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 Betreff: RE: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#11  BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 08:32 
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Zitat:
Original geschrieben von grigotom2003

Falsches (um quasi den Fuß "in die Tür zu bekommen") und richtiges Verhalten in einer Übung gleichzeitig zu clicken kann den Hund nur vewirren.
Dies würde meiner Meinung nach zu keinem Fortschritt führen, vielmehr befürchte ich, könnte es, ob der Verwirrung für Gary in ein totales Chaos führen und wir gerieten in eine FALSCH-/RICHTIGSCHLEIFE aus der wir nicht mehr herausfinden.



Für mich sah es hier halt schon so aus, als ob es Gary kapiert hätte:

Zitat:
Original geschrieben von grigotom2003

Gary guckt sie an, dreht seinen Blick zu mir, blickt sie wieder an, dann dreht er ab, setzt sich neben mich und grinst über das ganze Gesicht. Kein CLICK von mir


Das nicht zu bestärken ist schon hart.... Verschiedenes Verhalten innerhalb eines Trainingsschrittes anzuclicken stört mich nicht, das hat man beim Shapen ja auch.

Aber klar, ab dann dürftest du nur noch richtiges Verhalten bestärken und vielleicht war das für Gary noch zu früh. Meine Hunde sind FIX :-) !

:w Cordula.

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 Betreff: RE: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#12  BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 13:17 
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Hallo zusammen,

Zitat:
Original geschrieben von BeaSin

Zitat:
Zitat:
Zur Begrifflichkeit: ist das Ganze nicht letztendlich das Prinzip der Signalkontrolle?]I5
Renegat gestand:

Leider ist dieser Satz für mich zu kryptisch. "Signalkontrolle" kann Kontrolle durch ein Signal oder Kontrolle eines Signals (einer Signalwirkung) sein. Könntest du etwas ausführlicher darstellen, was du meinst?
Das was Alex beschreibt.
Zitat:
Alex schrieb

Clicke eine Zeit lang nur Hochspringen - DANN führe ein Signal ein (z.B. "Hopp")
Das ist buchstabengetreu. Vernachlässigt wird dabei, dass es schon ein Signal gibt, den anderen Menschen (und seine vielleicht einladende Haltung.) Das kann man nicht abstellen.

Zitat:
Cordula schrieb:

Verschiedenes Verhalten innerhalb eines Trainingsschrittes anzuclicken stört mich nicht, das hat man beim Shapen ja auch.
Das kann gut gehen. Das kann das Erreichen der erwünschten Ausführungen aber auch erheblich verlangsamen. Das ist wie "heiß - kalt" mit verschiedenen Zielen.

Wir werden sehen, wie es bei Tom weiter geht.

Gruß R.


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Georg Christoph Lichtenberg


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 Betreff: Re: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#13  BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 00:05 
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Hallo zusammen,


heute, 6. Übungstag:

Na, ein wirklicher Übungstag war es heute, trotz des vielen Besuchs nicht wirklich.
Mich beschäftigte nämlich dies:

Zitat:

Ich habe geschrieben:
Gary guckt sie an, dreht seinen Blick zu mir, blickt sie wieder an, dann dreht er ab, setzt sich neben mich und grinst über das ganze Gesicht. Kein CLICK von mir

Cordula merkt an:
Für mich sah es hier halt schon so aus, als ob es Gary kapiert hätte:


Deswegen habe ich den heutigen Besuch genutzt um das nochmals auszutesten.

Am frühen Abend kommt unvorhergesehen Christian.
Unvorhergesehen deswegen, weil ich mit seinem Besuch nicht gerechnet habe.
Gary ist im Garten, so daß ich Christian kurz instruieren kann, denn weiß er noch nicht worum es geht.
Dann lasse ich Gary herein.
Er kommt angeschossen und springt.
Ich bestärke mehrere Sprünge.
Dann wieder SPRUNG - kein CLICK.
Gary sieht mich fragend an - keine Reaktion von mir.
Er setzt sich auf seinen Allerwertesten, sieht mich wieder erwartungsvoll an.
Aha.

Dann klingelt es an der Tür. Es kommt weiterer Besuch
Gary schießt los ... das Übliche folgt.

