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 Betreff: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Di 7. Jul 2009, 08:12 
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Moin Ihr Lieben.

Es scheint sich was zu tun:
Dortmunder-Appell
Mir persönlich fehlt da eigentlich nur die Erwähnung von Leistungstest, ohne die m.E. einige der erwähnten Ziele nicht zu erreichen sind.

Euer Marco

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 Betreff: Re: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Di 7. Jul 2009, 13:30 
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Hallo Marco,

mir kommt es so vor, als seien nach deren Ansicht alle Rassen Qualzuchtprodukte. Was da zum Beipiel über Inzucht geschrieben steht, stimmt so nicht ganz. Inzucht und Linienzucht in einen Topf zu werfen, zeugt auch nicht gerade von Sachkenntnis.

Die meisten Zuchtvereine haben strenge Richtlinien, was die Zucht betrifft und überwachen die Einhaltung. Das wird von den Leuten ignoriert.

Auch sonst steht da nicht viel neues. Außer, man lässt sich von solchen Satzungetümen beeindrucken:
Zitat:
Mit der Rassehundezucht haben sich bereits Standards etabliert, die als Grundlage anzusehen sind.


Zum Schluss stößt man auf:
Zitat:
Wir brauchen ein unabhängiges Qualitätsmanagement der Zucht.
Zufällig ist unter den Initiatoren die Sprecherin "Qualitätsmanagement Zucht" der Firma Absolut-Hund GbR.
*Klingelingeling*
Da scheint es wohl handfeste wirtschaftliche Interessen zu geben. Wenn jeder Züchter nach den Richtlinien dieser Firma zertifiziert sein muss... Da läppert sich ganz schön was zusammen.

Zum Schluss wundere ich mich, dass der Verantwortliche in Halle/Sachsen-Anhalt wohnt und sein Faxgerät in Karlsruhe stehen hat. Der arme Mensch ist ja dauernd unterwegs.

Ich werde da nichts unterschreiben.

LG Heinz


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 Betreff: RE: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mi 8. Jul 2009, 18:38 
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Moin Heinz,

Zitat:
Original geschrieben von Heinz
Was da zum Beipiel über Inzucht geschrieben steht, stimmt so nicht ganz. Inzucht und Linienzucht in einen Topf zu werfen, zeugt auch nicht gerade von Sachkenntnis
Wo siehst Du da Inzucht und Linienzucht in einen Topf geschmissen und was stimmt nicht, was dort über Inzucht geschrieben steht?

Lieben Gruß,
Marco

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 Betreff: Re: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mi 8. Jul 2009, 20:32 
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Hallo Marco,

Zitat:
Wo siehst Du da Inzucht und Linienzucht in einen Topf geschmissen
Hier: "Das Problem der Inzucht, Engzucht oder Linienzucht wird sehenden Auges...." wo alles quasi in einem Atemzug genannt wird. Linienzucht und Inzucht ist nicht das selbe.

Zitat:
Dabei ist die Gefährlichkeit von Inzucht für das Risiko von Erbkrankheiten, für die Widerstandskraft, Vitalität und Lebenserwartung aller Säugetiere wissenschaftlich eindeutig geklärt
Daraus lese ich, dass zum Beispiel Erbkrankheiten durch Inzucht entstünden. Das stimmt so nicht.

liebe Grüße
Heinz


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 Betreff: Re: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Do 9. Jul 2009, 07:47 
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Moin Heinz,

so unterschiedlich können Interpretationen sein. Ich lese da nicht, das Inzucht und Linienzucht das Selbe seien, sondern nur das sie ein Problem sind. Ich lese auch nicht, dass sie Erbkrankheiten verursachen, wohl aber das In-, Eng- und Linienzucht nachweisbar das Risiko für erblich bedingte Krankheiten erhöhen.

Lieben Gruß,
Marco

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 Betreff: Re: Dortmunder -Appell
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Mo 18. Jan 2010, 21:50 
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Sieht sich um

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Hallo Marco, hallo Heinz!

Als eine, die den Appel unterschrieben hat und auch eine "Stimme" abgeben durfte, freue ich mich, dass der Appell hier Thema ist, wundere mich aber auch über die Interpretation von Heinz. Diese kann ich absolut nicht teilen und habe den Eindruck, dass da etwas hineingelesen wurde, was gar nicht da steht und nicht so ist.

Heinz schrieb:
"Hier: "Das Problem der Inzucht, Engzucht oder Linienzucht wird sehenden Auges...." wo alles quasi in einem Atemzug genannt wird. Linienzucht und Inzucht ist nicht das selbe."

