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 Betreff: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2013, 19:25 
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aktueller Telepolis-Artikel

"Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"[1]
========================================================

Christian Weymayr zu alternativer Medizin, Geisterglauben und Anhängern
der Lehre von Samuel Hahnemann
-----------------------------------------------------------------------

Christian Weymayr hat als Biologe promoviert. Er arbeitet seit 1987 als
Wissenschafts- und Medizinjournalist für Unternehmen und verschiedene
Medien. Gemeinsam mit Nicole Heißmann erschien von ihm zuletzt das Buch
"Die Homöopathie-Lüge" .

Herr Weymayr, es gibt hunderte Bücher zur Homöopathie, darunter auch
einige, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Was hat Sie
dazu motiviert, noch ein Buch zu schreiben?

Christian Weymayr: In der bisherigen Auseinandersetzung ging es vor allem
um die Frage, ob homöopathische Arzneien wirken können. Nicole Heißmann
und ich handeln das relativ knapp in unserem ersten Kapitel ab. Davon
ausgehend zeigen wir, wie etabliert die Homöopathie im Gesundheitswesen
ist. Wir kritisieren diese Hinwendung, denn die Homöopathie ist keine
Alternative und auch keine Ergänzung zur etablierten Medizin, also keine
Medizin auf Augenhöhe, sondern Esoterik. Das war durchaus die
Hauptmotivation für dieses Buch.

Bei der Homöopathie geht es im Kern um das sogenannte "Potenzieren"[2]
oder "Dynamisieren" bestimmter Substanzen. Erklären Sie uns das Konzept
doch bitte kurz.

Christian Weymayr: Die Idee des Potenzierens ist, dass man die eigentliche
Substanz verdünnt, ihre Wirkkraft aber verstärkt. Auch Samuel Hahnemann
....

... der Begründer der Homöopathie …

Christian Weymayr: … wusste, dass die Stoffe soweit verdünnt werden, bis
sie quasi nicht mehr vorhanden sind. Aber durch das Reiben und
"Verschütteln", so sagte er, würden geistartige Wirkkräfte frei. Auch aus
Substanzen, die im nichtpotenzierten Zustand keine Wirkkräfte haben, also
zum Beispiel aus Kochsalz oder Zwiebeln. Das sind Dinge, die man ohnehin
in großem Maße zu sich nimmt. Wenn man Homöopathie also für möglich hält,
dann muss man akzeptieren, dass es geistartige Wirkkräfte gibt.

Wenn nun ein homöopathischer Wirkstoff potenziert wird, dann befindet er
sich in der Trägersubstanz Wasser. Weshalb bleiben das Wasser oder etwaige
Kontaminationen denn ohne Auswirkung?

Christian Weymayr: Dieses Problem wird ausgeblendet. Wenn man behauptet,
dass das Potenzieren funktioniert, dann muss man eine lenkende Kraft
voraussetzen, eine Art göttliches Wesen, das dafür sorgt, dass nur die
Heilkräfte potenziert werden. Alle anderen Substanzen, die gegebenenfalls
schon im Lösemittel sind, oder negative Kräfte müssten unterdrückt werden.
Es werden in der Homöopathie schließlich auch Schwermetalle und Gifte
verwendet, Cobratoxin[3] etwa ist ein beliebtes Mittel. Das ist ziemlich
harte Chemie. Deren negative Wirkungen werden angeblich "rausverdünnt",
die positiven bleiben erhalten und verstärken sich noch. Dieses göttliche
Wesen, das die Guten ins Töpfchen steckt und die Schlechten aussortiert,
muss nicht nur allmächtig sein, sondern auch noch über gute medizinische
Kenntnisse verfügen.

Gibt es evidenzbasierte Erkenntnisse zum "Potenzieren"?

Christian Weymayr: Keine, die einer vernünftigen Überprüfung standhalten
würden. Wer nachweisen kann, dass das Potenzieren funktioniert, würde eine
Million Euro erhalten, die von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen
Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP[4]) ausgelobt wurde. Ich bin in
diesem Verein auch Mitglied.

Aus erkenntnistheoretischen Gründen ist es kaum möglich, die
Nicht-Existenz von etwas zu beweisen

Herr Weymayr, wenn nun jemand zu Ihnen kommt und Homöopathie testen will.
Was wären Ihre ersten drei Argumente, um diese Person davon abzuhalten?

