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 Betreff: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2014, 20:40 
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Hallo zusammen,

Zuallererst würde ich gerne fragen, wie ich denn in die SDU-Gruppe komme um dort meine Fragen zu posten?
Vielleicht kann ja jemand den Post dorthin verschieben? Oder mir sagen wie genau das geht? #wirr#




Ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem helfen.
Seit September vorletzten Jahres bin ich stolze Besitzerin einer jetzt 7-jährigen Labrador/Beagle-Mix-Dame.
Schon als wir sie zu uns holten wussten wir, dass es nicht leicht werden würde mit ihr. Sie hat ihr ganzes voriges Leben bei einer alten Dame im Garten verbracht und war zu einer Art Hofbeschützerin und Rudelchefin herangewachsen.
Anfangs bellte sie alles aggressiv an. Kinder, fremde Leute, andere Hunde, andere Tiere. Sie schlug an wenn sich etwas im Treppenhaus tat oder wenn Leute vor unserem Haus redeten (wir wohnen im 2. Stock).
In den darauf folgenden Monaten tat sich einiges. Ich arbeitete viel mit ihr und es hat sich auch schon vieles getan.
Zuhause ist sie der beste Hund den man sich vorstellen kann und wenn sie erstmal jemanden kennengelernt hat ist sie so wahnsinnig lieb.
Trotzdem kommen wir an vielen Baustellen einfach nicht weiter. Es gibt gute und schlechte Tage. An manchen Tagen ist sie praktisch nicht ansprechbar wenn uns ein anderer Hund begegnet. Dann rastet sie völlig aus. Schlimm ist es auch wenn jemand einen Ball rausholt. Dann kriegt sie einen Tunnelblick und ist in einer völlig anderen Welt. Wie besessen!!
Doch das allerschlimmste ist ihre wahnsinnige Stressanfälligkeit. Sobald etwas anders ist als gewöhnlich fängt sie an zu quietschen und zu zittern wie Espenlaub. Beruhigen kann man sie dann nicht mehr.
Mit anderen Hunden ist sie sehr dominant und ruppig. Sie möchte im Freilauf immer die Kontrolle behalten und spielt sich gerne auf. Bei kleinen Hunden oder bei „schnellen/hibbeligen“ Hunden kriegt sie immer einen Jagdflash. Sie stellt ihnen dann genauso hinterher wie einem Hasen und versucht ihnen dabei in den Rücken oder die Seite zu zwicken(nicht gerade zimperlich).
All das geschieht mit aufgestelltem Fell und unter totaler Aufregung.
An der Leine verhält sie sich anderen Hunden gegenüber aggressiv. Und ich habe schon soooo viel mit ihr gearbeitet und an manchen Tagen klappt das alles wirklich wahnsinnig gut. Am nächsten Tag bin ich dann doch wieder am Verzweifeln.
Bei meinen Recherchen bin ich in den letzten Monaten immer wieder auf die subklinische SDU gestoßen und habe mich dann vorige Woche durchgerungen ein SDU- Profil erstellen zu lassen (gegen den Willen meines TA – „Das ist völlig unnötig, der Hund sieht nicht nach einer SDU aus!“).
Mein TA meinte dann auch, dass mit den Werten alles i.O. sei, aber ich bestand darauf, dass sie sie mir zuschickten.

Hier die Werte:

T4 (Basalwert) 1.7 µg/dl 1.3-4.5

TSH <0.030 ng/ml < 0.60

fT4 (Basalwert) 8.2 pmol/l 7.7-47.6

T3-Bestimmung 44.5 ng/dl 20-206

fT3 (Basalwert) 3.7 pmol/l 3.7-9.2

TG-Antikörper: negativ

Cortisol (Basalwert) 8.1 ng/ml 5-65

Cholesterin 7.2 mmol/l 3.1-10.1


Es kommt mir spanisch vor, dass alle Werte soooo niedrig sind.
Heute war ich dann noch bei einer anderen TA, die sich mit Endokrinologie auskennen soll.
Doch auch sie riet mir von einer Behandlung ab, da alle Werte noch in der Norm liegen würden.
Habe kurz versucht mit ihr zu diskutieren aber es war sinnlos.
Sie riet mir dazu ein TSH-Stimulationstest machen zu lassen und empfahl mir die Tierklinik Hannover. Dort habe ich angerufen aber die bieten das nur noch für ihren eigenen Kundenstamm an.

