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Posting Nummer:#11  BeitragVerfasst: Do 5. Feb 2004, 15:37 
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Hallo alle,

hat denn jemand von euch etwas Wisen zum Thema Überfunktion? Ein Tierarzt sagte, dass wären die Hyperaktiven, ein anderer sagte, Überfunktion kommt bei Hunden nicht vor. Woanders habe ich gehört, dass Hyperaktivität auch ein Zeichen von Unterfunktion sein kann. Also viel Info, wenig Wissen. Weiß jemand genaueres?

viele Grüße
Ariane

_________________
www.mensch-hund-lernen.de


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 Betreff: RE:
Posting Nummer:#12  BeitragVerfasst: Do 5. Feb 2004, 16:04 
Hallo,

sicherlich kann auch eine Überfunktion (Hyperthyreose) beim Hund vorkommen.

Eine Autoimmunthyreoidits (wie gesagt, eine der häufigsten Ursachen von Schilddrüsenfehlfunktionen!) ist vereinfacht ausgedrückt eine Autoimmunerkrankung, bei welcher der eigene Körper die Schilddrüse als "Feind" ansieht, entsprechende Antikörper bildet und die Schilddrüse so langsam und schubweise zerstört. Bei jedem Schub (also jedesmal, wenn ein Teil der SD zerstört wird), werden die in diesem Teil gespeicherten SD-Hormone freigesetzt und es kann zu einer Überfunktion (= einem Überschuss der SD-Hormone oder halt auch mal zu "ganz normalen" Werten) kommen. Besonders zu Beginn der Krankheit leiden Betroffene oft (aber eben nicht immer) unter den Auswirkungen der Überfunktionen.

SD-Hormone sind sozusagen der Energielieferant des Körpers. Wenn wenig vorhanden (Unterfunktion, Hypothyreose), läuft der Körper auf "Energiesparflamme", die wichtigsten Organe werden vorrangig "beliefert", die Hunde sind schnell "ausgelaugt", neigen zu Pummeligkeit trotz Minimal-Mahlzeiten, sind sehr ruhig und durch nix zu schocken, haben Fellprobleme etc. .

Zuviele SD-Hormone wiederum bewirken, dass der Körper die ganze Zeit auf Hochtouren läuft. Alles läuft schneller, der Körper wird gefordert und gefordert. Viele Hunde sind dann eben sehr aktiv mit niedriger Reizschwelle. Man muss natürlich dazu sagen, dass jeder Körper anders reagiert, nicht alle Symptome bei jedem Hund auftauchen.

Da die SD bei einer Autoimmunthyreoiditis eben langsam aber sicher zerstört wird, ist es wichtig regelmässig die Blutwerte kontrollieren zu lassen und ggf. die Dosis Thyroxin wieder anzupassen.

Nunja, es gibt noch weitere Ursachen für Schilddrüsenfehlfunktionen, aber im Falle eines Falle sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall auch die Antikörper bestimmen lassen, damit man sich eben ggf. auf ein Leben mit der Erkranung einstellen kann. Leider leider leider wissen die allermeisten Vets über solche Erkrankungen kaum etwas. *seufz*

lg,
Kine


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Posting Nummer:#13  BeitragVerfasst: Do 5. Feb 2004, 17:54 
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Hallo,

@Kine - die Sache mit der Auto-Immun-Erkrankung - siehst Du die nur bei Überfunktion? Oder auch bei Unterfunktion???

@Ariane: Bei Laboklin steht etwas zum Thema Überfunktion. Es kommt bei Hunden eher selten vor! Und hat dort meist - wie Kine schreibt - andere Ursachen, wie Auto-Immun-Erkrankung oder Tumore.

Gehe mal bei Laboklin auf die Seite und schaue unter S - Schilddrüse.

Viele Grüsse

Ingrid und Sina

PS: Kine: Die von Dir beschriebenen Symtome hat Sina nun gar nicht, sie ist eher hibbelig als ruhig, wobei sie gesamt gesehen in den letzten Jahren ruhiger geworden ist. Das kann aber einfach auch daran liegen, dass sie im gesamten Umfeld sicherer geworden ist.

Ich werde sie in 2 Wochen nachtesten und bei weiter schlechten Werten auf jeden Fall mal mit Tyroxin behandeln.



