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 Betreff: Bruce H. Lipton: Intelligente Zellen
Posting Nummer:#1  BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2009, 01:50 
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Hi

kein Hundebuch - dennoch lesenswert ;)

Vorab: man muss nicht mit allem einverstanden sein, was Lipton erklärt – aber er erklärt es toll.
Lipton versucht in seinem Buch, die „Neue Biologie“ vorzustellen und kommt zum Teil zu erstaunlichen Schlüsseln, analogen Beispielen. Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Art und Weise, wie er biologische Vorgänge beschreibt. Schon alleine dafür lohnt es sich das Buch zu lesen.

Meines Wissens basiert alles (oder das wesentliche) bis auf den Epilog auf unzweifelhaften wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Um das Buch vorzustellen, hangele ich mich am Inhaltsverzeichnis lang:

Einführung – Die Magie der Zelle
Das folgende Zitat zeigt eigentlich am Besten, wohin die Reise geht:
Zitat:
Jedes Mal, wenn dem Körper ein Medikament zugeführt wird, um eine Funktion A zu korrigieren, gerät Funktion B, C, oder D aus dem Gleichgewicht. Nicht die gen-gesteuerten Hormone und Neuro-Transmitter kontrollieren unseren Körper und unseren Verstand – unser Glaube und unsere Überzeugungen kontrollieren unseren Körper, unser Denken und damit unser Leben.


1. Ein Loblied auf kluge Zellen und kluge Studenten
Hier erklärt er, wie die Einzeller sich zu Mehrzellern zusammen schlossen und somit Arbeitsteilung und höhere Intelligenz möglich wurde.
Gleiches Prinzip erläutert er anhand seiner Studenten, die eine Lerngemeinschaft bildeten.
Desweiteren geht er auf Austausch von Genom zwischen verschiedenen Bakterienstämmen ein sowie auf die hohe Relevanz vom Zusammenagieren der Arten für die Evolution (und nicht von der Konkurrenz untereinander).

2. Auf die Umwelt kommt´s an!
In diesem Kapitel beschreibt er die Bedeutung von Proteinen für´s Leben und das Leben quasi als Protein-Maschine. Das ganze so plastisch, wie ich es selten gelesen habe.
Dann nimmt kritisiert er die Dominanz der DNS in der Biologie und verweist darauf, das die Arten sich nur in Bruchteilen der DNS unterschieden, aber schon rein optisch deutliche Unterschiede bestehen. Er betont, dass man einer Zelle problemlos den Kern entnehmen kann und sie erst dann stirbt, wenn neue Proteine produziert werden müsse.
Zitat:
Der Zellkern entspricht also nicht dem Gehirn sondern den Keimdrüsen! Man könnte die Verwechslung der Keimdrüsen mit dem Gehirn angesichts der Tatsache, dass die Wissenschaft schon immer ein patriarchales Unternehmen war. In gewisser Weise verstehen. Schon oft wurde gewitzelt, dass Männer anscheinend eher mit ihren Keimdrüsen denken als mit ihrem Gehirn, es kommt also nicht überraschend, dass sie den Zellkern für das Gehirn der Zelle gehalten haben!.

Er verweist dann auf die Epigenetik und deren Bedeutung (ebenfalls klasse beschrieben) und wie sich z.B. die Lebensweise der Eltern (vor der Zeugung der Kinder) auf die Kinder auswirkt.
(Er hat als Beispiele Mausexperimente. Ich meine aber, dass es auch ähnliche Studien an Menschen gibt über die Auswertung der Geburtsregister).

3. Das Wunder der Zellmembran
In diesem Kapitel begründet er, wieso er die Zellmembran als das Gehirn der Zelle ansieht. Er beschreibt die Funktionsweise der Membran (wieder sehr gelungen), und die Bedeutung der Proteine in der Membran als Rezeptor- oder Effektorproteine.
Seine Kurzbeschreibung der Zellmembran lautet:
Zitat:
Die Membran ist ein flüssiger, kristalliner Halbleiter mit Toren und Kanälen

- was ähnlich der Beschreibung eines Chips ist.

