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 Betreff:
Posting Nummer:#21  BeitragVerfasst: Di 24. Aug 2004, 12:39 
Dann schreibe ich halt auch noch einen Erfahrungsbericht, eines Wahnsinnigen.

Mein erster Hund hatte CES und dadurch war der Nerv verengt und der Hund ging lahm. Er konnte die Beine nicht mehr bewegen und hatte auch kein Gefühl mehr darin. Man konnte ihn mit einer Nadel pieksen, er reagierte nicht. Ich ging zum TA, Therapievorschlag war, Cortison. Das passte mir nicht, also ging ich zu Prof. Dr. med. Robert Steffen. Ich kontrollierte zuerst den Hund von A-Z. Alles war gut, er war gesund. Dann wurde nochmals geröntgt und die OP besprochen. Meiner Meinung nach war klar, dass das was auf den Nerv drückt, weg muss. Wir entschlossen uns zu einer OP, der Prof. wollte eigentlich nicht, ich überredete ihn dazu. Nach der OP konnte der Hund noch nicht viel besser laufen. Das heisst, gleich nach der Narkose, konnte er selber gehen, das veränderte sich aber wieder und zwei Tage später war er wieder fast lahm. Nun ich nahm den Hund wieder mit nach Hause und jetzt fing die Therapie an. Ich band meinem Hund ein Tuch um die Lende und spazierte mit ihm, so dass er nur die Bewegungen machen musste, aber kein Gewicht tragen musste. Das ging immer wie besser und als die Wunde verheilt war, ging ich mit meinem Hund ins Wasser und da passierten unglaubliche Zehnen. Durch das Wasser hatte der Hund weniger Körpergewicht zu tragen und er konnte so gehen. Er zitterte am ganzen Körper, als er im Wasser zum erstenmal wieder selbständig gehen konnte. Ich baute ihn im Wasser wieder auf, was am Anfang so mühsam war und fast kein Fortschritt erkennbar war (der Hund war fast lahm), besserte sich auf einmal schnell. Später konnte er wieder rennen und gehen. Er änderte sein Trab in einen Passgang, was für ihn anscheinend bequemer war. So wurde der Hund danach 14 Jahre alt und er starb nicht am CES. Er starb vor Alter, konnte aber bis zum Schluss spazieren, hatte nie Schmerzen. Es ist übrigens der Hund auf dem Foto, ein halbes Jahr nach der OP aufgenommen. Mit ihm starb ein Teil von mir, ich nagte noch nie, bei keinem Menschen, dermassen an einem Todesfall, wie bei ihm. Auch kein anderer Hund, war mir je wieder so nahe.

Cortison würde ich mit dementsprechendem Arzt vereinbaren, der auch die OP macht. Es kann schlecht sein, wenn vor der OP Cortison verabreicht wird, wegen der Heilung, Blutung usw.. Ich selber bin ganz gegen Cortison. Die Therapie danach, ist fast noch wichtiger. Ich bastelte dem Hund Schühchen, damit er die hinteren Nägel nicht aufriss. Ich klebte ihm mit Schnellkleber die offenen, blutenden Nägel wieder zu. Ich bewegte und massierte ihn und schlussendlich war es ein Hund mit unglaublichem Überlebenswillen und blinden Vertrauen zu mir.

Mein Hund war einer der ersten der operiert wurde. Es gibt Schulungsvideos von ihm, vor der OP, während, nach der OP, die Therapie und nach der Therapie.

Eben das war vor einer längerer Zeit. Heute sind die Eingriffe humaner geworden. Ich sah gute Sporthunde, die so wieder vollkommen fit sind. Wenn man nicht wüsste, dass sie operiert wurden, dann würde man es auch nie vermuten. Ich selber würde einen solchen Hund im Sport nicht mehr einsetzen, das heisst, nicht belastender Sport schon, wie Fährten usw.

Trotzdem, es ist viel Geld, es muss nicht gut kommen, es kann ein langer Leidensweg geben und beim ersten Hund entscheidet man anders, als man es beim zweiten tun würde. Aber Du musst Dich entscheiden und Du wirst das richtige tun, für Dich und deinen Hund.

Viel Glück


Zuletzt geändert von P.H am Di 24. Aug 2004, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: RE:
Posting Nummer:#22  BeitragVerfasst: Di 24. Aug 2004, 20:45 
Hallo PH

Zitat:
Dann schreibe ich halt auch noch einen Erfahrungsbericht, eines Wahnsinnigen.


und damit bist du der erste, der mich in dieser Woche zum Lachen gebracht hat.


Zitat:
So wurde der Hund danach 14 Jahre alt und er starb nicht am CES.


Wie alt war er denn als er operiert wurde?

Zitat:
Mit ihm starb ein Teil von mir, ich nagte noch nie, bei keinem Menschen, dermassen an einem Todesfall, wie bei ihm. Auch kein anderer Hund, war mir je wieder so nahe.

Eben einfach Liebe!


Zitat:
Eben das war vor einer längerer Zeit. Heute sind die Eingriffe humaner geworden.


Zitat:
und beim ersten Hund entscheidet man anders, als man es beim zweiten tun würde.


Das verstehe ich irgendwie nicht so ganz. Ihr hattet doch einen Riesenerfolg. Warum würdest du heute anders entscheiden? Meinst du die OP und die Reha sind eine Zumutung f. den Hund?

Zitat:
Aber Du musst Dich entscheiden und Du wirst das richtige tun, für Dich und deinen Hund.

