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 Betreff: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mi 16. Jan 2008, 14:54 
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Kennt sich aus
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Hallo, ihr Lieben,

bei Camillo wurde letzte Woche eine schwerde HD festgestellt. Er hatte immer mal wieder gehumpelt und nach dem Röntgen war klar, dass es die Hüfte ist.

Wir haben viel gelesen und auch im Forum gestöbert, aber irgendwie sind wir noch immer unsicher, was wir tun sollen. Unser Plan war nun zunächst, ihn zu schonen (kein Ballspiel, so wenig mit anderen Hunden spielen wie möglich, am besten gar nicht mehr, weil er dabei immer so losrast und Haken schlägt und so), Muskelaufbau (mit Joggen anfangen und wenn's wärmer wird schwimmen) und vielleicht Physiotherapie (bei der Gelegenheit: Kennt jemand einen guten Physiotherapeuten im Raum DU/KR/WES?).

Wir wissen nicht recht, ob wir jetzt bald operieren lassen sollten und wenn ja, welche OP? Wie ist das mit Schmerzmitteln? Welche sind verträglich?
Wir haben große Sorge, dass zu den ganzen Beeinträchtigungen, weil er so vieles jetzt nicht darf (Treppen steigen, Ball und mit andern Hunden spielen etc.) auch noch eine verkürzte Lebenserwartung kommt, weil die Schmerzmittel ja doch den Körper sehr belasten. Der TA, der die Röntgenaufnahme gemacht hat, sagte, Camillo werde ein chronischer Schmerzpatient bleiben.

Ich hoffe, ich habe nicht so konfus geschrieben wie ich mich fühle. Wir sind noch immer recht geschockt von der Diagnose. Achja, Camillo ist vom 20.10.06, also fast 15 Monate und extrem wibbelig. Er wiegt 21kg.
Über Erfahrungsberichte und konkrete Tipps würde ich mich sehr freuen! Danke schon mal.


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 Betreff: Re: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mi 16. Jan 2008, 18:47 
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Hallo Sophia,
ich möchte dich erstmal etwas beruhigen.
Auch wenn dein Hund jetzt schon Beschwerden hat, heißt das nicht, dass er sofort und dauerhaft Schmerzmittel benötigt, nicht mehr mit anderen Hunden spielen darf und nicht lange leben wird (O-Ton mein TA: das ist nicht lebenslimitierend und Treppen sind weniger schlimm als meist behauptet). Und übrigens kann kein Arzt das vom Röntgenbild sehen, denn ein Hund kann viel mehr oder viel weniger Schmerzen haben, als das Röntgenbild oder der Norberg-Winkel zeigen (außer bei einer Hüftluxation natürlich).
Natürlich wirst du nicht so viel mit ihm machen können (Hundesport etc.) und ihn teilweise bremsen müssen, aber zumindest mein Hund darf mit seinen fast 10 Jahren und der gleichen Diagnose immer noch fröhlich durch die Gegend düsen (ohne dauerhafte Schmerzmittel).
Zur OP: welche OP (du hast dich ja schon hier und wahrscheinlich woanders durchgelesen) in Frage kommt, kannst nur du -in Zusammenarbeit mit Tierärzten- entscheiden.
Bei einem so jungem Hund könnte man natürlich neue Hüftgelenke einsetzen. Das ist die radikalste, teuerste und wahrscheinlich in der Nachsorge heikelste OP. Aber dein Hund ist ja noch jung, von daher lohnen sich die Strapazen ja schon eher.
Meinem Hund ging es auch in so einem jungen Alter nicht so gut und die Gabe von einem Produkt mit Grünlippmuschel hilft wahnsinnig gut.

Alles Gute!
Natascha mit Max



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 Betreff: Re: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Do 17. Jan 2008, 09:33 
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Hallo Sophia,

auch ich möchte dich beruhigen. Mein Max hat ebenfalls eine schwere HD, die mit 9 Monaten durch Röntgen festgestellt wurde. Die Horrorvisionen der TA haben mich damals sehr geschockt. Der Hund sollte praktisch gar nichts mehr machen, würde dauernd Schmerzen haben, müsste unbedingt sofort operiert werden, usw, usw. Was mich etwas stutzig gemacht hat, war das höchst teure Futter, was beim TA angeboten und angeblich sehr gut helfen sollte. Ich hatte damals sehr große Angst um meinen Hund und wusste nicht, wie ich mit der Diagnose umgehen sollte.

Damals hat mir der Satz geholfen: "Behandeln Sie den Hund, NICHT das Röntgenbild!"

Max ist jetzt 3 Jahre alt, lebt wie ein ganz normaler Hund, spielt ab und an mit anderen Hunden und es geht ihm sehr gut. Anstatt Ball werfen machen wir eben Fährtenarbeit. Ich gebe Glucosamin/Chondroitin ins Futter - seit dem entlastet er nicht mehr beim Aufstehen.

Wir laufen viel, im Sommer gehen wir so oft wie möglich schwimmen. Max ist schlank und fit.

Ich habe mich damals gegen eine OP entschieden, denn es erschien mir ein Horror, einen so jungen Hund so viele Wochen ruhig zu halten.

In der Zwischenzeit habe ich einige Hunde mit schwerer HD kennen gelernt, denen es bestens geht und die recht betagt sind.

