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 Betreff: Flöhe
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2006, 11:40 
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Flöhe sind Parasiten, die auf ihrem Wirt leben und sich von dessen Blut ernähren. Sie sind etwa 1-6 Millimeter lang, hell- bis dunkelbraun gefärbt und haben einen seitlich abgeflachten Körper. Die ausgewachsenen weiblichen und männlichen Flöhe leben je nach Art mehr oder weniger ständig auf ihrem Wirt. Nach neueren Erkenntnissen lebt der Katzenfloh ständig auf seinem Wirt. Hat er die Möglichkeit zum häufigen Blutsaugen nicht, stirbt er nach wenigen Tagen.

Unter den etwa 2500 Floharten, von denen in Nordeuropa nur rund 100 Arten leben, sind für Hunde nur Hunde- , Katzen- und Igelflöhe von wesentlicher Bedeutung. In ländlicher Umgebung auch Hühnerkammflöhe. Die Häufigkeit der von Flöhen befallenen Hunde ist sehr stark von Art der Haltung und Umgebung abhängig, und schwankt zwischen 1% und 90%. Rund ein Fünftel aller befallenen Hunde ist neben den Hunde- und Katzenflöhen auch von Igel- und Hühnerkammflöhen befallen.
Die Hauptüberträger der Hunde- und Katzenflöhe sind Hunde und Katzen selber. Als Überträger treten aber auch Füchse, Ratten und Hasen auf. Igel sind sehr häufig stark von Igelflöhen befallen, zusätzlich zu etwa 2% von Hunde- und Katzenflöhen.

Flöhe können etwa 30 cm weit und 15 cm hoch springen und auf diese Art neue Wirte befallen, die sie hauptsächlich an Bewegung, Körperwärme und Kohlenstoffdioxid der Atemluft erkennen. Hunde- und Katzenflöhe können auch Menschen befallen!

Flöhe können Krankheiten auf ihre Wirte übertragen, wie zum Beispiel die Pest und den Hundebandwurm. Der am weitesten verbreitete Hundebandwurm ist „Dipylidium caninum“, der durch das Fressen von Flöhen übertragen wird.

Der weibliche Floh beginnt etwa 1 bis 2 Tage nach dem ersten Blutsaugen mit der Eiablage. Es werden über einen Zeitraum von 50 bis 100 Tagen etwa 30 Eier pro Tag und Weibchen auf dem Wirt abgelegt. Die Eier fallen vom Wirtstier ab und werden so in der gesamten Umgebung verteilt. Nach einer Woche schlüpfen die Larven, die sich hauptsächlich vom Kot der erwachsenen Flöhe ernähren. Dieser enthält noch unverdaute Blutbestandteile. Über zwei weitere Larvenstadien und ein Puppenstadium entwickeln sich über einen Zeitraum von 4 Wochen bis 12 Monaten neue geschlechtsreife Flöhe.

Das erste Symptom des Flohbefalls ist Juckreiz, auf den der Hund mit Kratzen und / oder Knabbern reagiert. Die Einstichstellen sind rot und können auch anschwellen. Durch das Knabbern und Kratzen kann die geschädigte Haut zusätzlich von Bakterien befallen werden. Je länger der Flohbefall andauert, desto schlimmer prägen sich Symptome wie Hautschädigungen, Haarausfall und Abmagerung aus. Durch den ständigen Juckreiz können auch Verhaltensänderungen wie Gereiztheit, Müdigkeit und Apathie beobachtet werden.

Bei Hunden mit einer Flohspeichelallergie kann bereits ein einziger Flohbiss ausreichen, um allergische Reaktionen in Form von sehr starkem Juckreiz, eitrigen Hautentzündungen und Haarausfall auszulösen. Von der Entwicklung einer allergischen Reaktion sind besonders Hunde im Alter von 3 bis 6 Jahren betroffen.

Flohbefall lässt sich meist über den Flohkot, der im Hundefell ist, feststellen. Stellt man den Hund auf ein Stück Küchenkrepp, und kämmt ihn aus (besonders die Innenseiten der Schenkel, den Rücken und Halsbereich) landet der eventuelle Flohkot auf dem Tuch. Nicht jeder schwarze Krümel ist Flohkot, aber wenn man das Tuch mit etwas Wasser benetzt verfärbt sich der Flohkot ins rötlich- braune, da er noch unverdaute Blutbestandteile (den roten Blutfarbstoff Hämoglobin) enthält.
Bei stärkerem Flohbefall kann man auch beim Absuchen des Hundes Flöhe finden.

Leben in der eigenen Wohngegend verflohte Tiere, hat der Hund bei Spaziergängen Kontakt zu Igeln oder freilebenden Katzen ist die Gefahr hoch, dass der eigene Hund von Flöhen befallen wird. Diesem kann man durch Spot- on Präparate, Halsbänder oder Tablettengabe recht gut vorbeugen.

Zu den unterschiedlichen Wirkstoffen und handelsüblichen Präparaten, sei auf den Beitrag Zeckenprophylaxe in diesem Forum verwiesen.

Hat der Hund schon Flöhe, muss man wirklich sehr penibel Hund und Umgebung behandeln. Die Larven und Puppen können praktisch überall am Boden sein, bevorzugt natürlich an den Liegeplätzen des Hundes. Der Hund muss häufig mehrmals mit einem speziellen Flohshampoo gewaschen werden, oder mit einem Spray eingesprüht werden. Die Wohnung muss täglich gesaugt werden, Hundedecken und Liegekissen sollten täglich gewaschen werden. Es sind auch Umgebungssprays erhältlich, die in der gesamten Wohnung, besonders an den bevorzugten Aufenthaltsorten des Hundes, versprüht werden. Bei diesen Sprays, die teilweise nicht frei verkäuflich sind, sind die besonderen Anwendungshinweise (kein Einatmen des Aerosols, Verlassen der Wohnung für einige Stunden, Schutz der Lebensmittel vor dem Aerosol, etc.) dringend zu beachten! Meist ist eine Wiederholung notwendig, die Liegeplätze des Hundes im Auto und im Garten sind auch zu berücksichtigen!

Diesen Artikel im offenen Bereich diskutieren.

Quellen: v.a. „Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin“ (J. Eckert und andere, Enke- Verlag 2005), „Praktische Parasitologie bei Heimtieren“ (N. Pantchev, schlütersche 2006), „Praktikum der Hundeklinik“ (Niemand/ Suter, Parey 1994)



Zuletzt geändert von Mirjam am Sa 9. Sep 2006, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.

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