Einen weiteren Test starte ich als wir bei Kaffee und Kuchen sitzen.
Neben mir sitzt Karin.
Bei Tisch springt Gary zwar niemanden auf den Schoß, aber nachdem bisher Niemand Garys Versuchen Aufmerksamkeit zu erregen erlegen ist, stubst er Karin an - mehrfach - immer ein wenig vehementer.
Ich nehme den Clicker und bestärke mehrmals.
Dann ein Stubs - keine Bestärkung.
Gary merkt auf.
Er sitzt da - große erwarungsvolle Augen starren mich an. (1)
Aha.

Nächster Test:
Gary wuselt zu Gudrun, die einen Platz weiter sitzt.
Dort angekommen stubst er -
Click, Belonung bei mir.
Dies wieder ein paar Mal.
Dann ein Stubser - keine Bestärkung.
Gary stubst noch zweimal- jeweils keine Bestärkung.
Gary kommt zu mir gelaufen und sieht mich an.
Aha.

(1)
Karin macht zwar gut gemeint mit, aber leider trotzdem falsch ...
Sie dreht sich weg und sagt dabei:
"Nein, ich darf Dich nicht ansehen." :_h
Gary beginnt daraufhin sofort wieder zu stubsen.

Ich ziehe eine Lehre daraus:
CLICKE und BELOHNE Mensch + Hund, noch bevor

- der Hund stubst und ...
- der Mensch sich bestärkend verhält ...

so lernen Beide etwas ! :)


Zuletzt noch ein etwas anderer abschließender Test.
Gary läuft zu wieder zu Gudrun.
Noch während er unterwegs zu ihr ist CLICK.
Gary läuft zurück zu mir, holt seine Belohnung ab.
Das wiederholt sich fünf-, sechsmal.
Dann läuft er nochmals los. Keine Bestärkung.
Gary bleibt stehen, kommt zurück, wiyl eine Belohnung.
Ich warte. Große Augen sehen mich an.
Er setzt sich.
Diesmal CLICK-BELOHNUNG.

Ich habe sehr darüber gegrübelt, wann ich zu Phase 2 wechseln soll. Ich hatte eigentlich einkalkuliert, daß ich einiges länger das unerwünschte Verhalten dauerbestärken müßte.
Die Tests sagen mir aber etwas anderes.
Was meint ihr dazu ?


Liebe Grüße
Tom + Gary



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"Mein König - ich erkenne nicht die Pointe Eures Scherzes ... Euer Volk nach dem Willen zu fragen aber taub dessen Antwort zu sein ..."


Zuletzt geändert von grigotom2003 am Mo 21. Mär 2011, 00:13, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff: RE: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#14  BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 13:26 
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Hallo Tom,

du berichtest folgendes:

Zitat:
Original geschrieben von grigotom2003

Gary läuft zu wieder zu Gudrun.
Noch während er unterwegs zu ihr ist CLICK.
Gary läuft zurück zu mir, holt seine Belohnung ab.
Das wiederholt sich fünf-, sechsmal.
Dann läuft er nochmals los. Keine Bestärkung.
Gary bleibt stehen, kommt zurück, will eine Belohnung.
Ich warte. Große Augen sehen mich an.
Er setzt sich.
Diesmal CLICK-BELOHNUNG.
Erinnerst du dich noch, dass ich schrieb:

Zitat:
In diesem Fall hast du es eigentlich gut, wenn du experimentieren willst. Du clickst, bevor dein Hund den Menschen erreicht hat. Er hat also schon alles richtig gemacht, bevor er denjenigen erreicht hat. Das prägt sich ein. Wenn der Mensch ihn danach zu sich ruft und mit ihm sehr freundlich umgeht (ohne Hochspringen), lernt der Hund sehr schnell, dass Kontakt OK ist, Hochspringen unnötig.
So würde ich jetzt in deinem Fall weiter verfahren. Bei allem Experimentieren solltest du dein Ziel nicht aus dem Auge verlieren.

Zitat:
Ich habe sehr darüber gegrübelt, wann ich zu Phase 2 wechseln soll. Ich hatte eigentlich einkalkuliert, daß ich einiges länger das unerwünschte Verhalten dauerbestärken müßte.
Vergiss einfach einmal die Extinktion und die Signalkontrolle. Dein Hund ist nicht in der alternativlosen Skinnerbox, wo das so gefunden wurde. Er ist in der realen Umwelt und gebraucht seine kognitiven Fähigkeiten. Das Umgehen mit Überraschungen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Deswegen sollte man danach konsequent seine neuen Versuche für anderes Verhalten unterstützen.

