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 Betreff: Medikamente
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mi 28. Dez 2005, 21:17 
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SDU
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Inhaltsverzeichnis

1. Medikamente
1.1 Phytopharmaka
1.1.1 Traumeel
1.1.2 Vermiculite
1.1.3 Zeel

1.2 Anabolika

1.3 Schmerzmittel
1.3.1 Cartrophen
1.3.2 Cosequin
1.3.3 Deramaxx
1.3.4 Kortikoide
1.3.5 Metacam
1.3.6 Rimadyl/ Carprofen
1.3.7 PhenPred


1. Medikamente


Die Verabreichung von Medikamenten sollte immer mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden. Nicht jedes hochgelobte Mittel muss beim eigenen Hund phänomenale Erfolge zeigen. Gute Verträglichkeit kann niemand garantieren, Wechselwirkungen und individuelle Risiken müssen abgewogen werden. Nebenwirkungen können auftreten, auch nach langzeitiger, problemloser Anwendung. Vor Selbstmedikation und „hat dem Hund des Nachbarn geholfen“ kann nur abgeraten werden, daher sollte die Gabe sowohl pflanzlicher als auch schulmedizinischer Präparate durchdacht und wohlüberlegt erfolgen.
Muss der Hund verschiedene Medikamente bekommen, sollten zwischen den einzelnen Gaben ein bis zwei Stunden liegen. Hat der Hund einen empfindlichen Magen, können die meisten Medikamente auch mit dem Futter gegeben werden. Bei Schmerzmitteln können so die Nebenwirkungen auf den Magen- Darm- Trakt vermindert werden. Bei einigen Wirkstoffen besteht zusätzlich die Möglichkeit diese per Injektion unter die Haut zu spritzen.

Die folgende Liste soll lediglich einen kleinen Überblick verschaffen. Die gängigen Medikamente werden kurz vorgestellt, Dosierungsempfehlungen werden bewusst nicht angegeben, da diese mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden müssen. Bei langfristiger Medikamentengabe empfiehlt es sich gelegentlich ein Blutbild erstellen zu lassen, wobei besonders auf die Leber- und Nierenwerte geachtet werden sollte.
Im Allgemeinen sollten Medikamente trocken, lichtgeschützt, bei Temperaturen unter 25°C und für Haustiere und Kinder unerreichbar gelagert werden. Werden vom Tierarzt einzelne Tabletten aus einer Großpackung abgefüllt, ist es grade bei Schmerzmitteln die nur im Bedarfsfall gegeben werden, sinnvoll sich das Haltbarkeitsdatum des Medikamentes zu notieren.


1.1 Phytopharmaka

Die hier vorgestellten Mittel sind Kombinationspräparate mit einem nachgewiesenen Nutzen.


1.1.1 Traumeel ad us. vet.

Schmerz- und entzündungsstillendes Mittel bei chronischen Erkrankungen von Gelenken und des gesamten Bewegungsapparates. Auch bei akuten Beschwerden wie Prellungen und Zerrungen. Kann auf Grund der geringen Nebenwirkungen auch über längere Zeit gegeben werden.


1.1.2 Vermiculite D6 Tabletten

Dieses Mittel ist ein aus 18 Bestandteilen bestehendes, aufbereitetes Erzgemisch aus Australien, das immer häufiger bei Mineralisierungsstörungen des Skeletts eingesetzt wird. Bei Hunden wird es meist kurweise über einige Wochen gegeben. Es hat auch bei ausgewachsenen Hunden einen positiven Effekt auf den Knochenstoffwechsel.


1.1.3 Zeel ad us. vet.

Ist ein Kombinationsmittel, das hauptsächlich gegen arthrotische und rheumatische Beschwerden gegeben wird. Auch bei Daueranwendung ist mit Nebenwirkungen nicht zu rechnen.


1.2 Anabolika

Anabolika kommen immer dann ins Gespräch, wenn der Hund sehr stark an Muskelmasse abgebaut hat, wie zum Beispiel nach einem operativen Eingriff. Hierbei sollte bedacht werden, dass der Muskel nicht allein durch Gabe von Anabolika an Masse zunimmt, sondern ein Training erfordert, das man mit einem unter Hüftgelenksdysplasie leidenden Hund nicht realisieren kann.


1.3 Schmerzmittel

1.3.1 Cartrophen vet.

Wird als Kur angewandt, bei der das Mittel unter die Haut gespritzt wird. Die Injektionen erfolgen im wöchentlichen Abstand, in der Regel sind es vier aufeinanderfolgende. Der Wirkstoff ist Pentosan- Polysulfat- Natrium, der vor einigen Jahren in Australien entwickelt wurde. Es ist einerseits ein Schmerzmittel mit einer Langzeitwirkung, andererseits beeinflusst es den Knorpelstoffwechsel positiv. Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt. An Krebs erkrankte Hunde dürfen das Mittel auf Grund der Gefahr eines Kreislaufkollapses nicht bekommen.


1.3.2 Cosequin

Cosequin und Cosequin DS bestehen aus Glucosaminen und Chondroitinsulfaten.


1.3.3 Deramaxx

Deramaxx ist das Pendant zu Vioxx beim Menschen und wird auf Grund der Nebenwirkungen selten eingesetzt.


1.3.4 Kortikoide

Kortison wirkt eher degenerativ auf das Gelenk, daher sollte ein Einsatz so selten wie möglich und nur bei ausbleibendem Erfolg von NSAIDs erfolgen. Hat der Hund einen so schlimmen Schub dass Schmerzmittel nicht anschlagen, kann man ihm mit kurzfristiger Gabe von Kortikoiden sehr effektiv die Schmerzen nehmen. Kortikoide sollten immer über ein paar Tage „ausgeschlichen“ werden, das heißt man verringert die Tagesdosis schrittweise und gibt sie letzte Gabe möglichst morgens, da die körpereigene Produktion, die in der Nebennierenrinde stattfindet, morgens höher ist als am Abend.


1.3.5 Metacam

Wird bei akuten und chronischen Erkrankungen wie Zerrungen, Prellungen und schmerzhaften Entzündungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Der Wirkstoff kann in Form von Tabletten oder Injektionen verabreicht werden.


1.3.6 Rimadyl/ Carprofen

Wird in Form von Tabletten oder Injektionen angewandt. Der Wirkstoff geht innerhalb einer halben Stunde ins Blut und kann daher schnell seine schmerzstillende, entzündungshemmende Wirkung entfalten. Nebenwirkungen sind bei Einhaltung der Dosierungsangaben selten. Einige magenempfindliche Hunde reagieren auf die Tablettengabe mit Erbrechen oder Durchfall.


1.3.7 PhenPred

Ist ein Kombinationspräparat aus Schmerzmittel (Phenylbutazon) und Kortison (Prednisolon), das gut verträglich ist, schnell wirkt und durch die spezielle Kombination mit einer geringeren Dosis gegenüber den Einzelmitteln auskommt.




Eigene Erfahrungen und Fragen zu Medikamenten können hier gepostet werden.

Zum Informieren ist die Seite der Universität Zürich hilfreich.



Zuletzt geändert von Mirjam am Sa 24. Mär 2007, 00:27, insgesamt 3-mal geändert.

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