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 Betreff: Praktizierte Geduld: Rudelvergrößerung
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mo 17. Jan 2011, 13:00 
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Moin zusammen,

durch das Thema "Geduld" und die dort angeklungenen Ideen rund um Erfahrungen mit der ungestörten Persönlichkeitsentwicklung, möchte ich das an einem (fast ;)) konkreten Beispiel diskutieren.

Bisher leben bei uns Zafira (11J, Hündin), Sky (5J, Terrier-Rüde) und Klara (4J, Hündin, Harzer Fuchs). Unsere Planung ist, dass demnächst ein Welpe, wahrscheinlich eine Hollandse Herder Hündin, bei uns einziehen soll. Natürlich wünschen wir uns, dass das neue Rudelmitglied zu einer sozial sicheren und angenehmen Hündin heranwächst.

Zafira ist die Grand Dame des Rudels. Nichts bringt sie aus der Ruhe. Sie belästigt niemanden (außer manchen jungen Rüden (**) ) und macht es deutlich, wenn sie sich belästigt fühlt. Sky und Klara sind aber Hunde, die nicht ganz ohne sind. Beide mit relativ niedriger Reizschwelle und durchaus mit der Tendenz behaftet, ihren Standpunkt deutlich zu vertreten. Beide sind da jeweils recht rassetypisch, so spielt Klara relativ grob, mit "Keulengriff", sprich sie schnappt sich gern ein Bein der Spielkameraden, was nicht alle - z.B. kleine schwarze Terrier - mögen. Sky hingegen neigt ein wenig sehr zur Überaktivität und reagiert oft mit Hektik, was dann auch Klara mit hochscheucht.

Mit Impulskontrolltraining und konsequentem Abbruch von zu großer Hektik (etwa beim Spiel) haben wir dieses überbordende Verhalten unsere Beiden nun seid einiger Zeit normalisiert, so dass wir nun über einen Welpen nachdenken. Klar, dass damit die Karten wieder neu gemischt werden. Wie kriegt man es nun hin, dass dieser Welpe eine ungestörte Persönlichkeitsentwicklung aufgrund positiver Lebenserfahrung machen kann? Worauf sollten wir achten, wo frühzeitig eingreifen und wo den Dingen ihren Lauf lassen? Geduld und Spucke haben wir...

Besten Gruß,
Marco

_________________
I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)


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 Betreff: Re: Praktizierte Geduld: Rudelvergrößerung
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mo 17. Jan 2011, 14:23 
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Boardjunior

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Was denkst Du, sollte passieren wenn Du/Ihr das Rudel erweitert?

Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit, klar spielt die Rasse da auch eine Rolle.

Du schreibst, das Du Euer Rudel im Griff hast. (Entschuldige diese Umschreibung).

Im Griff haben, heißt für mich: Abruf im Spiel, Abruf bei Ablenkung (Wild, andere Hunde, Jogger und sonstige interessante Dinge die wir Hundehalter lieben :g )
Ablage, Stopp, Bleib auf Entfernung.
Im Rudel laufen an der Leine ohne den Menschen zu führen, sondern sich führen zu lassen..
Vor Aktionen den HF per Blickkontakt zu checken...

Aber meine Ansichten würden das Thema Rudelführung vielleicht sprengen.

Du hast doch schon ein eingeschworenes Rudel. Warum glaubst Du, das sich der neue Hund nicht frei entwickeln kann?
Mit Hilfe Deines Rudels, deiner eigenen Erfahrung solltest Du Dir da vielleicht nicht zu viele Gedanken machen sondern auf Dein Bauchgefühl hören.

Wann wird die Dame denn einziehen? Wirst Du dein Rudel zur Abholung mitnehmen?