In dem Buch, an das ich mich wohl bald erinnern werde, scheint das ausführlicher beschrieben zu sein.

Gruß R.

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 Betreff: RE: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#15  BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 19:45 
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Zitat:
Original geschrieben von Renegat

Hallo zusammen,
Hallo Renegat
Zitat:
Original geschrieben von BeaSin

Zitat:
Zitat:
Zur Begrifflichkeit: ist das Ganze nicht letztendlich das Prinzip der Signalkontrolle?]I5
Renegat gestand:

Leider ist dieser Satz für mich zu kryptisch. "Signalkontrolle" kann Kontrolle durch ein Signal oder Kontrolle eines Signals (einer Signalwirkung) sein. Könntest du etwas ausführlicher darstellen, was du meinst?
Das was Alex beschreibt.
Zitat:
Alex schrieb

Clicke eine Zeit lang nur Hochspringen - DANN führe ein Signal ein (z.B. "Hopp")
Das ist buchstabengetreu. Vernachlässigt wird dabei, dass es schon ein Signal gibt, den anderen Menschen (und seine vielleicht einladende Haltung.) Das kann man nicht abstellen.


Streng genommen üsste man zwischen Reizkontrolle (Mensch, an dem hund hochpringen kann) und Signalkontrolle (Signal "Hopp") sprechen.
Andererseits ist das bei allen Sachen, die man unter Signalkontrolle bringen will so:
zunächst ist der Hund nass und schüttelt sich
oder er hat einen inneren Antrieb, sich zu setzen
oder....

Auf diese ganzen Dinge haben wir auch keinen Einfluss. Daher verstehe ich deinen Einwand nicht so recht 8-|

Gruß Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#16  BeitragVerfasst: Di 22. Mär 2011, 00:31 
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Hallo zusammen,


:) Tag 7: :)

Zitat:

Zitat Renegat
Du clickst, bevor dein Hund den Menschen erreicht hat. Er hat also schon alles richtig gemacht, bevor er denjenigen erreicht hat.


Genau diesen Gedanken hatte ich vergangene Nacht auch.

Der erste Besuch des heutigen Tages kommt um 15 Uhr.
Da auch dieser Herr noch nicht weiß, worum es geht, habe ich Gary - kurz bevor es klingelt - zum p... in den Garten geschickt.
So habe ich wieder Zeit für eine kurze Instruktion.
Dann lasse ich Gary in die Wohnung.
Er stürmt nicht, geht aber zügig auf den Besucher zu.
CLICK ind BELOHNUNG, denn noch macht er ja alles richtig.
Beim Besuch angekommenn kein Sprung mehr bis zum Gesicht, nur ein kleiner Hopser.
Dann wuselt er unten an den Beinen herum, rennt schließlich los und wirbelt anschließend mit seiner Decke rum.
Aber da esmich nicht stört und es mir ja eigentlich nur darum geht NICHT ZU SPRINGEN und ich dabei an

Zitat:

Renegats
Er ist in der realen Umwelt und gebraucht seine kognitiven Fähigkeiten.


denke, bestärke ich auch dies.
Er hält augenblicklich inne, läßt die Decke fallen und kassiert seine Belohnung.
Er bleibt stehen und guckt uns mit großen Augen an.
Da keine Reaktion kommt setzt er sich hin.
CLICK + BELOHNUNG.
Gary bleibt sitzen und guckt.

Ich bitte meinen Gast am Tisch Platz zu -nehmen.
Gary beginnt wieder etwas zu wuseln.
Würde mir Jemand Folgendes erzählen ohne daß ich dabei war, würde ich es nicht glauben
Wir setzen uns.
Gary setzt sich zwischen uns.
Sein Blick wandert zu mir, dann zu meinem Gast, dann wieder zu mir.
Ich BESTÄRKE und BELOHNE.
Er guck wieder.

Natürlich klingelt es dann wieder und er düst im Affentempo zur Tür.
Ich öffne die Tür und Gary gibt Gas.
Gudrun - die ihr ja schon vom gestrigen Besuch kennt - kommt den Hausgang entlang.
Gary stürmt auf sie zu.
Ich schicke eine Clickersalve hinterher.
Bei Gudrun angekommen befürchte ich, daß es wieder zu Hochsprungleistungen kommt, aber Gary macht wieder nur einen Hopser, dann rennt er voran in die Wohnung.

