleme mit anderen Hundehaltern haben wie man selbst und diese manchmal am liebsten einfach auf den Mond schießen würde.
Weil man vielleicht dann auch mal „die andere Seite“ vorgeführt bekommt.
Und - weil sie einfach ganz fürchterlich menschlich sind. ;)

Die Begrifflichkeiten sind genau die, die man in diesem Moment der Begegnung im Kopf hat. Und die da einfach hängen bleiben, wenn man den Vorgang schildert. Immer noch mehr oder weniger entrüstet.
Also nehmt doch die Schilderungen als das, was sie sind: die moderne Form des Dampfablassens. Zwar etwas zeitverzögert – aber dennoch eine wichtige Verarbeitungsroutine.

Zitat:
Lydia: Ist es nicht möglich, Toleranz, Verständnis oder zumindest Zurückhaltung gegenüber anderen Hundehaltern zu üben, wenn ersichtlich ist, dass der andere in Schwierigkeiten gerät, warum auch immer?

Möglich ist es sicher – aber es ist selten. So selten, dass wirkliches Mitdenken meist positiv auffällt. Aber damit Lydia auch mal was positives liest:
Neulich flanierte ich mit meinen beiden Rüben an den Schrebergärten lang, beide angeleint. Dort kam uns eine Frau mit ebenfalls angeleintem JRT entgegen. Sina hasst JRT´s und sie hasst bellende Kleinhunde. Also wich ich in die Wiese aus.
Und da sagt die nette Frau doch glatt: „Vorsicht, die fängt gleich an zu bellen!“ und zieht (im wahrsten Sinne des Wortes) zügig und lautstark vorbei.
Ich fand das echt Klasse. Da hat sie tatsächlich mitgedacht und vorgewarnt. :top

Solche Menschen wünsche ich mir öfters. Aber ich muss zugeben, dass ich selbst auch oft genug völlig verträumt und somit nicht-mitdenkend durch die Gegend laufe – und damit dann auch „der böse andere“ bin. 8-|

Gruß Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: RE: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#16  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 13:07 
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Hallo Dagmar,

das erinnert mich an einen Test, den ich einmal empfohlen habe.

Zitat:
Original geschrieben von Dagmar & Mädels

Du, die Amy ist läufig.........

Anwesend 2 läufige Hündinnen und zwei intakte, sehr interessierte Rüden....

Nach 20 Minuten habe ich 4 arbeitenden Teams, die rennen, nach Mäusen suchen, eine kurze Konzentration auf den Halter abfordern und einfach Spaß haben.
Die Aussage war, lass nach dem Click deinen Rüden zur Hündin, dann ist das der Super-Jackpot. Aber dann wieder mitnehmen.

Besagte sehr erfahrene Hundehalterin war ein wenig skeptisch, aber von einer gesunden Neugier und Experimentierfreude getrieben. Sie probierte es aus und schrieb mir dann, dass ihr Rüde sich im Geruchsfeld einer läufigen Hündin zu Höchstleistungen aufschwingt...

Hinter einem erfolgreichen Mann steht immer eine .... oder so ähnlich.

Gruß R.


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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#17  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 13:23 
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Hallo zusammen,

ja, schon spannend, was hier aus so einer Situation wird, wo jemand mal ein Forum (in zweifachem Sinne gemeint) brauchte, um seinem Ärger Luft zu machen. Und von mir aus können mich jetzt einige steinigen, aber ich finde durchaus wie Monika, dass sich die Besitzer der läufigen Hündinnen nicht korrekt benommen haben. Und zunächst einmal sehe ich auch keinen Grund, wenn jemand von hinten herangehechelt kommt, ihm entgegen zu gehen, damit die Begegnung schneller vorbei ist, sondern bleibe zunächst auch erst mal stehen, um diejenigen vorbeizulassen. Allerdings ist mein Fell in den vielen Jahren mit einem problematischen Schäferhund und den ersten Jahren mit einem ängstlichen Mischling so dick geworden, dass ich mich auf so ein Plauderstündchen nicht mehr einlasse. Wenn mir die Leute so kommen, dann gehe ich auf Konservation nicht ein, d. h. in diesem Falle hätte ich so einen Satz fallen gelassen wie:"Komm, wir brauchen grad keine Welpen" und wäre dann tatsächlich selber in die Richtung, aus der wir ursprünglich kamen, weggegangen. Dann gilt man zwar irgendwann als arrogant, eigenbrödlerisch und was weiß ich nicht noch, und ärgern tue ich mich auch, aber immerhin ist die Situation schneller vorbei. Und da ich nun mit Zasko wirklich auch jedesmal das Problem hatte, wenn ein freilaufender zu meinem angeleinten gelaufen kam und dieser dann Rabatz machte, habe ich viel Verständis für diejenigen, die mit Problemen zu kämpfen haben. Aber es kommt nun wirklich darauf an, wie die es anstellen, mit diesen Problemen umzugehen.

