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 Betreff: Junghund-Epilepsie
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2012, 15:46 
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Junghund-Epilepsie

Wie gut stehen die Chancen für Hunde, die bereits im jugendlichen Alter unter epileptischen Anfällen leiden? Dieser Frage gingen Veterinärneurologen verschiedener britischer Universitäten nach und werteten hierzu die Krankenakten von 136 Hunden, die bereits im Alter von unter einem Jahr ihren ersten epileptischen Anfall erlitten hatten, aus.

Ein Grund für die Frage war der Fakt, dass Epilepsie im Kindesalter beim Menschen wieder aufhören kann. Tatsächlich haben 70 Prozent der betroffenen Kinder im Erwachsenenalter keine Anfälle mehr zu fürchten. Diese Selbstheilungstendenz führt man darauf zurück, dass das Gehirn beim Kind noch unreif ist und daher besonders sensibel auf anfallsauslösende Reize reagiert.

Von den Hunden, deren Krankenakten untersucht wurden, litten 102 unter einer idiopathischen Epilepsie (IE). Das heißt, die Ursache für die Krampfanfälle war bei diesen Tieren nicht zu ermitteln. 23 Tiere hatten Krampfanfälle infolge nachweisbarer Veränderungen – zum Beispiel durch Entzündungen – des Gehirns (SE = symptomatische Epilepsie). Bei neun Patienten lösten Stoffwechselstörungen die Anfälle aus und bei zwei Hunden gab es den starken Verdacht, dass es sich um eine symptomatische Epilepsie handelt, dieser Verdacht konnte aber nicht bewiesen werden.

Leider mussten die Erwartungen auf eine Selbstheilung der Hunde in den meisten Fällen enttäuscht werden. Denn nur 22 Prozent der Hunde mit jugendlicher idiopathischer Epilepsie waren im Erwachsenenalter anfallsfrei.. 37 Prozent der Tiere starben infolge ihres Anfallsleidens – allerdings wurden die meisten aufgrund der Krankheit eingeschläfert. Nur drei Tiere starben unmittelbar an oder in Folge eines Anfalls. Die Lebenserwartung nach der Diagnose der Hunde betrug im Durchschnitt sieben Jahre. Auffällig war, dass betroffene Border Collies nur etwa halb so lang lebten wie Hunde anderer Rassen. Darüber hinaus fiel auch auf, dass Hunde, die frühzeitig Medikamente zur Unterdrückung der Anfälle erhielten, früher starben. Dieser geradezu alarmierend wirkende Zusammenhang kann aber eventuell auch daher rühren, dass die Tiere, die früh Medikamente erhielten, an besonders schweren und/oder häufigen Anfällen litten. Er sollte keinesfalls dazu führen, dass auf notwendige Medikamente verzichtet wird.

Quelle: Arrol L et al. (2012): Aetiology and long-term outcome of juvenile epilepsy in 136 dogs, Veterinary record

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