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 Betreff: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Sa 17. Mär 2007, 19:17 
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Hallo zusammen,

angeregt durch eine Aussage im Thread "illegaler Hundetransport" würde mich mal interessieren, welche Kosten einem verantwortungsvollen VDH-Züchter denn überhaupt entstehen.
Bisher dachte ich das wäre schon einiges...Zuchtzulassung (Zwingername, Austellung, Körung), medizinische Untersuchungen, Deckrüden, Einrichtung für die Welpen (Wurfbox, Gegenstände für die richtige Sozialisierung), evtl. Seminare zur Weiterbildung und Ernährung. Das sind die Punkte, die mir auf Anhieb einfallen.
Was kommt da noch dazu?

Und wieviel kostet das denn eigentlich? Bzw. wie hoch ist denn die Diskrepanz zwischen Ausgaben und Einnahmen?

Ach ja, die Frage wird rein aus Neugier gestellt, keinerlei andere Beweggründe sind da vorhanden. :)

lg, Marion


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 Betreff: Re: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Sa 17. Mär 2007, 19:35 
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Hallo Marion,

bin keine Züchterin, habe nur (Deck-)Rüden, aber so ungefähr kann ich dir sagen, was noch dazu kommt. Die Kosten sind wahrscheinlich von Rasse und/ oder Verband unterschiedlich, da könnte evtl. jemand der Züchter darüber bescheid wissen.

Bevor man züchtet, muß man einen Namen für die Zuchtstätte beantragen, also z.B. Johnny von der Flutmulde :D , das kostet !
Dann wird jemand beauftragt, der die Zuchtstätte besichtigt, das kostet auch !
Die Fahrtkosten kommen hinzu.
Dann sollte ein verantwortlicher Züchter bevor er Würfe plant, einige Züchterseminare besuchen, die meistens nicht gerade um die Ecke sind, das kostet wieder und die Übernachtungen und Verpflegung dazu auch !
Dann mußt du einen bzw. mind. zwei bis drei Deckrüden aussuchen ( damit einer in Reserve ist, falls es mit den ersten nicht klappt ), die Zuchtwerte anfordern, z.B. Dog base, das kostet wieder und die jeweiligen Aktualisierungen dazu auch. Die Fahrt zum Deckrüden kommt dazu, meistens plus einer oder mehrerer Übernachtungen. Der Deckrüdenbesitzer erhält eine Decktaxe, die sich wieder nach dem "Wert" (blödes Wort) des Rüden richtet ( z.B. erhöht sich die Decktaxe, wenn er schon eine HD-geröntgte Nachzucht hat, vorzügliche Beurteilungen hat, usw.)
Die Entwurmungen und sonstigen Untersuchungen vor der Belegung und während der Trächtigkeit, die Abstriche und Blutuntersuchungen vor dem Deckakt, evtl. Ultraschall während der Trächtigkeit.
Nach der Geburt, die hoffentlich glatt verlaufen kann und keine TA-Betreuung braucht kommt nach einiger Zeit die Welpenabnahme durch einen Zuchtwart ( wieder Anfahrtskosten ) , die Ahnentafeln müssen beantragt werden und kosten je nach Anzahl der Welpen, evtl. Futterzusatz für die Hündin, Welpenfutter, Welpengehege usw.
Einiges hast du ja schon selbst aufgeführt und bestimmt habe ich jetzt was vergessen, es kommt aber doch ganz schön was zusammen.


_________________
Lieber Gruß
Jutta mit Nino und Gil im Herzen BildBild

Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher (Hubert Ries)


Zuletzt geändert von Gil am Sa 17. Mär 2007, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Sa 17. Mär 2007, 20:20 
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Hallo Marion,

Der Zwingerschutz fällt nur einmal an, die Körung auch, bei manchen Vereinen ist sie zeitlich begrenzt und muß dann erneuert werden. Die Teilnahme an Ausstellungen ist nur bei einigen Zuchtvereinen Voraussetzung.

Die reinen Kosten für die Zucht sind außer den einmaligen: Die Decktaxe für den Rüden, die Impfungen, Entwurmung, Chip, die Ernährung der Welpen, wenn sie von der Hündin abgesetzt sind, die Wurfabnahme und die Ahnentafeln.

Kosten für die Wurfkiste fallen nicht ins Gewicht; meine hat damals etwa 10 DM gekostet (Sperrholz, Schrauben) ich hab sie selbst gebaut und konnte sie anschließend zerlegen und wieder verwenden.
Ebenso "Gegenstände für die richtige Sozialisierung", wahrscheinlich Spielzeug für die Welpen. Ein paar Bälle, ein Stück Tau... das sind doch keine Ausgaben.

Ernährungsseminare oder Weiterbildung sind nicht zwingend nötig. Wenn man welche besuchen möchte - OK, aber das hat mit Aufzuchtkosten nichts mehr zu tun.