Ich kann also den Post von Natascha nur bestätigen.

lg
Silvia


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 Betreff: Re: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Do 17. Jan 2008, 11:51 
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Hallo Sophia,

auch ich kann mich Tascha und Silvia in den wesentlichen Punkten nur anschließen. Hunde mit katastrophalen Röntgenbefunden können im Einzelfall fitter sein und weniger Beschwerden haben als Hunde mit minimalen Veränderungen auf dem Röntgenbild. Muss nicht sein, kann aber sein und daher sollte man eine HD nicht zwingend als Horrorbotschaft empfinden. Schlimm ist es - ohne Frage. Je nach dem wie der Hund damit zurecht kommt, gehalten und beansprucht wird, kann er ohne nennenswerte Probleme alt werden. Ob eine Operation bei Camillo angezeigt ist und wenn dann welche, das müsstest Du mit den Tierärzten absprechen. Physiotherapie ist eine tolle Möglichkeit, gerade bei einem jungen Hund, um Fehlstellungen, Fehlbelastungen und daraus resultierenden Beschwerden vorzubeugen. Da müsstest Du mal googlen, welche da bei Dir in der Gegend praktizieren. Ich persönlich würde nur zu einem Physiotherapeuten gehen, der/ die Tiermedizin studiert hat. Auch mit Physiotherapie kann man bei falscher Anwendung Schaden anrichten.
Vermutlich wird er im Laufe der Jahre Arthrosen entwickeln. Aber auch hier muss es nicht zwingend zu schweren Schmerzen kommen, auch Arthrosen sind individuell.
Bei Schmerzmitteln ist neben der Verträglichkeit auch die Wirkung zu beachten. Bei dem einen Hund wirkt Metacam sehr gut, beim nächsten schlägt Rimadyl besser an. Man muss auch nicht zwingend die Höchstdosis geben, man kann mit der Zeit ganz gut herausfinden ob der Hund nicht auch mit der Hälfte oder dem Drittel der empfohlenen Dosis zurecht kommt.

Gruß, Mirjam


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 Betreff: Re: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Do 17. Jan 2008, 15:25 
Hallo

Ich muss mal bisschen miesepetrisch sein:

Mir hat ein TA mal den folgenden Fall erzählt:
Ein Ehepaar hatte einen Hund, der super gut erzogen war: wusselte immer in der Nähe der Halter rum, jagte nicht, interessierte sich nicht groß für andere Hunde. Ein Traum von einem Hund.
Irgendwann vertrat dieser Hund sich die Vorderpfote und bekam Rimadyl. Unter Rimadyl „ging die Erziehung flöten“: der Hund entfernte sich von seinen Besitzern, war nicht müde zu kriegen, spielte mit anderen Hunden, ja, er fing sogar an zu jagen….
Daraufhin wurde der Hund geröntgt und es wurde eine leichte HD festgestellt.
Meines Wissens wurde der Hund eingeschläfert, da er wohl letztendlich derart Schmerzen hatte, dass das Ehepaar ihm das nicht zumuten wollten…. (wieso eine irgendwie geartete Behandlung nicht in Betracht gezogen wurde, weiß ich nicht mehr. Ist auch hier nicht das Thema).

Fazit:
Der Grad der HD sagt nichts über die empfundenen Schmerzen aus (sagten die anderen ja schon).
Die Schmerzen müssen sich nicht in einem klar erkennbaren „Schmerz“-Gang darstellen.
Die Schmerzen, die ein Hund hat, kann man als Hundehalter daher leicht übersehen bzw. falsch einschätzen.

Ich denke, dass man das bei einem HD-Patienten immer Hinterkopf behalten sollte.

Gruß Bea


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 Betreff: Re: Schwere HD, was nun?
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 17. Jan 2008, 20:01 
hallo sophia,

ich wäre auch geschockt über die diagnose und alle haben irgendwie irgendwo recht...

wichtig ist sicher, daß du weißt, es gibt hunde, die können jung nicht mehr und welche die werden uralt...

kenne ne schäferhündin mit schwerer hd, die humpelte so übers feld. gang furchtbar aber an den augen sahst du, die will leben... nix mit sterben-wollen... herrchen war aber alt - DER konnte die spaziergänge (die sie für die muskeln ja braucht) nicht mehr... also war er auf dem rad... als stütze - kein tempo... und mußte sich anmachen lassen, was er der armen hündin antue, die am rad mitzuschleifen... die leute guckten gar nciht auf die fakten...

und die hündin war 14!!!!! als ich sie zuletzt sah... und hatte auch von junghund an probleme!!!!

also: verarbeite den schock, das ist schwer genug, aber dann nimm einfach das geschenk an. mit entscheidungen über ops und so - laß dir zeit... alles in ruhe. du wirst infos sammeln, immer mehr wissen, mehr meinungen, mehr fallgeschichten, deinen hund beobachten und die richtige lösung für euch finden in der richtigen mischung zwischen hinfühlen, beobachten, wissen...

du kannst viel nasenarbeit mit deinem hund machen - das ist gut für den geist und macht den geist müde.

rennen wird er trotzdem wollen und auch mal nen haken schlagen und sich auch mal vergessen und dann schreien oder so... aber nun ja - deshalb kann er ja nicht NUR an der leine laufen. schau auf ein maß... er muß laufen und auch spielen, aber vielleicht nicht spielen mit den größten rambos und laufen nicht ohne ende und da hält er selber besser maß, wenn er geistig schon ausgelastet ist... dann achtet er besser auf seinen körper...

es ist schwer, aber ihr werdet einen weg finden und dein hund wird dir zeigen, daß man mit behinderung glücklich sien kann. er wird es besser können als wir menschen! laß dich von seiner lebensfreude anstecken. leide auch mit ihm mit (tut man ja!), aber leide nicht MEHR als er!!!

ich wünsch dir ganz viel kraft!

:w :w :w :w :w :w :w :w :w :w


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