Naja, rennen ist das nicht wirklich. Den stets gleichen Stil den er dabei seit frühster Kindheit an den Tag legt, hat schon viele Hundefreunde amüsiert.
Da dieser aber Niemanden belästigt usw. störts uns auch nicht.
Aber dieser Stil ist ja jetzt nicht Gegenstand.
Vielleicht berichte ich hier ein andermal darüber.

In der Wohnung wuselt er um Gudrun herum, springt einmal.
Gudrun geht ohne Reaktion durch ins Wohnzimmer, Gary wuselnd hinter her.
Da WUSELN sich mit allen vier Pfoten am Boden abspielt folgt BESTÄRKUNG + BELOHNUNG.
Gudrun nimmt bei uns Platz. Gary wuselt noch etwas.
BESTÄRKUNG.
Er kommt zu mir gelaufen, bekommt eine BELOHNUNG.
Das wiederholt sich drei, vier Mal.
Dann sitzt er ruhig bei mir. BESTÄRKUNG.


Ein paar Minuten später klingelt es nochmals.
Die Gassigängerin kommt.
Ich öffne die Tür, sie tritt zügig ein.
Gary steht noch am Boden, ich schicke eine CLICKERSALVE und BELOHNE.
Gary macht wieder nur einen kleinen Hopser.
Dann steht er so da, ich clicke und belohne.
Er sieht uns an - C+B.
Ich gehe einige Schritte von der Gassigängerin weg, Gary folgt - C + B.
Er setzt sich neben mich, bleibt ruhig - C+B.

Nachdem er bis hierher sehr ruhig und aufmerksam mitgemacht hat - er sitzt noch neben mir und sieht mich aufmerksam an - schicke ich ihn mit einem Handzeichen zu ihr.

Was nun folgt hat mich selbst überwältigt:
Er geht ruhig zwei, drei Schritte in ihre Richtung.
Es folgt KEINE Bestärkung für ruhiges Hingehen von mir.
Ich wollte einfach nur dies einsetzen:

Zitat:
Wenn der Mensch ihn danach zu sich ruft und mit ihm sehr freundlich umgeht (ohne Hochspringen), lernt der Hund sehr schnell, dass Kontakt OK ist, Hochspringen unnötig.


Doch dann dreht er um, kommt zurück und setzt sich neben mich
Er sieht mich mit großen Augen und einem Hundlachen an.
Er will eine BELOHNUNG !
Er bekommt ein Leckerli.
Dann gehe ich eben so noch mit ihm zur Gassigängerin.
Ich lasse sie ihn streicheln.
Er wedelt, ist aber sonst ganz ruhig.
Ich reiche eine BELOHNUNG.
Die Gassigängerin legt ihm das Geschirr an, hakt die Leine ein, es geht raus.

Also, ich bin etwas sprachlos .... :)
Dennoch rechne ich nicht damit, daß damit alles "gegessen ist".

LG
Tom + Gary

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Zuletzt geändert von grigotom2003 am Di 22. Mär 2011, 00:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#17  BeitragVerfasst: Mi 23. Mär 2011, 23:47 
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Hallo zusammen,

gestern fand ich nicht genügend Zeit um zu schreiben wie es mit unserem "Anti-Hochspringtraining" weiter geht.

Deswegen folgen heute die Zusammenfassung von

Tag 8.... :
Die Zusammenfassung des gestrigen Tages war kurz und knapp gesagt:
FRUST.
Kaum öffnete sich die Wohnungstür war fast alles beim Alten.
Gary springt, springt und springt ....
Mir schien das eine Ewigkeit zu dauern.
Irgendwann gelang es mir dann ein erwünschtes Verhalten und damit endlich Garys Aufmerksamkeit einzufangen.
Ich weiß nicht warum, aber ich wollte es an diesem Tag nicht überstrapazieren.
Deswegen beendete ich die Übung nach zwei kleinen Erfolgen für Gary (kurze, ruhige Blickkontakte zur Gassigängerin ) und hakte diesen Übungstag ab.

Auch Menschen sind nicht jeden Tag gleich gut ... also gestehe ich das Gary auch zu.


... und ...