Christian Weymayr: Zunächst würde ich ihn fragen, ob er es allen Ernstes
für möglich hält, dass ultrahochverdünntes und verschütteltes Kochsalz
irgendeine Wirkung im Organismus haben kann. Zweitens würde ich ihn davor
warnen, wirksame Therapien zu vernachlässigen. Drittens würde ich ihm
raten, gar nichts zu tun, sondern seinen Selbstheilungskräften zu
vertrauen.

Im Gespräch mit Fürsprechern der Homöopathie hört man als immer
wiederkehrendes Argument des Satz: "Es hat mir doch geholfen." Hat, wer
heilt, nicht recht?

Christian Weymayr: Das ist richtig. Aber die Frage, wer denn nun geheilt
hat, die ist nicht so trivial. Wenn ich etwas zu mir nehme und es geht mir
danach besser, dann ist es eine unzulässige Vereinfachung, das automatisch
auf diese Substanz zurückzuführen. Denn es gibt vier Möglichkeiten, die
eine Genesung auch anders erklären können. Man kann erstens irren. Das
heißt, es geht einem gar nicht besser, aber man möchte, dass es einem
besser geht. Darum nimmt man den eigenen Zustand anders wahr. Zweitens
gibt es gerade bei chronischen Krankheiten Schwankungen und ein dauerndes
Auf und Ab. Wenn man während eines Krankheitsschubs ein Mittel nimmt und
danach klingen die Beschwerden ab, muss es also nicht an diesem Mittel
liegen. Drittens wäre es einem wohl in den allermeisten Fällen auch ohne
das Mittel besser gegangen. Und viertens kann es einem tatsächlich wegen
der Behandlung besser gehen – das liegt dann aber nicht an dem
homöopathischen Arzneimittel, sondern an dem Placeboeffekt.

Nun haben Sie sich gemeinsam mit Ihrer Kollegin Nicole Heißmann auf gut
330 Seiten wissenschaftlich mit der Homöopathie auseinandergesetzt. Läuft
man als Wissenschaftler nicht aber ins Leere, wenn man die Existenz der
Nicht-Existenz beweisen will?

Christian Weymayr: Deswegen sagen wir auch, dass es vergebens ist,
Homöopathie in klinischen Studien widerlegen zu wollen. Erstens ist es aus
erkenntnistheoretischen Gründen kaum möglich, die Nicht-Existenz von etwas
zu beweisen. Außerdem stellt die Homöopathie ungeheure Behauptungen auf.
Um geistartige Heilkräfte, ein Wassergedächtnis und ein lenkendes,
göttliches Wesen mit guten medizinischen Kenntnissen zu belegen oder zu
widerlegen, sind klinische Studien nicht im Entferntesten aussagekräftig
genug. Das ist, als wollten sie mit einer handelsüblichen Stoppuhr die
Lichtgeschwindigkeit überprüfen.

Selbst ein bekannter Wissenschaftsverlag hat ein Buch mit dem Titel
"Homöopathie in der Intensiv- und Notfallmedizin" herausgebracht – und das
ist kein Einzelfall. Sie befassen sich in Ihrem Buch in einem ganzen
Kapitel mit dem wachsenden Einfluss der Homöopathie auch an Universitäten.
Wie ist dieser Trend zu erklären?

Christian Weymayr: Das ist zum einen Populismus. Wenn ein Verfahren von
den Patienten gewünscht wird, dann wollen Ärzte diese Nachfrage bedienen.
Also entsteht auch an den Universitäten, die die Ärzte ausbilden, eine
Nachfrage. Entsprechend braucht es dann auch Fachverlage, die diese
Klientel bedienen.

Andererseits muss man dazu sagen, dass die beiden Professuren in
Deutschland, die sich auch intensiv mit Homöopathie beschäftigen,
Stiftungsprofessuren sind. Die eine in Frankfurt an der Oder wird von der
alternativen Pharmaindustrie bezahlt und die andere Professur an der
Berliner Charité von der Karl und Veronica Carstens-Stiftung[5], die
explizit alternative Medizin und Homöopathie in der Wissenschaft und in
der medizinischen Versorgung etablieren möchte. Es ist am Ende wohl eine
Mischung aus Geschäftssinn, Pragmatismus und auch Überzeugung.