Und wieso liest man hier nun überwiegend solche Storys? Weil wir hier alle die besterzogensten Hunde haben? Nein, sicher nicht :D . Nur, Begegnungen, die völlig normal und unproblematisch ablaufen, sind des Schreibens nicht wert (stellt euch mal vor, wir würden hier ständig alle von normalen Begegnungen berichten...). Und diejenigen, wo man selber der Dumme war? Nun, entweder man schätzt die Situation so ein, dass man meint, "War nicht so toll, aber ich habe mich ja noch richtig verhalten" oder man merkt dass man da wirklich daneben lag. In beiden Fällen nicht gerade die Geschichten, die man gerne herumerzählt, oder? :-)

Und nun zur Entspannung noch eine Geschichte, wo Lex und ich die Dummen sind:

Hier gibt es eine kleine Frau mit einem stämmigen Leonberger. Als dieser noch sehr jund war (ist einige Jahre her), habe ich mal versucht, ein Gespräch mit ihr zu führen, dass sie erzieherisch an seine Rüpelei gehen müsse, weil sie sonst später ein Riesenproblem hätte. Nun, es war einer dieser unerwünschten, ungefragten guten Ratschläge, die man selber auch nicht gerne bekommt, und genutzt hat es dementsprechend auch nichts. Das Ende vom Lied war, dass der Leonberger nur noch an kurzer Leine spazierengeführt werden konnte und alles anpöbelte, was in die Nähe kam. So wurde auch Lex von ihm ein paarmal angegiftet, als er gerade neu bei mir war, und wir seine Schilddrüse noch nicht eingestellt hatten. Seit dem steht Leo (der heißt wirklich so 8-| ) bei ihm auf der "böse" Liste und somit leider auf der Liste "die muss man angreifen, bevor sie es tun" :-| . Nun da die Besitzerin um das Problem mit ihrem Hund weiß, läuft sie meist dort, wo sie keinem begegnet. In letzter Zeit wurde Leo aber zusehends ruhiger. Trotzdem trafen wir ihn recht selten. Tja, bis auf einmal mein Hund eine Bürste stellt, losrast um die nächste Ecke tobt und ein ziemliches Gebelle und Geknurre ertönt. Weder auf Abbruchsignal noch auf Rückruf hat er reagiert. Ich also so schnell ich konnte um die Ecke, da war Leo, dessen Frauchen ihn kaum halten konnte, es aber tapfer versuchte und Lex, der wohl mitbekommen hatte, dass so toll die Idee nicht ist, als 20-Kilo Hund einen Leonberger anzufallen, aber immerhin ist man ja wendiger... 8-| Armes Frauchen von Leo!!! Ich habe meinen Hund abdrängt und ihm dabei irgendwas erzählt von "ob er denn lebensmüde sei, er könne froh sein, dass ihm nichts passiert wäre, er hätte wohl einen an der Klatsche...", man war ich sauer auf meinen Hund, nein, da hatte ich mich zugegebnermaßen verbal nicht gerade im Griff... Während dieser Tirade meinen Hund angeleint, der mich mittlerweile ziemlich bedeppert ansah, aber trotz nur 2 m Abstand zu Leo ab jetzt still blieb. Auch Leo war wieder absolut ruhig. Dann habe ich mich bei der Frau entschuldigt, dass Lex den Leo angemacht/-fallen hat und erntete einen ziemlich erstaunten Blick. Dann meinte sie:Ja, es täte ihr ja auch leid, aber wenn einer so angerannt käme, dann könne sie Leo kaum halten. Als ich dann noch meinte, sie bräuchte sich nicht zu entschuldigen, schließlich habe sich ja mein Hund daneben benommen, starrte sie mich an, als ob ich vom Mond käme. Das hatte sie wohl noch nicht erlebt, dass sich jemand bei ihr entschuldigt, und nicht immer und per se ihr Hund der böse ist. Nun ja, an Ecken, wo Leo auftauchen könnte, auch wenn es nicht "seine Zeit" ist, ist Lex seitdem grundsätzlich angeleint, und ich habe versucht, zu Übungszwecken die Zeiten abzupassen, wo sie langkommt, immer mit soviel Abstand, dass Leo ruhig blieb.Von Mal zu Mal wurde ich freundlicher