... Tag 9: :)
Mittags drehen Gary und ich eine Runde.
Nicht weit von zuhause weg, kommt gerade die Gassigängerin um's Eck.
Gary will SOFORT und ungeduldig hin.
So schnell konnte ich nicht reagieren
Naja, ganz unschuldig ist sie auch nicht, aber solche Dinge passieren manchmal, trotz Instruktionen.
Sie krault ihn und Gary "dreht leicht hoch".
Wir wechseln ein paar Worte und verabschieden uns dann.
Sie wird am Nachmittag nochmal vorbeikommen um mit Gary auch raus zu gehen.

Auf unserer Runde lasse ich Gary sein Eigenleben, soweit er es angeleint ausleben kann. Aber wir sind an befahrenen Straßen unterwegs und da ist für uns Leinenpflicht.
Aber auch an der Leine läßt es sich gut leben, wenn man sich für die Interessen des Hundes die Zeit nimmt.
Z.B. "Zeitunglesen", was Gary zu gerne tut.
Trotzdem vergißt er nicht mir gegenüber hoch aufmerksam zu sein, obwohl wir DIES
nicht allzu ausgiebig geübt haben.

Ab diesem Moment übertrifft sich Gary bei ALLEN nachfolgenden Ereignissen selbst: :)

Zunächst kommen wir auf unserer Runde durch eine Siedlung an einem Grundstück vorbei, mit dessen Bewohnerin ich mich schon des Öfteren unterhalten habe.
Sie steht vor ihrem Grundstück, daneben ihre ca 1 1/2 jährige Enkelin auf wackeligen Beinchen.
Ich bleibe stehen, Gary setzt sich.
Ich bin etwas unsicher, denn gehen wir hin und Gary packt den "Hochsprungmeister" aus, habe ich Angst um das Kind.
Aber die Frau ruft schon: "GARY",
was ihn oft genug dazu animiert los zu stürmen.
Doch diesmal bleibt er sitzen.
Vielleicht deswegen ???
Wir begeben uns langsam zu Frau und Enkelin.
Gary langsam, behutsam an meiner Seite. Er sieht mich des Öfteren mit diesem
"Na, alles OK ??" an.
Dann wechsele ich mit der Frau viele Worte.
Mit einem Auge habe ich Gary stets im Blick.
Die Enkelin grinst Gary an und ruft "WauWau."

Jetzt könnt ihr mich vielleicht schlagen.
Gary steht gaaaannnnzzzz laaannngggsaaamm auf und geht zu dem Kind, bleibt vor ihm stehen und schnuffelt intensiv, aber vorsichtig.
Das Kind kommt noch näher.
Gary bleibt stehen, schnuffelt weiter.
Er geht einen Schritt auf das Kind zu, könnte das Gesicht waschen - tut er aber nicht.
Sein Riechkolben geht vorsichtig in Richtung Allerwertester des Kindes.
Er schnuffelt.
Derweil kommt die Mutter des Kindes aus dem Haus und geesellt sich zu uns.
Deren Mutter deutet auf Gary und das Kind und sagt zu ihrer Tochter dem Sinne nach:
"Gary sagt Du musst Windeln wechseln." :-)
Sie nimmt ihr Kind und geht ins Haus, Mutter folgt.

Als die Drei die Gartentür hinter sich schließen - Gary sieht ihnen nach - schlüpft durch die Gitterstäbe der
Grund für den Wahn .
Nur ein paar Meter entfernt, mit Gary Auge in Auge.
Gary versteift sich. Seine Rute steht senkrecht.
Ich warte einen Moment.
Zwei Beller in Richtung Samtpfote.
Dann dreht er sich schlagartig zu mir um, ich frage ihn:
"Alles klar ?"
Ich setze mich in Bewegung, Gary folgt.
Es geht nach Hause.

Am Nachmittag kommt dann die Gassigängerin:
Als es klingelt ist zwar noch alles beim Alten - mit Vollgas rennt er mit ungeduldigem Gefiepe an die Wohnungstür, doch dann ...
Ich öffne die Tür, in der Vorahnung er dreht wieder voll auf.
Aber er rennt nicht wie ein Bescheuerter ins Treppenhaus. Seine Schritte sind zwar zügig, aber die Hektik die er dabei auch schon zeigte hat zuvor wohl irgendwo abgelegt.
Ich schicke wieder eine Cllickersalve mit.
Bei der Gassigängerin angekommen nur zwei kleine Hopser.
Allerdings schreitet sie recht zügig zu mir in die Wohnung voran.
Im Wohnungsflur bleibt sie, wie bisher stehen.
Gary springt zwar, aber als er gerade dabei ist rufe ich ihn beim Namen.
Da kommt er doch tatsächlich gleich zu mir ! -C+B.
Das war zu Begin des Trainings nicht möglich, registrierte er da am Anfang ja noch nicht mal einen CLICK.