Ein Wesensmerkmal des Glaubens ist, dass der Gläubige keine rationalen
Argumente an sich heranlässt

Sie haben mehrfach die "geistartigen Kräfte" erwähnt, die in der
Homöopathie wirken sollen. Nun hängen nachweislich vor allem höher
Gebildete, Akademiker und durchaus auch Mediziner der Homöopathie an. Ist
das nicht ein Paradoxon?

Christian Weymayr: Das ist für mich sehr schwer verständlich. Ich kann es
bis heute nicht begreifen, wie jemand, der auf dem Boden der Wissenschaft
stehen sollte und entsprechend ausgebildet wurde, gleichzeitig an
geistartige Wirkkräfte glauben kann. Zumal sich Homöopathie und die
wissenschaftsbasierte Medizin in allen Ansätzen ausschließen. Das hat auch
Hahnemann so gesagt: Man solle sich nicht dem Wahne hingeben, dass die
beiden Methoden jemals gemeinsame Sache machen könnten.

Ich denke, dass die Bereitschaft, etwas zu glauben, im Menschen generell
hoch ist. Das ist auch wunderbar. Es geht einem besser, wenn man an etwas
glaubt. Wenn aber dieser Glaube unter dem Deckmantel der Wissenschaft
daherkommt, dann wehren wir uns dagegen. Homöopathie ist
institutionalisierter Geisterglaube.

Auf Ihrer Internetseite ist mir ein Satz aufgefallen. Dort steht: "Bitte
beachten Sie, dass ich auf Mails von Menschen, die mein Buch Die
Homöopathie-Lüge zwar nicht gelesen haben, es aber trotzdem kommentieren,
nicht eingehe." Welche Bilanz ziehen Sie denn aus der durchaus emotionalen
Debatte über Ihr Buch?

Christian Weymayr: Die Befürworter der Homöopathie beschäftigen sich nicht
mit dem Buch. Es gibt sogar eine Gegenpublikation[6], die digital
erschienen ist, und die der Autor als Ergänzung verstanden haben möchte.
Der Autor hat den Titel "Homöopathie: Lüge & Wahrheit" gewählt. Aber
selbst er hat unser Buch offensichtlich nicht gelesen. Er zitiert nur aus
der Verlagsankündigung zu unserem Buch. Und auch von den Rezensenten im
Internet sagen manche explizit, dass sie unser Buch nicht gelesen haben.
Ich habe bislang keine wirklich kritische Auseinandersetzung mit unseren
Argumenten gefunden. Auch der Deutsche Zentralverein homöopathischer
Ärzte[7] hat sich – sehr zu unserem Leidwesen – bisher nicht zu unserem
Buch geäußert. Es gab zwar Reaktionen vor der Publikation, aber seit der
Publikation herrscht Schweigen. Auch die Carstens-Stiftung hat bisher
nichts dazu gesagt.

Sie schreiben selbst, dass der Begründer der Homöopathie, Samuel
Hahnemann, zu seiner Zeit Antworten auf die Defizite der damaligen Medizin
gesucht hat. Sind diese weiterhin bestehenden Defizite nicht auch ein
Grund für den Erfolg dieser Praxis bis heute?

Christian Weymayr: Viele der damaligen Defizite bestehen heute natürlich
nicht mehr. Aber es gilt nach wie vor: Eine nutzlose Methode, die keine
direkten Nebenwirkungen hat, ist auf jeden Fall besser als eine ebenfalls
nutzlose Therapie mit Nebenwirkungen. Bei Verfahren wie der Homöopathie
ist die Bilanz zumindest neutral. Wenn bei ausbleibendem Nutzen aber
Nebenwirkungen auftreten, wie dies bei der wissenschaftsbasierten Medizin
durchaus auch der Fall ist, dann schneidet die Homöopathie tatsächlich
besser ab. Wenn zum Beispiel Antibiotika gegen eine Vireninfektion
verabreicht werden, dann nützt das nichts, schadet aber. Bei einer
Vireninfektion wäre man mit Homöopathika im direkten Vergleich also besser
dran. Am besten wäre allerdings, nichts zu nehmen.