Beispiel:
Eine Freundin von mir hat sie zu ihrem RS-Rüden einen RS-Welpen dazu geholt.
Welpie hat bei der Verteilung der Monster-Gene zweimal hier geschrien. Leider hat er von Anfang an dem ausgewachsenen Zuchtrüden das Leben echt schwer gemacht. Welpie hat schon vom ersten Tag an versucht, dem Riesen sämtliche Privilegien zu nehmen.
Der Große ließ es geschehen, bat Frauchen ständig um Hilfe, suchte ihre Nähe wenn der Zwerg zu heftig im Spiel war. Er kam zu Frauchen und sagte mit eindeutiger Körpersprache und Blick: Hey, kannst Du mal den Pickel da weg machen???

Frauchen, in Sachen Körpersprache-Hund und Rudelführung wenig erfahren, hatte nach 14 Tagen einen zehnwöchigen Tyrann im Haus. Der bei Massregelung sich glatt vor sie stellte und ihr vor die Füße pinkelte!

Tja, Hunde erkennen sehr wohl ob und wie sie die Rangordnung (wenn ich es so nennen darf) in Disharmonie stürzen können/ wollen und somit Unruhe einbringen.
Ein eingefahrenes, stabiles Rudel sorgt für Harmonie. Jedes neue Mitglied testet und wird getestet, ordnet sich ein.

Wichtig finde ich aber ebenfalls die intensive Arbeit mit jedem Hund alleine. Das nenne ich dann eine zweite Ebene der Entwicklung.
Ohne den Rückhalt des Rudels arbeiten, da zeigen sich dann auch wieder neue Seiten des Hundes.

Ist er selbstsicher ohne Rudel, eher ängstlich...

Vielleicht konnte ich Dir mit meinen Gedanken zu diesem Thema ein paar neue Wege öffnen....

Hör einfach Dein Bauchgefühl, genug Erfahrung mit dem Hund hast du ja!!!







_________________
Alex und die schwarzen Monster


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 Betreff: Re: Praktizierte Geduld: Rudelvergrößerung
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mo 17. Jan 2011, 17:43 
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Hallo Marco,
das ist ja spannend - ein vierter Hund!

In Bezug auf Rudelvergrößerung können die anderen Dir sicher sehr viel weiter helfen als ich, aber meine kleinen Erfahrungen gebe ich gern weiter. Mir ist bei unserer Rudelvergrößerung damals aufgefallen: Als ich 4 Monate nach dem Tod unseres zweiten Airedales der damals alleinigen Hündin Loulou eine zweite Hündin (ca. 2 Jahre, aus dem Tierschutz) zur Seite stellte, war sie nicht begeistert. Die Kleine kam mit mir zusammen rein, es war sofort für Loulou klar, dass Popi ab jetzt für immer da ist und sie ließ mich spüren, dass sie das nicht wollte, es hing förmlich in der Luft.

Popi hat Loulou immer angehimmelt. Und irgendwann hat Loulou sich an sie gewöhnt und auch mit ihr gespielt.

Ambar kam zwei Jahre später als ca. einjährige Hündin dazu und war nicht wirklich geplant. Sie wurde von beiden Hündinnen drei Wochen (wenn meine Erinnerungen stimmen) wie Luft behandelt und nur in für die anderen beiden Hündinnen als nervig empfundenen Situationen weggeknurrt. Loulou hat dann als erste mit ihr zaghaft gespielt.

Ganz deutlich wurde mir durch Loulous Verhalten, dass ich ihr nichts von UNSERER Zeit wegnehmen darf. Ich habe ein paar Sachen, die ich nur mit Loulou mache; so darf sie aufgrund ihres absolut verlässlichen Verhaltens als einzige mit in die Tennishalle. Auch wenn sie selbst nichts direkt davon hat, ist die Freude bei der Heimkehr immer besonders groß und sie ist total übermütig und super gut drauf. In den Genuss einer bevorzugten Behandlung kommt Loulou als älteste und ranghöchste Hündin häufiger als die anderen beiden.


