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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#11  BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 01:22 
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Hi ihr
Taarna hat geschrieben:
Yvonne hat geschrieben:
Die Hundehalter die beschrieben hast halten ihre Hunde als Sportgerät. Extremsport, nennt man das, und der ist nicht nur im Hundesport ungesund. Die führen ihren Hund für ihr eigene Ego, sie sehen nur sich auf dem Podest, nicht ihren Hund.


Das ist doch aber eher eine Minderheit. Klar, Minderheiten fallen durch ihr unangenehmes Auftreten meist auf. Aber es gibt in jeder Sparte genug Hundler mit Ehrgeiz und Erfolg, die nicht so sind. Ehrlich gesagt, sind gerade die richtig Erfolgreichen, die ich kennengelernt habe, die mit der größten Toleranz Andersdenkenden gegenüber.


Ich habe mich nur kurzzeitig im Bereich Hundesport (Flyball - zählt das :rolleye1: ) getummelt. Erschreckend fand ich, wie hoch der Lärmpegel, sprich: das Gebelle, der Hunde auf Turnieren war. Klar, die Hunde wollten losstürmen, fanden es völlig blöd, das erst noch x andere Manschaften dran waren... Aber dennoch.
Ich hab mich strikte geweigert, Flyball zum Lebensinhalt meines Hundes werden zu lassen.
Entsprechend "schlecht" war mein Hund. Aber ist das schlecht?

Auf einem Agi-Turnier habe ich mal einen echt guten Hund starten gesehen. Mitten im Parcour musste der Hund allerdings dringend seinen Kot los werden und hat (netterweise) den Parcour dafür verlassen. Der Hund wurde disqualifiziert.
Aber: der Besitzer gestand später, dass der Hund vorher kund getan hat, dass er mal muss. Es wäre auch noch Zeit gewesen, mal eben den Platz zu verlassen....
Soviel zu:
Taarna hat geschrieben:
Yvonne hat geschrieben:
Die führen ihren Hund für ihr eigene Ego, sie sehen nur sich auf dem Podest, nicht ihren Hund.


Taarna hat geschrieben:
Ehrlich gesagt, sind gerade die richtig Erfolgreichen, die ich kennengelernt habe, die mit der größten Toleranz Andersdenkenden gegenüber.

Ich hab es so kennengelernt, dass sie zwar eine hohe Toleranz gegenüber Andersdenkenden haben. Aber scheinbar nur, weil deren Hunde eh nur den Prozess aufhalten. Es wird toleriert, dass man seinen (und des Hundes) Lebensinhalt nicht im Hundesport sieht. Aber dann könnte man sich ja auch, nach deren Meinung, bitteschön aus der Szene fernhalten. Nach dem Motto "Ein bisschen schwanger gibt es nicht".

Aber eine Frage hab ich:
Wieso wird eigentlich immer gefragt: "Mit welchem Hund?" ? Ist ja nett, wenn der Hund in den Vordergrund gerückt wird.
Aber dennoch: was soll die Frage? Geht das in Richtung: Abstammung, Linie? Also nach dem Motto: Hund aus dem Wurf der preisgekrönten Eltern, wo man sich voll blöd anstellen muss, um KEINEN Sieg zu erringen (oder Alternativ: unbekannte Seitenlinie - super Leistung, den Hund soweit zu bringen)?
Wird also quasi die "genetische Veranlagung" hinterfragt?

Anmerken sollte ich vielleicht, dass ich mich in dem Zucht- und Liniengeschehen der DSHs (und auch nicht der Aussies oder Westerwälder) auskenne.