Müsste also gleichzeitig zur Homöopathie nicht auch die Rolle von
Pharmakonzernen diskutiert werden, wenn sie unnütze, aber lukrative
Präparate auf dem Markt halten?

Christian Weymayr: Das passiert ja auch. Die Pharmaindustrie steht seit
Jahren oder Jahrzehnten unter Generalverdacht. Es ist allerdings nicht
unbedingt eine Frage der Pharmakonzerne, die natürlich Geld verdienen
wollen, sondern eher eine Frage der Regulationsmechanismen. Warum werden
Dinge gezahlt, deren Nutzen nicht nachgewiesen ist? Hier sind die
Institutionen in der Pflicht, die bestimmen, was von den Kassen gezahlt
wird.

Tatsächlich werden Homöopathika von Krankenkassen gezahlt, also von
Solidarsystem getragen. Ist das zu verantworten?

Christian Weymayr: Die Kosten sind hier nicht so groß. Ich bin mir noch
nicht einmal sicher, ob es nicht Geld spart, wenn Patienten durch
Homöopathie davon abgehalten werden, teure, aber in ihrem Fall nutzlose
Medikamente in Anspruch zu nehmen. Kassen sollten homöopathische Mittel
dennoch nicht freiwillig bezahlen, weil sie damit ganz erheblich zu der
bestehenden Verwirrung beitragen und zu der Vermischung von Wissenschaft
und Glauben. Gegen die Homöopathie selbst habe ich nichts. Das ist Glaube,
der den Leuten zugestanden werden muss. Im wissenschaftlichen
Medizinbetrieb aber hat Glauben nichts zu suchen.

Denken Sie, dass Sie Anhänger der Homöopathie überzeugen?

Christian Weymayr: Nein, denn ein Wesensmerkmal des Glaubens ist, dass der
Gläubige keine rationalen Argumente an sich heranlässt. Wir beobachten
eine starke Abwehrhaltung gegen unser Buch. Gar nicht so sehr gegen die
Inhalte. Eher gegen die kritische Beschäftigung mit dem Thema Homöopathie.


Harald Neuber, 05.03.2013

Diskussion:
http://heise.de/tp/foren/S-Homoeopathie ... 0646/list/[8]


[1] http://www-if.heise.de/tp/artikel/38/38689/1.html

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Potenziere ... opathie%29

[3] http://www.uniprot.org/uniprot/P01391

[4] http://www.gwup.org/

[5] http://www.carstens-stiftung.de/

[6] http://www.amazon.de/dp/B00AWTZDOC/ref= ... polis0b-21

[7] https://www.dzvhae.de/

[8] http://heise.de/tp/foren/S-Homoeopathie ... 0646/list/

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Lieber Gruß
Jutta mit Nino und Gil im Herzen BildBild

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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#2  BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2013, 14:49 
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Chiva S, Pocha C, Macana H, Gazapo E, Infundio R, Mentira Z (2012)
Effects of homeopathic treatment of 5,000 persons with morbus algia imperceptible.
J PubH Rev 45: 104-12.


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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#3  BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2013, 11:16 
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Hallo Norik,

leider kann ich aus Deinem Post nicht entnehmen, ob Du dem zitierten Artikel Glauben schenkst. Falls ja, dann schaue mal hier:

Aprilscherze mit und ohne Homöophathie

"Behandelt wurden Menschen, die mindestens 5 Jahre an morbus algia imperceptible litten, einer sehr seltenen Schmerzerkrankung des Metencephalon. Die Studie wurde an 5.000 Patienten und Patientinnen in einem Krankenhaus in Barcelona durchgeführt.

Eine sehr seltene Krankheit soll an 5.000 Patienten über 5 Jahre beobachtet worden sein? Das ist natürlich lächerlich, aber noch lächerlicher ist, dass die Krankheit ja “imperceptible”, also gar nicht wahrnehmbar sein soll."

LG,
Susanne

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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#4  BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2013, 15:46 
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wie auch immer ...dann leiden unsere Nutztiere auf jeden Fall unter schwerem Placeboeffekt....sie bekommen gegen viele Leiden homöop. Mittel.....dass Hühner sich über sowas Gedanken machen ist ja sicher bekannt....LOL


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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#5  BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2013, 15:49 
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noch ein Placebo Effekt??

