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 Betreff: Hundebrillen - sinnvoll oder nicht?
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: So 10. Jan 2010, 14:12 
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Hundebrillen sind der neuste Mode-Gag für den vermenschlichten Hund.
Oder gibt es auch sinnvollere Gründe, einem Hund eine Brille aufzusetzen?

Wann ist eine Hunde-Brille sinnvoll / erforderlich?

Es gibt eine Reihe medizinischer Indikationen, bei denen eine Hundebrille sinnvoll oder erforderlich ist:

  • Hornhautentzündung (Ulcus corneae)
  • Schäferhundkeratitis (Überreiterkeratitis) als UV-Schutz gegen das Fortschreiten von Hornhautschädigungen,
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Trockenes Auge
  • nach mikrochirurgischen Operationen beim grauen Star (Linsentrübung, Katarakt) als Strahlenschutz für die Netzhaut
  • für ältere Hunde mit nachlassender Funktion des Pupillarmuskels (Sphinkteratrophie) und lichtscheuem Verhalten
  • Kratzschutz bei Entzündungen des Auges
  • während des Ausheilens von Entzündungen
  • Lichtemfpindlichkeit
  • bei starker Sonneneinstrahlung / UV-Belastung (Hochgebirge)
  • Wind-/Zugluftempfindlichkeit (besonders bei Mitfahrten im Cabrio, Motorradbeiwagen)
  • Staubempfindlichkeit (z.B. am Strand)
  • als Schutz vor Schneeblindheit bei Schneewanderungen
  • für kurznasige Hunderassen (Pekinese, Shih Tzu, Mops u.a.) als Schutz vorm Anstoßen
    [/list]

    Brillen für Sehschärfekorrekturen sind hingegen aus heutiger Sicht keine tiermedizinisch begründbare Maßnahme. Ob sich hier Korrekturen per Laser durchsetzen bleibt abzuwarten.

    Auswahlkriterien für eine Hundebrille

    Die Brille muss wie beim Menschen gut sitzen und darf nicht drücken. Außerdem muss sie den hundetypischen Belastungen gerecht werden. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen:

    Gläser

    • bruchsichere
    • kratzbeständige Kunststoff-Keramik
    • UV-Schutz (A, B, C)
    • Ideal: Gläser herausnehmbar, z.B. zur Gewöhnung, zum Reinigen
    • Ideal: Gläser austauschbar, je nach Lichtschutzerfordernis
      [/list]

      Gestell

      • elastischer und dadurch bruchfester Kunststoffrahmen
      • Rahmen nicht aus Metall (hohe Wärmeleitfähigkeit: wird sehr kalt oder warm)
      • individuelle stufenlos anpassbar, z.B. durch Gurtsysteme
      • geringes Gewicht
      • Polsterung der Gläser rund um die Augen sowie an Auflagepunkten der Gurte
      • bei winddichten Brillen: seitlichen Belüftungskammern rund um die Gläser gegen Beschlagen
      • Ideal: individuelle Anpassung des Glasabstandes
        [/list]

        Hundebrillen werden in zahlreichen Internet-Läden sowie großen Zoofachgeschäften verkauft. Die Anzahl der Hersteller ist überschaubar. Auch einige Optiker vertreiben Hundebrillen. Die Preise bewegen sich ab ca. 20 Euro aufwärts.

        Was ist bei der Nutzung zu beachten?

        Besteht ausreichend Zeit bis zur ernsthaften Nutzung der Brille, sollte die Gewöhnung an die Brille langsam erfolgen:
        Gegebenenfalls vorher die typischen Auflagepunkte der Brille massieren.
        Brille (zunächst möglichst ohne Gläser) nur kurz aufsetzen und belohnen.
        Brille beim Füttern aufsetzen.
        Tragzeiten allmählich verlängern.

        Häufig ist jedoch eine langsame Gewöhnung nicht möglich. Hier hilft leider nur der Crash-Kurs im Brillentragen: Brille aufsetzen und Manipulationen verhindern.
        Allerdings ist gerade bei licht-/windempfindlichen Hunden die Gewöhnung an die Brille relativ einfach, da der Hund schnell die Vorteile der Brille merkt.

        Wird die Brille nicht dauernd getragen, ist es sinnvoll, dem Hund ein Signal beizubringen, mit dem er das Aufziehen der Brille einfordern kann. Auf jeden Fall sollte der Hund gut beobachtet werden und bei entsprechenden Anzeichen (Augen zu kneifen, Augentränen, etc.) die Brille aufgesetzt werden.

        Leider sind die meisten Hundebrillen nicht rutschfest. Das heißt, dass sie leicht verrutschen und der Sitz nachgebessert werden muss. Der Hund sollte daher immer gut im Auge behalten werden, wenn er die Brille trägt.

        Hundebrillen müssen wie Menschenbrillen regelmäßig geputzt werden. Meist ist eine Reinigung nach jedem Spaziergang erforderlich.

        Vorsicht bei Hundekontakten und bei Spielen! Wenn möglich, sollte die Brille abgezogen werden.

        Links zur weiteren Info über die medizinischen Notwendigkeit
        Schutzbrillen für Hunde
        Hundesonnenbrillen aus veterinärmedizinischer Sicht
        Auswirkungen von UV-Strahlung auf das Hundeauge

        Urheber: Beate Zimmermann & http://www.yorkie-rg.net

        Weitere Anregungen und Diskussion zu diesem Beitrag im Diskussionsbereich

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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