LG Bea

_________________
Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#12  BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 11:29 
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Hallo Bea,

bei der Nachfrage mit welchem Hund ging es wohl weniger darum, welche Abstammung der Hund hat, sondern mehr darum, das endlich ein Beweis für eine tatsächlich erbrachte Leistung vorgelegt wird, der auch nachprüfbar ist und nicht nur das Gerede darum. Mein Eindruck zumindest. ;)

Liebe Grüße
Claudia

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Man muss das Unmögliche anschauen, bis es ein Leichtes ist. Das Wunder ist eine Frage des Trainings (Carl Einstein)


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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#13  BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:00 
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BeaSin hat geschrieben:
Hi ihr
Ich habe mich nur kurzzeitig im Bereich Hundesport (Flyball - zählt das :rolleye1: ) getummelt. Erschreckend fand ich, wie hoch der Lärmpegel, sprich: das Gebelle, der Hunde auf Turnieren war. Klar, die Hunde wollten losstürmen, fanden es völlig blöd, das erst noch x andere Manschaften dran waren... Aber dennoch.
Ich hab mich strikte geweigert, Flyball zum Lebensinhalt meines Hundes werden zu lassen.
Entsprechend "schlecht" war mein Hund. Aber ist das schlecht?


Also erstens denke ich, dass das Thema auf alle Sportarten bezogen ist, also auch Flyball.
Was ist schlecht? Wann ist ein Hund "schlecht"? Ich hatte einen Hund, der keine Prüfung in meinem Sport geschafft hat. Der konnte aber Schwangerschaften erschnüffeln bevor handelsübliche Tests die anzeigten, war unglaublich talentiert als Lauflernhilfe für Krabbelkinder, ersetzte das Babyphon im Haus, passte auf das Grundstück auf und hatte einen super Schutzinstinkt. War der schlecht?

Als schlecht bezeichnen Leute Hunde, die ihren Erwartungen nicht gerecht werden. Das ist eine rein subjektive Beurteilung.


BeaSin hat geschrieben:
Auf einem Agi-Turnier habe ich mal einen echt guten Hund starten gesehen. Mitten im Parcour musste der Hund allerdings dringend seinen Kot los werden und hat (netterweise) den Parcour dafür verlassen. Der Hund wurde disqualifiziert.
Aber: der Besitzer gestand später, dass der Hund vorher kund getan hat, dass er mal muss. Es wäre auch noch Zeit gewesen, mal eben den Platz zu verlassen....
Soviel zu:
Yvonne hat geschrieben:
Die führen ihren Hund für ihr eigene Ego, sie sehen nur sich auf dem Podest, nicht ihren Hund.


Also so etwas ist ein absolutes no-go. Rein aus gesundheitlichen Aspekten sollte der Hund vor jeder körperlichen Anstrengung warmlaufen, und für das Wohlbefinden verbindet man das auch mit einer Gassirunde. Unmöglich ist so etwas, der arme Hund...


BeaSin hat geschrieben:
Ich hab es so kennengelernt, dass sie zwar eine hohe Toleranz gegenüber Andersdenkenden haben. Aber scheinbar nur, weil deren Hunde eh nur den Prozess aufhalten. Es wird toleriert, dass man seinen (und des Hundes) Lebensinhalt nicht im Hundesport sieht. Aber dann könnte man sich ja auch, nach deren Meinung, bitteschön aus der Szene fernhalten. Nach dem Motto "Ein bisschen schwanger gibt es nicht".


Wie ich schon geschrieben habe, bis auf EINE bestimmte Abteilung in EINER einzigen Sportart, und zwar Schutzdienst, sehe ich da kein Problem mit nicht sportelnden Hundlern.
Als ehrgeizige Sportlerin tummele ich mich zwangsläufig auf Hundeplätzen herum. In fast jedem Verein gibt es Leute, die keinen Hundesport betreiben (meist sind sie irgendwelcher Familienmitglieder zuliebe dort) oder mit tief gesteckten Zielen mehr oder weniger ihre Hunde nur beschäftigen. Dank dieser Leute lebt ein Verein überhaupt erst! Ein Verein lebt nicht durch Leute wie mich, die ihre Qualiprüfungen auswärts machen und in Stadien trainieren, damit der Name des Vereins in einem Programmheft erscheint! Deshalb gehört es sich auch so, dass man sich um Leute, die just for fun ein wenig üben wollen und dafür das Vereinsleben durch Mitarbeit und Kameradschaft bereichern, ebenso kümmert wie um die, die nächsten Samstag auf einem Wettbewerb starten.
Ein Problem habe ich nur mit Leuten, die die Rechte eines Vereinsmitglieds nutznießen wollen, ohne die Verpflichtungen wahrzunehmen, ohne Kameradschaft zu pflegen und ohne den Verein nach außen hin im Wettbewerb zu repräsentieren. Solche Leute sind Energievampire in jedem Verein. Dafür gibt es Unternehmen, die gegen Entlohnung Übungsgelände, Material und Trainer zur Verfügung stellen. Wer für eine Dienstleistung keine Gegenleistung erbringen will, muss halt zahlen.

