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 Betreff: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 16:54 
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Moin,

ich bin heute einem soo süßen Plüschihund begegnet, dass ich nachfragen musste, was sich da so in mein Herz schleicht. Ein Goldendoodle. Labradoodle hatte ich schon gehört, aber Goldendoodle? Auch vom Verhalten her begeisterte dieser Hund. Also habe ich zuhause recherchiert und sehr, sehr niedliche Bilder gefunden. Nichthaarende Plüschis, angepriesen als Allergikerhunde, herzallerliebst, die unwillkürlich einen Will-ich-haben-Reflex auslösen.

Szenenwechsel: Im Urlaub habe ich eine Familie kennengelernt, die gerade ihren Labradoodle abgeben musste, weil die Tochter allergisch darauf reagiert. Es hat der Familie - und vor allem der Tochter- fast das Herz gebrochen. Aber ich habe es selbst erlebt: Zuerst ging der Kontakt zu unseren Hunden eine Weile gut, bei jedem weiteren Treffen traten die allergischen Erscheinungen früher und heftiger auf. Letzendlich reagierte das Kind auch auf unsere Hunde derart, dass sie unser Haus nicht mehr betreten konnte.

Es stimmt mich sehr nachdenklich, Hunde mit "niedlicher Wirkung" als nicht-haarende Allergikerhunde für die Familie anzupreisen. Im o.g. Fall hat der Züchter den Hund nicht zurückgenommen, betreibt aber weiter Werbung für seine "Allergikerhunde". Auch wenn o.g. Hund gut untergekommen ist, so werden andere vielleicht nicht das gleiche Glück haben. Was passiert mit denen?

Mit diesem kurzen Beitrag möchte ich eine kritische Anmerkung zu diesen beiden Mischungen machen. Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, die eine solche Kreuzung anbieten, sich ihrer Verantwortung bewusst sind, wenn sie diese zugegebenermaßen sehr attraktiv wirkenden Hunde anbieten und deutlich auf die Gefahr hinweisen, dass Allergien auch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten können, selbst wenn beim Besuch des Züchters nichts zu bemerken war.

Dieser Beitrag soll keinen Züchter unter einen Generalverdacht stellen noch diese attraktiven Hunde schlecht reden.

LG von Stripey


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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 18:03 
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Hallo Stripey,

Stripey hat geschrieben:
Es stimmt mich sehr nachdenklich, Hunde mit "niedlicher Wirkung" als nicht-haarende Allergikerhunde für die Familie anzupreisen. Im o.g. Fall hat der Züchter den Hund nicht zurückgenommen, betreibt aber weiter Werbung für seine "Allergikerhunde".
Er hat ja nichts schriftlich angepriesen oder versprochen. Das ist eine prima Masche.
"So ein süßes Kerlchen und keine Gefahr für meine Allergie!"

Zitat:
Mit diesem kurzen Beitrag möchte ich eine kritische Anmerkung zu diesen beiden Mischungen machen. Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, die eine solche Kreuzung anbieten, sich ihrer Verantwortung bewusst sind, wenn sie diese zugegebenermaßen sehr attraktiv wirkenden Hunde anbieten und deutlich auf die Gefahr hinweisen, dass Allergien auch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten können, selbst wenn beim Besuch des Züchters nichts zu bemerken war.
Die "Züchter" werden auf eine solche Bitte nur mit einem Grinsen reagieren. Dass aber ein Allergiker (oder die Eltern) so naiv sind zu glauben, dass ein irgendein Hund mit Haaren garantiert keine Allergie auslöst, ist mindestens ebenso bedenklich und traurig.

Woran man mal wieder sieht, dass menschliche Entscheidungen i.a. fern von Vernunftsanfällen getroffen werden.

Gruß R. #b_ye2#

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Es ist ein aufwändiger Prozess, von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 19:42 
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Hallo Stripey, hallo Renegat,

Renegat hat geschrieben:
dass ein irgendein Hund mit Haaren garantiert keine Allergie auslöst, ist mindestens ebenso bedenklich und traurig.


Es geht noch darüber hinaus, denn die Bezeichnung "Tierhaarallergie" oder "Hundehaarallergie" an sich ist schon irreführend, denn der Allergiker reagiert nicht auf die Haare allergisch, sondern auf einzelne Proteine, die durchaus nicht nur in den Haaren, sondern auch in Hautschuppen und anderen Substanzen, die an den Haaren haften bleiben, wie Speichel, Talg, Urin etc enthalten sind. D.h. auch auf die so viel als für Allergiker geeigneten Nackthunde kann ein auf Hunde allergischer Patient reagieren. So sind z.B. die beiden Hauptallergene der Hundeallergie, Can f 1 und Can f 2 (Can f steht für Canis familiaris, dann sind die Allergene durchnummeriert) keineswegs in Hundehaaren enthalten, sondern sind Proteine aus dem Speichel.

