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 Betreff: Doktorarbeit: Verhaltensauffälligkeiten bei BC und Aussies
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Fr 17. Jul 2009, 01:38 
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Hi

an er Uni Hannover wurde von Silke Meermann eine Dr.-Arbeit zum Thema Untersuchung von Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden der Rassen Border Collie und Australian Shepherd in Deutschland erstellt.

Zitat:
Gegenstand der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung der Haltungsbedingungen sowie des Verhaltens von Border Collies und Australian Shepherds in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Funktionskreises des Jagd- bzw. Hüteverhaltens. Darüber hinaus wurden mögliche Ursachenfaktoren für auffälliges bzw. fehlgeleitetes Hüteverhalten sowie für Stereotypien untersucht. Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe eines Fragebogens, der über die Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V., die Australian Shepherd Association Germany e.V. und den Australian Shepherd Club Deutschland e.V. verteilt wurde; insgesamt beteiligten sich Besitzer von 149 Border Collies und 142 Australian Shepherds an der Untersuchung. Für den Vergleich beider Rassen wurde der Chi-Quadrat-Test angewandt; mögliche Faktoren für auffälliges Verhalten wurden mit Hilfe der linearen Regressionsanalyse überprüft. Hunde beider Rassen wurden überwiegend gezielt vom Züchter übernommen; die Mehrzahl der Besitzer besuchte mit ihrem Hund eine Welpengruppe und nahm an Erziehungskursen teil. Die Eignung als Arbeitshund spielte bei der Anschaffung von 50,3% der Border Collies eine Rolle, war bei den Australian Shepherds aber nur in 7,0% der Fälle entscheidend. 71,8% der erwachsenen Border Collies aber nur 16,9% der Australian Shepherds wurden zur Hütearbeit eingesetzt; im Hundesport wurden 71,8% der Australian Shepherds und 48,3% der Border Collies geführt. 85,9% der Border Collies und 96,5% der Australian Shepherds lebten mit im Wohnbereich ihrer Besitzer. 28,7% der Border Collies und 22,8% der Australian Shepherds zeigten sich auffällig ängstlich; durch Geräuschangst fielen 33,8% der Border Collies und 28,1% der Australian Shepherds auf. Die Gruppe der Hunde mit auffälligem stereotypem Verhalten umfasste bei den Border Collies 27,2% und bei den Australian Shepherds 21,8%. Ein auffälliges Bellverhalten wurde für 41,0% der Border Collies und für 73,8% der Australian Shepherds ermittelt. Fehlgeleitetes Jagd- bzw. Hüteverhalten trat am häufigsten in Form von Blickfixieren (Border Collies 42,1%; Australian Shepherds 46,8%), gefolgt von Jagen und Nachlaufen (Border Collies 14,1%; Australian Shepherds 22,1%) auf; lediglich 3,5% der Border Collies und 2,2% der Australian Shepherds zeigten fehlgeleitetes Zwicken und Beißen. Als Einflussfaktor für die Intensität des Jagens und Nachlaufens sowie des Bellverhaltens war der Faktor Rasse von Bedeutung; in beiden Fällen zeigten Australian Shepherds eine signifikant höhere Ausprägung als Border Collies. Die Tatsache, ob die Hunde zur Hütearbeit an Vieh eingesetzt wurden oder nicht, beeinflusste die Intensität des Blickfixierens, des Zwickens und Beißens und des stereotypen Verhaltens: sowohl die Intensität des stereotypen Verhaltens, als auch die des Blickfixierens war in der Gruppe der hütenden Hunde signifikant niedriger; die Intensität des Zwickens und Beißens hingegen signifikant höher. Stereotypes Verhalten wurde außerdem durch die Haltungsbedingungen beeinflusst: es war signifikant niedriger bei Hunden, die häufiger Kontakt zu Artgenossen hatten und signifikant höher bei Tieren, die über längere Zeiträume allein gelassen wurden. Auch biografische Aspekte beeinflussten die Ausprägung von stereotypem Verhalten: Stereotypien traten in stärkerem Maße bei Hunden auf, die beim Züchter ohne Familienanschluss aufgezogen wurden sowie bei Tieren, die mehrere Besitzerwechsel erlebt hatten.


Gruß Bea


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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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