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 Betreff: Hundetourismus
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Do 14. Dez 2006, 21:32 
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Hallo zusammen,

Tierschutzbeirat gegen ’’Hundetourismus’’ (14.12.2006)

-----------------------------------------------------------
Mainz (aho) - Gegen das zunehmende Verfrachten von Hunden aus Süd- und
Osteuropa nach Deutschland hat sich der Tierschutzbeirat
Rheinland-Pfalz ausgesprochen. Diese Form des "Auslandstierschutzes"
wird inzwischen in großem Stil durch mehr oder weniger seriöse
Organisationen praktiziert, die teils aus Tierliebe, teils aber auch
aus reiner Geschäftemacherei Straßenhunde, etwa aus Rumänien, Ungarn
oder Griechenland, an hiesige Tierfreunde vermitteln. Wenn auch die
Motive sehr unterschiedlich sein mögen, die Probleme gleichen sich:
Herrenlose Hunde, die am Strand oder auf einer Müllhalde aufgewachsen
sind, gewöhnen sich oftmals nur schwer an Treppen, Aufzüge, überfüllte
Kaufhäuser oder den Straßenverkehr, reagieren ängstlich und zuweilen
auch aggressiv auf fremde äußere Reize. Beißvorfälle und die bekannten
Überreaktionen hundefeindlicher Kreise können die Folge sein.

Ein weiteres Risiko besteht in der möglichen Einschleppung von
Krankheiten, z.B. der Leishmaniose, einer klassischen
Infektionskrankheit des Mittelmeerraums [1], die durch einen
einzelligen Blutparasiten hervorgerufen wird. Die
tierseuchenrechtlichen Vorschriften für die Einfuhr oder das
"innergemeinschaftliche Verbringen" von Hunden und Katzen werden nach
Erkenntnissen des Tierschutzbeirates nicht immer beachtet.

Tierschutz darf nicht an Grenzen Halt machen. Ein Mitbringen von
Tieren ist aber nur im Einzelfall vertretbar; Hilfsprojekten vor Ort,
etwa Aufklärungsarbeit, Kastrationsaktionen oder Unterstützung beim
Aufbau von Tierheimen ist eindeutig der Vorzug zu geben, so der
Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von AHO. Text oder Textteile daraus dürfen nicht ohne weitere Genehmigung von AHO auf anderen Webseiten benützt werden.


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 Betreff: RE: Hundetourismus
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 15:14 
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Hallo zusammen

Zitat:
Original geschrieben von Gil

Tierschutz darf nicht an Grenzen Halt machen. Ein Mitbringen von
Tieren ist aber nur im Einzelfall vertretbar; Hilfsprojekten vor Ort,
etwa Aufklärungsarbeit, Kastrationsaktionen oder Unterstützung beim
Aufbau von Tierheimen ist eindeutig der Vorzug zu geben, so der
Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von AHO. Text oder Textteile daraus dürfen nicht ohne weitere Genehmigung von AHO auf anderen Webseiten benützt werden. Gilt auch für Zitate



Zum ersten Satz - Fast jeder aktiver Tierschützer wird dir das sagen, klar.

Zum zweiten Satz - Für fast jeden aktiven Tierschützer wird "jeder" Hund dann auch ein "Einzelfall" sein.

Zum Rest - allein bedingt durch die vielen "Einzelfälle" 2006 wird für solche Massnahmen nicht soviel Geld übrig sein.

Besonders zum Aufbau von Tierheimen - dort werden dann wieder die "Einzelfälle" gesammelt, weil ja ansonsten die Tierheime überquellen würden.

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Gruss Peter




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Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.( Ernst R. Hauschka )

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Denke nie du denkst, denn wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nicht, dann denkst du nur du denkst, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken.

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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 15:28 
Hallo Jutta

Zitat:
Ein weiteres Risiko besteht in der möglichen Einschleppung von Krankheiten, z.B. der Leishmaniose, einer klassischen Infektionskrankheit des Mittelmeerraums [1], die durch einen einzelligen Blutparasiten hervorgerufen wird.

Gibt es da Quellenangaben, woher diese Info´s stammen? Die [1] deutet ja fast eine Literaturliste an?

Mich würde interessieren, ob dieser einzellige Blutparasit sich tatsächlich über die hiesigen Stechmücken verbreiten kann oder die Sandmücke als Wirt braucht. Diese wiederum ist ja an bestimmte Temperaturbereiche gebunden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Auch würde mich interessieren, inwiefern in Deutschland eine Immunisierung der Hunde stattfindet, ähnlich wie in den Mittelmeerländern.

Gruß Bea


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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 15:38 
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Hallo Bea,

die 1 verweist auf diesen Artikel.

Gruß, Mirjam


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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 17:12 
Hallo Bea,

der Leishmaniose-Erreger kann über die hiesigen Mücken nicht übertragen werden. Vor einigen Jahren wurden in Deutschland aber die ersten Sandmücken entdeckt. Aber noch besteht keine große Gefahr, dass Hunde in Deutschland flächendeckend infiziert werden, denn bei Krankheiten, die nur durch Mitwirkung von Insekten übertragen werden und epidemiologische Ausmaße annehmen können (Malaria, Gelbfieber, Pest, Leishmaniose u.a.m.), sind immer zwei Seiten notwendig: Ein hoher Anteil Infizierter sowie eine hohe Dichte des Überträgers. Sobald auch nur eine Seite zu gering vertreten ist (sprich Sandmücke oder infizierte Hunde), wird die Infektionskette brüchig und die Infektionsgefahr nimmt ab. Ich glaube bisher hat man 3 Sandmücken in Deutschland gefunden. Was aber nicht heisst, dass es im Zuge der Klimaerwärmung nicht irgendwann mehr werden.


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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 17:56 
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Hallo Mirjam,

danke für den Verweis auf den weiterführenden Link,

du warst schneller ;)

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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 18:26 
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Hallo Peter,

Zitat:
Besonders zum Aufbau von Tierheimen - dort werden dann wieder die "Einzelfälle" gesammelt, weil ja ansonsten die Tierheime überquellen würden.


ein kleines OT zum eigentlichen Thema, aber auch hier platzen die Tierheime wieder mal aus allen Nähten:

Berlin (aho) - Im Berliner Tierheim herrscht extreme Überbelegung. 312
Hunde, 548 Katzen, 297 Kleintiere, 77 Vögel, 38 Schildkröten und 5
Reptilien müssen versorgt werden. Besonders bei den Kleintieren ist
die Lage dramatisch. Seit Sommer stehen die Kaninchen-Käfige auf dem
Gang, die Zwischenlösung droht zum Dauerzustand zu werden.
Insbesondere durch Beschlagnahmungen von vernachlässigten Tieren und
Wohnungsräumungen stieg die Zahl der Kleintiere dramatisch an. Viele
Tierhalter sind aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage,
ältere oder kranke Tiere zu betreuen und geben die Tiere im Tierheim
ab.

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 Betreff: Re: Hundetourismus
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Fr 15. Dez 2006, 19:57 
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Hallo Mathilda

Zitat:
der Leishmaniose-Erreger kann über die hiesigen Mücken nicht übertragen werden.
sind immer zwei Seiten notwendig: Ein hoher Anteil Infizierter sowie eine hohe Dichte des Überträgers.
Ich glaube bisher hat man 3 Sandmücken in Deutschland gefunden

Also wenn ich das lese, dann scheint mir die Behauptung, dass durch ausländische Hunde Leishmaniose in Deutschland verbreitet wird, doch sehr gewagt.

Gruß Bea und die Hüterbande

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