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 Betreff: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: So 20. Jan 2013, 19:58 
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Hallo, liebe Forumsmitglieder,
ich hoffe, hier einen Rat zu bekommen. Vor langer Zeit hatte ich schon mal mit Bea Kontakt über ein anderes Forum. Da betraf es die SDU meiner älteren Hündin.
Nun ist Sally, 5 Jahre, kastriert, Mudi-Mix aus Ungarn, 15 kg an der Reihe. Sie ist eine recht lebhafte, aber zuweilen ängstliche Hündin. Sie kam - damals noch als Pflegewelpe - im Alter von 8 Wochen zu mir. Ab dem Alter von 12 Wochen zeigte sie die Ängstlichkeit speziell vor Männern und Kindern. Diese Eigenschaft hat sich nicht verschlimmert, aber auch nicht gebessert. Der Verhaltensbiologe Gansloßer sprach von der genetischen Komponente, die hoch einzuschätzen sei.
Ansonsten zeigt Sally keine psychischen Auffälligkeiten, auch körperlich ist alles okay. Sie hat schönes, dichtes Fell und eine recht robuste Gesundheit.
Ich schreibe das alles, da eigentlich nichts auf eine SDU hinwies. Ich hatte vor einiger Zeit ein geriatrisches Profil für meine ältere Hündin und die Katze in Auftrag gegeben und "in einem Aufwasch" Sallys Blutwerte gleich mitbestimmen lassen. Der Tierarzt meinte, es sei alles im grünen Bereich, aber mich machte der hohe Cholesterinwert stutzig. Er lag weit über der Norm. Daraufhin ließ der TA noch den T4 Wert bestimmen - leider nur diesen Wert. Dieser lag bei 0,7
(Referenzwert:1,0-4,0) Da auch MCV und MCH leicht erhöht sowie die Erys und Hämoglobin leicht erniedrigt waren, ging der TA nicht von einer NTI aus, sondern von einer SDU - zudem die anderen Werte keine offensichtliche Krankheit anzeigten.
Da ich Dussel die Tierarzt-Waage wohl falsch eingestellt hatte, gab ich statt 15 Kilo knapp 10kg Gewicht an. Somit bekam Sally nun 8 Wochen lang einschleichend eine 200er Forthyron - morgens 100, abend 100. Das war zu wenig.
Bei der ersten Kontrolle vor paar Tagen bei einer anderen Tierärztin lag der Wert deshalb noch zu niedrig bei 2,5 (Ref.werte siehe oben). Diese Ärztin ließ noch den fT4 Wert überprüfen sowie den TSH.
Ersterer war in der Norm bei 1,8 (0,6-3,7), der TSH dagegen lag bei 2,20 (sollte kleiner als 0,5 sein!)
Wir haben jetzt das Thyroxin erhöht auf morgens 200 (einschleichend) und abends wie gehabt 100.
Weshalb der TSH so unverhältnismäßig hoch ist nach Substitution, ist mir auch nach Lektüre von Beas Buch und diverser anderer Artikel nicht klar.
Zink, Eisen, Selen und Jod wurde noch nicht bestimmt. Ich hoffe, dass Sally wirklich "nur" eine SDU hat und nichts anderes dahintersteckt...

Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Mo 21. Jan 2013, 20:04 
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Hallo Gaby

hast du keinen TSH-Wert von vor der Substitution?

Wenn du noch nicht bei der Enddosis angekommen bist, ist es kein Wunder, wenn der TSH-Wert hoch ist: durch die Ausschüttung von TSH soll die SD bei einem niedrigen Hormonspiegel zur Produktion von SD-Hormonen angeregt werden. Bei einer erkrankten SD läuft das leider ins Leere, da die SD ja nicht mehr ausreichend Hormone produzieren kann.
Wenn die Enddosis erreicht ist, sollte der TSH-Wert im unteren Normalbereich sein.

LG Bea

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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2013, 12:11 
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Hallo Bea,

nein, leider habe ich nicht aufgepasst, als der Tierarzt die SD überprüfen lassen wollte - obwohl ich doch eigentlich weiß, dass mehr Werte als nur T4 gecheckt werden sollen!
Somit kann ich nur davon ausgehen, dass der TSH auch vor der ersten Kontrolle schon hoch war.
Dass allerdings bei dem jetzigen Wert von 2,5 T4, der zwar nicht hoch, aber doch in der Norm liegt, Sally derart unterversorgt sein soll, dass der TSH 2,2 anzeigt, leuchtet mir nicht so ganz ein.
Ich habe jetzt erhöht, mache die nächste Kontrolle von T4 und TSH etwa in 6 Wochen und werde auch Eisen, Selen und Zink testen lassen, wobei Zink ja nicht so gut im Serum nachgewiesen werden kann.
Dass Amy so viele Verhaltensauffälligkeiten zeigte bei SDU und Sally keine, erstaunt mich auch.

Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2013, 20:04 
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Hallo Gaby

kannst du denn den TA mal fragen, ob er vor der Substitution TSH bestimmt hat? Oder ist das sicher, dass er das nicht bestimmt hat?