Ich weiß jetzt einfach nicht was ich machen soll…. Außerdem bin ich mittlerweile so verunsichert weil mir alle sagen, dass sie keine Probleme mit der Schilddrüse hat.
Ich habe jetzt insgesamt schon fast 180€ bezahlt (was für mich nicht wenig ist – 40€ allein heute für das Gespräch bei dem meiner Meinung nach nichts rausgekommen ist).

Wie soll ich das Problem jetzt weiter angehen???
Seht ihr denn in den Werten überhaupt eine mögliche Problematik ?

Ich möchte meiner Süßen doch einfach nur eine Möglichkeit geben ihr Leben etwas entspannter leben zu können. Natürlich erwarte ich nicht, dass sich alle Probleme in Luft auflösen. Wenn sie aber durch die Medikation wenigstens etwas leichter zu lösen wären, wäre ich schon glücklich.

Ich bin über jede Antwort und jeden Tip dankbar.
LG, Tessa (wuff) und Maike
#h_i#


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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2014, 18:40 
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Hallo Maike

die Werte sind in der Tat nicht besonders gut. In Kombination mit dem Verhalten, dass du schilderst, kann eine SDU vorliegen.

Aber: - und das ist bewusst dick und groß geschrieben:
ich sehe hier auch noch ganz andere Probleme, die zu nierigen SD-Werten führen können (wegen Dauerstress) oder - aufgrund von Dauerstress - zu einer wirklichen SDU.
Tessa hat ein reizarmes Leben geführt, vermutlich musste sie auch mit vielen Dingen alleine klar kommen: mit Hunden, die bellend an ihrem Hof vorbei sind, mit bösen Briefträgern und feindseligen Katzen, mit Langweile, etc.
Nun ist sie in einem Hundezuhause - und bekommt eine Menge Reize geboten. Das kann einen Hund überfordern. 1,5 Jahre sind zwar eine "lange" Zeit - aber nicht wirklich lang, um alle Ängste zu überwinden.

Besuchst du eine Hundeschule, lässt du dich von einem Hundetrainer beraten?
Du schreibst viel von "Dominanz", "Kontrolle behalten" - und schilderst Situationen, in denen ich nur einen Hund sehe, der um seine Unversehrtheit Angst hat.
Daher wäre es in meinen Augen sehr wichtig, zunächst an diesen Punkten zu arbeiten, den Hund zu lesen und ihm in den kritischen Momenten zur Seite zu stehen. Ich weiß, hört sich toll und überheblich an, ich hoffe, jemand anderes kann es besser erklären...

Hinsichtlich weiterem Vorgehen:
Die subklinische SDU ist eine Ausschlussdiagnose. Du schreibst, dass 180 € für dich viel Geld sind. Ich fürchte, um die Diagnose wirklich kompetent zu bestätigen, brauchst du noch etwas mehr Geld.
Ich würde Kontakt mit einem Arzt vom gtvmt aufnehmen (woher kommst du? Wie weit hast du bis Wetzlar?). Dieser wird vermutlich ein Organprofil und ggf. nochmals ein SD-Profil in einem 1/4 Jahr anraten. Er wird entweder zu dir kommen oder du musst zu ihm fahren. Und der Arzt will ebenfalls Geld sehen.
Andererseits, wie gesagt, wird der Arzt sich Tessa anschauen, wird euer Zusammenspiel beobachten, sich die Untersuchungsergebnisse ansehen - und ggf. zum Ergebnis SDU kommen. Auf jeden Fall wird er dir aber auch Tipps zum Zusammenleben mit Tessa geben.