Bei der von Dir angesprochenen Rassewahl möchte ich Dir mit auf den Weg geben, dass ich, als ich mit dem HH meiner Schwester unterwegs war, schon von einer hundevereinerfahrenen Züchterin (einer anderen Rasse) gehört habe, dass die Reizschwelle bei dieser Rasse niedrig liegen KANN. Da würde ich mich genau informieren und einen HH nicht von irgendjemandem nehmen. So wie ich bevorzugte Zwinger bei AT hätte, können Dir andere bestimmt etwas über die Züchter der HH genauer sagen.

Liebe Grüße,
Stripey


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 Betreff: Re: Praktizierte Geduld: Rudelvergrößerung
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mo 17. Jan 2011, 19:28 
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Moin Marco und alle Anderen,

mit dem Thema Rudelvergrößerung/-haltung bin ich noch nie wirklich konfrontiert gewesen- außer vielleicht in einem Fall in der eigenen Familie, der aber schon zu lange zurück liegt - weswegen ich dazu auch nichts beisteuern kann.
Dennnoch will ich dieses Thema gerne mitverfolgen.
Beim Lesen von Marcos Eingangsposting stieß ich auf folgenden Satz:

Zitat:

Wie kriegt man es nun hin, dass dieser Welpe eine ungestörte Persönlichkeitsentwicklung aufgrund positiver Lebenserfahrung machen kann?


Hm, das möchte bestimmt jeder Hundehalter (ich auch) - wobei man die Frage ja nicht unbedingt vom eigenen Vorhaben einer Rudelvergrößerung abhängig machen muss - wissen.

Ich fühle mich ein wenig "unbequem" bei den Ausdrücken ungestörte Persönlichkeitsentwicklung UND positive Lebenserfahrung, denn ...

..."ungestört" ist sie ja eigentlich nie.
Was erwartet/erhofft man also - und zwar ein JEDER - wenn man das so benennt ?
Daß stets nur Positives auf den Hund einströmt ?
Gibt es das ?
Ich glaube nicht, denn irgendwo "lauert" immer irgend etwas, dass der (junge) Hund beunruhigend empfinden kann.

Deswegen finde ich die Frage dieses Threads schon sehr interessant.
Andererseits schrieb Renegat ja gestern:

Zitat:

Zitat Renegat im Thread "Geduld"
Es gibt den besser gefassten Begriff der Persönlichkeit. Diese ist schon früh angelegt und ändert sich nur noch in begrenztem Rahmen.

Hundehalter, die einen extrem sozial gegenüber Artgenossen eingestellten Hund haben, tun sich oft schwer. Er will immer und zu allen hin. Und die berät dann jemanden, der einen Hund hat, der sozial desinteressiert ist. Und wenn man einen Hund hat , der extrem neugierig und mutig ist und einen, der wenig neugierig und dazu ängstlich (-> Anstaggression) ist, dann kann das Leben schon mal schwierig werden.


Man bekommt also nicht nur einen Welpen, sondern mit ihm auch weitestgehend eine "Vorgabe".

Deswegen ist eine Antwort auf die Frage "wie bekommt man das hin ?" vielleicht schon bei der Wahl des "richtigen" Welpen zu suchen ??? Also vor Ort - beim Züchter.
Welche Persönlichkeit paßt - soweit man das dort beurteilen kann - am Besten zu unserem Rudel ?
Sicher gibt es aber noch andere Punkte, die man beachten muss.

Ich glaube nun zu verstehen, daß es in Bezug auf ein neues Rudelmitglied schon ein Unterschied sein kann, ob es sich dabei um einen Zuzug handelt, oder einen Neuankömmling aus dem eigenen Schoß.

LG
Tom + Gary

_________________
Der Hofnarr sagte:
"Mein König - ich erkenne nicht die Pointe Eures Scherzes ... Euer Volk nach dem Willen zu fragen aber taub dessen Antwort zu sein ..."


Zuletzt geändert von grigotom2003 am Mo 17. Jan 2011, 19:49, insgesamt 3-mal geändert.

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