Ich weiß nur zwei Dinge
a. das ich nicht möchte das mein Hund leidet, aber ein bißchen leid muss manchmal sein auf dem Weg zu besseren Zeiten
b. ich will meinen Hund behalten. Ich möchte das er doppelt so alt wird

@ Angelika: ich drück euch die Daumen das es weiter bergauf geht!!

Lg susanne und ninja



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Posting Nummer:#23  BeitragVerfasst: So 29. Aug 2004, 10:45 
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oh je... es ist interessant das hier zu lesen! Ich gebe zu, ich habe den Beitrag nur überflogen... es ist als wenn ich mich nicht traue zu lesen!

im Mai dieses Jahres bekam ich auch die Diagnose, ich war damals mit meiner Hündin in Gießen! Bis dahin zeigte sie kaum reaktionen, aber so.. jetzt... jetzt sehe ich soviel... wenn sie ein Hund spielerisch oder phrofozierent besteigt, dann schreit sie auf!

Ich werde sie schnellst möglich wieder einem Arzt vorstellen, ich denke wieder Gießen! Oder rät jemand dringend davon ab?! Die meinungen gehen da ja stark auseinander!

Ich möchte sie lieber jetzt operieren lassen, wo sie ansonsten fit ist, und nicht wenn nichts mehr geht!

Schwer sowas! Arme Hunde!

Liebe Grüße

B'Lana

_________________
ich bin mit der gesamtsituation unzufrieden


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 Betreff: RE:
Posting Nummer:#24  BeitragVerfasst: So 29. Aug 2004, 19:13 
Hallo B-Lana


Zitat:
Ich möchte sie lieber jetzt operieren lassen, wo sie ansonsten fit ist, und nicht wenn nichts mehr geht!


zur Zeit hat Ninja durch die Medis auch keine Beschwerden und mir geht es auch so , das ich es am liebsten verdrängen möchte.
Aber- es geht nicht von alleine weg, sondern wird immer schlimmer.
Ich habe nun Kontakt mit Prof. Hassan aus Hamburg aufgenommen, der die minimalinvasiven Eingriffe vornimmt und habe ihm zunächst die Röntgenaufnahmen zur Beurteilung geschickt. Mal sehen was er dazu meint. Ich vermute, das es schon sinnvoll ist, so schnell wie möglich etwas zu unternehmen. Ausnahme: ein sehr alter Hund, bei dem der Eingriff sehr risikoreich ist. Wie alt ist denn dein Hund?

Ich werde auf jeden Fall schreiben, wie es bei uns weitergeht.

LG Susanne und Ninja


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 Betreff: RE: RE:
Posting Nummer:#25  BeitragVerfasst: So 29. Aug 2004, 20:29 
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Hallo Susanne !

Ich habe bisher gar nichts geschrieben, weil ich einfach gar nichts beitragen kann zu diesem Thema. Außer Mitgefühl mit Dir und Ninja und da mir sowas immer gut tut, möchte ich Dir an dieser Stelle sagen,
dass wir ganz fest die Daumen und alle Pfoten drücken.

Du bist sicher hin und wieder verunsichert was am besten ist und wie Du Dich entscheiden sollst. Solche Momente kenne wir alle.
Ich wünsche Dir Kraft !

Fühl Dich mal gedrückt (wir waren übrigens zusammen beim Anti-Jagd-Seminar, weiß Du ?),
Dagmar & Mädels


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 Betreff: RE: RE: RE:
Posting Nummer:#26  BeitragVerfasst: So 29. Aug 2004, 21:59 
Hallo Dagmar

Zitat:
Fühl Dich mal gedrückt

Danke, das tut sehr gut!

Zitat:
(wir waren übrigens zusammen beim Anti-Jagd-Seminar, weiß Du ?),


ich war mir nicht ganz sicher , ob du das bist. Aber jetzt ist es klar.
Übrigens Babara Schöning hatte absolut recht, als sie sagte, das allein ein entsprechendes Erlebnis reicht, um den Trieb voll anzusprechen. Meine nun einjährige Airedalhündin ist die ganze Zeit durch den Wald getrabt, als gäbe es gar kein Wild. Vor drei Tagen ist ein Hase vor ihr aufgesprungen und sie hinterher. Sie war direkt 10min weg- Schock-
und seitdem ist sie wie angefixt
:_h :_h
auch das noch. na ja aber letztlich ist das Kleinkram im gegensatz zu der Sorge die ich um Ninja habe....

liebe Grüße
Susanne und ninja


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 Betreff:
Posting Nummer:#27  BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2004, 09:04 
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Registriert: Mi 16. Jun 2004, 17:10
Beiträge: 21
Themen: 6
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Hallo Susanne,

da ich Ersthunde-Besitzer bin hätte ich ein paar Fragen an dich. Wie merkst du, dass Ninja Schmerzen hat?
Jacky hatte in den letzten 5 Tagen zwei mal beim Aufstehen gefiept und zwei mal hatte er unabhängig davon so ca. 2-3 Minuten Zitteranfälle. Dabei stellte er die Rückenhaare, so habe ich es bei ihm noch nie gesehen. Er brummelt dabei und drückt sich aber an mich.
Ich möchte heute mal zum Arzt gehen. Jedoch würde mich deine Antwort trotzdem interessieren. Auch für die ZUkunft.

Viele Dank!
Grüßle
Eva & Jacky

_________________
Eva & Jacky


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