BeaSin hat geschrieben:
Aber eine Frage hab ich:
Wieso wird eigentlich immer gefragt: "Mit welchem Hund?" ? Ist ja nett, wenn der Hund in den Vordergrund gerückt wird.
Aber dennoch: was soll die Frage? Geht das in Richtung: Abstammung, Linie? Also nach dem Motto: Hund aus dem Wurf der preisgekrönten Eltern, wo man sich voll blöd anstellen muss, um KEINEN Sieg zu erringen (oder Alternativ: unbekannte Seitenlinie - super Leistung, den Hund soweit zu bringen)?
Wird also quasi die "genetische Veranlagung" hinterfragt?

Anmerken sollte ich vielleicht, dass ich mich in dem Zucht- und Liniengeschehen der DSHs (und auch nicht der Aussies oder Westerwälder) auskenne.

LG Bea


Ja, es wird die genetische Veranlagung hinterfragt. Bei fast allen Arbeitsrassen gibt es Show- und Arbeitslinien. Oft unterscheiden sie sich enorm in Bezug auf Statur, Temperament, Arbeitswillen und körperliche Leistungsfähigkeiten (Sprungkraft, Grundschnelligkeit, Griffqualität beim Schutzdienst). Züchter fragen auch schon mal mit anderen Hintergedanken, denn die Arbeitsqualitäten hängen auch oft mit der Gesundheit zusammen und man bekommt Hintergrundinfos für seine Zuchtplanung.

Nur so mal am Rande bemerkt: als ich den Wurf geplant hatte, aus dem mein kleines Schwarzes stammt, ging ein Raunen durch meine halbe Landesgruppe "Wie kann die nur eine 3-5-Linienzucht auf Troll K. machen? Das werden sture Viecher die du totschlagen musst, damit sie hören!" Genau das Gegenteil ist der Fall! So gucken sie alle ihre Leute an:

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Wenn ein Hund nur darf wenn er soll,
aber nie kann wenn er will,
dann mag er auch nicht wenn er muß!

Wenn er aber darf wenn er will,
dann mag er auch wenn er soll,
und dann kann er auch wenn er muß.....

Denn.....:

Hunde die können sollen,
müssen wollen dürfen....!!!


Zuletzt geändert von Peter am Do 3. Nov 2011, 16:42, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#14  BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 02:31 
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Hallo Taarna

Taarna hat geschrieben:
Was ist schlecht? Wann ist ein Hund "schlecht"? Ich hatte einen Hund, der keine Prüfung in meinem Sport geschafft hat. Der konnte aber Schwangerschaften erschnüffeln bevor handelsübliche Tests die anzeigten, war unglaublich talentiert als Lauflernhilfe für Krabbelkinder, ersetzte das Babyphon im Haus, passte auf das Grundstück auf und hatte einen super Schutzinstinkt. War der schlecht?

Als schlecht bezeichnen Leute Hunde, die ihren Erwartungen nicht gerecht werden. Das ist eine rein subjektive Beurteilung.

