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 Betreff: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Di 13. Sep 2005, 21:15 
Hallo,

Dr. Korthäuer von der Diensthundepraxis sagte ja damals, vor der minimal-invasiven Therapie zu mir,

"Er hat schon erlebt, dass man Hunde mit solcher Klinik wie Cora, noch mehrere Jahre ohne OP führen kann, wenn man sie schont indem man Triebe einfach nicht mehr anspricht. Die Hunde verlangen das nach einiger Zeit auch nicht mehr."

Man stellt das Beutespiel ein, anfangs bringen sie noch Stöckchen und animieren uns, wir ignorieren das und irgendwann verlangen die Hunde das auch nicht mehr. Auf gut Deutsch: Sie werden immer lahmarschiger. Ihnen geht der Trieb regelrecht ein.

Weiter sagte er, bei Blindenhunden z. B. käme mangels entsprechender Beanspruchung selbst eine starke HD nicht zum Tragen.

Nun hat Cora eindeutig eine Schonhaltung eingenommen, denn die linke Hinterbacke ist sehr muskulös, rechts dagegen hat sie viel Speck. Entsprechend sind die Krallen links abgeschliffener als rechts. Um sie dazu zu bewegen, diese Schon-/Fehlhaltung aufzugeben, hat mir der tierärztliche Leiter des Kernspinzentrums, Johannes Bluhm, vorgeschlagen, sie wieder ans Rad zu nehmen. Hier muß sie den Schlendergang aufgeben und gestreckten Trab laufen.

Rettung, Schutzdienst, Agility und auch Radfahren habe ich umgehend eingestellt, als sie diese Lähmungserscheinungen jedesmal nach Anstrengung zeigte. Auch während und nach der Behandlung habe ich es erstmal nicht wieder aufgenommen. Sie lief noch manchmal zum geparkten Rad, kläffte mich an, faßte mich an der Jacke, führte mich hin, ich ignorierte das und irgendwann ließ sie es bleiben.

Klar habe ich darauf geachtet, dass sie abwechslungsreich bewegt wird. Dennoch - es waren "nur" noch Spaziergänge, wenn auch lange. Interessant schon, z. B. bei den Begegnungen mit der Ziegenherde u. ä. Aber eben nur
noch auf ebenen Flächen, zu Fuß, ohne Tempo, ohne irgendeinen Trieb anzusprechen; ihre Interessen, ihr Bewegungsdrang blieben unberücksichtigt.

Keine Opfersuche mehr bei der Rettung im Wald hangauf und hangab, keine Trümmersuche, keine Wettrennen, keine schnellen Spiele. Lange, regelmäßige und abwechslungsreiche, mind. 1,5-2 h und längere Spaziergänge - und trotzdem hat Cora wohl völlig abtrainiert.

Als ich nun also das Rad im Frühjahr wieder rausholte um ihren Bewegungsablauf zu ändern und sie so dazu zu bringen die angewöhnte Schonhaltung aufzugeben, hat sie sich, anders als erwartet, überhaupt nicht darüber gefreut. Im Gegenteil: Sie latschte lustlos hinterher, das war ihr viel zu anstrengend, sie hat rumgenölt, wollte zurück. Den geradezu unendlichen Bewegungsdrang, den sie früher hatte, der Spaß am schnellen Trab, am Sprint und am Wettrennen mit mir, der war ihr restlos eingegangen.

Das heißt aber nicht das man ihn bei dieser 9jährige Schäferhündin nicht wieder wecken kann. Das aber braucht Animation und Motivation.