Es gibt natürlich noch eine Menge Möglichkeiten, Geld auszugeben, aber das ist Privatsache.
Wenn man einen Wurf liegen hat, sind übrigens auch die Telefonkosten deutlich höher :)

Alle Ausgaben und möglicherweise auch noch den eigenen Zeitaufwand in eine Kalkulation einzubeziehen, finde ich unredlich. Es wäre nur in Ordnung, wenn man die Zucht als Gewerbe betriebe. Das geht aber im VDH nicht. Die Züchter im VDH sind Hobbyzüchter.
Ein Hobby kostet in der Regel Geld, anstatt etwas einzubringen.

LG Heinz

Ach ja, HD-Röntgen und Augenuntersuchung und was inzwischen noch alles angesagt ist; als verantwortungsvoller Hundebesitzer macht man das sowieso, ob der Hund in die Zucht kommt oder nicht, und für die Körung sind sie Voraussetzung.


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 Betreff: Re: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: So 18. Mär 2007, 12:21 
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also die kosten die direkt ins auge springen kann ich ja mal nennen:

das wären mindestens 1000€ deckgebühr, manchmal kommt pro welpe noch eine gebühr von 250€ hinzu. im ausland ist das teils üblich.
bei ener seltenen rasse wie meiner muss man zum decken evtl. ins ausland fahren. 1000km sind da schnell weg, also autokosten plus übernachtung usw., denn decken geht ja nicht am fliessband,
dann etwa 50€ pro ahnentafel, 300€ für den zuchtwart (reine unkostenerstattung wie fahrtweg usw.). natürlich die impfungen, also nochmal 300€ tierarztkosten.
2000€ bis 3000€ können da schon mal weg sein. spielzeug, ausstattung, futter rechnen wir erst gar nicht. und natürlich muss man die mutterhündin ja auch erstmal zuchtfähig kriegen, also zuchtzulassungsgebühren, ausstellungsgebühren usw.. dazu vorgeschriebene und freiwillige untersuchungen wie patella, PRA, usw.. angeknabberte möbel gelten als kolateralschaden des hobbys.
also 3-4 welpen müssten es sozusagen sein, wenn ich "kostenneutral" züchten wollte.
sind es aber nicht immer. sind halt auch manchmal nur 2. vorletztes jahr hatte ich einen wurf mit einem rüden. der hatte die gleichen ausgangskosten. leider hat das arme kerlchen ein steifes bein. in den hab ich etwa 3000€ tierarztkosten investiert und ihn ausserdem noch selber behalten.
der wurf davor waren 2 welpen., gedeckt wurde in dänemark. der letzte wurf ergab 4 welpen, davon hab ich einen behalten.

so grob betrachtet kann man schon erkennen, daß da an geld nichts bleibt. hobbys kosten eben.
zudem kommt man als züchter ja auch mal in die verlegenheit einen hund zeitweise wieder aufzunehmen, wenn der besitzer ins krankenhaus muss, stirbt oder sonstwas passiert. das macht man dann ja auch einfach so.

der hundehändler an der polnischen grenze hat solche kosten natürlich nicht. genau genommen hat er gar keine. da wird einfach verkauft, was nicht vorher verreckt. so einfach ist das bei denen.


_________________
Grüsse

Robert


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 Betreff: RE: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: So 18. Mär 2007, 12:24 
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Zitat:
Original geschrieben von Heinz & Marik


Kosten für die Wurfkiste fallen nicht ins Gewicht; meine hat damals etwa 10 DM gekostet (Sperrholz, Schrauben) ich hab sie selbst gebaut und konnte sie anschließend zerlegen und wieder verwenden.


kann man machen. meine erste war auch eine selbst gebaute.
die jetzige ist gekauft. kann ja jeder mal selber gucken, was sowas kostet: http://www.lucky-pet.de/zucht/wurfkiste.php

kaufen tut man für seine hunde natürlich laufend irgendwelches zeug. als zuchtkosten würd ich das auch nicht bezeichnen.



_________________
Grüsse

Robert


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 Betreff: Re: Zucht-Kosten
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Di 20. Mär 2007, 10:12 
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Hallo zusammen,

Danke für eure Antworten. Meine Neugier ist nun ein wenig befriedigt. :-)

also, wenn ich mir eure Antworten so durchlese, scheinen da ja schon einige Kosten zusammen zu kommen.

Leonie hat damals 1250 Euro gekostet, und ich glaube nicht, dass der Züchter da so viel Gewinn gemacht hat.
Leonies Papa kommt aus der Schweiz. Der Züchter hat schon vorm Decken die Familie besucht, um ganz sicher zu sein, dass das Wesen des Rüden auch dem entspricht, was er sich vorstellt. Dann nochmal ne Fahrt (+ Übernachtungen) zum Decken.
Hinzu kam noch, dass sich Leonies Mama ne Milchleistenentzündung geholt hat und dafür intensivste medizinische Betreuung gebraucht hat. In der Zeit wurden die Welpen von zwei anderen Hündinnen des Züchters versorgt.

Ach ja, ein wenig Gewinn ist doch auch in Ordnung. Immerhin müssen die Welpen ja 8 Wochen mehr oder weniger rund um die Uhr betreut und beaufsichtigt werden.

lg, Marion


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