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 Betreff: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Sa 7. Feb 2015, 23:16 
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Hallo zusammen,

ich falle gleichmal mit der Tür ins Haus, wir bzw. unser Hund brauchen dringend Hilfe ~sorry2~ ! Ich habe jetzt schon so viel in Foren und Büchern über Aggression und SDU gelesen, mir raucht mittlerweile der Kopf und schlauer bin ich trotzdem nicht.

Unser Tiroler Bracke Rüde Lennox ist fast 5 Jahre alt und benimmt sich seit über einem Jahr wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Er ist schon immer ein unsicherer/ ängstlicher Hund gewesen, war mit seiner Schwester der Kleinste im Wurf. Lennox ist eher ein kleines, schlankes Exemplar seiner Rasse. Gesundheitlich gab es bis jetzt keine größeren Probleme.
Das ist unsere kleine Krawallkugel 501

Obwohl wir trainiert haben wurde sein Verhalten schleichend schlechter (ca. ab dem 2. Lebensjahr, Lennox kam mit 8 Wochen zu uns). Probleme gab es vor allem um die Silvesterzeit/ Wintermonate. Seit Silvester 13/14 stand er ständig unter Strom, die Augen waren immer weit aufgerissen, er fixierte uns ständig und knurrte uns an. Ende Mai 14 hatten wir den absoluten Tiefpunkt, der Hund hat nach mir geschnappt und mich verletzt. Danach haben wir ihn unwissentlich nach „Guantanamo“ geschickt, weil ein sogenannter Tierpsychologe ihn als tickende Zeitbombe betitelte, und uns als nett aber nicht geeignet für so einen Hund einstufte. O-Ton: damit kann nur ein amerikanischer GI umgehen. Sein Rat war Einschläfern, er hat sich den Hund IMMERHIN 1 Std angeschaut und ihn mit seiner großen Angst konfrontiert – Box im Auto! Mich wundert das Austicken nicht!
Zu 99% ist er ein ganz toller, kuscheliger Hund aber das 1% ist gefährlich. Wir können 10 x die gleiche Handlung vornehmen, null Problem, beim 11. Mal tickt er aus und er kommt einfach nicht mehr runter, er verschluckt sich regelrecht beim Kurren und Hochfahren.

Ich habe auf einen großen Check-up bestanden -> niedrige SD-Werte. Leider war die Aussage t3 etc. wäre nicht notwendig. Dann bekam Lennox Forthyron 2 x 400 (Uhrzeit der Gabe weiß ich nicht, da er zu der Zeit bei einer Trainerin untergebracht war)-> Verhalten besserte sich, er wurde ansprechbarer.
Die Befunde sind leider nicht vergleichbar da unterschiedliche Labore. Die letzten beiden Blutabnahmen sind von unserer TÄ. Blutabnahme ca. 11 Uhr!

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Wir haben ihm die Tabletten bis zum 04.11. um 8 u. 19 Uhr gegeben (wie die Gabe bei der Trainerin war wissen wir nicht). Danach um 8 u. 17 Uhr, weil er nachts vermehrt am Teppich gekratzt hat.
Seit 30.01. 3 Gaben 8 Uhr 2oo, 14 Uhr 400 u. 20 Uhr 200, da er am späten Nachmittag wieder vermehrt knurrte und meinem Mann auch ab und an die Zähne zeigt. Erfolg ist nicht wirklich zu sehen, sein Verhalten wird schlechter.