Ich hab's also langsam angehen lassen. Bin die Straße entlang nicht schneller als 4-5 km/h gefahren, allerdings mit Kommando "Rad" (Industriegebiet!). Gleich im Wald habe ich sie freigegeben und ein kurzes Wettrennen (bis 25 km/h) eingeleitet. Dann sofort vom Rad gesprungen, sie empfangen und herzhaft und mit viel Gedöns durchgeknuddelt. Dann an Bächen und Gräben entlang gelaufen und zwischendurch mal einen Stock geworfen. Dann wieder ein Stück gefahren und Leckerchens vor mir her gerollt. Dann wieder ein schnelles Wettrennen zum Bach oder zum See und schwimmen. Dann ein biißchen kuscheln auf der Wiese und zu den Ziegen. Dort ein bißchen schnuppern lassen und eine für sie interessante Strecke zurück. Insgesamt nicht länger als 1 h.

Und heute ist der Bewegungsdrang wieder absolut vorhanden. Wenn ich morgens zum Auto gehe, drängt sie mich unweiterlich Richtung Rad. Japst aufgeregt, wenn ich aufsteige, düst die Wingertzeile runter zum Pieselplatz und so weiter. Nach den 10 km zur Firma bringt sie Uwe den Ball und fordert ein Spiel.

Ich glaube, es steckt eine große Gefahr darin, die Hunde aus lauter Angst nach einer solchen Erkrankung zu sehr zu schonen.
So wie sie jetzt wieder läuft und voller Lust an der Bewegung ist, war es in Coras Fall völlig falsch. Sie ist nun wieder viel
munterer und aufmerksamer. So lange das anhält, mache ich das
regelmäßig.

LG Heidi


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 Betreff: RE: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2005, 10:03 
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Hallo Heidi,

danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich selber bin nach langem Irren durch Susanne (+ Ninja) und auch durch Deine Berichte auf Johannes Bluhm aufmerksam geworden und bin dort jetzt mit Pascha in Behandlung. Die Nerven sind bei ihm durch eine Bandscheibenvorwölbung im letzten Lendenwirbel und einer Verknöcherung im Ilio-Sakralgelenk angeschlagen und dadurch auch der Muskelschwund in der Hinterhand, besonders in der letzten Zeit stark ausgeprägt. Fahrradfahren und Joggen war bei ihm noch nie angesagt, wahrscheinlich wegen der o.g. Problematik, die lange nicht erkannt wurde. Hast Du sonst noch Tipps für den Muskelaufbau? Pascha schont sich selber eigentlich nicht, er hüpft und rennt und zur Zeit geht es ihm auch wirklich gut, aber scheinbar reichen die Spaziergänge mit Animation, auch Fährten, nicht. Und Wasser mag er überhaupt nicht, also fällt schwimmen wohl aus. Vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere Idee, werde auch noch Hr. Bluhm sprechen.

Liebe Grüße,
Nicole + Pascha

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 Betreff: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2005, 11:56 
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Hallo Nicole,
wäre Pascha denn dazu zu bewegen, etwas zu ziehen? Das würde den Muskelaufbau sicher fördern. Ich weiss nur nicht, ob sich das mit dem Krankheitsbild verträgt, da müsstest du mal den TA fragen.

Gruß
Biggi


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 Betreff: RE: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2005, 12:50 
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Hallo Biggi,

Zitat:
wäre Pascha denn dazu zu bewegen, etwas zu ziehen?


Wäre ein Versuch wert, im Normalfall bleibt er direkt stehen, wenn er etwas Zug spürt. Bin ich ja auch selber Schuld, habe ja lange genug an dem Nichtziehen gearbeitet :D . Werde ich alles mal nächste Woche bei Johannes Bluhm abklären.
Vielen Dank! Und wenn es ihm dann vielleicht mal längere Zeit besser geht, dann könnten wir das mit dem Treffen mal wieder in Angriff nehmen.

Liebe Grüße,
Nicole + Pascha

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 Betreff: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2005, 22:45 
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Ziehen ist keine gute Idee!!!!
Schwimmen ist super, du könntest Leckerchen kullern oder machst Physiotherapie. Vielleicht hast du ja den Beitrag gelesen. Dort ist auch ein Tipp zum Muskelaufbau.