LG Bea

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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2014, 20:09 
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Hallo Bea #schwenke ,

vielen Dank für deine lange Antwort.
Deine Aussagen hören sich überhaupt nicht überheblich an. Du kannst das ganze ja nur nach dem einschätzen, was ich geschrieben habe.
Ich bin genau der Meinung, die du auch vertrittst. Tessa ist eine süße Maus, die in den entscheidenden Jahren nicht viel Rüstzeug mitbekommen hat. (ich habe von ihrer Vorbesitzerin erfahren, dass sie schon mit 5!!!! Wochen zu ihr kam #??# .).
Desweiteren hat sie wohl schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht (haben Böller nach ihr geworfen #i_reful# ).
Seit sie bei uns ist hat sie viel zu verarbeiten. Manches akzeptiert sie schnell und speichert es gut ab... Aber manche Situationen sind ihr einfach zuviel.
Von Anfang an habe ich mit ihr gearbeitet. Anfangs hatte ein paar Mal eine Trainerin hier... musste jedoch feststellen, dass ich die Süße lieber nach meinem Bauchgefühl trainiere als nach dem Bauchgefühl anderer Leute. Ich hoffe das klingt nicht abgehoben. Ich hole mir gerne Ratschläge und nehme Tips gerne an. Ich muss ihr viel Sicherheit vermitteln, ihr aber dann doch mal ihre Grenzen aufzeigen.
Damit haben wir schon sehr sehr viel erreicht & vor allem unsere Bindung gestärkt.
Bei Hundebegegnungen lässt sie sich zu 95% super abrufen, wenn sie mal wieder ihre Divenseite herauskehrt.
Neuerdings zieht sie sich sogar hinter meine Beine zurück sobald ihr etwas nicht koscher vorkommt. Früher wäre sie ohne Rücksicht auf Verluste nach Vorne gegangen. In solchen Momenten bin ich dann einfach nur stolz #g_ive_heart# .

Aber gerade ihre Stressanfälligkeit, die manchmal ohne einen (sichtbaren) Grund auftritt hat mich doch stutzig gemacht. In solchen Situationen ist sie dann auch für mich nicht mehr ansprechbar und es dauert lange, sie da wieder rauszuholen (mit Alternativverhalten).
Auch ihre nächtliche Unruhe, ihr Passgang, ihre unerklärlichen Lahmheiten, ihre kahlen Achselhöhlen und ihr Gehechel ab und zu deuten ja auch darauf hin, dass mit der SD etwas nicht im Reinen ist.
Die Leinenaggression ist ein anderes Blatt... ich denke, das hat sich auch schon als Verhaltensmuster manifestiert... Da muss ich dran bleiben und üben, üben, üben.

Du sagtest, dass die SDU auch aufgrund von Stress entstehen kann?! Davon habe ich auch gelesen. Das mündet dann in einem schönen Teufelskreis, aus dem der Hund nicht allein wieder heraus findet, oder?
Wie kann man den denn durchbrechen? Ginge das nicht theoretisch mit einer Substitution?
Den Stresspegel habe ich schon seit ein paar Monaten heruntergefahren. Weniger geht wirklich nicht.
Aber ich bilde mir ein, dass es seitdem auch schon ein ganz klein Bisschen besser geworden ist.

Natürlich würde ich für meine Süße alles bezahlen, damit es ihr besser geht. Und ich bin auch froh, dass ich schonmal den ersten Schritt gegangen bin. Es hat mich nur frustriert, dass ich noch niemanden gefunden habe, der wenigstens sagt, dass er von einer subklinischen SDU mal was gehört hat. Das ist dann irgendwie wie Perlen vor die Säue zu werfen #s_cratch_one-s_head# .
Keiner konnte uns weiterhelfen oder sagen, was der nächste Schritt ist. #s_ad#

Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich nach Hannover fahre und mich dort von einem Facharzt beraten lasse.
Ich komme aus Wolfenbüttel. Das ist ja nicht ganz so weit und auf jeden Fall machbar.