Abstract

ABSTRACT:
BACKGROUND:

Drugs of plant origin such as Arnica montana, Calendula officinalis or Hypericum perforatum have been frequently used to promote wound healing. While their effect on wound healing using preparations at pharmacological concentrations was supported by several in vitro and clinical studies, investigations of herbal homeopathic remedies on wound healing process are rare. The objective of this study was to investigate the effect of a commercial low potency homeopathic remedy Similasan® Arnica plus Spray on wound closure in a controlled, blind trial in vitro.
METHODS:

We investigated the effect of an ethanolic preparation composed of equal parts of Arnica montana 4x, Calendula officinalis 4x, Hypericum perforatum 4x and Symphytum officinale 6x (0712-2), its succussed hydroalcoholic solvent (0712-1) and unsuccussed solvent (0712-3) on NIH 3T3 fibroblasts. Cell viability was determined by WST-1 assay, cell growth using BrdU uptake, cell migration by chemotaxis assay and wound closure by CytoSelect ™Wound Healing Assay Kit which generated a defined "wound field". All assays were performed in three independent controlled experiments.
RESULTS:

None of the three substances affected cell viability and none showed a stimulating effect on cell proliferation. Preparation (0712-2) exerted a stimulating effect on fibroblast migration (31.9%) vs 14.7% with succussed solvent (0712-1) at 1:100 dilutions (p < 0.001). Unsuccussed solvent (0712-3) had no influence on cell migration (6.3%; p > 0.05). Preparation (0712-2) at a dilution of 1:100 promoted in vitro wound closure by 59.5% and differed significantly (p < 0.001) from succussed solvent (0712-1), which caused 22.1% wound closure.
CONCLUSION:

Results of this study showed that the low potency homeopathic remedy (0712-2) exerted in vitro wound closure potential in NIH 3T3 fibroblasts. This effect resulted from stimulation of fibroblasts motility rather than of their mitosis.


Zuletzt geändert von Norik am Sa 9. Mär 2013, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#6  BeitragVerfasst: So 10. Mär 2013, 02:43 
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Hi

Zitat:
Christian Weymayr: Und viertens kann es einem tatsächlich wegen der Behandlung besser gehen – das liegt dann aber nicht an dem homöopathischen Arzneimittel, sondern an dem Placeboeffekt.


Im Buch Zeit Wissen Edition „Phänomen Mensch“ sind u.a. zwei interessante Artikel zum Thema
„Warum heilt Glauben? Antworten der Therapieforschung“ sowie
„Die Kraft der Überzeugung“

In den Artikeln werden zahlreiche Beispiel angeführt, die zeigen, dass der Glaube heilt, z.B.
• ist die Behandlung mit einem bestimmten Medikament wirksam, so ist auch die spätere Behandlung mit einem Scheinpräparat meist wirksam
• nach einer vermeintlichen OP sind teilweise die Erfolge ähnlich hoch, wie nach echten OPs (bei gleicher Krankheitsursache)
• in einem anderen Versuchsaufbau war der weitere Verlauf der Erkrankung ausschließlich davon abhängig, ob der Patient sich zu der Placebogruppe oder der behandelten Gruppe zugehörig fühlte (beide Gruppen erhielten Placebos)
• die subjektive Besserung bei Patienten mit sicherer Diagnose und positiver Prognose ist deutlich höher als die bei Patienten mit unsicherer Diagnose
• die Haltung des Arztes ist enorm wichtig hinsichtlich der Genesung: Ärzte, die sich Zeit nehmen, haben deutlich höhere Heilungserfolge. Teilweise geht es Patienten schon im Wartezimmer oder nach der „Bestandsaufnahme“ besser.

Psyche und Körperreaktion sind also (erstaunlicherweise #c_ool# ;) ) eng verbunden.