Als schlecht werden dementsprechend eben von sehr "ehrgeizigen" HF (oder von solchen, die zwar wenig ehrgeizig sind, aber auf Anhieb den "Top-Hund" erwischt haben und sich deswegen etwas anderes nicht vorstellen können) auch Hunde (anderer Halter) bezeichnet, die das Leistungsziel nicht erreichen. Das diese Hunde ihre Stärken auf ganz anderen Ebenen haben - wo ihre Hunde vermutlich jämmerlich versagen - übersehen sie dabei gerne. Weil darum geht es in dem Moment ja nicht. Wobei sie in Bezug auf das Thema (z. B. Flyball) ja auch Recht haben - vielleicht. Vielleicht wäre ja mein "uninteressierter" Hund in einer entsprechend aufgeheizten Turnierphase in der Lage gewesen, den Ball zwar langsamer aber immerhin sicher ins Ziel zu bringen, während die Top-Stars sich von der Atmosphäre hätten kirre machen lassen?
Und selbst wenn nicht - gebe ich dir in den weiteren Ausführungen Recht:
Taarna hat geschrieben:
Dank dieser Leute lebt ein Verein überhaupt erst! Ein Verein lebt nicht durch Leute wie mich, die ihre Qualiprüfungen auswärts machen und in Stadien trainieren, damit der Name des Vereins in einem Programmheft erscheint! Deshalb gehört es sich auch so, dass man sich um Leute, die just for fun ein wenig üben wollen und dafür das Vereinsleben durch Mitarbeit und Kameradschaft bereichern, ebenso kümmert wie um die, die nächsten Samstag auf einem Wettbewerb starten.


LG Bea

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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#15  BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 15:27 
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hallo miteinander
was mir auffällt, ist das in diesem thread immer wieder dieser vergleich auftaucht:
Code:
Das diese Hunde ihre Stärken auf ganz anderen Ebenen haben - wo ihre Hunde vermutlich jämmerlich versagen - übersehen sie dabei gerne.
also: sporthunde sind zwar vielleicht top im sport aber unbrauchbar im alltag und umgekehrt. entschuldigt, aber da seht ihr doch in meinen augen etwas arg schwarz-weiss.
natürlich, wenn ich einen hund habe, den ich bewusst für den sport ausgesucht habe, ist der vielleicht in der einen oder anderen situation im alltag "anders" als ein hund, der nicht auf leistung selektioniert wurde. aber da kenne ich auch hunderte "familienhunde", die unglaublich schwierig im alltag sind.
klar, es gibt sie: die klischeehaften sporthunde, die im zwinger gehalten werden, nur auf dem platz funktionieren und sonst nirgends. aber immer weniger. da ist einiges im tun. wenn teilweise auch noch still und heimlich. und ich kenne sehr sehr viele sport- und auch diensthunde, die sowohl alltags- als auch sporttauglich sind. zum teil sogar alltagstauglicher als familienhunde, die immer nur spielen wollen, das noch nie gemacht haben usw usw.
nina

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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#16  BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 16:45 
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Hallo Nina,

nina und splash hat geschrieben:
was mir auffällt, ist das in diesem thread immer wieder dieser vergleich auftaucht:
Code:
Das diese Hunde ihre Stärken auf ganz anderen Ebenen haben - wo ihre Hunde vermutlich jämmerlich versagen - übersehen sie dabei gerne.
also: sporthunde sind zwar vielleicht top im sport aber unbrauchbar im alltag und umgekehrt.
Das ist das ewige Problem der richtigen Verneinung zu es gibt und alle und der Extremaussagen.
Wer sehr viel Zeit auf seinen Sport verwendet, erübrigt vielleicht weniger für den sozialen Bereich. Es ist nicht so sehr das Problem der Hunde als das der Hundehalter. Wenn jemand, der Hundesport betreibt, schließt, dass Hundehalter, die das nicht tun, keine Ahnung haben, dann ist das auch kein direkt logischer Schluss.

Irgendwo hat hier in letzter Zeit ein Hundesportler geschrieben, er hätte drei Hunde und deswegen brauchen die keinen weiteren Hundekontakt. Solchen Hunden begegne ich auch nicht so gern.

