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 Betreff: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mo 21. Aug 2006, 14:06 
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Hallo!

Ich bin neu hier und hab gleich eine Bitte an euch.
Dieses Bild zeigt das digitalisierte Hüftröntgen meiner Hündin. Es war der Anlaß, das ich mich intensiv mit dem Thema HD (und ihre züchterische Vermeidung) beschäftigt habe.
Immer mehr ist in mir das Bedürfnis entstanden, Röntgenbilder selbst beurteilen zu können (zumindest nicht nur ganz laienhaft), da zB auch Tierärzte hier zu ganz widersprüchlichen Aussagen kommen.
Ich habe gelernt, Norberg-Winkel zu messen, aber die Interpretation hellerer oder dunklerer Röntgenschatten ist nicht so einfach, vor allem, wenn man nicht viele Bilder zum Vergleich zu Gesicht bekommt.
Deshalb würde ich euch bitten, einerseits das Bild zu beurteilen und auf einen HD Grad einzustufen. Möglichst mit genauer Begründung, warum und Erklärung der Strukturen.
Andererseits wäre ich enorm froh, wenn ich andere Röntgenbilder zum Vergleich hätte, um ein bisserl einen Überblick zu bekommen. Also wenn jemand ein Bildl zu Hause liegen hat, und vielleicht auch einen Scanner, wär es super hilfreich, wenn ihr vielleicht die Bilder auch in den Thread reinstellen könntet, damit wir darüber diskutieren können.

So, und jetzt das Bild (es ist recht groß, damit man was sieht):

Bild

SG
Vik


[adm]Bilddarstellung korrigiert. Zur Vergrösserung bitte Bild anclicken[/adm]


Zuletzt geändert von Meriones am Mo 21. Aug 2006, 20:17, insgesamt 5-mal geändert.

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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mo 21. Aug 2006, 15:58 
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Hallo Vik,
so viele Veterinärmediziner wirst du hier wohl nicht finden.
Ich wollte eigentlich nur anmerken, dass die Beurteilung des Röntgenbildes und die tatsächliche Schwere der Beeinträchtigung nicht unbedingt korrespondieren.
Also ich geb mal ein Beispiel: TA sieht das Röntgenbild meines Hundes und stellt in Abrede, dass dieser Hund sich jemals normal bewegen könne. Nun, dem ist nicht so. Viele Leute wollen es gar nicht glauben, dass er a) nicht mehr jung und b) schwere HD hat. Der TA konnte sich später selbst überzeugen, dass er trotz dick verbundener Pfote sehr munter ist.

Grüße
Natascha mit Max :A9


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Mo 21. Aug 2006, 16:59 
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Hallo Vik,

zu Deiner Frage der Beurteilung durch Mitglieder in diesem Forum kann ich mich tascha nur anschließen.

Ich hatte mal versucht das HD- Röntgenbild meines Hundes zu scannen- ging aber nicht.
Bei meinem Hund weicht der klinische Befund auch erheblich davon ab, wie er läuft.

Ich hatte im Sommer einen Vortrag über Röntgendiagnostik angehört. Die Frau, die den gehalten hat (wenn ich mich recht erinnere hieß sie Beate Münzer), wies darauf hin, dass es auch für einen Tierarzt ein langer Weg ist bis er Röntgenbilder gut bis sehr gut interpretieren kann.

Zum Thema HD kann ich Dir das Buch "Die Hüftgelenksdysplasie des Hundes" von Sylvia Linnmann empfehlen. Das ist zwar sehr wissenschaftlich geschrieben, aber wenn Du Dich schon damit beschäftigt hast, sollte das kein Problem darstellen.

Gruß, Mirjam


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Mo 21. Aug 2006, 20:51 
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Hallo zusammen,

also meine Hündin hat auch HD und zwar beidseitig Mittel und Schwer. Ich möchte hier anmerken, dass mir schon einige Tierärzte gesagt haben, dass HD ersteinmal nur eine Diagnose ist und nicht zwingend Probleme machen muss. Hierzu zwei kleine Geschichten:
Ich hatte einen Pflegehund, der durch am Beginn seines Lebens "Käfighaltung" in einer Tierhandlung und danach langes "an der Kette liegen" keinerlei Muskulatur an den Hinterbeinen hatte und kaum laufen konnte. Er "eierte" hinten, konnte sich nicht kratzen, nicht richtig springen, überkreuzte die Beine und wenn man ihn antippte, fiel er um. Das Röntgenbild zeigte eine sehr schwere HD auf beiden Seiten und er wurde zu einem OP Kandidat mit 18 Monaten. Ich habe viel Muskelaufbau mit dem Kerl gemacht, Physiotherapieübungen,... und siehe da, nach 4 Monaten konnte er wieder super toll laufen und die OP ist ihm erspart geblieben.
Er hat nun ein neues Zuhause und es geht ihm blendent!!!