Es werden beeindruckende Beispiele hierzu aufgeführt.
  • Ein Gärtner hatte verdächtige Ampullen in seinem Garten gefunden und klagte beim aufgesuchten Arzt u.a. über starke Übelkeit. Wie nach der Analyse festgestellt wurde, enthielten die Ampullen Urin.
  • In einem Versuch wurde bei leicht an Hautirritationen leidenden Versuchsteilnehmern in Kontakt mit einer angeblich giftigen Pflanze gebracht. Alle 13 Teilnehmer entwickelten Hautirritationen. Wurde jedoch bei den gleichen Teilnehmern eine leichtgiftige, aber angeblich ungiftige Pflanze verwendet, zeigten nur 2 Teilnehmer Hautreaktionen.
  • Im Zweiten Weltkrieg ging einem Anästhesisten das Morphium aus. Daraufhin verwendete er Kochsalzlösung. Viele Patienten merkten eine deutliche Linderung der Beschwerden.
  • In einem Sportstudio wurden Sportlern angeblich leistungsstärkende Drinks gereicht, während ein Assistent heimlich die Geräte manipulierte, so dass die Sportler eine tatsächliche Leistungssteigerung annahmen. Nach einigen Wiederholungen zeigten die Sportler tatsächlich Leistungssteigerungen.

Ein beeindruckendes Beispiel (keine Ahnung, wo ich das gelesen habe, daher aus dem Gedächtnis erzählt):
Ein Mann hatte einen bösartigen Tumor und war austherapiert. Nach eigenen Recherchen erschien er beim behandelten Arzt und verlangte eine Therapie, die im klinischen Stadium im Ausland bereits gute Erfolge erzielt haben sollte. Der Arzt verabreichte ihm ein Placebo. Der Tumor verschwand.
Nach einiger Zeit erschien der Patient wieder beim Arzt und erzählte, dass er gelesen habe, dass der Therapie-Test im Ausland leider doch nicht den gewünschten Erfolg erzielt habe und das Medikament daher keine Zulassung erhalten habe. Der Tumor wuchs wieder.
Daraufhin erzählte der Arzt dem Mann, dass eine geänderte Variante des Medikamentes im test sei und er gab dem Patienten wiederum ein Placebo. Der Tumor verschwand wieder….

Analoge Berichte habe ich von etlichen TÄ gehört. Hier funktioniert der Placebo-Effekt über den Umweg „Halter“: seiner Fürsorge für den Hund, seiner Wahrnehmung, etc.

Und was will ich damit sagen?
Ich bin absolut kein Freund von alternativen Heilmethoden. Aber solange ich eine Verbesserung bei einer Erkrankung sehe, werde ich den Teufel tun, denjenigen mitzuteilen, dass sie Humbug aufsitzen. Wenn weder Verschlechterung noch Verschlechterung feststellbar sind, stelle ich schon mal kritische Fragen. Und bei Verschlechterung….


Wenn man die Erkenntnisse zu Scheinbehandlung, - medikation etc. auf Placeobs anwendet, ergibt sich für den Artikel:

Zitat:
Christian Weymayr: Davon ausgehend zeigen wir, wie etabliert die Homöopathie im Gesundheitswesen ist. Wir kritisieren diese Hinwendung, denn die Homöopathie ist keine Alternative und auch keine Ergänzung zur etablierten Medizin, …“

Doch – alternative Heilmethoden SIND eine Ergänzung zur etablierten Medizin, weil die etablierte Medizin sich sehr schwer tut, die Selbstheilungsmöglichkeiten des Körpers zu aktivieren. Das fängt schon bei Behandlungen im „15-Minuten-Takt“ an.

Zitat:
Christian Weymayr: Ich denke, dass die Bereitschaft, etwas zu glauben, im Menschen generell hoch ist. Das ist auch wunderbar. Es geht einem besser, wenn man an etwas glaubt. Wenn aber dieser Glaube unter dem Deckmantel der Wissenschaft daherkommt, dann wehren wir uns dagegen. Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube.

Tja, das ist die Crux. Der Mensch wird immer irgendwas glauben. Und die Wirkung dieses Glaubens ist nun mal wissenschaftlich nachweisbar. Wenn man nun aber den überzeugten Glaubenden erzählt, dass das alles Müll ist – siehe mein letztes Beispiel.


Zitat:
Christian Weymayr: Viele der damaligen Defizite bestehen heute natürlich nicht mehr.

Dafür aber andere- nämlich Zeit pro Patient (auch dazu gibt es einen Artikel im oben erwähnten Buch).