Dann sitzt er bei mir und mampft seine Belohnung.
Er sitzt da und sieht mich an - CLICK.
Er bleibt sitzen und guckt zur Gassigängerin - C+B.
Ich schicke ihn mit Handzeichen zu ihr, er geht einen Schritt, blickt zurück zu mir - C+B.
Ich schicke ihn nochmal. Er geht bis zu ihr.
Als er noch ein, zwei Schritte zu ihr hat schicke ich einen CLICK und werfe eine Belohnung.
Ich habe hier nicht bis zum kpl. Ankommen gewartet, weil ich ihm die Möglichkeit geben wollte einen Erfolg zu erfahren. Nachdem er im Verlauf der Übung schon sehr viel ruhiger geworden ist, wäre er wahrscheinlich sowieso nicht gesprungen, aber sicher ist sicher.
Ich warte dann noch einen Augenblick.
Er steht ruhig da und sieht sie an (keine Andeutung eines Sprungs) - CLICK - BELOHNUNG zugeworfen.
Ich winke ihn zu mir, er setzt sich neben mich und sieht mich an.
Wir gehen wieder gemeinsam zur Gassigängerin.
Er steht ruhig da und lacht.
Ich lasse sie ihm das Geschirr anlegen, dann streichelt sie ihn.
Er bleibt ruhig - C+B.
Dann gehts raus.


Liebe Grüße
Tom + Gary

P.S.
Sorry, daß es so lang geworden ist, aber heute ist ja auch viel passiert.

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Zuletzt geändert von grigotom2003 am Mi 23. Mär 2011, 23:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: vom unerwünschten Verhalten zum Wunschverhalten
Posting Nummer:#18  BeitragVerfasst: So 3. Apr 2011, 19:01 
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Hallo zusammen,

einige Zeit habe ich zu unserer "Trainingsvariante" - hier beim "Anti-Hochsprungtraining" ... (AHT) ... :D , nichts hören lassen.
Wer vielleicht der Annahme ist/war "na, das wird sowieso nix", der irrt.
Wie ich es an anderer Stelle zu unserem damaligen Leinenzerrproblem erwähnt habe, hat diese "Methode" auch hier das unerwünschte Verhalten zwar (noch) nicht zum vollständigen zum erliegen, uns aber einen sehr großen Schhritt voran gebracht.

Ich möchte vom momentanen Status berichten, zuvor aber nochmals erwähnen wie unser Training momentan aussieht und welche Komponenten ich bisher nicht mit einbezogen habe:

- Das Training findet vorerst nur zuhause bei fast tägl. Besuch statt.

- Besucherverhalten, welches Gary zum Hochspringen animiert (z. B. durch
ansprechen, anfassen, ansehen) wurde nach Absprache im Vorfeld so möglich
weitestgehend vermieden.
Diese Reize bauen wir später mit ein.


Bisher arbeiten wir nach wie vor mit einer Dauerbestärkung des unerwünschten Verhaltens.
Da ich vor Jahren erst ein einziges mal diese "Methode" ausprobiert habe (siehe Leinenzerrproblem), mangelt es mir natürlich noch an Erfahrungswerten, wann der günstigste Zeitpunkt gekommen ist die Bestärkung KOMPLETT abzusetzen, um über eine Verunsicherung eine 180°-Drehung hin zum erwünschten Verhalten zu vollziehen.

Ein paar wenige Ansätze hierzu hat Gary ja bereits gezeigt (siehe vorherige Beiträge).
Und diese scheinen erfolgsversprechend zu sein.
Dennoch habe ich den Schritt noch nicht wirklich gewagt.