Meine Hündin Sunny hatte Probleme beim Laufen (hinken), stand sehr schwer auf. Auf dem Röntgenbild war eine beidseitige HD zu sehen. Der Tierarzt wollte ihr auf der linken Seite eine künstliche Hüfte "einbauen", aber ich ging noch mal zu einem anderen Arzt, der mir von der OP abriet nachdem er das Bild gesehen hatte und sie in den Kernspin schob, um zu schauen ob sie noch andere Probleme hat, die diese Symptome erklären. Und siehe da, sie hat eine chronische Ischiasnerventzündung, die minimal-invasiv behandelt wurde. Eine künstliche Hüfte hat sie noch immer nicht!!!

Und ich kenne viele Hunde, die mit einer HD super leben.

Hat denn dein Hund Schmerzen oder humpelt er?

Die Beurteilung des Bildes traue ich mir nicht zu, da ich kein Tierarzt bin. Leider habe ich das Bild von meiner Hündin momentan nicht hier, sonst würde ich es mal abfotografieren. Scannen ist nur mit einem Durchlichtscanner möglich.

Tipps: Röntgenbild vor eine Milchglasscheibe halten und mit dem Schwarz-Weiß Modus ohne Blitz fotografieren.


_________________
Liebe Grüße Caro

www.carolapier-tiertherapie.de


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 10:31 
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Danke schon mal für eure Beiträge, und danke Admin für das editieren des Bildes.

Schade, daß ihr mir sagt, hier gäbe es niemanden, der sich mit Röntgenbeurteilung auskennt. Es müssen ja keine Tierärzte sein (die sind oft auch keine Offenbarung, Mirjam schreibt ja auch, daß es auch für TÄ nicht so einfach ist, die Beurteilung zu erlernen). Ich habe aber gehofft, daß sich der eine oder die andere "privat" mit dem Thema auseinandergesetzt hat, ähnlich wie ich, und mich an seinem Wissensschatz teilhaben lässt.

@ Caro und Sunny, super Tipp für die Röntgenfotographie. Vielleicht greift ja jemand die Idee auf und stellt solche Fotos hinein!

Was mich noch interessiert, und was auch schon angesprochen wurde: Ab welchem HD Grad (offizielle Befundung) haben eure Hunde klinische Symptome?

Sg
Vik


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 11:49 
Hallo Vik,

im Grunde ist es egal welchen Grad der HD der Hund hat, denn bei jedem Hund wirkt sich das anders aus.

Meine Hündin hat z.B. schwere HD mit schwerer Arthrose. Bei ihr wurde es erst mit 7 Jahren festgestellt, weil sie ein Arthrose-Schub hatte und ich nach langem Diskutieren mit dem TA sie habe röntgen lassen. Sie zeigt nur Probleme beim Laufen, wenn es nass und kalt ist und dass sind eigentlich die Symptome der Arthrose. Sie muss die HD aber schon von klein auf haben - sie zeigte bis sie 7 Jahre war, keine klinischen Symptome.

Mein "keiner" Mann (1 Jahr) hat auch HD, aber "nur" eine mittlere und er hat Probleme beim Laufen, zeigt so fast alle klinischen Symptome.

Und es ist aber auch bekannt, dass manchmal ein Hund nur mit einer leichten HD mehr Probleme zeigen kann wie ein Hund mit schwerer HD und umgekehrt, deshalb sind die Grad-Angaben nicht so wichtig, sondern nur wie der Hund damit zurecht kommt!

Noch eine Frage, weil mich die berechnung des Winkels auch interessiert, wie macht man das? Ich habe nur zwei Kopien von meiner Hündin, aber von meinem Kleinen kann ich es noch besorgen. Mit dem Scannen kann ich leider nicht dienen- habe keinen!



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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 12:23 
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Hallo bubifu!

Mit dem Norberg-Winkel kann ich dienen, das hab ich schon gut geübt. Wenn du mir ein Bild in halbwegs guter Qualität hier reinstellst, kann ich es dir digital ausmessen.

