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 Betreff: Was man nicht füttern sollte
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: So 19. Mär 2006, 00:54 
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SDU
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Die folgenden Liste sind Empfehlungen. Bei Lebensmitteln, die nicht gefüttert werden sollten, sind die Gründe mit angegeben. Zu beachten ist weiterhin die Verträglichkeit der einzelnen Nahrungsmittel und deren Kombinationen beim einzelnen Hund.

Nicht gefüttert werden sollten:


Avocados: in einigen Sorten ist Persin enthalten, das Herzmuskelschäden verursachen kann, die im schlimmsten Falle tödlich sein können.

Rohes Eiklar (Eiweiß): rohes Eiklar enthält Avidin, das Biotin bindet und bei häufiger Verfütterung innerhalb weniger Tage zu typischen Mangelerscheinungen führen kann. Ein Trypsinhemmstoff beeinträchtigt die Eiweißverdauung, begünstigt Verdauungsstörungen und verursacht Durchfall. Beide Stoffe können durch Erhitzen inaktiviert werden. Hierbei ist zu bedenken, dass in Eipulver das Eiklar noch nicht erhitzt wurde, und daher vor dem Verfüttern entsprechend verarbeitet werden sollte.

Roher (Süßwasser) Fisch: größere Gräten müssen entfernt werden, kleinere stellen meist kein Problem dar. Köpfe sollten auf Angelhaken untersucht werden. Durch Garen wird einerseits ein eisenbindender Stoff inaktiviert, der bei längerer Verfütterung zu Blutarmut führen kann, andererseits werden Parasitenzwischenformen abgetötet und ein Vitamin B1 inaktivierender Stoff zerstört.

Rohe Hülsenfrüchte: wie Bohnen, Erbsen und Linsen sollten vor dem Verfüttern gekocht werden, da sie einerseits einen Trypsinhemmstoff enthalten, der die Eiweißverdauung beeinträchtigt, andererseits enthalten sie weitere schädliche Stoffe wie Alkaloide, Glukoside, Lektine und Tannine. Diese Stoffe werden durch Kochen inaktiviert. Da Hülsenfrüchte unverdauliche Mehrfachzucker enthalten, die zu Blähungen und Durchfällen führen können, sollten sie selten und in geringen Mengen verfüttert werden.

Größere Knochenmengen: sie führen zu Verstopfungen, es besteht die Gefahr eines Magen- Darm- Verschlusses. Harte Knochen ausgewachsener Tiere können Zahnfrakturen und Schädigungen des Maules, der Speiseröhre und/ oder des Magens verursachen. Wenn sie verfüttert werden, sollte dies nur unter Aufsicht geschehen. Um das Verletzungsrisiko durch Knochensplitter zu vermeiden, kann darauf geachtet werden, dass der Hund nur die Gelenkkapseln abkaut und das Knochenmark rausschleckt.
Eine Alternative sind weichere Knochen oder Knorpel junger Tiere wie Schulterblätter, Kehlköpfe, Luftröhre, Rippen, Brustbeine von Kalb oder Lamm.
Röhrenknochen von Huhn und Wild sollten wegen der Splittergefahr nicht verfüttert werden. Auf gekochte Knochen aller Tierarten sollte wegen der Splittergefahr ebenfalls verzichtet werden, oder auch hier darauf geachtet werden, dass nur die Gelenkkapseln und das Knochenmark vom Hund gefressen wird.

Kohlgemüse: es sind viele Mehrfachzucker enthalten, die der Hund nicht verdauen kann. Diese führen zu Fehlgärungen im Darm und damit zu Blähungen, Durchfällen und in schlimmeren Fällen zu Erbrechen.

Leinsamen, Mandeln: Mandeln können Blausäure enthalten, Leinsamen enthält zusätzlich einen Stoff, der Vitamin B6 inaktiviert. Leinsamen sollte geschrotet und gekocht verfüttert werden, da diese Stoffe durch das Kochen inaktiviert werden, und die enthaltenen Schleimstoffe ihre positive Wirkung im Darm entfalten können.

Rohe Nachtschattengewächse: zu ihnen zählen Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen. Besonders in unreifen Früchten, bei Kartoffeln und Tomaten auch an grünen Stellen und unter der Schale, ist Solanin enthalten, das als krebserregend gilt. Da rohe Kartoffeln unverdaulich sind und Solanin gut wasserlöslich ist, sollten sie immer gekocht verfüttert werden und das Kochwasser weggeschüttet werden.

Schokolade: Der Inhaltsstoff Theobromin im Kakao kann bei Hunden ab einer Menge von 100mg pro kg Körpergewicht tödlich sein. In 100g Bitterschokolade sind etwa 1500 mg Theobromin enthalten. Häufige wenige Gaben sind gefährlicher als eine größere Menge auf einmal, da Theobromin nur sehr langsam abgebaut wird, und durch das Ansammeln im Körper eine schleichende Vergiftung stattfindet. Typische Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Zittern, enormer Durst. Zeigt der Hund solche Symptome, ist er sofort zum Tierarzt zu bringen!

Rohes Schweinefleisch: kann das Aujeszky- Virus enthalten. Weite Teile Deutschlands werden als Aujeszky- frei eingestuft, eine Infektion kann für den Hund jedoch tödlich sein. Das Virus wird bei 55°C inaktiviert, bei 120°C abgetötet. Arbeitet der Schlachter nicht sauber und desinfiziert Messer und Fleischwolf nicht, liegt Schweinefleisch in der Auslage in Kontakt mit Fleisch anderer Tiere, kann dieses ebenfalls infiziert werden.

Wurst, Speck: ist sehr fettreich bei geringem Vitamin-, Mineralstoff- und Proteingehalt. Zudem oft gewürzt und/ oder stark gesalzen.

Zucker, Karamell: in vielen Fertigfuttermitteln und Leckerlies für Hunde ist Zucker oder Karamell enthalten, der zu einer verbesserten Akzeptanz führt, ernährungsphysiologisch jedoch unnötig ist, und zu Karies und Übergewicht führen kann.

Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Lauch, Knoblauch): das enthaltende Allylpropyldisulfid zerstört rote Blutkörperchen, ab einer Menge von 5g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag kann somit eine Blutarmut ausgelöst werden. Gelegentlichen kleineren Knoblauchgaben wird eine parasitenwidrige Wirkung nachgesagt.

Die Angaben stammen aus den Büchern "Die Ernährung des Hundes" von Meyer/ Zentek und "Ernährungswissenschaft" von Hilka de Groot.

Fragen und Anregungen können hier gepostet werden.


Zuletzt geändert von Mirjam am Sa 24. Mär 2007, 09:09, insgesamt 6-mal geändert.

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