Zitat:
Christian Weymayr: Bei Verfahren wie der Homöopathie ist die Bilanz zumindest neutral. Wenn bei ausbleibendem Nutzen aber Nebenwirkungen auftreten, wie dies bei der wissenschaftsbasierten Medizin durchaus auch der Fall ist, dann schneidet die Homöopathie tatsächlich besser ab. Wenn zum Beispiel Antibiotika gegen eine Vireninfektion verabreicht werden, dann nützt das nichts, schadet aber. Bei einer Vireninfektion wäre man mit Homöopathika im direkten Vergleich also besser dran. Am besten wäre allerdings, nichts zu nehmen.

Nebenwirkung kann auch ausbleibender Heilungserfolg sein. BettinaK hat da ja ihre eigenen traurigen Erlebnisse geschildert.
AB gegen Vireninfektion ist hoffentlich ein Diagnosefehler. Oder läuft auf Erfahrungen des (Tier-) Arztes hinaus, dass Medikamente quasi per se wirken.

Zitat:
Christian Weymayr: ….Vermischung von Wissenschaft und Glauben. Gegen die Homöopathie selbst habe ich nichts. Das ist Glaube, der den Leuten zugestanden werden muss. Im wissenschaftlichen Medizinbetrieb aber hat Glauben nichts zu suchen.

Siehe oben

LG Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#7  BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2013, 01:49 
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wenn eine Besserung oder Heilung aufgrund UNSERES Glaubens ensteht...wie geschieht das dann aber bei unseren Haus- und Nutztieren? Die können sich das ja schlecht "eingebildet" haben....???..besonders die Hühner..nicht...die haben an uns nicht die gleiche Bindung wie Hunde oder Katzen. Homöopatisch begleitete Schweinebestände verbraucnen statistisch weniger Antibiotika als herkömmlich behandelte usf. usf.


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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#8  BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2013, 01:51 
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wie heilt der Arzt...durch Wissen oder durch Versuch? Die meisten Tierärzte gehen nach dem Motto "Try and Error" and die Behandlung....genau wissen können sie in vielen Fällen nicht sicher was einem Haustier fehlt....


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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#9  BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2013, 11:21 
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Hallo Norik,

Norik hat geschrieben:
wie geschieht das dann aber bei unseren Haus- und Nutztieren? Die können sich das ja schlecht "eingebildet" haben....???..besonders die Hühner..nicht...die haben an uns nicht die gleiche Bindung wie Hunde oder Katzen. Homöopatisch begleitete Schweinebestände verbraucnen statistisch weniger Antibiotika als herkömmlich behandelte usf. usf.


Nein, aber jemand, der sich die Mühe macht, seine Bestände mit Homöopathika zu behandeln, hat normalerweise eine ganz andere Umgangsform mit den Tieren, als jemand, dar 08/15 Massentierhaltung macht und bei den kleinsten Anzeichen Antibiotika in den Stall schmeißt. Und schon kannst Du die Situationen nicht mehr vergleichen...

Norik hat geschrieben:
Die meisten Tierärzte gehen nach dem Motto "Try and Error" and die Behandlung....genau wissen können sie in vielen Fällen nicht sicher was einem Haustier fehlt....


Das ist sicherlich manchmal notwendig, da die Tiere uns ja leider nicht erzählen können, was ihnen fehlt. Dies aber als Standard (die meisten Tierärzte...) zu definieren, ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für alle Tierärzte, die nicht mit der Gießkanne Antibiotika verteilen, sondern versuchen anständige Diagnosen zu stellen, Antibiogramme zu fertigen etc. Und warum machen es einige gerade im Großtierbereich nicht? Weil die meisten Bauern nicht bereit sind, es zu bezahlen. Hieraus den Tierärzten einen Strick zu drehen, ist unfair.