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 Betreff: RE:
Posting Nummer:#14  BeitragVerfasst: Fr 6. Feb 2004, 12:10 
Hallo,

Zitat:
Original geschrieben von sini2000
@Kine - die Sache mit der Auto-Immun-Erkrankung - siehst Du die nur bei Überfunktion? Oder auch bei Unterfunktion???


Danke, dass Du nochmal nachfragst, da hab ich mich wohl total blöde ausgedrückt *grins*

Im Laufe dieser Autoimmunthyreoiditis wird die Schilddrüse unweigerlich langsam zerstört. Umso mehr von der Schilddrüse zerstört wird, umso weniger SD-Hormone können gebildet werden. Es kommt langsam aber sicher zu einer Unterversorgung des Körpers mit SD-Hormonen, also zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Nochmal: Eine Schilddrüsenunterfunktion ist meines Erachtens keine eigenständige Krankheit. Man sollte immer den Grund dafür ausfindig machen. Ich will Dir damit keine Angst machen. Sicherlich kann es auch kurzfristig mal zu Schwankungen kommen und nix steckt dahinter.

Aber - wie Sybille bereits geschrieben hat - der Tierarzt sollte bei den Blutwerten neben den Hormonen fT3 und fT4 sowie dem TSH auch noch Thyreoidale Peroxidase-Antikörper (TPO-Ak - Autoantikörper gegen Thyreoglobulin) bestimmen. Dann kannst Du diese Autoimmunerkrankung eben ggf. ausklammern und brauchst Dir keine weiteren Gedanken darüber machen ;)

Eine "Tücke" der Autoimmunerkrankungen: Tritt eine Autoimmunerkrankung auf, sind weitere gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Beim Menschen gibts übrigens vergleichbares (ehrlich recht gut übertragbar *smile*), nämlich die Hashimoto Thyreoiditis (s. http://www.hashimoto-thyreoiditis.de oder http://www.autoimmun.org). Aber auch da wissen die Ärzte noch nicht wirklich drüber Bescheid. :-/

Puuuh.... ich könnte noch Romane schreiben, wills aber lieber mal dabei lassen *grins*

lg,
Kine


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 Betreff: RE:
Posting Nummer:#15  BeitragVerfasst: Fr 6. Feb 2004, 12:19 
Hi,

nochmal ich *grins*

Zitat:
PS: Kine: Die von Dir beschriebenen Symtome hat Sina nun gar nicht, sie ist eher hibbelig als ruhig, wobei sie gesamt gesehen in den letzten Jahren ruhiger geworden ist. Das kann aber einfach auch daran liegen, dass sie im gesamten Umfeld sicherer geworden ist.


Das ist das gemeine an SD-Erkrankungen, alle Symptome können auftauchen, müssen aber nicht. Es kann zu Schwankungen kommen, und das schlimmste: Jeder Körper reagiert ein bisschen anders.

Es kann ja auch sein, dass bei Deiner Süssen die Krankheit jetzt erst beginnt, oder sie sie wirklich gar nicht hat. Erhöhte Cholesterin-Werte und Probleme mit dem Herzen können auf jeden Fall ein Hinweis dafür sein (wieder: muss aber nicht!) und so würde ich dem ganzen auf jeden Fall nachgehen.

lg,
Kine (die diese *** Autoimmunerkrankung aus Menschensicht erleben darf und dabei gelernt hat, dass die Ärzte eh nix wissen ;) )


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 Betreff:
Posting Nummer:#16  BeitragVerfasst: Fr 6. Feb 2004, 17:49 
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Hi Kine,

die Herzgeschichte kommt bei Sina von der Filariose. Sie hat aus Spanien Filarien mitgebracht, die in der Lunge sassen und zu Herzüberdruck und Herzvergrösserung führten. Jetzt sind die Biester weg, der Druck und die Vergrösserung sind auch runter, werden aber keine Normwerte mehr erreichen.

Trotzdem werde ich das Thema mit dem TA mal aufgreifen. Mich würde aber interessieren, was es noch für HInweise auf so eine Auto-Immun-Erkrankung geben könnte - Blutwerte z.B.???

Sina wird ja - aufgrund der Filariose - regelmässig blutmässig durchgecheckt.

Viele Grüsse

Ingrid und Sina


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