Ganz liebe Grüße,
Maike


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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Sa 25. Jan 2014, 20:47 
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Hi Maike
Maike hat geschrieben:
Auch ihre nächtliche Unruhe, ihr Passgang, ihre unerklärlichen Lahmheiten, ihre kahlen Achselhöhlen und ihr Gehechel ab und zu deuten ja auch darauf hin, dass mit der SD etwas nicht im Reinen ist.

ja, deutet auf SDU hin.

Maike hat geschrieben:
Das mündet dann in einem schönen Teufelskreis, aus dem der Hund nicht allein wieder heraus findet, oder?
Wie kann man den denn durchbrechen? Ginge das nicht theoretisch mit einer Substitution?

Ja - Teufelskreis.
Man kann ggf. auf homöopathischem Weg etwas machen (bei einer nicht manifestierten primären SDU), andere raten an Kehlkopffleisch zu füttern, andere TA geben begrenzte Zeit T4.
Was genau gemacht wird, ist wohl immer von TA und Hundehalter abhängig.

LG Bea

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 Betreff: Tolle Neuigkeiten
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 21:53 
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Hallo ihr Lieben,

lange habe ich mich nicht gemeldet und vvviiiiiiieeeeelll ist passiert #p_ardon# !!!

Nachdem ich hier Tessas Fall geschildert hatte habe ich ziemlich viele Mails geschrieben.
Unter anderem Dieter Degen von Cumcane. Er hat mir total nett geantwortet und mir schon in dieser Mail gesagt, dass er den Werten nach zu urteilen von einer Schilddrüsendisfunktion ausgeht.

Der TSH-Wert (weniger als 0,03) sei an sich schon ziemlich niedrig. Normalerweise müsste der T4-Wert in dem Fall ziemlich hoch sein (von wegen Regelkreis). Das war er aber nicht. Also schlug er ein Treffen vor, damit er sich ein Bild von ihr machen könne.
Da ich unbedingt seine Meinung hören wollte und so glücklich war, dass ich endlich einen Ansprechpartner gefunden hatte, willigte ich ein und wir machten einen Termin fest (15.02.).

Am Samstag fuhr ich dann also quer durch Deutschland ohne richtig zu wissen was mich erwartet.
Verabredet waren wir auf einem Reweparkplatz in seinem Heimatort.
Ich ging noch schnell was einkaufen und als ich wieder hinauskam stand er schon in der Nähe meines Autos und beobachtete Tessa (die gestresst im Auto saß und Passanten anbellte) #s_cratch_one-s_head# .
Wir stellten uns vor und dann fuhr ich ihm hinterher zu einem Parkplatz von dem aus wir eine große Gassirunde drehten.

Gleich zu Anfang sagte er mir, dass für ihn an Tessa nur noch das Schild fehlt, auf dem steht: Bitte helft mir! SDU". Das machte mich baff. Er zeigte mir dann einige Auffälligkeiten, die ich noch nie bemerkt hatte.
- ihre wasserunterlaufenen Augen (Augenringe)
- ihre Zunge, die sich aufgrund des fehlendes Sauerstoffs im Blut blau färbte
- dass ihre Augen ziemlich haarlos sind
usw.

Wir liefen 2,5 Stunden durch Wiesen und Felder und er war KLASSE!!! Total sympathisch ... Und dieser Mann hat wirklich Ahnung von dem, was er erzählt. Er gab mir auch Tips bei Begegnungen mit Hunden.
Am Schluss berechnete er nur 1 Stunde "weil wir ja auch zwischendrin über andere Themen gesprochen haben". #i_am_so_h_appy#


Gleich am nächsten Tag schrieb ich unzählige Praxen bei mir in der Gegend an und schilderte den Fall.
Und gleich am Montag bekam ich einen Termin ... und das Forthyron ~haha~ .