Trotzdessen gibt es etwas zu berichten:

Dieses mal kommt es jedoch anders als man denkt.
Wer jetzt meint "nun fliegt ihm doch alles um die Ohren ...", irrt auch hier.
Ich habe nicht mitgezählt der wievielte Trainingstag nun schon ist, aber
ich bestärke nach wie vor das unerwünschte Verhalten dauerhaft.
Während dieser Zeit der Dauerbestärkung fällt mir sehr deutlich auf, daß

- Garys Sprünge in der Quantität (Anzahl) und ....
- in der Qualität (Sprunghöhe)

signifikant weniger geworden sind.
(ich notiere nur eine einzige Ausnahme in den vergangenen Tagen.)

Dauerte es zu Beginn unseres Trainings einige Zeit, bis Gary überhaupt einen CLICK (für hoch- bzw. anspringen wahr nahm, so registriert er ihn nun auch schon deutlich früher.)
Weiterhin lies er ich während seiner Begrüßungsbegeisterung - die wirklich nicht ohne ist - oft namentlich ansprechen. (in einem ruhigen, normalen Ton)

Weiterhin fällt mir auf, daß er während seiner Begrüßungsbegeisterung mehrfach von selbst (ohne eine Ansage von mir) sein Verhalten in eine für mich erwünschte Richtung änderte.
So kam es vor, daß er einen Begrüßungssprung ausführte und sich sofort danach an meine Seite setzte, ohne derartig unerwünschtes Verhalten zu wiederholen.
(Ich denke ich sollte hier gut aufpassen, könnte sich daraus nicht eine Verhaltenskette ergeben).

Sonst hätten wir weiter keine Sorgen,
wenn da nicht ....
... die Türklingel wäre.
Sie ist für Gary sowohl ein Erschrecker ...
(für mich auch. Die Akkustik ist derartig unangenehm - sowohl aufgrund des Tons als auch der Lautstärke)
... als auch ein Startschuss, eine Ankündigung für heißgeliebten Besuch.
Denn, Besuch kommt ja nach seiner Meinung auf gar keinen Fall wegen mir ... :-)

Wie ich es schon erwähnt habe, wollte ich dies vorerst unbeachtet lassen und mich in Garys Sinne später um diesen Ankündiger kümmern.
In den letzten Tagen jedoch mache ich mir hierum vermehrt Gedanken.
Leider kann ich die Türklingel weder abstellen, noch den Ton angenehmer gestalten.
Dies scheint mich vor ein schwer lösbares Problem zu stellen.

Aber ....
... ich habe mir auch da etwas überlegt, womit ich zwar die Bedeutung des Türklingeltons nicht löschen kann, aber guter Dinge bin sie deutlich zu minimieren.
Das wird den armen Hund wieder sowas von verunsichern .... :sarcastic



Draußen vor der Tür

Obwohl ich mir für ein Anti-Hochspringtraining außerhalb der eigenen vier Wände noch etwas Zeit lassen möchte, habe ich während unserer gestrigen und heutigen Tour folgende Beobachtung gemacht:

Gestern
treffen wir unterwegs einen Bekannten.
Gary ist begeistert. Er wuselt um seine Beine, dann ein Sprung.
Ich clicke und belohne.
Weiterhin keine Sprünge, er bleibt sitzen und sieht mich an.
Naja, dann robbt er über den Boden, dreht sich mal auf den Rücken und grunzt vergnügt, was mich weiterhin nicht stört.
Schließlich DARF er ja etwas tun, nur eben nicht hochspringen.

(Gut, der Bekannte ist zwar kein Hundehasser, aber von Hunden auch nicht begeistert - eher skeptisch.)


Heute
verlassen wir das Haus.
Draußen vor dem Eingang stehen ein paar Mitbewohner, unterhalten sich, lachen.
Menschenfreund Gary ist gleich dabei ...
Er wuselt den Leuten um die Beine.
Zwei Mädels lachen amüsiert - eigentlich ein riesiger Reiz für Gary, aber er bleibt am Boden, wuselt nur begeistert um ihre Beine.
Ein CLICK eine BELOHNUNG.
Wir gehen weiter.


Das war's jetzt erst mal wieder.

LG
Tom + Gary

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Hallo zusammen, :)

wer zeigt wem den Weg ?
Ich ihm ?
Er mir ?
Wir uns ?

Was ist die (Zwischen)bilanz unseres bisherigen Trainings ?

Das unerwünschte Verhalten des Hochspringens wurde bisher stets dauerbestärkt.
Interessant, aber auch gemäß der gängigen Lerntheorie völlig unlogisch ist, daß trotz Dauerbestärkung das Hochspringen auffällig weniger geworden ist. :?
Mittlerweile gleicht es meist nur einem kleinen Hopser - nicht mehr einem Sprung bis zum Gesicht.