begrüßt, offensichtlich wurden meine Bemühungen erkannt, meinem Hund klarzumachen, bitte schön nicht den Leo anzumachen. Tja, und da Leo aber im Alter offensichtlich immer besser wird, ist er öfter nun auch an Stellen anzutreffen, wo er früher nicht war, oftmals nun auch unangeleint. Letztens im Feld, da waren aber gut 50 m Abstand und Lex eh an der Feldleine, da hat er ihn kaum interessiert, da war ich schon froh. Bis, ja bis vor ca. 2 Wochen, am Rande der Freilauf-Wiese. Plötzlich wieder Rückenhaare alle hoch, Rute steif nach oben und wie ein Derwisch um die nächste Ecke. "Lex, NEIN! HIER!!!" Völlig reflektorisch und ohne nachzudenken, ich wusste ja gar nicht, wer oder was da war, musste aber einer der drei Hunde von der "Feindliste" sein, nur die laufen dort eigentlich alle nicht :? Ich war gerade an der Ecke angekommen, da rennt mich mein Hund fast um, und sitzt dann zitternd mit Bürste vor mir, aber er sitzt vor mir! Da sehe ich dann ca. 20 m weiter Leo stehen, und das Frauchen meint:"Das klappt jetzt aber schon gut!" Bitte??? Diesmal war ich diejenige, die ziemlich belämmert dreingeschaut hat. Also mir wäre lieber, Lex würde die beiden gar nicht mehr versuchen anzufallen, ich finde das so schon noch ziemlich stressig, aber natürlich war ich auch froh, dass er abgedreht hat und zurückgekommen ist, bevor er Leo erreicht hat. :)
Nun, was ist die Moral von der Geschicht'? Ich habe noch einiges zu üben, aber wir haben als Gegenüber jemanden, der a)froh ist, dass er nicht alleine Probleme hat, und andere auch mit sowas kämpfen, b) sehr freundlich ist, weil er sich mit seinen Problemen ernst genommen fühlt und c) merkt, dass der andere versucht, das Problem in den Griff zu bekommen (und nicht nur vor ein paar Jahren so klug dahergeredet hat... :o )

Übrigens, Leo war mucksmäuschenstill :top

Liebe Grüße
Susanne

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Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos (frei nach Vicco von Bülow)


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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#18  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 15:21 
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danke, Susanne, Du sprichst mir aus der Seele.

Aber ich muss doch noch mal insistieren, ich hab meine Geschichte (die auch in der Rubrik "Hundegeschichten" angesiedelt worden ist) gerade noch mal gelesen.
Ich finde keines der beklagten Wörter wie Köter oder Bestie darin, ich hab die Hundebesitzer auch als nichts anderes tituliert als sie sind: Hundebesitzer (da ich der Meinung war, das ihr verhalten eh für sich spricht ;) ) und "Belehrendes" wurde auch nicht weiter abgesondert, zumindest nicht von meiner Seite. Wo war da nun der Aufreger????

Und eines stimmt auch nicht: Das ich (und die allermeisten anderen) nur über die Fehler der anderen berichten.
Meine Probleme (zB: mit dem aus dem Ruder laufenden Bernhardiner) hab ich genauso dargestellt, wie sie waren.
Und meine Diskussionsbeiträge zum hier auch beliebteb Dauerbrenner-Thema "Belehren anderer Hundehalter" hier geben eindeutig wider, das ich nicht zu denen gehöre, die anderen eine Kassette drücken.

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Grüßle, Monika


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 Betreff: RE: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#19  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 16:12 
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Hallo Monika,

Zitat:
Monika

... meine Geschichte ...noch mal gelesen.