Mit dem Forthyron wollte ich eine neue Ära einleiten und habe angefangen nach "Zeigen und Benennen" zu arbeiten. Dabei belohnt man den Hund mithilfe des Clickers für das Anschauen des Stressauslösers und führt so zum einen eine Umorientieren zum Menschen herbei. Dann hat man Gelegenheit ein ALternativverhalten abzufragen. Zusätzlich wird der ehemalige Stressauslöser "schöngeclickert" und irgendwann wird er positiv besetzt. Das Ganze hatte ich vor ein paar Monaten schonmal probiert aber da war es total zwecklos!!! ~kopfwand~


Was soll ich sagen #bi_ggrin# #d_ance# .
Der Unterschied ist ENORM.
Nach ca. 4 Tagen Training bin ich weiter gekommen als in den letzten 6 Monaten...
Heute konnte ich sie an einem breiten Stück weg absetzen und mit ihr arbeiten während ein Hund ca. 2,5m an uns vorbei lief #s_mile# . Sie hat sich weder festgeguckt, noch irgendwie aufgeregt. Sie war einfach nur völlig entspannt!! Als wir weitergingen hatte ich Pipi in den Augen vor Freude #b_lush# .

Witzig war auch der Moment vor ein paar Tagen. Ich bin gerade aus der Tür raus und wollte mit ihr um die Ecke gehen (schlecht einsehbar #s_ad# ). Wir kommen um die Ecke und da stehen 3 Kinder mit Fahrrädern.
Tessa kriegt nen Schreck und springt nach vorne in die Leine um im selben Augenblick innezuhalten und sich wieder total verdutzt zu mir umzudrehen (Nach dem Motto: "Oh entschuldige, da sind kurz die Pferde mit mir durchgegangen! #m_ocking# ). Dann habe ich belohnt und konnte ohne Stress an der Situation vorbei gehen.

Ich erwarte nicht, dass es jeden Tag so toll läuft wie heute... Aber ich bin so wahnsinnig froh, dass ich meiner Süßen jetzt helfen kann.
Sie wirkt so glücklich #s_mile# .

Momentan bekommt sie 2x am Tag je 200 mikrog. Momentan die erste so gegen 7.00 und die zweite so gegen halb 3. Ist das ok so oder sollte ich die zweite später geben??
Sie bekommt sie ohne Futter.

Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt mit meinem langen Text... Wollte nur die frohe Botschaft verkünden und mich nochmal für all die lieben Beiträge bedanken.

Ganz ganz liebe Grüße von Tessa (wuff) und mir


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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2014, 19:28 
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Hallo Maike,

wie sieht es denn mittlerweile aus? Ist es weiter bergauf gegangen mit Eurem Training? Und was machen die körperlichen Symptome (nächtliche Unruhe, Hechlen, haarlose Stellen)?

LG,
Susanne

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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Sa 15. Mär 2014, 22:11 
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Hallo Dingo #s_mile# ,

bei uns läuft es wirklich gut.
Nach jetzt fast einem Monat Forthyron-Gabe kann ich erste Schlüsse ziehen:

- Die Entscheidung war die Richtige!!! Alles an ihr zeigt mir, dass es mit ihr bergauf geht.
- Ihr Haare am Bauch sprießen richtig. Sie hat da jetzt einen ganz weißen, fast schon flauschigen Pelz (vorher nur vereinzelt Haare, sonst nackig).
- Ihre Speckschicht unter der Haut ist zurück gegangen. Nichts schlabbert mehr wenn der Hund losläuft #m_ocking# .
- An Nase und Augen hat sich noch nicht so viel getan ... aber abwarten...
- Die Augenringe sind fast weg.