Diese Analogie weitet er aus (insbesondere im Epilog) und beschreibt, dass der Programmierer des Chips außerhalb des Chips sitzt. Ähnlich sitzt auch der Programmier der Zelle außerhalb – sie reagiert auf die Umwelt – die Informationen der Umwelt werden aus der Umgebung „heruntergeladen“.

4. Die neue Physik: Mit beiden Füßen auf dünner Luft
In diesem Kapitel erklärt er im Wesentlichen, dass Materie Energie ist (E = m X c^2) und Energie und Materie also eng miteinander verknüpft sind und nicht unabhängig voneinander zu betrachten sind. Ferner verweist er darauf, das Energie schneller übermittel wird als stoffliche Informationen.
Er erklärt das Universum als Integration voneinander abhängiger Kraftfelder, die durch zahlreiche Interaktionen miteinander verbunden sind.
In diesem Zusammenhang kommt er auch auf die Verknüpfung der stofflichen Kreisläufe zu sprechen und das viele Proteine an mehreren Stellen in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt werden.
Er verweist auf den Einsatz elektromagnetischer Wellen in der Medizin (z.B. beim Zertrümmern von Harnsteinen, beim PET, CT, TMS)

5. Die Biologie tiefer Überzeugung und die Macht der Gedanken
Hier geht es um Placebos und Nocebos – und wie das Denken die Befindlichkeit beeinflusst.

6. Wachstum und Schutz
Dieses Kapitel behandelt die sich somit ausschließenden Zellreaktionen Wachstum (wenn es ihr gut geht) und Schutz (vor den Umweltbedingungen) und überträgt sie auf die Zellgemeinschaft Mensch.

7. Bewusste Elternschaft: Eltern als Gentechniker
Dieses Kapitel fand ich wieder sehr spannend, weil es die vorgeburtlichen Einflüsse sowie die frühkindliche Bedeutung der Eltern verdeutlicht. Besonders verweist er hier darauf, dass Verhalten und Ausagen der Eltern in das Unterbewusstsein übernommen werden und später hemmend oder fördernd wirken können (ohne das man sich dessen bewusst ist). Als Beispiel verweist er u.a auf den Film „Shine“.

Epilog – Geist und Wissenschaft
Im Epilog fasst er dann alles zusammen:
auf der Zellwand sitzen Identitätsrezeptoren
diese reagieren auf die Umwelt (s. Kap. 3)
folglich muss eine Quelle = das eigentliche ICH außerhalb des Körpers sitzen,
diese liefert via Energie (s. Kap. 4) den Geist oder auch Wissen,
Als anschauliches Beispiel führt er den Fernseher an (= Person), der über Radiowellen das Programm (die Identität) erhält.
Diese Argumentation unterstützt er durch Berichte Organtransplantierter, die nach der Transplantation Vorlieben ihrer Spender aufzeigten (Beispiel: Claire Sylvia: Herzfremd oder Paul P. Pearsall: Heilung aus dem Herzen.
Durch diese Ansicht ist dann Reinkarnation und Unsterblichkeit erklärbar: ICH bin immer anwesend im Energiefluss des Universums – ich brauche nur jemanden, der die Identitätsrezeptoren für mich hat.
(Wobei meiner Meinung nach, ICH mich dann bei 10 %-er Übereinstimmung eben auch zu 10 % einlassen könnte).
Lipton meint mit diesem Modell herkömmliche Wissenschaft (Materie gebunden) mit moderner Wissenschaft (Energiegebunden) verbunden zu haben und sieht in der Energie den Geist.

Im Anhang verweist er noch auf PSYCH-K TM – eine Methode, das Unterbewusstsein zu verändern.

Eine weitere Rezension ist hier nachlesbar geneticinfo
Ein Artikel zu B. Lipton und seinen Ideen: Nicht Gene prägen den Menschen – der Mensch prägt die Gene!

Ich muss zugeben, dass mich der Schluss, dass die Identitätsrezeptoren Signale aus der Umwelt empfangen, fasziniert hat und in dem Buch als logische Schlussfolgerung erscheint.

Nach im Buch gemachten Angaben ist Bruce Ph. D. Lipton ein Mikrobiologe, der lange Zeit an diversen Universitäten in den Staaten und der Karibik gelehrt und geforscht hat.

Gruß Bea

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Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. [Patricia B. McConnell]
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