Gaby hat geschrieben:
Dass allerdings bei dem jetzigen Wert von 2,5 T4, der zwar nicht hoch, aber doch in der Norm liegt, Sally derart unterversorgt sein soll, dass der TSH 2,2 anzeigt, leuchtet mir nicht so ganz ein.

Der T4-Wert darf ja nicht als Absolutwert gesehen werden, sondern muss als individueller Wert interpretiert werden. Bei einem kleineren, mittelalten Hund ist eher mit Normalwerten im oberen Referenzbereich zu rechnen. Daher kann es sein, dass die 2,5 eben nicht ausreichen.

Ebenso ist auch der TSH-Wert nicht einfach so so interpretieren. Hohe TSH-Werte können zwar auf eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion hindeuten, aber auch auf die Erholung nach einer anderen Erkrankung. Sie können durch Medikamente beeinflusst sein.
Ebenso können teilweise falsch erhöhte TSH-Werte aufgrund von Interferenzen mit heterophilen Antikörpern (unspezifische Antikörper, die mit Antigenen einer anderen Tierart kreuzreagieren) festgestellt werden (also z.B. nach Impfungen).
Mal abgesehen davon, dass der TSH-Wert im Verlauf des Tages schwankt und bei Kälte eher höher ist.

Gaby hat geschrieben:
Dass Amy so viele Verhaltensauffälligkeiten zeigte bei SDU und Sally keine, erstaunt mich auch.

Naja, lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass eine SDU gar nicht zu großen Verhaltensauffälligkeiten führt. Es gibt Hunde, die auf SDH-Schwankungen extrem sensible im Verhalten reagieren - und es gibt Hunde, die selbst lange SDH-Defizite psychisch und körperlich kompensieren. Bis dann irgendwann der Vollcrash kommt.

LG Bea

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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Mi 23. Jan 2013, 13:26 
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BeaSin hat geschrieben:
Ebenso ist auch der TSH-Wert nicht einfach so so interpretieren. Hohe TSH-Werte können zwar auf eine beginnende Schilddrüsenunterfunktion hindeuten, aber auch auf die Erholung nach einer anderen Erkrankung. Sie können durch Medikamente beeinflusst sein.
Ebenso können teilweise falsch erhöhte TSH-Werte aufgrund von Interferenzen mit heterophilen Antikörpern (unspezifische Antikörper, die mit Antigenen einer anderen Tierart kreuzreagieren) festgestellt werden (also z.B. nach Impfungen).
Mal abgesehen davon, dass der TSH-Wert im Verlauf des Tages schwankt und bei Kälte eher höher ist.
LG Bea



Hallo Bea,

danke für die Erklärung, das war mir noch nicht bekannt. Sally hatte keine Krankheit, bekommt keine Medikamente und wurde auch nicht geimpft oder sonstiges.
Zu Deiner ersten Frage: Der TA hat leider wirklich nur T4 überprüfen lassen vor der Substitution...
Hätte ich nur besser aufgepasst! #s_ad#
Ich melde mich dann hier wieder, wenn ich die Blutwerte der nächsten Kontrolle habe.

Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: Do 14. Mär 2013, 19:33 
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So, nun habe ich die Werte testen lassen:

T4: 3,0 - vorher 2,5 - (Therapiekontrolle 2,1-5,4)
TSH: 1,21 - vorher 2,20 - (müsste kleiner als 0,5 sein)
Eisen: 120,3 (84-230 ug/dl)
Zink: 1300ug/l (400-1600)
Selen: 315 ug/l (200-400)

Der TSH ist zwar gefallen, aber immer noch zu hoch. Also müsste der Körper doch zu wenig SD-Hormone haben.
Die Tierärztin will aber die Dosis nicht erhöhen. Sally wiegt 15 kg und bekommt morgens eine 200er und abends 100 Forthyron. Sie ist absolut munter und gut drauf.
Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Gaby


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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Do 14. Mär 2013, 22:18 
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Hallo,

300 µg Thyroxin bei 15 kg sind 20µg/kg Körpergewicht.
Viele Hunde liegen bei 20-40µg/kg Körpergewicht, manche auch mehr.
Es wäre also noch "Luft" nach oben.

Liebe Grüße
Claudia

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 Betreff: Re: TSH bei erster Kontrolle nach Substitution extrem erhöht
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2013, 12:59 
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Hallo,

da meine ältere Hündin nach gleich bleibender Substitution plötzlich einen zu hohen T4 Wert hatte, wollte ich eigentlich erst mal 4 weitere Monate abwarten, ob der T4 Wert nicht noch ansteigt.
Meint Ihr, der TSH würde bei einer Erhöhung auf 400 sinken?
Aufgrund des geriatrischen Profils und der recht unauffälligen Werte von Zink, Eisen und Selen dürfte doch keine NTI vorliegen, sondern wirklich die SD das Problem sein, oder?

Liebe Grüße
Gaby


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