Wir haben einen neuen Trainer, der meiner Meinung nach das richtige Händchen für uns drei hat. Er ist auch der Meinung, dass unsere Erziehung nicht der Grund für sein Verhalten ist. Wir haben viel am Vertrauen gearbeitet und gute Erfolge erzielt. Autobox und Abendspaziergang sind mit Ansage und richtigem Handling mittlerweile kein Problem. Im Oktober wurde das Medikament gewechselt auf Wethyrox(lt. TA kein Problem, da gleicher Wirkstoff), Verhalten wurde nach fünf Tagen extrem, wir haben wieder auf Forthyron umgestellt. Danach wurde es zwar wieder besser, aber nicht mehr wie vorher, kann allerdings auch wieder an der früheren Dunkelheit liegen. Augen wurden untersucht, Physiotherapeuten hat ihn angeschaut, keine Auffälligkeiten.
Die Tierärzte sind eher planlos. Zusätzlich waren zwei Verhaltenstierärzte der LMU bei uns, befriedigende Auskünfte zur Medikamentierung haben wir trotzdem nicht. Einen Angstlöser habe ich vorerst abgelehnt, möchte mir gar nicht vorstellen wie es sich auf seine Aggressivität auswirkt, auch wenn der arme Kerl momentan einen Maulkorb tragen muss. Von Kastration bin ich bei seiner Unsicherheit auch nicht überzeugt, ich habe Angst er wird gemobbt. Allerdings ist der Testosteronwert hoch?!?
Er bekommt seit ca.6 Mon getreidefreies Trockenfutter Taste Of The Wild Bison, vorher Futter mit Mais. Über Sedarom direkt bekommt er die Höchstdosis für sein Gewicht L-Tryptophan und Gaba zur Beruhigung.
Apropos Gewicht, er hatte sehr abgenommen, früher wog er ca. 20 – 20,5 kg, in der Zeit der ersten zwei Bluttests hat er unter 18 kg gewogen. Beim dritten Test ca. 19, beim letzten ca. 19,5. Ist die Zunahme vielleicht auch ein Grund warum die Dosierung nicht mehr ausreicht. Kann auch die Jahreszeit ursächlich sein?

Wäre super wenn jemand eine Idee hätte, gerade ist er nämlich wieder bei meinem Mann ausgetickt.

Viele Grüße,
Simone


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 Betreff: Re: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Sa 7. Feb 2015, 23:59 
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Hallo Simone,

Ich bin leider noch nicht sooo vertraut mit der Thematik. Wir haben die Diagnose SDU im Mai letzten Jahres erhalten.

Ich kann ein paar Parallelen zu unserem Hund erkennen. Er war auch der kleinste im Wurf.
Dr. Jackyll und Mr. Hyde haben wir hier auch. 10 mal mit dem gleichen Hund spielen, beim 11. Mal wird derselbe Hund scheinbar grundlos vermöbelt.

Allerdings zeigt unsere Hund keine gegen uns gerichtete Aggression!

Ein Blick auf euren aktuellen Kontrollwert zeigt mir, dass sämtlich Werte deutlich zu niedrig sind. Bei einem gut substituierten Hund müssten die t4 Werte im oberen Drittel liegen!

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die aktuelle Dosis noch nicht ausreichend ist .

Aber hier können dir die anderen Mitglieder bestimmt mehr zu sagen!!

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft!!!!

Schön, dass ihr schon mal einen Trainer gefunden habt, der zu euch passt und der kompetent erscheint!! Das ist wirklich Gold wert !!!

Lg Mona


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 Betreff: Re: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: So 8. Feb 2015, 15:17 
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Hallo Mona,
danke für Deine Antwort. Ich denke auch, dass wir die Dosis erhöhen müssen, aber ich scheue mich das ohne Expertenmeinung zu tun. 800 μg bei nicht mal 20 kg Gewicht finde ich viel, zudem beunruhigt mich der T3 frei und dass sich anscheinend kein TA an die Interpretation wagt.

