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 Betreff: Was sind Parasiten?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2006, 15:10 
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In der Biologie werden als Parasiten oder Schmarotzer Lebewesen bezeichnet, die sich von den Körpersäften oder Zellen anderer Lebewesen (Wirt) ernähren (oder sie sonst wie ausnutzen) und den Wirt dadurch mehr oder weniger stark schädigen.

Mikroparasiten

Unter Mikroparasiten versteht man sehr kleine (=einzellige) Lebewesen, meist Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren, Protozoen.
Mikroparasiten sind als lebende Wesen oder zumindest Wesen mit DNA-Struktur von unbelebten, reinen Proteinstrukturen (Prionen abzugrenzen (Viren gelten als Grenzform des Lebens). Ebenfalls nicht zu den (Mikro-)Parasiten zählen z.B. (einzellige) Algen, wenn diese lediglich aufgenommen werden und deren toxische Substanzen z.B. zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Viren
Viren begnügen sich damit, ausschließlich mit der DNS – also der genetischen Information – durch die Welt zu wandern. Energieerhaltende und –erzeugende Zellbestandteile besitzen sie nicht. Zur Fortpflanzung schleusen sie sich in die Wirtszellen ein und nutzen deren Fortpflanzungsmechanismen: sie regen die Wirtszellen zur Reproduktion an und erreichen damit ihre eigene Reproduktion. Letztendlich wirken sie durch diese Umprogrammierung und Dauerreproduktion der Wirtszellen krankheitserregend.
Viren sind häufig außerhalb von anderen Lebewesen nur begrenzt lebensfähig. Die Bekämpfung von Viren innerhalb von Lebewesen kann nur dadurch erfolgen, dass die weitere Vermehrung im Wirtsorganismus bekämpft wird. Bei einigen Viren besteht die Möglichkeit einer prophylaktischen Impfung, was zur Ausbildung von körpereigenen Antikörpern gegen diese Viren führt.

Bakterien
Bakterien sind einzellige Lebewesen ohne echten Zellkern (die DNA befindet sich also ohne weitere Abtrennung im Zellplasma) die unter anderem auf oder in anderen Lebewesen leben. Sie können jedoch auch tot organische oder anorganische Medien besiedeln.
Bakterien können sowohl neutrale als auch positive oder negative Effekte auf die besiedelten Lebewesen haben. So sind zum Beispiel die Darmbakterien für höhere Lebewesen existentiell. In diesem Fall bezeichnet man die Bakterien als Symbionten.
Bakterien die als Parasiten auftreten schädigen den Wirt häufig durch ihre Stoffwechselprodukte.
Bakterien können außerhalb ihrer Wirte leben, zum Teil in besonderen Stadien (Sporen). Diese sind sehr widerstandsfähig und können sich in besserem Milieu teilweise sogar nach jahrtausenden noch zu lebensfähige Bakterien entwickeln.
Die Bekämpfung von Bakterien kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise: Verhinderung der Vermehrung, Schädigung der Zellwände, Unterbindung von Nahrungsaufnahme. Vorbeugend sind zum Teil Impfungen möglich.

Protozoen
Die Systematik der Protozoen hat lediglich historischen Charakter. Protozoen sind ebenfalls Einzeller, besitzen aber im Gegensatz zu Bakterien einen echten Zellkern. Protozoen werden in der modernen Biologie je nachdem den Tieren oder Pflanzen zugeordnet.

Makroparasiten


Makroparasiten sind deutlich größer als die Mikroparasiten und verbringen nur einen Teil ihres Lebenszyklusses beim entsprechenden Wirt.

In diesem Unterforum schließen wir uns dem deutschen Sprachgebrauch an und verstehen unter Parasiten nur die Makroparasiten (sowie die Protozoen).

Man unterscheidet Ekto- und Endoparasiten.

Ektoparasiten: leben auf dem Wirt.
Beispiele: Flechten., Pilze, Flöhe, Läuse, Zecken, Milben, Haarlinge

Endoparasiten: leben im Wirt
Beispiele: Spulwürmer, Hakenwürmer, Sporentierchen, Bandwürmer, Pilze

Weitere mögliche Einteilungen sind:

obligate Parasiten: müssen, zumindest zeitweise, als Parasiten leben
fakultative Parasiten: können als Parasiten leben

temporäre Parasiten: nutzen den Wirt nur zeitweise
stationäre Parasiten: leben auf einem einzigen Wirt, ein Wirtswechsel findet in der Regel nicht statt

Die Schäden, die Makroparasiten beim Wirt bewirken können, können zahlreich sein:

  • Übertragung von Krankheiten (Zecken),
  • massiver Nahrungsentzug (Würmer),
  • Zerstörung von Wirtsgewebe (Würmer)
  • allergieauslösend (Flöhe)
    [/list]

    Die Bekämpfung der Makroparasiten richtet sich nach dem speziellen Parasiten. Mögliche Maßnahmen sind zum Beispiel:
    Prophylaktisch: Verhaltensmaßnamen oder Schutz/Abwehrmaßnahmen (siehe zum Beispiel Zeckenprophylaxe – ein Überblick
    Mechanische Entfernung: Zecken
    Chemische Bekämpfung: Flöhe, Würmer
    Verhinderung der Fortpflanzung: Flöhe

    Diesen Beitrag weiter im Parasiten-Bereich diskutieren

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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