LG,
Susanne

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 Betreff: Re: "Homöopathie ist institutionalisierter Geisterglaube"
Posting Nummer:#10  BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 01:41 
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Was aber macht man dann nur mit einem Hundehalter, der den Glauben an Homöopathie nie hatte und eigentlich nur aus blinder Verzweiflung heraus doch noch einmal zu einem homöopatisch arbeitenden Tierarzt geht, da es dem Tier immer schlechter geht und die Schulmedizin nicht weiter kommt? Dem sind diverse Behandlungen bei anderen "alternativ" arbeitenden Tierärzten und Heilpraktikern vorausgegangen, wo angefangen mit klass. Homöopathie über Bioresonanz hin zu Kinesiologie alles vertreten war, was irgendwie mit Hokuspokus zu tun hat. Nichts hat je auch nur im Ansatz den *Anschein* einer Wirkung beim Tier gezeigt. So ist die Erwartungshaltung des Tierhalters gegenüber diesem neuen homöopatisch arbeitenden Tierarzt denkbar gering, die Skepsis ist riesig.

Der neue homöopatisch arbeitende Tierarzt scheint glatt noch schlimmer als die anderen Tierärzte und THPs zu sein. Die Hokuspokus-Show lässt den Tierhalter verzweifelt bemüht zurück, sein ungläubiges Kopfschütteln über diesen Irrsinn zurückzuhalten, und er kann es in keinem Moment fassen, dass er dafür sogar noch Geld bezahlt.

Der homöopatisch arbeitende Tierarzt sagt dem Patientenbesitzer, dass es zu einer bestimmten Reaktion beim Hund kommen könnte, darüber solle man sich nicht wundern - das sei nur ein Zeichen der Wirkung.

Jaaaa, klar. Der Tierhalter möchte nun wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln, nimmt die überteuerte Rechnung entgegen, leint seinen Hund an und geht.

Nach einer Stunde Fahrtzeit zuhause angekommen steigt der Hund aus dem Auto, und die vom Tierarzt angemerkte Reaktion setzt mit unfassbarer Intensität ein. Der Tierhalter will es gar nicht glauben.

Nach 2 Wochen folgt ein neuer Termin, ein kleiner Funken der Hoffnung ist nach dem ersten Termin nun wider besseren Wissens erwacht. Der Hund bekommt ein neues Mittel nach der nun schon bekannten Hokuspokus-Show, über die der Tierhalter immer noch entweder lachen oder haareraufend schreien möchte.

Eine "Nebenwirkung" wird nicht genannt. Man soll das Mittel nur einfach in bestimmten Abständen noch einmal geben und dann in 2 Wochen wieder zum Termin erscheinen.

Zuhause angekommen ist noch alles wie immer. Am Abend beginnt der Hund ein höchst ungewöhnliches Verhalten zu zeigen. Das hätte der Tierhalter nie und nimmer erwartet zu sehen. Er setzt sich vor den PC und googelt das Mittel. Bereits beim ersten Eintrag der Indikationen findet er genau das Verhalten, was er bei seinem Hund den gesamten Abend über beobachten kann. Das Verhalten hält noch einige Tage an und verschwindet dann wieder.

Der Hundehalter lässt daraufhin seinen Hund noch eine lange Zeit dort behandeln, und das Tier entwickelt sich unter der Behandlung sehr positiv, ohne dass der Halter in irgendeiner Form die Beziehung zum Tier oder den Umgang mit ihm verändert hätte.

Eine wahre Geschichte.

Ebenso wahr wie die Geschichte von einem kleinen Hund, der nach der Anwendung eines "heftigen" Spot Ons gegen Zecken jeden Tag stark verschleimte Augenwinkel hatte. Eine Heilpraktikerin testete quasi "nebenbei" innerhalb nur weniger Minuten den Hund mittels Bioresonanz durch und gab dann ein homöopatisches Mittel das Abhilfe schaffen sollte. Wie sich das äußern sollte wurde nicht gesagt. Der Tierhalter erwartete keine nennenswerte Reaktion oder Verbesserung.
Am nächsten Vormittag litt der kleine Hund unter einem einmaligen sehr heftigen Platzdurchfall, der den Tierhalter besorgt zurückließ, da der kleine Hund noch nie einen solchen Durchfall gehabt hatte. Doch der Durchfall wiederholte sich nicht. Dafür waren ab dem Tag die Augen wieder komplett schleimfrei.

Suggestion? Placeboeffekt? Erwartungshaltung???


Zuletzt geändert von *Susu* am Mi 17. Apr 2013, 01:45, insgesamt 5-mal geändert.

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