Ich glaube den Wunsch nach viel Kraft kannst Du und Dein Hund genauso gebrauchen :top:

LG
Simone


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 Betreff: Re: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: So 8. Feb 2015, 20:04 
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Hi

Zu dem Wethyrox konnte ich leider nicht wirklich was finden. Es scheint jedoch ein Substitutionsmittel zu sein, welches die Hormone langsam freisetzt, so dass ein einmalige Gabe pro Tag ausreicht. Sollte dies wirklich so sein, kann eine gestückelte Gabe zu zeitweisen Hormonunterversorgungen führen.
Simple ausgedrückt, regt dies die Schilddrüse an, ihre Reserven zu mobilisieren und dadurch schreitet die Entzündungsreaktion / Autoimmunreaktion weiter voran. Daher könnte die Verschlechterung unter Wethyrox und die nachfolgende anhaltende Verschlechterung resultieren.
Das sind allerdings Hypothesen!!

Zitat:
Dann bekam Lennox Forthyron 2 x 400 (Uhrzeit der Gabe weiß ich nicht, da er zu der Zeit bei einer Trainerin untergebracht war)-> Verhalten besserte sich, er wurde ansprechbarer.

War er ganz dort untergebracht oder nur in Pension? Zur „außerhäusigen“ Erziehung oder Beobachtung?
Hat sich das Verhalten wieder verschlechtert / geändert, als er bei euch war?

Zitat:
Apropos Gewicht, er hatte sehr abgenommen, früher wog er ca. 20 – 20,5 kg, in der Zeit der ersten zwei Bluttests hat er unter 18 kg gewogen. Beim dritten Test ca. 19, beim letzten ca. 19,5. Ist die Zunahme vielleicht auch ein Grund warum die Dosierung nicht mehr ausreicht. Kann auch die Jahreszeit ursächlich sein?

Er hat also VOR der Substitution abgenommen und unter der Substitution zugenommen?
Jahrezeit kann auf jeden Fall eine Rolle spielen. Manche Hunde brauchen im Winter mehr Hormone.

Zu den Werten:
Leider sind die Werte nicht nur wegen unterschiedlicher Labore sondern auch wegen unbekannter Zeit zwischen Tablettengabe und Analyse wenig vergleichbar.
Die letzten beiden Blutabnahmen fanden rund 3 Stunden nach Tablettengabe statt. Die T4-Werte sind vom November zum Januar gefallen, die T3-Werte minimal gestiegen.
TSH liegt über die gesamte Zeit relativ konstant hoch. Dies könnte darauf hindeuten, dass die optimale Dosis noch nicht erreicht ist und die Schilddrüse nach wie vor angeregt wird.

Mein Vorschlag wäre, die Dosis zu erhöhen. Du liegst jetzt bei rd. 40 µg/kg. Das ist zwar relativ hoch, kann aber noch erhöht werden. Allerdings unbedingt auf Überdosierungszeichen achten und mit TA abstimmen!!
Ich würde empfehlen, den „stressigen“ Tag „voll“ abzudecken und zur Nacht hin zu reduzieren. Also anstatt 200 / 400 / 200 z.B. 300 / 300 / 200 oder ähnliche Konstallationen zu wählen.

Ansonsten sollten zunächst möglichst wenig Parameter verändert werden, um feststellen zu können, was welche Auswirkungen hat. Also keine Trainerwechsel, keine Wechsel in Trainingsmethode, kein Futterwechsel, keine Medikamentenwechsel, keine Urlaubsfahrt…..

LG Bea

_________________
Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Mo 9. Feb 2015, 09:02 
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SDU
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Hallo,

von woher kommt ihr denn (PLZ)?

Was heißt „Guantanamo“? Gibt's zu dem Ausbilder einen Link oder einen Namen?

Wird denn euer Hund jagdlich geführt?

Habt ihr im Moment Halsband oder Geschirr und wie trainiert ihr denn - mit Futterbelohnungen?
Mit wem trainiert ihr denn im Moment?
Was sagt den der derzeitige Trainer zu den Vorfällen?

Wurde der Hund bereits körperlich auch untersucht?
Schmerzen aufgrund von Skeletterkrankungen ausgeschlossen?

_________________
Viele Grüsse
Sonja und Benny


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