Ich finde keines der beklagten Wörter wie Köter oder Bestie darin, ... Wo war da nun der Aufreger????
Nun, wie ich schon schrieb, das Forum existiert schon länger. Und diese aufgeregten Berichte zum Dampf ablassen gibt es immer wieder. Und dann fallen immer eine Reihe andere im Chorgeheul mit ein.

Die inkriminierten Worte sind hier im Forum alle schon gefallen. Es muss ja nicht in deinem Posting der Fall sein. Das war bestenfalls Auslöser. Aber deine Einleitung

Zitat:
Monika

Heute hätte ich fast eine Frau erwürgt.
Zu Recht!!!
fand ich schon etwas krass im Verhältnis zu dem, was folgte. Und so wie jeder sich aufregen darf, darf auch jemand fragen, ob das so sein muss?

Zitat:
Lydia

Aber warum ist das hier so anders? Warum konnte ich bisher kaum einen Bericht über Hundebegegnungen lesen, bei dem der „gegnerische“ Hundehalter samt Hund gut weg kommt und/oder der Schreiber sich an die eigene Nase fasst?

Wieso wird hier von anderen Menschen als „lächerliche Figuren“, als „Tussi“ geredet und wie vor einiger Zeit der entgegenkommende andere Hund als “Bestie“ oder „Köter“ bezeichnet? Kann man bei allem Ärger nicht wenigstens im Nachhinein ohne Beleidigungen auskommen?
Und mehr hat Lydia ja nicht getan. Hunde sollen sich immer benehmen, aber wir dürfen unsere Emotionen ausleben? Na klar. Es muss auch Splitter und Besänftiger geben.

Sehr lebensnah finde ich Susannes Schilderung.

Zitat:
Susanne

"Das klappt jetzt aber schon gut!" Bitte??? Diesmal war ich diejenige, die ziemlich belämmert dreingeschaut hat. Also mir wäre lieber, Lex würde die beiden gar nicht mehr versuchen anzufallen, ich finde das so schon noch ziemlich stressig, aber natürlich war ich auch froh, dass er abgedreht hat und zurückgekommen ist, bevor er Leo erreicht hat.
Hier sieht man, dass jeder seinen Teil an positiven Schlussfolgerungen ziehen kann, Hund wie Mensch.

Und Bea bringt eine Erfahrung auf den Punkt, die ich in diversen Seminaren gemacht habe. In den Pausen war dann allgemeiner Hundespaziergang. Und vor lauter Diskussionseifer gerieten die Hunde aus dem Blickfeld. Lief dann etwas schief, gab es massenweise Erklärungen dafür.

Zitat:
Bea

Aber ich muss zugeben, dass ich selbst auch oft genug völlig verträumt und somit nicht-mitdenkend durch die Gegend laufe – und damit dann auch „der böse andere“ bin.
Aber diese Selbsterkenntnis war seltener dabei.

Ein Nachbar hatte jahrelang den Guten und ich den schwarze Bösen. Ich bekam allerlei Unfreundlichkeiten bis zu Drohungen zu hören. Wenn es gut lief, beließ man es bei einem eisigen Gesicht. Heute habe ich den Guten und er den schwarzen Bösen. Er ist recht freundlich geworden, der Mann. Und als ich sagte, "Besser, sie lernen sich gleich kennen.", war er sofort dabei.

Gruß R.

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 Betreff: Re: Heute im Wald ... *grrrrrhrrrrrhrrrrrr*
Posting Nummer:#20  BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 18:27 
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Hallo,

Zitat:
BeaSin: Und da sagt die nette Frau doch glatt: „Vorsicht, die fängt gleich an zu bellen!“ und zieht (im wahrsten Sinne des Wortes) zügig und lautstark vorbei.

Das mach ich auch ;) In Situationen, wo ich denk, das wird jetzt gleich nix gutes, kündige ich gern lautstark an "meiner wird sich gleich furchtbar aufregen!" :D Witziger Weise läßt er mich dann bisweilen auflaufen - indem er zu meiner großen Verblüffung einfach mal die Klappe hält :-)

LG, Karin


Zuletzt geändert von Karin BL am Di 10. Apr 2007, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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