Also ich sehe da eine Aufzählung von Begriffen, die je nachdem für ein- und dasselbe benutzt werden - auch beschönigend. Denn "Linienzucht" liest sich doch viel schöner als das "böse" Wort "Inzucht". In der Wissenschaft (z. B. Populationsbiologie) spielt allerdings nur der Begriff "Inzucht" eine Rolle (z. B. bei der "Inzuchtdepression" oder dem "Inzuchtkoeffizienten").
So finde ich bei Eichelberg (Eichelberg, Dr. Helga (Hrsg.): Hundezucht, Stuttgart 2006, S. 61) diese Definition:
"Die Inzucht wird in der Tierzucht allgemein als die Verpaarung verwandter Tiere definiert. In der Hundezucht muss dieser Begriff etwas weiter gefasst werden, denn sämtliche Rassen gehen auf nur wenige Ausgangstiere zurück. Somit ist der Verwandtschaftsgrad der Rassevertreter in der Regel hoch. Deshalb wird die Inzucht hier als die Verpaarung von Tieren bezeichnet, die enger verwandt sind als der Durchschnitt der Rasse."
Damit folgt sie wohl Malcolm B. Willis, dessen Buch "Züchtung des Hundes. Ein Handbuch der genetischen Grundlagen" (1997) mir allerdings nicht vorliegt. Sie spricht allerdings weder von "Linien-", noch von "Engzucht".
Wachtel definiert allerdings Engzucht als "alle die genetische Vielfalt mindernden Zuchtpraktiken (Inzucht, genetische Engpässe, Champion- und Elitezucht)" (Wachtel, Helmut: Hundezucht 2000, Nerdlen/Daun o.J., 4. Auflage, S. 279)
Und auf S. 64ff geht er auf die Begriffe Inzucht, Inzestzucht, Linienzucht, Auszucht, Verdrängungszucht ein. Seine Unterscheidung bei den hier angesprochenen Begriffen:
Inzucht = Verpaarung verwandter Tiere
- darunter Inzestzucht = Verpaarung von Vollgeschwistern, Halbgeschwistern, Eltern x Kindern
- darunter Linienzucht = Verpaarung von z. B. Vettern und Kusinen
Damit sind für Wachtel sowohl Inzest-, als auch Linienzucht nichts anderes als Inzucht und als solche eine Art der Engzucht.

Nun mag der jeweilige Züchter seine Halbgeschwisterverpaarung als "Linienzucht" darstellen - aber Inzucht und damit auch eine Engzucht bleibt es trotzdem.
Wo ist da der von Heinz postulierte Unterschied?

Und mal ehrlich, man muss sich nicht viele Ahnentafeln von z. B. VDH-Hunden anschauen, um ganz schnell mal auf eine Halbgeschwister- oder Vetter-Kusinen-Verpaarung zu stoßen. Und wenn man dann weiter zurückschaut, findet man auch noch Vollgeschwister- oder Eltern-Kind-Verpaarungen. Ja, laut der heute aktuellen Zuchtordnung des VDH (http://www.vdh.de/media/pdf/Zucht-Ordnung_mit_DFB.pdf) sind auch solche Verpaarungen immer noch erlaubt, bedürfen allerdings der "Ausnahmegenehmigung des Rassehunde-Zuchtvereins" (genauso wie eine Halbgeschwisterverpaarung).

Demzufolge kann ich auch die Äußerung von Heinz "Die meisten Zuchtvereine haben strenge Richtlinien, was die Zucht betrifft und überwachen die Einhaltung" nicht nachvollziehen - bzw. doch. Denn "überwacht" werden die Regeln ja - und Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Auch steht dort im Appell keineswegs, dass Erbkrankheiten durch Inzucht entstünden (was ja auch genetischer Quatsch ist - das zu wissen traue ich dem Urheber des Appells, immerhin auch ein Biologe, durchaus zu ;) ). Es steht dort vielmehr ganz richtig das Wort "Risiko" - Inzucht erhöht das Risiko, an einer Erbkrankheit (sehr oft ja rezessiv vererbt) zu leiden, ganz enorm.

Den Link zum Unternehmen "Absolut Hund GbR" habe ich dann mal angeklickt. Da werden von einem Zusammenschluss von Hundeverhaltenstherapeuten Serviceleistungen für Hundeschulen etc. angeboten. Und? Darf deshalb so ein wichtiger Appell nicht unterstützt werden?
Zum Unterschied "Wohnort - Faxstandort", warum auch immer - Himmel, Heinz. Mein Fax steht auch nicht an meinem ersten Wohnsitz. Na, das macht mich wohl verdächtig... 8-|

Ich jedenfalls habe mir angeschaut, was da INHALTLICH steht. Und, weil mir diese Initiative nun rein gar nichts sagte, auch wer zu den Erstunterzeichnern gehört. Und da sehe ich u. a. Dr. Wilhelm Wegner, Undine Kurth, Dr. Thomas Bartels oder den Herausgeber der Zeitschrift "Wuff". Und weiter hinten dann auch Swanie Simon. Diese Namen kann ich jedenfalls gut genug einschätzen.
Möglicherweise würde ich einiges anders formulieren oder härter fordern. Aber warum das Rad neu erfinden? Mit den Inhalten gehe ich konform und ich durfte meine Erfahrungen schildern, auch im aktuellen Petwatch-Blog (http://petwatch.blogspot.com/).
Von daher beobachte ich den Appell mit Interesse und hoffe sehr, dass er bei denen, an die er gerichtet ist, wenigstens etwas zum Nachdenken anregt. Denn ja, solange sich Vereine und Funktionäre nur immer gegenseitig stützen und wir Besitzer - und unsere Hunde! - dann die Suppe auslöffeln müssen, brauchen wir eine neue Ethik und ein unabhängiges Qualitätsmanagement.


Grüße,
Kris

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www.mdr1-defekt.de


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