So genug gefachsimpelt, aber die Bezeichnung "für Allergiker geeignet" ist einfach schwachsinnig. Es gibt Hunde, die mehr und die weniger Allergene produzieren, aber Allergenfrei ist keiner und dann kommt es immer darauf an, wogegen der einzelne Allergiker sensibilisiert ist.

LG,
Susanne

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Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos (frei nach Vicco von Bülow)


Zuletzt geändert von Dingo am Mi 11. Jan 2012, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 21:13 
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Hi

irgendwo htte ich neulich über eine Studie gelesen, die vehement abstritt, dass Pudel (und diverse andere Hunde) ideal für Allergiker seien.
Leider finde ich den link nicht mehr, aber in diesem Artikel wird das wesentliche bestätigt.

Wenn man allerdings nach entsprechenden Begriffen googelt, findet man noch massenweise Anpreisungen der verschiedenen Hunderassen als ideal für Allergiker. Kleine Auswahl:
Hundeallergie.net
Apothekenrundschau
Seite für Allergiker

Erstaunlich......

LG Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Mi 11. Jan 2012, 21:23 
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Da kann ich Susanne nur beipflichten.
Selbst wenn diese Hunde für Allergiker geeignet wären (was sie aber nachweislich nicht sind) - so müsste man diese ein Leben lang von allen anderen Hunden fernhalten. Sie dürften keineswegs mit anderen Hunden Kontakt haben, weil die Haare bzw. Hautschuppen und Speichel sich auf dem eigenen Hund festsetzen und dieser die Allergene mit nach Hause schleppt und dem Allergiker das Leben zur Hölle macht.

Das bedenken viele gar nicht, die sich einen Hund ins Haus holen, der angeblich keinerlei Allergie auslösen soll.

Davon abgesehen finde ich es, auch wenn sie niedlich anzusehen sind, einfach unnötig, immer mehr neue Rassen züchten zu müssen.

LG Biggi und Flocke

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Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass Du die Mahlzeit mit ihm teilst;
er wird lediglich dafür sorgen, dass Dein Gewissen so schlecht ist, dass es Dir nicht mehr schmeckt.
(Helen Thomson)


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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2012, 14:10 
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Hallo Bea,

Bea hat geschrieben:
aber in diesem Artikel wird das wesentliche bestätigt


Ein erfreulich korrekt recherchierter Artikel #i_am_so_h_appy#

Wohingegen sich mir hier

Bea hat geschrieben:
Hundeallergie.net
...
Seite für Allergiker


meine Nackenhaare aufstellen. Wenn dann noch die Hyposensibilisierung als einfach angespriesen wird und obendrein zur "Hypersensibilisierung" mutiert, dann weiß ich nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. #b6

Der Artikel der Apothekenrundschau hingegen ist doch eigentlich in Ordnung, es wird doch eher dargestellt, dass man den als allergikerfreundlich angepriesenen Rassen diesbezüglich skeptisch gegenüberstehen sollte und keine Rasse als für Allergiker wirklich geeignet dargestellt.

LG,
Susanne

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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2012, 00:12 
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flake hat geschrieben:
Davon abgesehen finde ich es, auch wenn sie niedlich anzusehen sind, einfach unnötig, immer mehr neue Rassen züchten zu müssen.


Seh´ ich genau so. Ich habe kein Problem mit verantwortungsvoller Rassehundezucht, aber diese Welle der "Designer-Hunde" ist wirklich langsam bedenklich #s_cratch_one-s_head# . Gestern hab´ ich das erste mal von einem Flatdoodle gehört - nicht haarend, selbstverständlich. Also, ich kenne einen Labradoodle, der haart wie verrückt #c_ool# .

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Liebe Grüße, Anja mit Dori & Miro (& Aisha für immer im Herzen)


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 Betreff: Re: Labradoodle / Goldendoodle - "Allergikerhunde"?
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Di 24. Jan 2012, 14:26 
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Pudel/Retrievermixe sind tolle Hunde, wenn sie vernünftig gezüchtet, sozialisiert und erzogen werden.
Eine neue Rasse sind sie nicht.
Aber das ist ja eigentlich auch wurscht.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Hundeallergien sehr individuelle Angelegenheiten sein können.

Eine Freundin war hochgradig allergisch auf Paul, hielt aber selbst ohne Probleme 12 Jahre lang bei sich einen Westie ...

Von daher kann man jedem, der einen Hund halten will und mit Allergien kämpft, nur raten, vorher auszuprobieren, was die gewünschte Rasse mit ihm macht.
Ein seriöser Züchter (oder auch HAlter) wird bestimmt gerne mit Hund und dessen Haar zur Seite stehen, ich könnte mir vorstellen, dass ein Handtuch, das der Hund ein paar Tage in Gebrauch hatte und dann dem Probanten übergeben wird, innerhalb weniger Tage Klarheit bringt, ein Versuch wäre es allemal wert, bevor ein Welpe oder Abgabehund das frisch bezogene neue Zuhause wieder verlassen muss.

_________________
Grüßle, Monika


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