Bei dieser Beobachtung erinnerte ich mich an ein Seminar, daß wir vor ca. vier Jahren besucht haben und die Trainerin mir gegenüber bemerkte:
"Gary wird eine gleichbleibende Übung ziemlich schnell langweilig."
Welch' eine Möglichkeit ... :D

Während der Dauerbestärkung des Hochsprigens scheint mir genau dies eingetreten zu sein.

Parallel zum unerwünschten Hochspringen habe ich eine Vielzahl anderer Verhalten von Gary bestärkt.

So denke ich, haben wir nun eine interessante Basis geschaffen um Phase 2 einzuleiten.
Phase 2 sollte ja eigentlich folgendermaßen aussehen:

Zitat:

Phase 2:
Springen wird gar nicht mehr belohnt.


Ich habe mich entschlossen diese Phase ein wenig abzuwandeln und die Dauerbestärkung Garys verbliebenen Gehoppses langsam auszuschleichen, d. h. variabel zu bestärken, ...

... und zeitgleich die Vielzahl der bisher angeclickten (erwünschten) Alternativverhalten mit hohen Belohnungsquoten dauerzubestärken.

Warum wandle ich Phase 2 ab ?
Es ist eher eine Intuition der ich dabei folge.
Das plötzliche weglassen jeder Dauerbestärkung des unerwünschten Verhaltens, welches ich zwischendurch hin und wieder getestet habe, zeigte bei Gary zwar ein Aufmerken, aber nicht die Verunsicherung in dem Maße, wie ich es erwartet habe und wie es sich vor Jahren beim Leinenzerrproblem gezeigt hat.

So schleiche ich nun langsam das Springen aus.
Durch die oben beschriebene, zeitgleiche Bestärkung anderer - erwünschter - Verhalten, habe ich somit Möglichkeiten geschaffen, die Gary Alternativen bieten, denn ....

... ich kann es nicht nachvollziehen - und es entspricht auch nicht meiner Auffassung - zu verlangen, daß ein Hund bei Besuchen oder anderen Begegnungen mit Menschlein gar nichts mehr darf.


Soweit dazu.
Ich möchte noch ein paar Worte zu dem in vorherigen Beiträgen erwähnten Problem mit der ankündigenden Türklingel verlieren.
Die Bedeutung der Ankündigung durch die Türklingel zu löschen ist wohl illusorisch.
Aber ich bin guter Dinge durch eine variable Ankündigung der Türklingel zu erreichen, daß Gary auch da, zumindest nicht mehr so hochzudrehen.

Dazu gehen wir folgendermaßen vor:

Zwei meiner Probandinnen haben von mir einen Haus-/Wohnungsschlüssel.
Wenn die Gassigängerin Gary für eine Tour abholen will, wird sie vereinarungsgemäß nicht klingeln, sondern gleich in die Wohnung kommen.
Ähnlich ist zweite Probandin angewiesen.

Kombiniert wird dieses Training damit, daß die beiden Damen - ist weder eine Gassirunde oder ein Besuch vereinbart - unvorhergesehen klingeln und ich dieses klingeln völlig ignoriere und in keiner Weise kommentiere.

Am zweiten "Anti-Klingelttrainingstag" bereits zeigt Gary im Gegensatz zu sonst eine Veränderung seines sonstigen Verhaltens beim Ertönen der Klingel.

Sonst begann er vor Ungeduld des durch die Klingel sich ankündigenen Besuchs ein fast endloses Gebelle.
Doch schon am 2. Trainingstag bemerkt er eine fehlende Reaktion von mir als es klingelt.
Nur zwei kurze Beller, kurzes Gefiepe.
Er stand zwar noch ein paar Minuten in Erwartung ruhig vor der Tür, aber dann legte er sich mit einem Seufzer wieder auf seine Decke.
Mit dem Anti-Klingeltraining verfolge ich die Absicht die Ankündigung eines Ereignisses für Gary unkalkulierbar zu machen.

Soweit lieben Gruß
Tom + Gary











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"Mein König - ich erkenne nicht die Pointe Eures Scherzes ... Euer Volk nach dem Willen zu fragen aber taub dessen Antwort zu sein ..."


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