All das ist schon ein Grund zur Freude. Aber wenn ich mir die Veränderungen in ihrem Verhalten anschaue muss ich immer wieder staunen:

Wir trainieren immernoch fleißig und machen große Fortschritte. Wenn ich jetzt mit ihr raus gehe läuft sie ENTSPANNT neben mir mit locker pendelnder Rute. Wenn wir anhalten scannt sie nicht mehr aufgeregt die Umgebung ab auf der Suche nach potentiellen Gefahren/Stressauslösern, sondern schnüffelt und schaut dann irgendwann zu mir hoch.

In stressigen Situationen ist sie ansprechbar geworden. Früher hat sie dann nichts mehr wahrgenommen. Jetzt orientiert sie sich sehr stark an mir und ich erreiche sie und kann ihr (meißtens) die Richtung vorgeben.
Falls sie doch nochmal "ausrastet" weil eine Situation sie überfordert, dann dauert es nicht lange bis sie sich wieder beruhigt hat und wir weiter machen können.

Auffällig ist jetzt, dass sie in Situationen, die ihr nicht geheuer sind die Rute runter nimmt und anzeigt, dass ihr Mut sie verlässt. Früher wäre sie 100%ig eher nach vorne gegangen anstatt zurück zu weichen.

Mit anderen Hunden ist sie angenehmer geworden. Sie verhält sich irgendwie ungezwungener, lockerer als vorher. ~hehe~


Vorgestern habe ich ihre Dosis erhöht weil ich den Eindruck hatte, dass ihr Körper sich an die 400mikrogr. gewöhnt hatte und die "Wirkung" zurückging. Sie wurde wieder etwas nervöser und Stressanfälliger.

Sie bekommt jetzt 3x täglich Forthyron (insgesamt 700mikrgr.) (Morgens 300, Nachmittags 200 und Abends 200.) und es ist nochmal eine deutliche Verbesserung eingetreten.



Findest du die Kontrolle der Blutwerte sinnvoll? Jeder Hund hat so oder so seinen Wohlfühlbereich des T3s etc. Also kann man aus den Werten doch eh nicht viel ableiten, oder?

Wenn doch..., wann sollte ich so einen Test machen lassen? Nach einer Änderung der Dosis muss man doch bestimmt etwas warten bis der Wert aussagekräftig ist?!? #??#


LG #schwenke

von Maike und Tessa (die zusätzlich gerade eine schmerzvolle Wasserrute auskuriert(armes Hundi))


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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Mo 24. Mär 2014, 21:31 
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Hallo Tessa,

Kontrolle der Blutwerte ist ein wenig Ansichtssache. Die einen sagen "unbedingt nötig", die anderen "Einstellen nach Verhalten/ (nicht mehr vorhandenen) Symptomen" ist besser. Ich habe es immer mit einem Mittelding gehalten: Einstellen nach Verhalten und solange es Lex sichtbar gut ging, einmal im Jahr Werte kontrolliert, um zu sehen wo sein Wohlfühlbereich liegt und dass wir nicht massiv außerhalb der Normwerte liegen. Einmal als er älter wurde, hatte ich das Gefühl, die Dosis ist jetzt zu hoch und habe etwas reduziert. Damit ging es ihm wieder prima. Kontrolliert hatte ich dann etwa 6 Monate später.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!
Susanne

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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: Mo 24. Mär 2014, 22:47 
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Hallo Tessa,

ich halte das auch so wie Susanne. Einstellung bei uns auch ein Mix aus Symptomen (die länger vorhanden bzw. nicht mehr vorhanden sind) und 1-2x im Jahr Blutwerte kontrollieren.

Liebe Grüße
Claudia

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 Betreff: Re: Schilddrüsenprobleme?? Ich weiß nicht weiter...
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: Mo 21. Apr 2014, 08:53 
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Hallo Maike,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Was kann denn der Passgang mit der Schilddrüse zu tun haben?

LG Julia und Tessa

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Liebe Grüße
Julia und Tessa


Zuletzt geändert von Julessa am Mo 21. Apr 2014, 08:57, insgesamt 2-mal geändert.

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