Meine Frage nach dem HD Grad, klar, dem Hund ist wurscht, welcher HD-Grad ihm Probleme macht. Ich möcht aber gerne die FCI Grade besser einschätzen können, dahingehend, wie sie sich im Durchschnitt auf das Wohlbefinden des Hundes niederschlagen. Sicher gibt es hier auch Unterschiede bezüglich Rasse und Masse des Hundes.
Mein bisheriger Kenntnisstand ist nämlich folgender, daß bei Hunderassen um die 20 kg Hüften mit der FCI-Einstufung A keine Symptome machen, bei B und C im Einzelfall Symptome machen, D-Hüften bei 50 % der Hunde Symptome machen und E-Hüften immer klinische Symptome nach sich ziehen.
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1231/pdf/GutmannMatthias-2003-04-29.pdf

Vik


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 16:59 
Hallo Vik,

ich kann leider kein Bild reinsetzen, da ich keinen Scanner habe ;( ! Sonst würde ich sie dir gerne zeigen.

Der Link ist ja echt klasse. Vielen Dank.

Aber deine Werte sind nur statistisch. Manche Hund zeigen gar keine klinischen Symptomatik, andere dagegen haben riesige Probleme. Der TA der damals die GA bei meiner Hündin gemacht hat, erklärte mir das so auch. Ich glaub es ist schwierig zu sagen, wann ein Hund Schmerzen hat oder nicht: der eine zeigt es deutlich und andere wiederum gar nicht.

Vorallem muss auch beim Röntgen gewährleistet sein, dass alles richtig gestreckt und gelegt wird und da können auch unterschiedlichste Gradzahlen raus kommen. Meine jetzige TA hat mir das so erklärt. Deswegen finde ich diese Festlegen der Gradzahlen und die klinischen Symptome etwas schwierig, denn es ja der Hund der vielleicht darunter leidet.

Ich hoffe, du verstehst mich jetzt nicht falsch, aber ich bin dennoch der Meinung egal was für ein Grad der Hund hat, es ist schlimm genug dass er es hat, und man kann dementsprechende Maßnahmen einleiten, damit er keine Schmerzen mehr hat.




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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 18:44 
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Hallo Vik,

mir ist nachträglich noch aufgefallen, dass bei dem von Dir eingestellten Röntgenbild die Knie gar nicht mit abgebildet sind. Sind die denn bei der Originalaufnahme mit drauf?

Gruß, Mirjam


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 Betreff: Re: Beurteilung von Hüftröntgen
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 21:20 
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Hallo Vik,

ich kann mich den anderen nur anschließen,
die HD Bewertung ist nicht gleich dem, wie der Hund mit der Hüfte klar kommt.
Ich kenne Hunde mit schwerer HD, die laufen völlig normal und andere haben mit leichter DH massive Probleme. Ich halte von der HD Beurteilung überhaupt nichts mehr, es kommt auf die klinischen Symptome an.

Hier hast Du mal die Aufnahme von meinem Beaven zum Vergleich.
Sie ist nicht sehr gut gemacht, er liegt etwas schief.
Mein TA meinte er würde auf eine B-Hüfte tippen, wenn ich die Bilder zum VDH schicke.
Norberg-Winkel eine Seite 102° die andere 95°.

Bild

Zu der züchterischen Vermeidung kann ich nur sagen, HD schlägt immer mal wieder durch, egal wie die Eltern/Großeltern beurteilt sind.

Schau mal, ich war zum HD Röntgen mit dem Ziel der evtl. ZZL von Beaven. MeinTA meinte ja Hüfte ist okay, nicht perfekt, B ist ja nicht zuchtausschließend, vielleicht beurteilt der VDH ja auch A, kann aber auch Tendenz zu C sein. Ein anderer TA meinte, er liegt nur schief und die Hüfte sei völlig in Ordnung.

Das Beaven ne beginnende Spondylose hat, die das Bild deutlich zeigt, erwähnte er überhaupt nicht. Ich hätte das zum VDH geschickt, die ZZL gemacht und irgendwann später bei Problemen mit Beaven gemerkt. Ich bin jetzt bei einer anderen Tierärztin, die hat das gleich gesehen und meinte das Skelett muss man immer als ganzes sehen. Da ist irgendwo ne kleine "Unstimmigkeit" wie z.B. ne B Hüfte, der Hund hat Schmerzen und entwickelt eine leichte Schonhaltung. Und schon entstehen ganz woanders Probleme (Arthrosen etc.).
Also HD Aufnahme gut = Rücken okay -> ist nicht.

Mein EX-TA meinte, als ich ihn darauf ansprach: Sie hatten nur nach der Hüfte gefragt...

LG Kathrin

_________________
Warum hat Noah damals die zwei Zecken nicht zertreten ?????

http://www.Beavens-Welt.de
http://www.Rettungshundestaffel-SpreeNeisse.de


Zuletzt geändert von Kathrin, Ponsch + Beaven am Di 22. Aug 2006, 21:43, insgesamt 2-mal geändert.

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