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Liebe Grüße Caro

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 Betreff: RE: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 15. Sep 2005, 09:50 
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Hallo Caro,

Zitat:
Ziehen ist keine gute Idee!!!!
Schwimmen ist super, du könntest Leckerchen kullern oder machst Physiotherapie. Vielleicht hast du ja den Beitrag gelesen. Dort ist auch ein Tipp zum Muskelaufbau
.

Danke für den Hinweis. Ja, Schwimmen wäre super, vielleicht überlege ich es mir noch einmal mit dem Wasserlaufband, obwohl er da bestimmt nicht begeistert ist. Physiotherapie machen wir schon sehr lange, das hilft auch total gut, aber der Muskelabbau ist trotzdem auffällig. Ich lese mir noch einmal den Artikel durch, vielleicht habe ich ja noch was übersehen. Dank!

Liebe Grüße,
Nicole + Pascha

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 Betreff: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Do 15. Sep 2005, 14:10 
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Schau mal bei Wippe und Muskelaufbau.

Bild

Du kannst als Alternative auch so ein Mobilkissen nehmen (die sind normalerweise für "Schreibtischtäter", um den aktiven Sitz zu fördern). Es ist ein Luftgefülltes Kissen, auf das du dann den hund mit den Hinterbeinen stellst. Er balanciert sich dann von selbst aus.


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 Betreff: RE: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2005, 09:47 
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Hallo Caro,

danke :) !

Liebe Grüße,
Nicole + Pascha

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 Betreff: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: Fr 23. Sep 2005, 19:30 
Hallo Nicole,
entschuldige, dass ich dir nicht geantwortet habe. Ich war in Urlaub und gucke grad' jetzt erst die mails durch.

Ins Wasser bekommst du ihn evtl, wenn du Leckerchens reinwirfst. Es gibt viele Sorten, die schwimmen. Im See erst ins Flachwasser, so dass er am Ufer entlang mitläuft, dann tiefer, so dass er am Ufer entlang mitschwimmt.
In fließendem Gewässer wird Pascha evtl. hinterherspringen und die Leckerchens erstmal versenken. Dann gleich aufmerksam machen und das nächste 2-3 m vor seine Nase werfen. Je nach Bachverlauf und -tiefe, schwimmt er irgendwann dann auch.

Anderer Vorschlag:
Wie wäre es mit "Treibball"? Susanne hat einiges dazu geschrieben. Guck mal nach.

Du kannst auch mal in unsere private mail-Runde reinschauen. Vielleicht kommen aus der Gruppe noch Ideen. Wir haben uns hier ja wegen der wirbelsäulen-geschädigten Hunde zusammengefunden und es gibt jede Menge Erfahrungsaustausch.
C.Pier@gmx.de oder h.heigel@team-heigel.de
Stell dich und Pascha kurz vor und wir leiten dich weiter.

Lieben Gruß
und alles Gute für Pascha,

Heidi Heigel und Cora


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 Betreff: RE: Re: Einseitiger Muskelabbau - Zu sehr geschont !?
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: Mo 26. Sep 2005, 10:06 
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Hallo Heidi,

auch erst heute wieder online; danke für Deine Antwort!

Zitat:
Du kannst auch mal in unsere private mail-Runde reinschauen. Vielleicht kommen aus der Gruppe noch Ideen. Wir haben uns hier ja wegen der wirbelsäulen-geschädigten Hunde zusammengefunden und es gibt jede Menge Erfahrungsaustausch.
C.Pier@gmx.de oder h.heigel@team-heigel.de
Stell dich und Pascha kurz vor und wir leiten dich weiter.


Ja, danke, werde ich gerne machen, zur Zeit bin ich nur etwas im Stress wegen der Arbeit, hole ich auf jeden Fall nach!

Liebe Grüße,
Nicole + Pascha

Freitag waren wir wieder bei Dr. Bluhm, die Therapie schlägt wohl an, er war begeistert und wir sowieso!

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