Gruß R. #b_ye2#

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Es ist ein aufwändiger Prozess, von einer Dummheit zur nächsten umzulernen.
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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#17  BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 21:11 
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Hallo Nina und Renegat

Renegat hat geschrieben:
Hallo Nina,

nina und splash hat geschrieben:
was mir auffällt, ist das in diesem thread immer wieder dieser vergleich auftaucht:
Code:
Das diese Hunde ihre Stärken auf ganz anderen Ebenen haben - wo ihre Hunde vermutlich jämmerlich versagen - übersehen sie dabei gerne.
also: sporthunde sind zwar vielleicht top im sport aber unbrauchbar im alltag und umgekehrt.
Das ist das ewige Problem der richtigen Verneinung zu es gibt und alle und der Extremaussagen.
Wer sehr viel Zeit auf seinen Sport verwendet, erübrigt vielleicht weniger für den sozialen Bereich. Es ist nicht so sehr das Problem der Hunde als das der Hundehalter. Wenn jemand, der Hundesport betreibt, schließt, dass Hundehalter, die das nicht tun, keine Ahnung haben, dann ist das auch kein direkt logischer Schluss.

Irgendwo hat hier in letzter Zeit ein Hundesportler geschrieben, er hätte drei Hunde und deswegen brauchen die keinen weiteren Hundekontakt. Solchen Hunden begegne ich auch nicht so gern.

Gruß R. #b_ye2#


Aus eigener Erfahrung - auch von diversen Vereinsmitgliedern - weiss ich dass die sich diverse, ach so "intelligente" Ausreden einfallen lassen warum ihr Hund gerade keinen sozialen Kontakt mit anderen Hunden haben darf.

Das Ganze kann man unterm Strich so erklären - Dieser "Sporthund" soll sich auf den Platz konzentrieren und sich nicht durch andere Hunde dabei ablenken lassen......
Wäre ja fatal wenn solch einem "Sporthund" es auf einem einfallen würde irgend einen sozialen Kontakt auf dem Platz während einer Übung mit einem anderen Hund knüpfen zu müssen - zeigt aber wiederum die "Faulheit" der entsprechenden Hundeführer sich Ausbildungstechnisch mit solch einer möglich Situation zu beschäftigen.......

Also - diese wählen den Weg des geringsten "Widerstandes" und nehmen in Kauf - in Hinsicht auf noch mehr Pokale - dass ihr Hund ein sozial unverträglicher "Sportartikel" bleibt......

Nun in meinen Augen zeugt das nicht gerade von guter Ausbilderqualität derer.....

Leider gibt es da selbst auf Kreis- / Verbandsebene keinerlei Einwirkungen darauf - eigentlich sollte doch der "sozial verträgliche Hund" an erster Stelle stehen und nicht eine "Topleistung" auf Kosten derer......

Die meisten früheren/alteingesessenen Hundevereine entstanden einst aus Diensthunde- / Diensthundesportgruppen - man öffnete sich den privaten Hundehaltern um diesen den Umgang mit ihrem Hund zu erleichtern. Haupt- und Kreisverbände kamen dazu. Aber leider stehen Heute noch beim SchH/VPG-Hunde nicht dessen soziale Verträglichkeit mit der Umwelt im Vordergrund - sondern preussentumhaft ausgefeilte Prüfungsvorschriften die inzwischen immer mehr an der Art der Hunde vorbeigehen.....
Mühsam damit erklären zu versuchen, dass nur so der absolute "Gehorsam" eines Hundes möglich wäre..... #w_acko1#

_________________
Gruss Peter




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Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.( Ernst R. Hauschka )

Hunde glauben, sie seien Menschen. Katzen glauben, sie seien Gott.

Denke nie du denkst, denn wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nicht, dann denkst du nur du denkst, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken.

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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#18  BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 23:36 
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Hallo

Mir fehlt in dieser Diskussion ein wenig der Gesamtüberblick.

Das ganze ist doch so von Vorurteilen vergiftet, dass wir Hundehalter uns noch in 100 Jahren nicht wundern müssen, wen die Politik weiterhin mit uns Schlitten fährt.

"Hobbyhundehalter sind zum blöd und faul zum trainieren"
"Sporthundehalter sehen nicht das Wesen des Tieres sondern suchen nur einen Platz für den nächsten Pokal"
"Hobbyhundehalter wollen immer also so toll lieb und sozial haben - typische Wattebauschwerfer"
"Sporthundehalter haben immer so unsoziale Kläffer, die mit keinem anderen Hund liebevoll und ausdauernd spielen wollen"
usw

Die einzige kleine Gruppe, die von beiden Seiten aufs Dach kriegt sind die bösen Diensthundehalter. Wenigstens da ist man sich einig.

Ein Hund muss nicht jeden Menschen und schon gar nicht jeden anderen Hund toll finden - mach ich ja auch nicht. Oder wer von Euch würde freiwillig nach Pjöngjang fliegen um eine Party Strippoker mit Kim Jong-Il zu spielen.

Ein Hund ist nicht asozial, weil er sich nicht von Hinz und Kunz ein Leckerli ins Maul stopfen lässt.

Ein Hund ist nicht weniger Wert, weil er die Spur mit Nase hoch und Freude abläuft. Genau sowenig, wie die konzentierte Arbeit eines Suchhundes nicht zwangsläufig auf der zwanghaften Anwendung von Zwang beruht.

Ein Hund ist nicht schuld, wenn sein Halter zu doof ist im minimale Grundsätze zu vermitteln und stattdessen sein "Kreativität" und anderstgelagerten Qualitäten hervorhebt.

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
Alles, was ein Hund heute von der Gesellschaft klaglos und ohne knurren ertragen muss, ergäbe,würde man es bei einer Frau machen eine Anzeige wegen sexueller Belästigung und bei einem Kind eine wegen Kindsmissbrauch.

In diesem Sinne

_________________
Viele Grüsse

Ewald

Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt.


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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#19  BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2011, 01:28 
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nina und splash hat geschrieben:
klar, es gibt sie: die klischeehaften sporthunde, die im zwinger gehalten werden, nur auf dem platz funktionieren und sonst nirgends. aber immer weniger. da ist einiges im tun. wenn teilweise auch noch still und heimlich. und ich kenne sehr sehr viele sport- und auch diensthunde, die sowohl alltags- als auch sporttauglich sind. zum teil sogar alltagstauglicher als familienhunde, die immer nur spielen wollen, das noch nie gemacht haben usw usw.
nina

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dann mag er auch wenn er soll,
und dann kann er auch wenn er muß.....

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 Betreff: Re: Hobby-HF contra Sporthundeführer
Posting Nummer:#20  BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2011, 01:40 
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Irgendwo hat hier in letzter Zeit ein Hundesportler geschrieben, er hätte drei Hunde und deswegen brauchen die keinen weiteren Hundekontakt. Solchen Hunden begegne ich auch nicht so gern.

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Hi Renegat,

das war ich! Und glaube mir, weder dein Hund noch du müssen einen Kontakt mit meinen dreien fürchten. Es war eher so gemeint, dass ich nicht gezielt den Kontakt suchen muss, weil meine Hunde untereinander soziales Verhalten lernen. Sie haben natürlich Kontakt zu anderen Hunden, ich lebe in einem Ballungsgebiet. Ich gehe sogar gezielt einzeln mit ihnen die Tagrunde, damit die nicht so abschreckend wirken. Mein Rüde ist, obwohl mit 2 Hündinnen zusammenlebend und bereits als Deckrüde eingesetzt, verträglich mit intakten Rüden.

Probleme gibt es tatsächlich mit den anderen Hunden, die als Familienhunde ihre Gassirunden gehen und sonst nebenher laufen. Meine Hunde lesen ihre Artgenossen noch richtig, reagieren auf Calming Signals, Meideverhalten und Mimik/Gestik wahrscheinlich auch dank ihrer 24h-Sozialkontakthaltung.

Und da sie sich zu verhalten wissen (übrigens kann auch Aggressionsverhalten situationsangemessen sein) ist mir kein Kontakt zu anderen Artgenossen lieber als schlechte Erfahrungen mit unkontrollierten, asozialen Hunden, von denen es leider viel zu viele gibt.

LG, Taarna

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